Band 
Dritter Theil
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rium in srikkmecicsw, und andre. Nachritt er aber von dem Tak--dinal Bessarion sich bereden lassen, um der Griechischen sprächewillen mit ihm nach Italien zu gehen, und daselbst den Ptolemaumin die kürtze zu bringen, starker darüber an. 1461, und also sehrfrühzeitig- Sein tod wurde von allen gelehrten um so viel mehrbedauert, weil er kioiem«, mzgnLnr hmsiun nicht vollenden rön-nen. Doch trug er solches seinem discipul, dem Regromontano,auf, welcher gleichfalls gar sehr berühmt worden. Die übrigenschrissten sind: libsliur cum iua csbuls 6e slcimäinürus ioiis; sllro-lsbici LLnonez -um rabu!» 6e pscLllelorum s6 ünAuios grräusAislis proporcione; tsbuls k-IIs-um llxsrum; rslnila stnuum; slmL-nsck ljuo^clLM perpermiw; r»bn>---cliplson; tlievrirL nov« p>L»e-

rsruw. Lc. siehe Regiomontanus. in ipstus vics.

«z- tcienriis mLtii. c. z; öc Alibi öcc.

Veustrich/s. püftrich.

peutmger/ (Conradus) ein berühmter rechts-gelehrter undxohkikrrr, wurde zu Augspurg an. 146; gebohren, woselbst fern Va-ter ein goldschmidt war, wiewohl andre seinen Ursprung aus einemadelichen geschlecht in Schwaben herleiten wollen. Er bezeugte mseiner lügend eine ungemeine liebe zu den kuck», darinnen er auchdergestalt zunahm, daß er rine rechte zierde des Vaterlandes, undcrone aller gelehrten wurde; wie er denn nicht allein den titul einesvoÄoris erhielt, sondern auch sowohl von Maximiliano I , als auchvonCaroloV zum Kayserlichen Rath ernennet wurde. ,Hiedeyließ er ihm äusserst angelegen seyn, die kuck» und guten kunste zubefördern, so daß er zu der zeit für einen Patron aller gelehrten ge-halten wurde. Er bekandte sich zu der Lutherischen religion, undnahm sich des Lutheri mit grossem ernst an; er wohnte auch denmeisten Reichstägen, die zu seiner zeit gehalten wurden, mit bey,und bediente mau sich seines raths in den vornehmsten angelegen-heilen. Sein leben beschloß er zu Augipurg an. 1547 den 28 bec.Es haben von ihm die sogenannten Hui« k-uting-rlan« ihre be«nennung, die von Eonrabo Celte zuerst entdecket, von Peutingeroaufgehoben, und endlich von Marco Velsero mit anmerckungenheraus gegeben sind. Sonst hat sich Peulingerus durch seine l-r-Wnaes convivckss berühmt gemacht, darinnen sehr viel von denTeutschen anliquiräten enthalten : ingleichen durch seine eplwm-ncic Acnilum quLrunllLM -mißrrrionibus,wie auch durch sttNeN thÄtta!«Ze korruns. in sppcnck'ce vtsuclcrl. 6- kik. l.sr. l.

in prolnp. 7 ssc-/jie^ -log. 6es bommes tsvsns.in viril ILr. kill. furk. rkcslr.

Vexenfelder/ sMichael) war an. i6i; zu Amstorff in demStiffl Passau gebohren, und begab sich an. i6;o in die soc. )eku,worauf er-2 jähr die rhetoric gelehret, und gegen ausgang des 17leculi das zeitliche gesegnet. Seine schrissten sind: Skxsralur eru-

6itionis; klorur bibiicus in toi. öec. Lsrw,/. bibl. 8.

Veypus/ s. Peipus.

peyrarede/ sIobann 6c) ein Gasconischer Edelmann und derReformirten religwn zugethan, machte vortrefliche Lateinische Ver-se, und verstand die critic sehr wohl. Er ward zu Paris im ansangder rcgierung Ludwigs XIV dekandt. Man hat von ihm anmer-ckuuaen über den Terentium, und correÄion« und -onjeüursz überden Florum, die sehr hoch gehalten werden. Sonst hat er die Ke.miKictiiL jln Virgilio vollends ausgearbeitet, noch etliche Verse dar-zu gethan, und diese schrifft der Königin Christinen dediciret. Diegelehrten seiner zeit haben viel wercks aus ihm gemacht-

ielrr. cbnist-r?. 8.

