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gesamte 8->kmLn zu kriegS. gefangenen gemacht/ ohne fle weiters ih,res ckets Halsstarrigkeit entgelten zu lassen; von Horn aver wurdean denjenigen ort tn Verwahrung gebracht/ wo bißyero der Schwe»bischeObrjste/ siippendach, gewesen. Die vestung Jwanogorod/in deren der-Odrtst-HucsnLnl Slicrnstrahl coma>2nci,rte, hielt sichnoch/vnd halte nicht mehr als 200 mann in g-rnitön, wäre auch deß-wegen sehr leicht zu erobern / wie sie sich denn ohne mühe ergäbe.Alldieweil nun der Czaar diese schöne Vortheil erhielte, zöge seincours in Polen den kürtzern, dann die Litlhauer und Russe», welcheI,ooc> mann starck waren / verlohren m einer schlachk zooo mannsamt der stadt Birst,da indessen die Nepublic Polen daä commL»<j„ihrer truppen deinSlamsiao Leszinsky überliessc/den sie inzwischenzu ihrem König erwählet halte, undwelcher nachmals ohngeachtseines unglücklichen schicksals, das glück hatte, seine Printzeßin loch.tcr mitten in seinem mdrigen stand als Königin m Franckreichzu sehen. Nun gienge es auf die Repudlic Polen ioß, undda ein jeder dieser beyden Könige seinen anhang hatte, machtenfremde ?orenr>en was sie wollen. Als nun in dieser zeit der Czaardie vestung und stadt Croonslot erbauete/ und Petersburg ebenfallsgantz neu aufgerichtet hatte/ wie schon oben angeregt worden/ sahendieses die Schweden mit scheelen äugen an / und suchten sich beydiesen beyden Plätzen zu postlremauch die völlige aufrichtung zu ver-hindern / wurden aber von den Moscowirern mit grossem verlurstabgetrieben. Nun gienge an.r70; eine neue -»mp-Zne cm / da dererste aufbruch bey Mtktau geschahe, allwo der Rüg!sehe o-nei^i,Bauer bald die oberhand hatte, und alles durch das schwerdt ke-imen liesse oder gefangen nähme, so gar daß der Obnst Knoringstlbsten mit gröster mühe eck,p>rte. Ais nun die «schweben einenimj/orksnteu posten besetzt halten, und die Rüsten telbigen empor,,-ren wollen, käme es da zu einer blutigen schlacht, in deren aber dieRussen den kürzern zogen, doch alfb, baß der Schwedische Oenersiselbst bekennen muste, die Moscowirer hätten als hertzhalfle solda-len gefochten, wie dann in der that der L-n-r-a Lmdlschwldt, der6-n-rsiWränget und der Obrist von Horn samt andern ho-hen onicicrs darüber das leben einbüßte». Indessen wäre derCzaar den iy jumi «70; zu Wilna, der Haupt-stadt inLitthauen,an«gelangt, und daselbst wohl empfangen, suchte darauf noch mitmehreren» ernst Augustum zu unterstützen, und liesse; sonderbarecorpz an lliu-rLnre örter marjchiren; er seldsten fände sich mit demFeld-Marschall Ogilwy über zoooo mann starck in Litthauen ein,und »ahme unter stinem^»mm-Lno,dem Printzen McnzikossCur-land in seinen schütz, welches damals von den Schweden gantz ver-lassen läge. Als nun der Admiral Anckersiiern, der zuvor aufCroonslot,aber ohne lucceis.loßgegangen war, iahe,daß alle Mosco-wltlschc truppen in Litthauen und Curland lagen, gedachte er nun-mehro einen glücklichen streich zu thun, ivurbe aber in einem schar-mützel,der nicht mehr als eine stund währete,von den Mosconnternso übel empfangen, baß neben 12 oitic,crx 400 soldaten auf demplatz blieben , ohne die mehrere anzadl der b^i.rten zu rechnen, sodaß dieser Admiral erst mit seinem lchadcn abnehmen konte, wiestarck diese neu angelegte vestung wäre. Der cr-n-rsl.^sjvr BrucecommLucbrte damals das neue Petersburg, »Mb der feint» »volleauch aufLieses loßgehe», die belagerte aber wehrten sich so clelstersc,daß sie ihres seindes bald loß wurden. Indeme nun d»e Russen aufihren gräutzen solche Vortheil erhielten,eroberten dieGeneralenMen-zikoff, Rönne und Repinn das gantze Curland, ohne daß der Kö-nig in Schweden einen einigen mann zu dessen 6et-n6»n geschickthätte; so starck wäre ihme der Reichs lag zu Warschau , des Sta-mSlai crönung betreffend, angelegen; als nun ein solches Auguftnsmerckte, fände er auf Pakkuls rath hin nichts für nöthiger, als sichmit dem Czaaren zu besprechen; nähme deßwegen solche schlrmmeund gefährliche rome mit 20000 Sachsen biß zu des Czaaren armernach Grodno , da