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wiederum. Herbert, welcher darinnen gewesen, Met, daß sie hun-dert weilen in umfange habe, und sich von nord-osten süd-wen«wärts erstrecke, auch mit allen dingen,so zur nolhdurfft und lustbar-keir deS menschlichen lebens gehören, übersiüßig versehen sey, inson-derheit aber mit vielem schönen und klaren wasser, wohlriechendemholtz und anmutbigen obst.däumen. Gegen die see zu ist ber erddo.den felsichr und unfruchtbar,weiter hinein aber eben, fetr, lustig undvoll schattiger bäume und schöner bächlein. Es sind ausser den Eu-ropäern sonst keine einwohner dascldstrn.
Mamkirchen / ein feiner Bayerischer marck-flecken in demBißthum Passau, nicht weit von Braunau und Burckvausen gele-gen , hat ein eigenes land-gericht nach Burckbaujen gehörig. Eswurde nebst dem grossen land-qerichte, dem Weilthaler-forste undden Burghausischen vornehmsten kasten-unterthank nach der achls-erklärung des Churfürsten von Bayern , dem Fürsten von Löwen-stein, als eine immelli-c-Reichs-Herrschafft, eingeräumet,aber nachdem Baadischen frieden 1714 an Chur-Bayern rellnu-ret.
Maursmünfter/ eine Benedictiner-Abtey im Nieder-Elsaß,4 weilen von Straßdurg, und eine halbe von Elsaß-Zabern gele-gen. Nach demKönigshofen soll sie B.Pirminius an. 740 gesichtethaben. Allein der Hertzog bringt den bestatiqungs-brief KönigsTbesdorici aus Franckreich ll-an. 724 vor, wvnnn er dem AbtMauro, von welchem das klosterden namen beksnnnen, alles daß-jenige bekräfftiget, was vorwählen König Childepertus dem erstenAbt St. Leopardo, von welchem das kloster anfänglichLeopars.eellgeheisscn, schon an. 61? verliehen. Wobey dann , was die zeit be-trifft , wohl in acht zu nehmen ist, baß durch König Childedertumnicht so fast der ältere dieses namens könne verstanden werden, wieCoccius will, als welcher in diesen Austrasiscycn landen nie getzerr-schet hat, sonderen allein Childedertus ll, aus welcher ursach dannauch das von Coccio und denen, so ihm folgen, gesetzte jähr mußgeändert werden.In dem besagten llwlomsre wird derjenige bezack,so dem Abt eingeräumet worden, KtsrcillL.^ulltgcnlls oder dieMarckgenennct, welcher naine auch noch heutiges tages gebräuchlich ;denn da schreibt man Maursmünster in derMarck, und diejenigen,so die vber-hcrrschafft über das städllcinMaursmünstcr haben,heis-sen dir Marck'Herren,uichtals>venn dastelbige jemahls eine Graf.schafft oder Mai ckgrafsch äfft gewesen / sondern weil man einen ab-gezeichneten und bemarckten llMnÄ eine Marck zu nennen pflegte.SolcheMarck-Herren sind nun derHertzog vonLothringen,dieGra-fen von Hanau als erben der Hcrrschafft Ochsenstcin, die Herrenvon Rappoltstein, so uuch ausgestorben , und die Edlen von Wan-gen , als innbaber der Hcrrschafft Geroltzeck am Wasickiin, oderWaßgöw. Der Abt aber hat in dem städtlein nichts zu sprechen.
