Band 
Dritter Theil
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seyn. Nur der alte Scholiast des AristophaniS meldet, PhidiaSWare nachdem gen Elis kommen, und hätte erA das berühmte bilddes Iovis Olympii gemacht, worauf ihne die Elienser getvdtet hat,ten. in Lljzc. in I'ericie.

Isk. cis psce. /'ü»,««. §«<ÄM. llc kiäur, vet» *

phidolas / von Corintbo, ist in der Historie wegen der begeben-heit, so sich mit ihm bey den olympischen spielen zugetragen, be-rühmt. Denn nachdem er von seinem pferde gefallen, horte den-noch dasseibige nicht auf seinen kauff fortzusetzen, kehrte bey demausgang der renn-bahn wieder um, girng sodann hin, gleich als obes gewust hätte, daß es den sieg erhalten, und stellte sich vor denRichtern der spiele bar, nicht anders als ob es den gewinnst von ih,neu fordern wölke. Hierauf erkandten die Elienser Phidolä, un-geachtet des ihm begegneten Unglücks,den gewinst zu,und erlaubtenihm, eine statue vor fein pferdt aufzurichten. >. 6.

phidon / ein König von Argos, barani, des ersten Königs inMacedonien, bruder, welchem von verschiedenen ftribenlen die er-findung der Masse und gewichte, auch noch ferner in dem berühm-ten Marmore üriwcleiisno, die Prägung der ersten müntzen, welcheer in der insul Aegina solle vorgenommen haben, zugeschriebenwird,und ist merckwürdig,daß annoch alte müntzen vorhanden sind,auf welchen sich der «amen Phibon findet. Dieser König berei-nigte sich mit denen von Pisa , das 8te olympische fest zu feyern,mitaüsschliessung der eimvohner von Elis. in Li,-c.

I.s c.ir?. I. 8, !.? c.;ü.

l. A, c 6 . in L-n. ckroa. *

Philadelphia/ eine alte berühmte stadt in Lydien , einer land-schaffl von Kem-Äsien, anjetzo in derprovintz Carafla inNatolien,so von den Türcken Allach-Scheyr, daß ist, die stadt Gottes, genen,net wird. Sie war eine von den sieben gemeinen, an welche St.Johannes seine offenbahrung geschrieben. Nachgehends halte sieein Bißthum, dem zu Sardes unterworffen. Zu der Römer zeltenbehielte sie das müntz-recht, wäre die andere stadt in derprovintznach Sardis, genösse auch der würde sowohl der dkeocorl-, das ist,daß die gantze provintz darinnen in ihrem «amen eine gewisse gvu-beit verehren ließ, als auch der bey solcher gelegenhelt gemeinsam-lich von gantz Klein-Asien allda gehaltenen schau-spielen. Sie lagnahe bey dem berge TmoluS, und wurde öffters von erdbeben >»-«ommo-tiret. Als die Türcken dieses land angriffen, wehrten sichdie eimvohner dieses orts auf das tapfferste. Damit ihnen nun d,eTürcken ein schrecken einjagen möchten, führten sie eine maueraufvon todten menschen-beincn, mit nnternüschten kalck. Diesessetzte sie in eine so grosse furcht, daß sie sich ergaben, aber mit vielbessern bedingungen als ihre nachbarn. Die Türcken liessen ihnenvier kirchen, welche sie noch biß jetzo haben. Es sind vhngejedr sie-ben oder 8 ooo etnwohner in dieser stadt, unter welchen bey asoa

Christel! sind. I. vo^Lge Uu l.evant. *

Philadelphia/ eine stadt in Cölesyrien, sonst von den HebräernRabath genannt,wie Hieronymus angemercket, hatte ein Bißthumunter Bvsta. Es war auch eine Bischöffliche stadt dieses namensin Cilicien, unter dem Ertz-Bißthum von Seleucia.

Ac.

Philadelphia / die hanpt-stadt in der Nvrd-Americanischenprovintz Pensylvanien,ist von Wilhelm Penn an.i 68 r. zwischen den2 schjffreichen flüssen 6 « i-Ware und Schuylkil vderSohvllkill an-geleget, und deswegen Philadelphia genennet worden, werl die ein-wohner in brüderlicher liebe unter einander daselbst leben sollen.Diese stadt ist eine von den schönsten und herrlichsten in America,darinnen über 2000 bewohnte Häuser, so meistentheils von Ziegel-steinen, ; stockwerck hoch, nach der art in Londen aufgeführet sind.Sonderlich ist ein herrlich rahtdauß und ein feines marcklhauß ge-bauet. Es werden ; jahrmärckte und wöchentlich 2 marckl-tageallhier gehalten, und treibet dieser ort sowohl in America als nachEuropa gute Handlung., Er wird mehrentheils von Qnackern be-wohnet. THsW«, beschreib, keohlvsn. in ksüorii delchreibunK «lieserknciick.