Veyre/(Jacob 6'Auzoles !->) war ein Edelmann aus Auvergne ,nnd einer der lächerlichsten scribenten des 17 tccuii. Ob seine schriff-ten schon nicht verdienten von gelehrten leuten wiedrklegt zu wer-den, so wiederfuhrdoch seiner abhandlung 6- i» v>- p-rciursbi- 6-!^->cKil-6ecK von demIesuiten Saliano,ünd feinem Hiob von demPetavio dergleichen ehre, die er aber nicht erkennte, sondern widerden Petavium eine elende «ckronoioZie heraus gab, die er llsscipi- 6-8kcms nennte. Sonst hat er auch ls lsincs Chronologie; Is tcknce geo-ßrspiiie und eine schrifft wider den k. Bolduc unter dem titul tti'ti-»siiLu. geschrieben. Er starb zu Paris 1642. L-r 6«

t.r. LlLro/Ze wcmoir-8.

Veyrerius/ (Isaac) war von Bourdeaux gebürtig,und hat sichsonderlich durch seine schrifft 6s?cLs6smitis, die in Holland a. 16^5heraus kam, und von vielen gelehrten leuten, als Dannhauero, Mi»crälio, Maresio, Ursino und andern wieberlegt worden, bekandt ge-macht. Er war zu der zeit, als er es heraus gab, der Reformirtenreligion zugethan, und stand in des Printzen von Cond- dünsten.Ober gleich seinen namen nicht vorgesetzt hakte, war es doch be-kandt genug, daß er der verfertign davon sey, daher er in den Spa-nischen Niederlanden gefangen genommen ward. Man sagt, daßderPrintz von Cond- selber hinter dieser fache gesteckt habe, nnd daßman mit dem Peyrerio meist deswegen so umgegangen,damit manihn, durch die furcht, daß ihm nicht etwa was argers wrederfahrenmöchte, zu annehmung der Catholischen religion beredete. Es warauch dieses bey ihm sehr leicht zu bewerckstelligen, denn man brach-te ihn bald dahin, daß er seiner meynung und dem Reformirtenglauben abschwur, und sich zu der Catholischen kirche wendete,auchdie Ursachen von seiner Veränderung drucken ließ. Der Printz vonConde hat ihn hernach bey den ??. OrsrorH zu Paris ernehren las-sen, wo er seine übrige lebens-zeit zugebracht, aber seine meynungniemals abgelegt hat. Er ist einmal mit einem Frantzöstschen ^>»-dsMxi-ur in Dannemarck gewesen, daher er auch eine beschrcibungvon Grönland und Jßland verfertigt. Man beschreibt ihn sonstsls einen ehrlichen, ftiedsamen man, der nicht eben eyfrig Cacho,

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lisch gewesen, und überhaupt sehr wenig geglaubt haben soll. n««.

Icrcr. r. r.

peyton/ oder Peito / (Wilhelm) ein Cardinal. Er war ent-sproffen aus emer allen mmMe in der Englischen provintz War.wicksdire, und hatte sich unter die sogenannte Odstrpäntiner-Monche begeben. Ais der Komg Henricus VIII sich von seinergemahlin, Catharina von Aragonien, geschieden, predigte dieserMönch zu Greenwich vor demselben, und trug kein bedencken, iomunter die äugen zu sagen, daß die erschrecklichsten straf-gerickiteGottes aufseinen kopffkommen wurden,ja, daß zwar viel falschePropheten ihn zu betrügen suchten, er aber, als ein andrer Micha,»hm hiermit wolle verkündiget haben, daß die Hunde sein blut,gleichwie bey dem Ahab , lecken würden. Der König that aufdiesehefftige rede nichts anders, als daß er solche den nächstfolgendensonntag durch den voÄoc Corren von der cantzel wiederlegen ließ.Indessen machte sich dennoch Peyton aus Engelland fort, unlgieng nach Rom . Daselbst erhub ihn Paulus IV zu der Cards

Indessen machte sich dennoch Peyton aus Engelland fort, unl»giengnach Rom . Daselbst erhub ihn Paulus IV zu der Carbi.nals-wnrde, auch folglich unter der Königin Maria zum Bißthumvon Salisbury . / Ja dem Cardinal Reginaldo Pols (mit welchemdieser Pabst übel zu frieden war) zum Verdruß, ernennete er ihn zuseinemLegaten in Engelland. Doch die Königin Maria vermit-telte es an dem Päbstlichen Hofe, daß Peyton nicht in Engellandkommen, und hingegen der Cardinal Pvlus die qewalt eines Apo-Mischen Legaten beständig in dem gedachten Königreich c»-rcirendurffte,; anfänglich ward Peyton mildem gesatz vr^munirc bedro-het, wo er wider der Königin willen sich in Enqellang wagte. Eestarb gleich das folgende jähr an. 1; ;8. vlrs Orck koü.

