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den Mein gehettv, in rheem eignen land heimsuchte/ und dergestaltalles mit feuer und schwerdt verherrete, daß sie um gnad und frie-den bitten mußten / der auch nachmals eine zimliche zeit gewährethat. Den Francken hatte er unterdessen an dem untersten Rhein den Earausium entgegen gesetzt / welcher aber dabey grossen betruggebraucht / indem er die feinde mehrentheils ungehindert raubenließ, aber ihnen hernach erst im rück-weg fleißig aufpasset!, undwann er sie dann geschlagen / die beute für sich behielt. Hingegenversähe es Marimianus gar sehr/ daß/ als er den listigen streich ge»merckt/ er deswegen Carausio öffentlich gedrohet/ wodurch dieserverleitet worden/ stch gar zu empören/ und zum Kayser aufzuwerf-fen. (sihe Caraufius.) Als nun dieser sich mit den Francken selbstWider Marimianum verbunden, gieng er auf beyde lsß/ zwangeder Francken König Gennobandum and Esatechum frieden zu be-gehre«/ und jagte Carausium hinüber in Britannien. Als er aberkene auch dorten wolle angerissen/ und weil selbiger alle grosseschiffe und see-leuthe mit stch übers meer genommen hatte,eine neueflotte ausrüstete; litte er wegen unerfahrenheit seiner leuthen indergleichen see- gefechten eine grosse niederlag/ und muste Earausiodurch einen förmlichen vergleich den Kayserlichen litu! und ebenden gemalt in Britannien überlassen/ welchen er und Diocletianusdisseits des meers übeten. Nach diesem/ da krafft der an. 29i zwi-schen Diocletiano und Maximians zu Mayland genommenen ad-redGalerius Marimianus und Eonstanlius Ehlorus zugemacht wurden / ward der letztere dem Herculio zugegeben / undmußte auch dessen stieff-tochterTheodoram mit verlassung seiner bis«herigengemahlin der Helena heyrathen.Es wurden hieraufwürck-lich die meisten fachen in Gallien durch Constantium verrichtet, derauch nach des Earaufli tvd Britannien wiederum eroberte. VonMaximians findet sich nur/ daß er an. 298 diejenige Maurer/ wel-che unter dem namen der cru-nguegenriLiEim bekandt waren/ unddurch ihre streiffereyen in Atrica viel schaden thaten/ völlig zum ge-horsam gebracht/ und um sie ins künfftige desto leichter in ruhe zubehalten / solche von ihren bergichten und einem kriegs - Heer fastunzugänglichen wobnungen in die ebene versetzet. Die übrige zeitscheinet er meist in Rhätia und Italien zugebracht zu haben/ biß ersich endlich aufzusprechen Diocletiani und Galerii/ wiewol un-gern genug/ zu ablegung des Reichs bequemte. Sonsten hatte ermit Diocletiano den haß wider die Christen gemein gehabt; wiesie dann beyderseits eine erschröckliche Verfolgung wider ste erhoben/so daß/wer von ihnen kaussen/ verkauffen/ waster ziehen oder körnMahlen wolle/ den götzm auf den märckten/ oder an den eckender straffen zu opffern gezwungen wurde. Die Christlichen soldateuverdammte erdazu, daß ste zu Rom / Earthago und an andern vr,ten mehr bey aussrichtung der bäder arbeiten mustemMan rechnet,dasizu dieser Kayser zeit mehr Christen umgebracht worden/ als dieRömer bey allen ihren siegen und eroberungen von allen völckern je,mals getödtet hatten / gestalt man allein in Aegyptenin die 144000Märtyrer und7oosoo verbannete oder ins elend verjagte zählete/so daß die Kayser glaubten,sie hätten nunmehrö den Christlichen na-mengantz ausgetilget/ und bahero prächtige siegs-zeichen aufrichte-ten. Marimianus heyratbete Entroptam, eme L>yrifche Osms.und vermählte derofelben tochterTheodoram an EonstantiumChlo-rum. An. ;iö wie er nachmal stch des Kayftrthums neuer dingenanzumaffen getrachtet/aber von seinem söhn Maxentio bald wiederdavon verdrungen worden/ ist in dem gleich vorhergehenden articuldieses Marent» alldereit ausgeführet. Unter währender andererregierung hatte dieser Marimianus dem Constantinv/ um dene ab