diese beyde Potentaten insgesamt neben den sür-nehmsten OKcierz einen rath hielten, wie dein verstoßenen Konig»viederum anfzuhelffen »väre. Als eben diese ernstliche stich tractirtwurde, empfienge der Czaar die verdrießliche zcittmg, daß in derprvvintz Astracan ein aufstand geschehen wäre, welches diesen sorg-fältigen Fürsten bewegte ohne Verzug abzureisen, und diesem übelbest.möglichst in geschwinde zu remeU.ren. Kaum wäre der Czaaraufdem weg, sö wo te man Augusto beybringen, daß er sich aufMoskau wenig zu verlassen hätte, indeme man von selbiger seilsnul schweben heimlich coM,cij-te, und alles aufseinen schaden ab-gesehen wäre; er liesse auch so gleich den bischerigen MoscowitischenAmbassadoren und Comendantcn der /»uxiiisr-wuppen Palkul desnachts aus dein bett hinweg nemmen,lind ihne gefänglich einsetzen,welches, wie leicht zu erachten, dem Czaaren sehr fremd vorkom-men , es zeigte auch em solches der Printz Galiczin, der damals andem Sächsischen Hof wäre, meiner förmlichen Protektion widerein solches verfahren. Es hatte aber dieses alles wenig eiLet,sondern dieser so kluge r-ttmtkre mußte bey der grösten unschuw denallerschmächlichsten cod leiden. So bald nun der Czaar in Moskau angelangt,wäre alles auf der besser Hand, und die mslcomünten ohnemühe Miller, er bliebe dessentwegen eine zettiang,sonderlich weil esgegen dün Winter gienge, r» seiner residentz; der ohnermüdete Ca-rolas aber hatte keine ruh, sondern pLU»re nur seinen trvÄppen überdie allcrun'wegsamste oertcr, durch schnee und ciß, fände aber al-les von feiten Moscau in so guter pc-i«»--. daß er nichts reniirendorffce. Es zeigte ihme aber endlich das glück einen Lv»,Lblcrn aus-gang, indeme er durch den General Kbeuschild bey Fcaustabt, anden gränyen Pokus und Schlesien gelegen, über die sachsen undRussen, so der General schulemdurg commandirte, einen folcheiisieg erlangte, daß er stuck samt allem eroberte, auchmann gefangen dekmne; von Russen allein fielen cbenfals bey zooomann dahin, indeme ihnen die Schweden sonderlich aussätzig wa-
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reu, und keilt quartier geben wvlten, obschon sie aufdas dapfferstefochten. Weilen nun dieses dem Czaar neben vielem volck auch vielland hinweg nähme, entgieng ihme der muth, und hielte er stchzimlich still; Augustus, der hiermit nicht wohl zufrieden wäre, ver»langte, baß er sich seiner weiters annehmen, und ihn« bey so miß-lichen conjuiEuren nicht verlassen solle; er hatte aber keine andereantwort, als: er solle ihme zuerst seinen getreuen r/linillrum, denPatkul, wieder herstellen. Es wäre „m diesen König damals ge»mißlich sehr übel bestellt. Der Czaar gäbe ihme nicht >b viel lroup»pen, als er benöthiget wäre seinen erb-ländern zu hriff zu kommen/und die biß zoooo mann starcke Schweben daraus zu vertreiben.Er hatte sich wenig aus die geringe anzahl der Polacken zu verlaj-jcn, die ihme noch getreu waren; und keine Hoffnung mehr, zur cronPolen zu gelangen, wäre also vernunfftmäßig, dasjenige willigaufzuopssern, so er nicht mehr hatte, um zu behalten, dessener noch m besitz wäre; und dieses bewöge ihn auch ohne dem Czaa-ren darvon Nachricht zu geben, bey dem König m Schwebenauf die ihme selbst beiicvige conMiionen frieden zu begehre«, undd»e cron Polen gutwillig dem Stanislao zu «>t>ren; Carolusliesse sich auch zu einem solchen frieden gantz bereit finden, undgäbe einigen ^owmiUariii »rare. die fach in der stille auszufüh-ren , wre bann die tractaten zwischen beyderseits bevollmächtigtenzu Alt-Ranstädt bey Leipzig cx^eci-rt wurden. Augustum käme baldbte reue an, indeme er tsvor-bie gelegenheik sahe, den Schweden ab»bruch zu thun,und besorgen mußte wegen den neu angefangen^ ftie.dens.iracrate die fach schiimer zu machcnchoch mußte er sich endlichaus den rath seiner fürnehmsten oiNcrer» daczu bequemen,und mitfeinen Pvlacken, Dachsen und Russen den semb-neusten, wel»ches auch jawohl ausjchluge, baß bey zoos todte aufdem platz blie-ben , und gefangen würben, unter weichen letzter» der cvman»diercnde General Mardefeldt stlbsten