6oo6i,d 6- Lpilcoxis Lngl. Uik. ö-8 Lsrä. r. 4. «ie

dik. 6'Angler, r. r x>. zoS, c>mMc».Zricann. *

pezelius/ (Christophorus) ein protestantischer iii-ckoZM.waean. i;;y zu Planen im Voigtlande gebohren, wo er; jähr in derschule gelehrt, und hernach zum k-ot-übr- rk-owgi^ und Predigernach Wittenberg berufen ward. Weil er aber nebst andern sich be-muhete, ,n diesen landen die Resormirte lehre einzuführen, wurdenihm seine ehren-ämter genommen, und er selbst gefangen gefetzt,auch nicht eher loß gelassen, biß er versprochen, die Sächsische län-der zu meiden, und nichts wider den Churfürsten,und desselben aca-bemien und kirchen zu schreiben, welches er aber nicht allzmvohl ge.halten. Er entwich also nach Eger, und ward von dar durch denGrafen von Nassau zu einem schul-dienst nach Siegen, und fernerzum Prediger nach Herborn beruffen. Darauf ward er an. i;88Professor tbeolvß!L und Supennrenäslis zu Bremen , in welchen be-dienungen er 1604 gestorben ist. Ausser einer grossen menge heu-tiger ftreit-schrifften, so er wider die Lutheraner heraus gegeben,hat man auch von ihm commemsrium in 6-nelln, expotirionen»xriorum ksz>icum evsnZ-Ui 8. )oksnnis, m-Pikciuw Iiikoricuin Lc.

Vezenas/lat.vlscei,«, ist eine anmutbrge und wohlgebaute stadtin der Frantzöstschen provintz Nieder-Languedoc , an dem ffuß Pey-ne,4 metlen von Beziers, und fast noch einmal so weit von Mont-pellier gelegen. Schon Plinins hat dieser stadt Meldung gethan,unterm namen Piscenäa, und sowohl die daherum fallende wolle,als die färbe, so man derselben gäbe, zusamt den davon gemachtenstoffen sehr geruhmet. König Lubovicus IX oder l-nciv-, hat sol-che an. 1261 von denen zwey eigenthums-Herren, welche sie da-mahlen innhatten, erkaufst, und mit der krön vereinbaret. Die ein.wohuer haben den rühm einer sonderbaren poiir-ss-, „nd treibenallerley commercicn. Ehemals war ein festes schloß daselbst, wel-ches aber 6-mo!irt worden. Die Stände von Languedoc pflegenöffters ihre Versammlungen an diesem ort anzustellen. Nahe dabeyligt i- OrsoZe. vorzeiten ein lust-bauß der Hertzoge von Montmo-rency. rü». l. 8r.48. iiin-r. x.4ys. D-/rc. /F

r. r x. ri6. not. Lall. ^

Vezron/ (Paul) ein gelehrter Cistercienstr, war gebohren znHennedout, einer kleinen stadt in Bretagne , an. 16; y. Er nahman. r6üo den orden an, und nachdem er eine Zeitlang die Philoso-phie unter den Jesuiten zu Rennes, und die theologie in dem Bern »ardiner-eoii-Zio zu Paris getrieben, in dem letzten auch «rcccksu-reus geworden, machte ihn der damals berühmte Abt in dem clo-ster zu Prieres zu seinem s-cr-rari-,, brauchte ihn auch biß an seinentod, deran. 167; erfolgte, in wichtigen Verrichtungen mit gutemvergnügen. Hierauf begab sich Pezron wieder in sein closter nachPrieres, ward aber an. 1677 nach Paris als Suss prio- des Bernar-diner-coiicZn geschickt. In dieser stadt wachte sein eiffer zum stu-Vieren sehr wieder auf, dergestalt, daß er seine jetzrcrwehnte bedie.nung niederlegte, worauf er an. 1682 voÄar und an. l 686 8up--iocin odcrwehntem coii-gic» ward. An. 1697 ernennte ihn der Königzum Abt von Charmoye, welche würde er jedoch an. 170; nieder-legte, um mit desto grösserer ruhe studieren zu können, welches erauch trieb biß an sein ende, so den io oct. 1706 zu Cbcssy, einemlust-hause des Wtaats-Raths 6- Jourcy, erfolgte. Er befliß sichhauptsächlich aufdie erklärnng der schrifft^und der Historie. Seineschrissten sind I smi'yuik- 6« rcms rckskiill, über welchem buche ihmder v. Martianai, der sowohl als l- crui-n darüber geschrieben,beydem Ertz-Bischoffvon Paris verklagt, weil er die zeit-rechnung der70 dolmetscher behauptet, so aber keine folgen hatte ; ferner ess»,

ü'un comm-nksire liccrsl 6- kilioritzue lur les kropbstes, tlikoire LVLN-ß-Iique.und endlich ckr I snriguit- üe!a nation L 6- lg lanxue 6es L-I-r-5. 1707 p ir66 ig.

pfädclbnch/oder pfedelbach/ein flecken, mit einem darz»gehörigen schloß, nicht wett von dem fluß Kocher, an den Schwabi-

III Theil. Uuuuu scheu