zuhalten / daß er nicht die parthey Severi und Galerii wider ihnund feinen söhn ergriffe/ feine tochter Faustam vermählet/ selbigenauch gar für einen Augustum oder Kayser mit dem höchsten ge-malt erkennet. Aus dieser urfach verfügte er sich zu Constantino,nachdem ihn fein söhn von Rom vertrieben / und suchte den zumkrieg wider Marentium anzusiifften/ um feine Wiedereinsetzung indas Reich dadurch zu erhalten. Allein jenertrugbedenckm/ soleichtlich einen einheimischen krieg anzufangen. Worauff Mari-mianus in gleichem absehen zu Galerio Marimino gieng/ bey demer doch auch keine bessere Verrichtung hatte. Als er sich nun wiederjii Constantinv in Gallien begeben / und Von demselben sehr gütigauffgcnommen worden; wäre seine regiersucht, nachzweymal,theils abgelegten / theils verlohrnem Reich annoch so groß, daß erdiesem seinem schwieger-sohn das tragende Reich mit größer un-danckbarkcit wieder aus den bänden zu reissen trachtete. Die güteConstantini und das vertrauen/ welches er in selbigen gesetzt,mußteihm dazu qelegercheit geben. Dann weil jener auf einem zug widerdie Teutschen begriffen,Marimianum von freyen stucken über seinein dem miktägichten Gällien hinterlassene kriegs-leute fetzte, brachtedieser solche zum abfall, und ließ sich sogleich an. ;o9 fürs drittemal zum Kayser ausrussen. Aber Constancinus erhielt noch früh-zeitig hievvn Nachricht/ da er eben im begriff war, eine brück über»Rhein zu schlagen; gieng also ungesäumt wieder zurück, und ausMarimianum loß; welcher sogleich wieder von seinen soldateu ver-lassen , und stch zu Marseille an Constantinnm zu ergeben gezwun-gen ward. Und zwar so verschonete ihm dieser für das mal alleinda Marimianus annoch nicht ruhen konte, und gleich im folgendenjähr so gar wider das leben Constantini anschlüge machte, mußte ernun selbst, was er lang verdienet, ausstehen; Massen ihm diesernach ausgcbrochenem vorhaben, welches laut einiger Scribemen be»richt die Fausta , des Mariminiani tochter selbst solle entdeckt ha-ben , aksobald den tod aukünden ließ, doch die art desse/bigen freystellete; worauf dann Marimianus sich selbst erwürgt baden soll,welches doch nicht gebindert, daß er nicht nach dem damaliaenlheydnischen und sehr thorrechten gebrauch unter die cmzahl der göt-ter auffgenommen worden; wie dann annoch verschiedene müntzen
unter dem titul v'vo XzsxiMisoo vordanbell find. VerttmHM istsolches durch seinen söhn Maxentium geschehen, welcher ihn, nachdem tod, als er nun nichts mehr von demselben zu flüchten Harmdergleichen ehre noch wol mag gegönnet haben; auch vielleichtConstantinum dadurch hat in unglimpffzu bringen gesucht,als wel.chcr, obschon aus genugsam ihm gegebener urfach, den tvd Mari»miani befördert hatte. 1. 8. r«,,->/>. 1. 9. <z,
C«tLr. Ors/. I. 7. I. L. 1.1. Äc/q/ I.
l. 5. S470». c. r öc Z anns!. Lc. --
Marimianus / ein Bischoff von Cvnstantinvpel, wurde anstatt des ertz. ketzersNestonsals derselbe aus demEphesinischen c-m.ciiio an.4; i abgesetzt war,zümBischoffzuConstautinopel erwählet,nachdem er vorher m einem kloster gelebet. Er wird wegen seinergottesfurcht und grossen eifers für die reinigkeit der Christlichen lehrgeruhmet. Im übrigen war er unwissend und ungeschickt eine öf-fentliche rede zu halten. Er schrieb an Cyrillum, demselben seineorllinsrion kund zu thun, da ihm dann derselbe wieder antwortete,und seme freud bezeugte, daß des Nestor» ketzerey unterdrückt, undMarimianus an seiner stelle zumBischvferwählet wäre. Er starb in,lghr 4; 4 , und hatte Proclum zum Nachfolger. bist. «riet.
üb. 7 c. kegg. Lri-e/'«//-- in krcvisria c. 7. A/r/o»/«, jn finnsl.rn. 4Z1. 67^7/»« in ctz/on. ecclest Vili.
llc 1 LZIiie. viA, ciu kselloriLnitwe.