wäre. Alles gejchütz und b-ig-,8- wäre in des überwinders gewall, und wann sich Augustus dergelegenheil gleich bedienet hätte, wurde er sich Polen und Litthauenwiederum völlig unterwvrssen haben; er wäre aber von diesemstieben also eingenommen, baß er nichts mebr cenriren wvite,sondern feine trouppen m die wmler- quartier verlegte. NiemauSwäre über diese so geschwinde Altiantz mehr destürtzet,als der Czaar,als wodurch feine dißherige m-mre« ein gantz anderes gesicht be-kommen mußren. Es endete endlich dieser unerschrockene Held, derals ein anderer Hannibal viel lieber in des seindes als stineineigenen lande krieg führen wolle, diese cs-np-Zue mit belagerungder hauplstabl Wybourg; die allzugroffe kalte aber und der allzu»mächtige enrsatz dewogcn «eine trouppen ohnvernchteter fache wie-der abzuziehen, und das winter-quarlrer zu nehmen; da er sichindessen zu Moscau auf den künfftigen ftld-zug rüstete. An. 1707,da der Alk- Ranstädtische p-mcuiar - stiebe besagter Massen zwi-schen König Augusto in Polen, und Carolo XII in Schweden wider alles vermuthen des Czaaren und aller Polnischen Gros-sen , zu entlebigung des Sachstn-Iandes von dem übcrdrang derSchweben, obwohleu vergeblich, geschlossen worden, konte derCzaar den gantzen feldzug über seine,, ftinb nirgends zu gesichtekriegen, und als er unter der Hand von stiren Schweden ebenfallszum frieden iolociiixt wurde, gäbe er die großmüthige antwort:wann schon Augustus die Nepublic verlassen hätte/ so ge-dächte er ste doch biß auf das äußerste zu beschützen/ undohne dreselbige keinen frieden einzugehen. Er besttzte hier-aufLiefiano mw Curland so wohl als Polen mit seinen truppen,undnähme diese Repudlic auf deren ansuchen in seinen schütz, welchesalles auf der gleich hernach gehaltenen Versammlung zu Leopol,deren der Czaar persönlich beygewohmt, und da den Polnischen thron als vac-m zu erklären, beschlossen wurde, wiederholet unddurch gegenseitige as-iarar-ones auf das seyerllchste bestätiget wor-den. Als hierauf das geschrey ergtenge: ob wolle der Czaar denCzaarowitz auf den Polnischen thron erheben, sandte er denc also»bald nach Mostow zurück, er selbst aber gienge nach Zolkieuw»Die Czaarische truppen zogen sich zu bedeckung des bevorstehendenReichs-tags «»gemächlich bey Ludlin zusammen, und der Czaari-sche General Rönne erhielte o,Re sich der stadt Dantzig, welchesich für schweben und den König slanislaum erkläret hatte, zunähern, muste aber auf dieser stadt gemachte tapffere gegen-ver»fassung einen nicht allzureputirlichen abzug nehmen. Miltler-tveile, da Franckreich unter der Hand immer beschäffüget wäre denKönig in Schweden in Sachsen zu behalten, die Alliirlen aber sichbemüheteii,selbigen da heraus zu bringen,sahederCzaar stets darauf,wie er die Pvlacken in gunstcn behalten wolle. Übrigens da Au-gustus in dem Alt-Ranstädtischen frieden der cron Polen renliti-cirt, und Stanislanm als König erkannt, hatte der Czaar billiO zusorgen, dieses letzter» erwehlung möchte von dem Pädstlichenstuhl zu Rom gut geheißen werden, sandte derohalden zu dessen ab-wenbuug denPrmtzen Boris Kurakin,einen sehr erfahrnen Slaats-Minister, an den Pabst, und liesse deme zur Vereinigung devGriechische» kirchen mit der Römischen gute Hoffnung machen.Nun wäre es dem Czaaren ferner hauptsächlich zu thun, denReichs-tag zu Lublin sicher zu stellen; er suchte bervwegen beydesEngelland und Holland von c»»ürmsr>»n des Alt-Ranstädtischenlractats ab- und dadurch Carolum in Sachse» zu behalten, unter»fienge auch, da dieses fehl geschlagen, vergeblich eine -llvclüon jaSchwedisch-Pommern zu machen; hingegen fände Carolus mit-tet den Wiesnowieski in Litthauen von dem Czaaren abzuziehen,brachte es auch dahin, daß jener dem General Leewenhaupt fast diegantze armee in Lithauen zuführte, mmassen ihme auch die übrig«Lithauische Generalen so gleich nachgefolgct; Stiniky aber, fo ausberselbigen zahl wäre, muste sich nach Bichomv r-r-riren, wurde da-selbst belagert und nebst ;o°c> mann, wornnter viel Grosse waren,
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