Band 
Dritter Theil
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dieses passes stund ihm der Weg nach JnPruck offen , von dar sichder Kayser bey nacht und nebel nach Vülach auf die flucht begab'zu welcher er doch nach vieler Muthmaßung kaum wurde genug reitgefunden haben, wo nicht die obgemeldte aufruhr, zu deren stillunaMauritius sein anderes kriegs-volck wider die aufgelehnte hatte,müssen anziehen lassen, die vorgehabte schleunigere fortruckuuq ae-hindcret hätte. Jnspruck aber eroberte Mauritius , uns gab seinensoldaten alles preiß, was den Spaniern gehörte, dahingegen Kö-nig Ferdinands fachen nicht angerührt werden durfftcn, weil mitdemselben Mauritius in besonderer freundfchafft stund. Durchdessen Vermittelung ward auch eine friedenschandiung, erstlich zuLintz und hernach zu Passau vorgenommen,welche der Kayser zwaranfänglich zu verzögern bedacht war, doch aber endlich beschleuni-gen muste,weilMauritiuü sich nicht wollte aufhalten lassen,iönderndie stadr Franckflirt am Mayn zu belagern ansieng,worauf »och tuselbigem jähr der Teutschen freyheit und berProtestantischen restgi-vn zum besten der Passauische vertrag erfolgte. Seine dunds-genof--sen, und insonderheit Marg-rafAldrecht,waren mit so geschwinderendiglmg bes kriegs nicht zu medenmnd von semen eigenen völckerngiengen einige deswegen zu dem Marggraftn über. Er, der Chur -

allwo er jedoch, weil sich die Türcken im felde nicht seven liessen,weiter nichts that,als, daß er die vestung Raab in guten stand setzte.Nach feiner wiederkunfft hatte dcrChurfürsi des kriegs zwar zimiichgnng-ward aber dochbaldm einen neuenverwickelr.'Denu weil derMarggras Albrecht die waffen noch nicht niedergelegt und allerleyunruhe in dem Reich anrichtete, welcher zu stemm auch Mauri-tius von dem cammer-gericht oesehl bekam,ließ er sich da»! um soviel eher bewegen,weil es das ansehen hatte,als wenn derM-wggrafwegen des über den Passauischen vertrag entstandenen Unwillensauch dem Churfürsten nichts gutes zugedacht habe. Es vereinigtesich demnach Mauritius Mit Hertzog Heinrich zu Braunschweig ,und zog dem Darggrasen nach Nieber-Sachstn entgegen. Manmeint,es hätte durch Verzögerung dem kriege leicht em ende gemachtwerden können, indem der Marggras kein geld hatte. Weil aberMauritius besorgte, es möchte der feind einen weg in Meiste» zustraffen finden,trieb er auf eine Haupt-schlacht,weiche den9 jul. rz §;gehalten ward,in der auch der Churfürst den sieg zwar erhielt, abergang am ende des treffcus von hinten zu einen tödtüchen schuß be-kam,an welchem er den dritten tag hernach gestorben. Er hinter-ließ von seiner obqemeldten gemahlm eine einytge lochtet, namensAnna,die nachgehends an den Printzen Wilhelm von Oranien ver-mählt worden. Dieser Herr hat seine lande unter stetigen kriegenzu nicht geringerbeschwärung der Unterthanen regiert,welches ihmauch selber leid gewesen,wie er selbst offt bezeugt und den vorsah ge-faßt,bey wiederhergestellter ruhe im Reich es ihnen wieder gemessenzu lassen. Indessen hat er gethan, was er gekonsund ist seinen lan-den mit vorcrestichen ordnungen,mit Verbesserung derUmversitäten,mit anlegunqen derdreyen Fürsten-schulen zu Meisten, Pforte undGriinmaanit stifftung ansehnlicher stipendien und sonsten, nach-drücklich zu stallen gekommen, wie er denn ein Herr gewesen - derüberaus wohl erkennt, wie des Fürsten und der »nterlhüUen nutzenmit einander zu vereinigen sey. Er war sonst von einem hohen unddurchdringenden verstand, in entschlicssung bedachtsam,in der aus-sührung fertig, und hatte stets mit wichtigen absichren zuthun.Seine neigung trieb ihn zum kriege, dabey er aber der staats-ge-fchäffte im geringsten nicht vergaß. Im zorn war er etwas ge-schwind, im essen und trincken aber überaus mäßig, welches er zuseinen beschässligimgen, deren er sich allezeit selbst annahm, wöhlnöthig hatte. Im verstellen ist er ein grosser meister gewesen, undhat man ihm nicht leicht abmercken können, was der zweck fernerthaten sey, biß er damit ioßgebrochen. baruriui.