Marimianus / ein Donastischer Bischoff zu Carthagv, lebtein dem 4ten lcculo. Ais it noch OiscoiE war, kunte er sich mit sei-nem BischofsPrimiano gar nicht vertragen,daher ihn dieser in denbann that,jener aber beschwerte sich über dcnPrimianum bey den an-dern Bischöffen, und beschuldigte ihn unterschiedenerlaKer.Diestrfach halber wurde zu Cedarsuffi nicht weit von Carthagv,ein con-cüium versammlet. Primianns, ob er gleich ckorc war, wolle dochnicht erscheinen/lind alsdieväter des 87^1 selbst nachCarthagokwmen, wurden sie von ihm gar übel empfangen. Derowchen lutz-n.-ticken sie ihn von seinem ami, und setzten ihm eine gemisst zeit, bin-nen weicherer sich zum gehorsam bequemen solle. Da diese verflos-sen,vcriammlete sich znCerbasuffi wiederum ein Concilium,aufwe!«chem über hundert Äischöffe sich einfunden. Primianns aber wolleauch vor dieses mal nicht erscheinen, dahero sie ihn absetzten, undMarimianum an seine stelle zum Bischoff verordneten. Weil nunPrimianns nicht weichen wolle,und gleichfalls seine anhängerballe,waren nicht allein zweyDonatistischeBischöffeMartbago,sonderneS theilten sich auch die Donatisten in zwey steten,davon die eine diePrimianiften, die andere aber die Marimianisten hiessen. Diesebeyden steten haben einander auf das äusserste verfolgen Primia-nus hatte dieBisthöffeinNumibien undMagrilanien mifstinec fei-te,und versamlele zuBagayaein eonciliumvon; 10 Bischöffen, aufwelchemMarimianus mir den stinigen verdammt wurde. So warauch des Primicmi anhang der graste, und behielt endlich die ober-
hand- in psLlmuw öc lik. ^ conrr» L/ctcoizium. L« 70 .
in snnL>. sci i>n. Lnrilli ^94. lle lckliinsre DonrM»-
rum mllcellLN,?-11.4c. 4. §.
Mariiuiiianus I, einer der glorwürdigsten Teutschen Kay-ser, war ein löhn Kaystrs Fridecici des V, oder wie andere zählen ,des III, welchen ihm seine gemahlin Eleonora,Königs Eduard, inPortugaU tochter,an.14,-9 den 22 matt» gebohrcn.Jn seinen kind-lichen iahrcn hatte er eine so schwäre aussprach,daßjederman in sor-gen stunde, er würde gar nicht reden lernen, indem er in dem-tenjähr seines alterü noch kein Wort vernehmlich vorbringen könne».Gleichwohl wurde er nach der zeit einer der beredtestenPrintzeiydcknicht niir stiue mutter-sprach, sondern auch die Lateinische, Italiä-nische und Frantzöstsche sthr wohl geredct,die er aber, gleichwie ab-sonderlich die andern wissenschaften,mehr durch seine eigene geschick-lichkeit, als durch anführung seiner lehrmeister erlernet; indem sel-bige meistenthcils besser schul-füchse abzugeben, als einen ssgrossen Printzen zu unterrichten cspLbci waren. Er hatte kaum dasdritte iahr seines alters erreichet, als er nebst seinem vater, mullerund gesamten Hof-staat von den auftührischen dlirgcrii zuWren m derbürg belagert wurde, da denn dieser junge Printz mit der schlechtenspeist/dte man ihm,an statt der vorigen krammets-vogel,reichte, sehrübel zufrieden war, dadurch sich denn ein student aus Francken ge-bürtig,namens Cronbcrger, bewegen ließ, ihm mit gesahrseines»-dens allerhand geflügel zuzubringen. Nachdem er etwas er-wachsen, zeigte er in allen begebenheitcn, was man in kunfftlgerzeit von seiner klugheit und tapfferkeit zu hoffen hätte. Ebeii hicv»durch setzte er sich bey Hertzva karlin Burgund in solche Hochach-tung,daßthm dieser an. 147; Ätariam,seine erb-tochter, zurgemah-lin versprach,wiewol das dcylager erst nach des gedachten HertzWtod an. 1477 vollzogen worden. Hierdurch nun kamen die herrli-chen Bnrgundischen lande, welche in der GrafschafftBurgundmi»den ^Niederländischen provintzien bestunden,an das rrtz-baußL>e-sterreich. Merckwürdig war es, daß die braut dem Ertz - HchWMarimiliano 100000 fl. entgegenschickte, um damit sich und tue l»-nigen etwas besser zu momiren, weil der vater, Kayser ^neonch,nach seiner gewöhnlichen sparsamkeit auch hierinnen MlMarg-ltch war. Franckreich, welchem ein so fetter bissen wider alles,emvermuthen entrissen worden, wolle mit den Waffen an sich vruM,was ihm tn der güte versagt worden. Hierzu trug nicht wenigdaß die Stände von Flandern , sonderlich die stadt Gent, m wahren«der Minderjährigkeit der Printzeßin Maria sich viel heraus genonvmen, und so gar den Hertzoglichen Cantzler, Hugonctto, n»e aumden von Hombrecourt, weil sie ihnen nicht recht zu willen lehn Mren, qrausamlich martern, und ihnen, aller nrrbitte der PmiWMungeachtet,die köpffe auf offenem marckk zuGent abschlagen la^«.