ckron. p. 187- tiitall' cllron. I. x. zo»
L«««,'/». 6. 5. ?. 1 » r. LnnrI. Lenell. *
Mauro Lordato/ (Alexander) ein Türckischer Staats-Minister. Er war von geburth ein Grieche, und hielt sich anfangstm dem Türckischen Hofe als dollmetscher, an des Panagiotti stelle,auf, da er denn nicht wenig beytrug, daß der gefangene GeorgeEdmielinski an. 1677 auf freyen fuß gestcllet ward. Hierauf warder Ober-Rcichs-dollmetscher,hatte aber an. 168;, danach der Hin-richtung des Groß-Veziers, Kara Mustapha, eine grosse Verände-rung an dem Hofe vorgieng,das Unglück, in ein hartes gefängniß ge-morsten zu werden. AIs er in demselben eine geraume zeit zuge-bracht, und die grausamste schlage ausgestanden hatte, fand er sichgenöthiget, seine freyheit, mit Verlust aller seiner^güter, deren ernicht wenig hatte, zu erkauffen. Nachdem aber Lolymannus IIIan. 1687 den thron bestieg, erhielt er nicht allein alle ftine cUrrZc-iwieder,sondern hatte auch in dem folgenden jähre die ehre, alsMit-Gcsandter nach Wien zu gehen, um so wohl die erhebung des neuenSultans dem Römischen Kayserzu hinterbringen, als auch einigefriedens-vorschläge zu thun. Nach diesem kam er bey der Olto-mannifchen pforte in ein solches ansehen, daß die allerwichtigstcngeschäffte durch seine Hände giengen, und da er an. 1699 den Carle,Witzischen frieden, als Mit-Bevollmächtigter, hatte schließen helf-sen, legte ihm der Groß-Sultan den titul Lxccllen- auflebens-langbey, bestätigte ihm die besoldung,so er in währender friedens-hand-lung genossen, und ernenncte einen von seinen beyden söhnen zumorllinLiren dollmetscher der pforte. Von dem Kayser Leopoldo aberwurden ihm 2;ooo thaler und aus der Wienerischen bibliothec dascvrpus KillvriL , welches er vormahls innständigst ver»
langt, gefchenckct. Er starb an. 1710 auf dem Griechischen glau-ben, zu welchem er sich beständig bekannte, und hinterließ zwey söh-ne und eben so viel töchter. Er hatte mcllicmzm studieret, und fin-det man einen gelehrten bricf, welchen er anS Dien an voSor We.dein von dem maslack geschrieben, ja er wird von einigen gar einvoÄ. 8,iccllc'»i.i: genennet. Den aus zwölffbänden bestehendenHvl-ländifchen Atlas, hat er durch hülste einesFrantzösifchenJefuiten,den er aus Sciozn sich kommen lassen, aufdeS Groß-Sultansan.1675 erhaltene «rllee, in die Türckische spräche übersetzet. Seinältester söhn bekam an. 1709 die stelle eines Hospobars in derWallache», und Moldau, ward aber nach seines vatters tode abge-setzt , weil man ihn wegen einer mit Moskau gepflogenen corrcihon-dentz in verdacht hatte. Oltoin. pf. ?. r. v'ss«^«/ exerc. well.
ücc.
8. Maurus/Abt zuGlanafolium, Frantzösisch, ülLnkeull oders. kisur ll,r I^ov-o, soll aus dem geschlecht der Aniciorum entspvs-sen und Aequitins sein vakter gewesen seyn. Er wurde im 12 jabrseines altcrs dem heil. Bmedicto nach Casfimo zur auferzichungübergeben, dem er in allein nachzuahmen suchte. Er trug grobekleiber, fchlieff wenig, betete stets, und redete fast gar nichts. Erwurde sinnt vier andern auf Bertigrannt, Bisthoffs zu Mans, de-
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gchren, von St. Benedicto nach Franckreich geschickt. Als abesgemeldter Bifchoff sie nicht annehmen wolle, grenz er Lurch asm,chen winckrn das Anjouische zurück, allwo ihm Flvrus, ein stommer reicher mann, mit bewilligungdes Königs, ein kloster bau nließ, welches Glanafolinm genannt wird, und übergab ihm seinensöhn zu unterrichten. Florns begab sich endlich selbst'm drein undwurde ein Mönch. Es muste auch St. Maurusöffters zum KomaClotario kommen, der sich seines raths bediente, undihmzurdanck-darkeit vieles schenekte. Als er alt wurde, entzog er sich den öffentli-chen Verrichtungen, setzte Bertuifum an seine statt über das klosterund hielt sich in einem bejondern Hause auf. Man erzehlet von ihmviele wunder, als daß er blinde und lahme geheilet, und baß ihm einEngel offeubahret, daß bald viele von seinen Mönchen sterben wür-ben, welches auch also erfolget, worauf er selbst an.; 84 gestorbenNach feinem tode soll er Fausto und Simpliciv erschienen seyn, undihnen befohlen haben, daß sie wieder nach Cassino kehren sottenAIs nach der zeit Glanafolium von demKönigeGaidulfo zerstöretworden, soll St. Maurus demselben erschienen und ihn dermal,«geschlagen haben, daß er sein einqeweide ausgeschüttet und ttentt-glich gestorben. Glanfeml ist nach der Hand dem kloster zu Fossereinverleibet, und von Carolo Calvo sehr beschencket worden. Seinercllizuien sind theils zu Cassino , theils zu Cölln, in Emiren und«Prag befindlich. °