VitL btau-ikii vrLc. lle^tsurkt,

Läcki rnn»I. 7V,««»«». Kitt. ok rstorm. ?. r. I. r.

nen malen vermählt gehabt Die unterschiede-

Phra El;,abeth,emetochker Hertzoqs PhilippiLÜd^ civonm Wiejenburg gewesen,so an. - Ü84 vechorbenVon d- 7 eA°!und^t er^eine,vvn der andern aber 4 kinoer am lebenhmterlassm, davon sihe gem/ Hertzoglicheiinie. EL» snnst <j"Laenien u.llor. Uulmvv-'ei k>. 2SZ. nom proc.

lmper.L/e««» syllog. Lenesl. ZreZ/en lab^rinrli ll-r reit p. ,zo6.

E 1 /^uritius Wilhelmus/ Hertzog von Sachsen-Jeik, war^'ohn oes vorhergehenden, gebohren denl; marr. an. ,664.Nachdem er sich in allen seiner hohen geburt anständigen willen»Ichastlen geübt, trat er a». 1681 den 7 nov. eine reise nach Xranck,llm ^ dec.zu daris die traurige Nachricht, daß

das Mtlrche gesegnet. Dieserwegen begab er^'den irian. 1682 wieder ausdre ruckreise, und langte densv be-uwitalS zuZeitz an,allwo er den 1; mertz van demNaiimbur-g-lchm Dom-capuul das inkrumenrum poituiscionis empfienq, unddcunelben die durch die immerwährende cspirulsci»,, von an. 16-8ll,j>u,le rev« 5 -i,en ausstellte, da er denn, als Lömioilir-eo-. den27 mertz zu 3 eitz, und den4üpru zu Naumburg die Huldigung ein-nahm. Hierauf rer,ete er im nov. des besagten jahrs 1682 nachStauen, allwo er überall grosse ehre genoß, und endlich an. 1634durch die Dchweitz wiedernach Hause gieng. An. 1685, als er view-jor.nn-car erlangt, legte der Churfürst Johann Georg H die bißdahin geführte «amm.üEwn der Zeitzlschen erdiande nieder,behieltsiu) aber das IM lublim-riirriturisi wp-norikätis, !,e!Ii öe p-ic r, Lpc>->-!-wows, Lc.vor, worüber nachgehends allerhand writläufftig-kerten eut,landen. An. 1687 den s sept. erhielt er, nach des odge^dachten Ehursursten und der Hertzoge Augusti und M mrit-.i tod,nebst dem Churhause und denlinien zu Weisseniels und Merseburg ,die dclehnm'.g milden Reichs-iehn und eeg-üeniden io oct. aber dieBomüchrbelehnung mit dem Voigtlanre, welches ebenfals nachderLhur-mstenJvh. Georgiilll und I V absterben geschahe. An.,688 empfing er die mitdelev,,schafft an den FürstenrbümernQuer-

nrg,war ein,oyn ^ ^

zu «Daaiien, uns Magdalenen Sybillen , Marggras Mderli srred,richs zu Brandenburg in Preussen tochter. Er wurde an. 1619 den28 mart. gebohren.An.1642 trat er eine reise,unter dem namen ei-nes Grafen von Promnitz, in Dännemarck,Dradant, HollaublindFlandern an, allwo er der bclagerung der vestung Saß von Gent

beywohnte.Hieraufwurveihm a. 164-7 von demTelitschenordendre

BaüeyTttiringen übergeben. Er war bereits an. 1622 als ^ ^ ...

^7.dLStifftsNaumbnrg PolluNr-tiM zu sein^srKentz-Doch

ge vcssen sie und ihre leides-erben den titui Durchlauchtig bekamen.An. 1699 trat er sein recht an der Lauenburgischm ll-cc-ulon an dasChur-hauß Sachsen ab, und an. 1702 legte er in LMenmigc»,we-gen seines antheils an Henneberg eine besondere regiernng an. An.