philander / (Wilhelmns) gebürtig von Cbatillon an der Sei-ne, brachte sich durch seine geledrsamkeit in dem 16 ckcuio jn anse-hen,und balle viel freunde zu Rom , woselbst er lange zeit sich auf-hielt. Er gab einen schönen commenc-rium über den Virruviumheraus, und versprach in der vorrede noch viel gelehrtere und schö-nere wercke, so er aber entweder weil er ein so grosses versprechen zuhalten nicht im stand, oder wegen faulheit nicht gehalten, welcheauch verursachet, daß er seine eigene angelegenheitcn verabsäumet,und letztlich in ziemliche armuth gerathen ist. Er starb zu Toulouse jn dem Hause des Cardinals von Armagnac, seines alters so jähr.

elog. l. r. *

philaretus/ ein bseäicus und e-nonicur zu Lütt ich, ist bekanntUnter dem »amen Gilbertus l-imburgiur, weil er von Limdurg ge-bürtig war, und starb an. i? 7 <>. Er bat sich durch verschiedeneschafften bekannt gemacht, als da ist unter andern eine conciiisriondes Avicennä mit dem Hippocrate und Galen». 6 «o«>wicon s-c.

VÄ/. bibl. KelZ. L,c.

philastkius / ein Bischofs zu Brescia in Italien , befand sichnebst 8 . Amdrosio, 8 .Justo von Lion, und andern grossen Prälatenan. ;8i auf dem conciüo zu Aquileja. 8 . Augustinus versichert,daßer ihn zu Meyland gekennet habe. Er war wegen seiner Heiligkeitund gelehrsamkcit berühlttt. Er schrieb ein buch ci- K-rellK«-, so j»der bibliorbscs psrnim und anderswo zu finden, und starb an. ; 8 ?.3 . Gaudentius , fein Nachfolger, hat ihm vor dem 8 . Ambrosia einelob-rede gehalten. Ä-"«- Lese»/,-. L/tr«-«

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pksf. «ommeok. rn spick. L<z lkebr. in rvpSkLt. kse,

in -u<ck. UF/--/ I»l. sgcrs. cie bik. r.,k. l. r c. y.

werden die Mitglieder einer zu Ferrara in Ita-lien ausgerichteten gelehrten gesellfchafft genennet, deren sinndild,mit der veyschrtfft: re^um iignsc, eine zimmermanns-werckstatt ist,worinnen mit cmer röthrl-schnur das holtz zum absagen ober zu-hauen abgezeichnet wird.

Phileas/ ein Bischofs von Tbmnis in Aegypten , erlitte der»martyr-tod unter Diocletiani undMaximiani Herculii Verfolgungum das jähr z 02; wiewvhlen andere an statt dieser zween Kayseren,den Maximmum Galerium, mir dem zunamen Äazam, welche«bald nach ihnen gefolget, setzen. Er schrieb einen herrlichen brief,wrunnen er von den unterschiedlichen wider die Christen gebrauch-ten arten der marter Nachricht ertheilet, worüber man sich entsetze«muß, wenn man dcwon liefet; wie dann Eusebius verschiedeneschöne stuck seinen kirchen-geschichten einverleibet hat. Hierony-mus redet von ihm als einem kirchen-scribmten, welcher ein buchvom lobe der Märtyrer, wie auch eine Nachricht von einem streit,den er mit einem gewissen Achter gehabt, welcher ihn den götzenzu opfern bereden wollen, geschrieben hat. r»/eL. i.ig Kick.

äs ckrixr. redest t. 7 Kick. l. 9, Lars». an. zor L: ia

vrsrrxrolog. *

phileas / ein Qeagrspkur, welcher eine beschreibung von Asien und andere trackate verfertiget; man weiß nicht, zu welcher zeit esgelebet. Zs urkib. l.c> ro.