Maurus/ (Sylvester-waran. 1619zuSpoletoinItaliengebühren und begab sich an. 16; s in die 80c. Jesu, worauf ex vielejähre die illcowg.e zu Rom gelehrct, und zu ausgang des 17k«l-culi sein leben beschlossen. Seine schnitten sind:kliilolapti, in ;v»>. in8vo ; Lrillmelir oper, omnis cum pLrLpKrs!!lom. 6, Lec. oikl. 8,
Mauschwitz / eine uhralte Adeliche familis in Schlesien , wel-che rn dem Liegnitzischen Armenruh, Uibersdorss, Leusersdorff,Baudmannsdorff, Dtttersbach rc. besitzet, und von denen vvnDed-schütz abstammet. Ihre vor,obren haben das in der Laußnitzememeile von Dautzen gelegene Ritter guth Malschwitz besessen, nach-mahls aber sich in Schlesien niedergelassen , da sie von dem besag-ten Ritter guth nach der Schlesischen Mundart Mauschwitz gemü-net worden, welchen namen sie nachgehends zum geschlechls na-men behalten. Christoph von Mauschwitz zur Armenruh und Har.persdorflebtean. t;oü. Sigismund von Mausthwitz zur Armemruh, war au. - <76 Hertzogs Fribcrici I V zu Liegnitz Rath. Frid-rich vonMausthwitz aufHarpersdorffvertrat an. 16)9 beydemHertzoge Georgio Nudolpho zu Liegnitz die stelle eines Regierungsund Land-Raths. Marimilian von Mauschwitz zur Armenruh,war an. 1676 des Lü'guitzischen Fürstenthums Laudes-Aeltistcr,und hinterließ Carl Eigismiindum, welcher an 1712 als Landes-Acltester des Gvldbergischen cräyfts, des Fürstenthums LiegnitzLandes, bestellter und Ocpurakur bey den convemibur pub.'ici.! inDreßlau , mit tode abgegangen. Noch an 1719 lebte WolffChri-stian von Mauschwitz aufUlbcrsdorf, des Goldbergischen Weich-bildes in dem FürstenthumLiegnitzKviiiglicher Land-Hof-R>chter.
8c!i>ef, curioll
, War eine begräbniß, welches die Königinin Carlen, Artcmista, ihrem gcmah! und bruder, dem Könige Mäu-solo, den sie sehr geliebt, zu ehren in der stadt Halicarnassus erbauethat. Es war solches von einen, schön polirten stein gemacht, undruhete auf ;6 säulen, welche ein spitzig zugebendes dach zg. stuffenhoch trugen. Gantz oben stund ein wagen mit vier Pferden, daraufder König saß, und hinter ihm ein gen,"-- In der mitten nun zwi-schen den ;6 säulen war ein behältniß gemacht, darein man durcheine ihür gehen konte. Es haben sünff der berühmtesten künsticcdaran gearbeitet, und wird daher von den alten mit unter die siebenwunderwercke gezehlet. Nach diesem hat man andere kostbaregrabmahle, als desAugusti, Trajani und Hadriam seines, auchklruloler genannt. L-r-ebe««» lle jure man. 2.11. LE7. psg. >4-,142. II, 17z. ^2,c»Lx>ttr äe /rcccmilla öc ^iLuloleoc^. Z.
I.ipll 1714. Las trupfee ctavon llan man bc^m 4 vcns«io sebcn.
Mausolus / ein König in Caria, welcher durch seine gemah-lin Artemista ein unsterblich gedächtniß erhalten. Er nahm gleichseinen vorfahren, der Perser varthey wieder die Griechen, und ver-übte grosse plackerenen auf den nahe gelegenen insuln. Doch thater dieses meistentbeils darum, daß er durch raub sich bereichernmöchte,wie man denn von ihm anmerckct,daß keine that so schlimmgewesen, die er nicht um des geldes willen solle begangen haben.Im übrigen hatte er grossen antbeil an demjenigen kriege, welchenbie Athemenser mit denen von Nbodlis,Chios,Cos undBlWzgeführet , und welcher in der iozten Olympias den ansang genom-men , Massen er diese städte aufs eyfferigste gegen die Athenicmetaufgehetzt hat, um unter der Griechen streitlgkeiten seinen nutzenzu beförderen. Bey dieser gelegenheit benahm er dem volck zu Mo-dus seine herrschafft, und wandte es denen vornehmsten der i,»mzu. Er starb endlich in dem letzten jähre der ivüten Olympia, wor-auf ihm seine gcmahlin das vorerwehnte prächtige grabmah! zu-richten lassen, auch gar aus üdermässiger liebe seine todlen-aWgetruncken hat. (sihc auch Artemism.) s«//,», >. >o.c.
in Lr^kurn orat. libert. «äiLi. wokk-
Ding. äc 04 suloli. *
Maut/ Böhni. Meyto/ lat. der name zweyer stattein Böhmen , davon die eine Hohenmaut / >riromiiL > eine vonder Königinnen leib-geding-städlen, in dem Chrudimer-cravß anden Mährischen gräntzen; die andere, Böhmisch popclowe /in dem Pilsner-cräyse ohnweil Tokyzan, 7 Meilen von Prag , IM.2«r'/ö7r ropcigr. Vollem. Pag. 46. mitcell. cicc. 1. 1 . z. crp. r,
§. l. oax.
Mauvta/ besser Mavia / eine Königin der Saracenen »»