1701 machte er mit dem Abt zuFulda wegen des zu dem gemeinsa-men LMeusingen gewidmeten amtsFischbalifen einen

vergleich,worauf es endlich an. 1707 von bemStifft Fillda eingelö-set wurde. In eben diesem jähr 1707 erhielt er von demKayserJo»sepho die wvelllcurüdcr das StifftNaumburg, unb an. 1708 erfolg-te ein Kayserliches commisiiE-llscrer an den Reichs-convsac, we-gen »cimisllon und Lx-rciti> des Naumdurgischen voci. Wegen die-ses sitzes und stimme aus denReichs-versammlungen halte auch derHertzog an. 1698 mit dem Chor-hause einen ,-ccK aufgerichtet, deraber am l 71 l wieder aufgehoben ward. An. i7i5im bec.reisete erzu seinem bruder demCarbinal,und betaute sich in dem Böhmischenkioster Dvron zur Eattzvlischen religivn, brachte auch an. 1716 nnmertz den Printz Moritz Adolph von Neustadt, seines bruders Her-tzog Fridrich Heinrichs söhn, nach Eger zu dem oberwehuten Car-dinal. Es war diese religions.änderung wenigen bekannt, biß erden 14 apr.an.1717 dieselbe öffeiillich kund machte,und den darauffolgenden sonnlagaufderPleissenbnrgzuLeipzigder messe beywoyn«te, da denn das Dom-capitul zu Naumburg wuer» vsc-me.» erklär-te, und vor den neuen polluisnUum in den kirchen bitten ließ. Diesesbewog den Hertzog mit demKömg in Polen und Churfürsten, zuSachsen den z ken May zuLeipzig einen vergleich zu treffen,vermöge

dem hierauf die Königl. Pviniiu,o!>u»v>L9u,->^,-w!,!>!u,^»die ftadt und residentz Zeitz besetzt hatten, begab er sich den n dcc.nach AZeyda,und erwählte das daselbst befindliche schloß Osterburazu seiner residentz. Doch an. 1718 den 16 oct. trat er zu Pegau öf-fentlich wieder zu der Lutherischen religivn, starb aber den darauffolgenden 5 nov. zu Weyda an den kinder-blattern, und ward da-selbst in der stadt-kirche in das dazu neu-verferligte gewolbc den »;dec. begrabeiiiEr vermählte sich an. iSSy milMariaAmalia,Chur-fürst Fridrich Wilhelms zu Brandenburg tochter, und HcrtzogsCaroiivon Mecklcnburg-Güstrow wittwe, so ihm zwey P"ntzmund; Printzcßinnen gebohren,»velche sämmtlich umg verstorben bißauf Dorvtheam Wilhelmuiam,eine gemahlm PrrntzWsthelms vonHessen-Cassel,6ouvcrneur;znWastrich undHollandifchen General-Lieutenants.Er hinterließ den rühm eines gelehrtenHerrn^er mchtallein in spraachen,sondern auch in der histone und ablvnderuch inder gcneLwßic ungemein erfahren war. L->x.

m vas VNjfl Ä'aumvurg ein pnlrui.>i-u->- vt»i ""ssH'.ss,,' «.eichiLrcNiv park. Lpec. luv Szcbk,,!. l'-rB XlLuritu V > s MI.r sömln.llr-non bey feinen männlichen nachkommen vervlewen, . Landqrafzu Hessen , ein überaus gelehrter und

doch jedesmal auf das recht der erstengeburtb g-s nwerd n ^WmackM^

Iw. An ,^,n.n»wt^rdcm Kawer m Eger auf, allwo er von gemahliu Sabina, Hertzog tzhnstopbs zu

Mürtembera tochter, an. 15?^ den 2z may gebohren. >Lem vaterdie t ibn sehr fleiM zu den studicn,und weil er selbst einen gropentrieddarubM^

lestaments,bekam er über dieses noch inTburingen und Boigilanve

die ämter und HerrschafftenTautendergHrauen-Prleßmtz^Nleder-irebern,Voigtsderg,Plauen,Trlb !tz<Arenshang,ZlegMuck,Wey

da, wie auch den Churfürstiichen anthci! an der Grafichayt Henne-berg ; stadt und amt Pegau aber kauffke er hernach von lemern bru-der Churfürst Johann Georg II. Als an. iS-;8 ^0 Suchte Chur-fürst det Kayserlichen wähl halber sich nach Femickfurl am Mayn

«hub, verordnete er Hertzog Mauritium unterdessen zum Stadt-Halter der Cburfürstlichen lande. In eben demselben fahr stellteihm das Stifft Naumburg ein pnllui.nlE-brlef aus, krastc oeneirdie sömlnillr-rion bey seinen männlichen nachkommen verbleiben,

jedoch jedesmal auf das recht der ersten geburtb Sieben werdensolte. An. 167; wartete er dem Kayfer zu Uer aus allwo " vmidemselben als ein ehrlicher alter Teutsche? surft a«ühmtt wurde.Hierauf wurde ihm das commsnU» als Oboisten über em Cbu -

Sächsisches regiment zu roß aufgetragen, mit welchem er an. 74

!k> Schwaden und Francken ruckte, und an. 1677 bestellte >pn ver