Philelphus/ (Franciscus) voy Tolentino,oder wie andere wol-len, von Ancona gebürtig, war ein kK>loK>pKur,Poet und Redner.Er studirte zu Venedig , und gieng nachgehends aus liebe zur Grie-chischen spräche nach Constanlinopel, allwo erTheodoramChryso«loram, des gelehrten EmanueliS Chrysolorä tochter, heyratbete.der Kayftr Johannes Paläologus schickte ihn zu dem Pabsi Euge»nto 1 V, benselden um beystand wider die Türcken zu ersuchen. Her-nach docirte er in den besten städten von Italien, zu Venedig , Flo-rentz, Siena , Monomen und Meyland, und starb zu Bononien umdas jähr 1471. Die wercke, so man von diesem grossen manne hat,

find ! eurk) pkron cie pietsks» morsli ^isciplins I. l ; vikL kgicolsl

!. 2; lis lliverlirace legum ; Lpkorciscisrum vertu Iieroico I. A;isrvrsrum 1.10 ; cie jucir öc lerik I. 6; lyricorum 1.4 z orstioucs jexiüolLrum l-Lcinsrull, l. 16 > epickolsrum Qr^erruiu l. zy; 6e exilio,

I. ;; conviviorum l. 2. nebst verschiedenen andern schrifften. Erhielt sehr genau über die grammaticalischen reguln, und machte eingrosses weftn davon. Als er eines tags mit einem Griechen, wel-cher Timorheus hieß,dispulirte, waren sie wegen einer sylbe unems,und wurden mit einander einig, daß derjenige, welcher recht hätte,des andern barl in ferne gewalt bekommen solle. Philelphus ge»wann, und der andere both ihm eine summa gelbes an, um seinenbart zu lösen, welches aber dieser, ob er wohl arm war, nicht anneh.men wolte,sondern ihm seinen bart abschnitte. ?>,//-. c!c lcripr. «cd.

c. 17. sucr. I. l;. I. ri. Ä«,/«?.

philemsn/ ein ansehnlicher mann zu Rhodus , welchen 8 .Pau-lus zum Christlichen glauben bekehrte, und hernach, um ihm denOnesimum zu recommenäiren, eine epistel an ihn schrieb, so annoch'vorhanden und vor canomsch gehalten wird.DieGriechischen meno-Ivßi-, denen das msr^rolcigium ktomünum folget, berichten, daß erden 22 novemdr. nebst seiner frau der Appia zu Colvssus unter derregierung Neronis,bey einem ausruhr des volcks den märlyrer«todgelitten. ES war zu Cvnstantmopel eine kirche dem andencken desheil. Philemon eines Märtyrers gewidmet, von der man, wiewohlmit grosser Ungewißheit, vorgiedt,daß sie zu zeiten des Kayftrs Cou-stantlm gebauel worden. »emoires «clek. r. l. vier

chc, Lsin».

philemon/ ein Griechischer comödien-schreiber, DamoniSsöhn, lebte tt.480 zu Menandri zeiten, welchen er öffters über-wand. Er hinterließ einen söhn, Philemon der jüngere genannt,so4; comödien verfertiget,wie Sutdas berichtet. Pliuius gebencketeines Kick«,.« dieses namens. Er ist unterschieden von Philemonober Philomedes, so sich zu tobe soll gelacht haben,als er einen äffenfeigen essen sehen. Denn einige halten diesen vor denjenigen Poe-ten, dessen zuerst gedacht worden. Hi»E.i.--.lr-x.i4.

r-ü». i .4 --«z i .;7 c. ,.

2 brüder und kürzer zu Carthago in Nfnea, opfer-ten ihrem vaterlande zum besten ihr leben auf. Denn als zwischenden Carthaginensern und den Anwohnern von Cyrene ein grosserstreit wegen der gräntzen ihres lanbes entstanden war, wurden ausjeder stadt 2 männer erwählet, welche zu einer zeit von dar wegge-hen sollen, um einander aufder straffe zu begegnen, da der ort, ro-ste einander begegnen würden, die grantze von beyder lanvschafftenseyn solle. Da begab sichs,daß die kiul^i. welche früher von haust:weggegangen, sehr weit in das Cyrenische gebieth hinein gekommenwaren, ehe sie den anverv deputieren begegneten. Hltrausftengendiese an zu zancken, deschulvigten die Cartbagmenser, daß sie betruggebraucht, und erkläreten sich letztlich, daß sie sich nicht änderst be-quemen würden, es wäre dann fach, daß diese 2 bruder lebendig andem ort,wo sie ihnen begegnet, sich begraben liessen, da sie nn gegen-theil den Vorschlag auch wider sich stldst thaten, wo man sie an ei-nem andern ort wolle die gräntzen setzen lassen. Worauf die k>K,lsnisich lieber erwählten diesen grausamen tod zu lecken, als dem m-rcress- ihres Vaterlandes nachteilig zu seyn. H»erauf liessen breCartbagmenser, um die namen und den rühm dieser beyden drudeeunsterblich zu machen, zwey altare über ihre aräber aufrichten, undeine ihr lob in sich fassende aufschnfft darauf setzen. bdl.juz.

' Philes/