beyqenamet wird. Er kriegte mit seinem Vetter dem AntiochusEustbes um das Syrische Reich/ mit deystand seines bruders De-metrii/ theilek auch nach verjagung Antiochi diesem einige provin-tzen zm welche er ihme doch nachmadl ohne ursach wieder abnahm.Doch käme Antiochus Ensebes wieder von seiner Sucht zurück/ undzogen ffch alle diese Printzeu so lange und mit so grossem schaden deslandes miteinander herum/ daß letztlich die Syrer ihrer aller müdewurden/ und sich an Tigranem den Armenischen König ergaben;nach welcher zeit von diesem Philippo nichts mehr gelesen wird.
I. r; e, II. *
Philippus/ Herodis des grossen und Cleopaträ sohN/kam nachseines vaters tode nach Rom / allwo er auferzogen worden/ und er«hielt von dem Kayser Augusto Bataneam/ Trachonitidem, Aurani,tidem und ein stück von der lanöschafft/ welche Zenodoro gehörte/woraus er jährlich >oc> k-icors einzunehmen hatte. Er war ein klu-ger und bescheidener Herr/und starb ohne kinder an. ?4, nachdemer;; jähr regieret hatte. Tiberrus vereinigte seine herrschafflen mitSyrien . gnr. 17 c. l. IZ. l. 18 c. 6.
Philippus Christophorus/ Churfürst zu Trier/war aus demadlichen geschlechke von Sötern/ welches hernach mit seines bru-ders enckel/ Philipp Frantzen/ ausgestorden/ und izü^gebohren. Erstudierte bey den Jesuiten zu Trier / wehlte den geistlichen stand/undward l 6 op LozUjuror des Bißrhums Speyer, auch IÜIQ gar Bi-schoff/ da er zwar durch gute anstatt sein Bißthum aus schulden ret-tete/ aber bald in seinem lande und mit den Nachbarn Verdruß be-kam. Der stadt Speyer war es nicht gelegen/ daß er den Bisthöfli«chen pallast daselbst dauete und der Churfürst von Pfaltz wolle esnicht leiden/ daß er den flecken Udenheim zur vestung machte/wie erdenn damit erst zu stände gekommen/ da der Churfürst in Böhmen unglücklich geworben und es also nicht mehr wehren konte/ da denndie neue vestung nach des erbauers namen Philippsburg genennetward. An. 1S2; ward er durch ordentliche wähl Ertz-BischoffuudChurfürst zu Trier -da aber bald der gründ zu seinen Widerwärtig-keiten mit dem Hause Oesterreich gelegt ward. Denn der Churfürstwolle die Abtey 8- Marimini in ihrem freyen wahl-rechte krän-cken/ und wäre lieber selbst Abt gewesen. Der Convent aber nahmseine zuflucht an den Kayserlichen Hof und die Spanische regierungzu Luxemburg/wie denn auch die Regentin in den Niederlanden dieselbe in schütz nahm/ und der Kayser nach vielen vorhergegange-nen abmahnungs-schreiben endlich den ausspruch that/ daß die Ad-tey von der oder-herrschafft des Churfürsten ausgenommen sey.So zerfiel er auch mit seinen Ständen wegen des jur» coiieÄsnöiund mit dem Dom-Capitul/ weil er sich über die capitularen mehrgemalt anmaßte- als man ihm einzuräumen begehrte. In alle demverfuhr er sehr hitzig und eigenmächtig,fragte nichts nach der Kay-scrlichen commilkio». die zu beylegung dieser zwistigkeiten den Cbur-fürsten von Mayntz und Bayern aufgetragen war- ließ die vomCapitel an den Kayser geschickte klagschrifft öffentlich zerreisse»/entsetzte verschiedene Dom-Herren ihrer würde / und ließ zu zäu-mung der stadt Trier- das schloß Petersburg dabey anlegen-welchesihm aber nichts halff- indem die Trierer 1629 Spanische besatzungeinnahmen. Doch hielt er es noch mit der Catholischen ligue bißi6;2, da dcrKönig in Schweden amMeine seine siege ausbreitete,und auch dem Churfürsten drohte- gegen welchen er insonderheitwegen der ermordung eines jungen Grafen von Solms- die ihmschuld gegeben ward- aufgebracht war. Denn da dachte er so wohlder Spanier loß zu werden- als auch die Schweden abzuhalten,wenn er sich in Frantzösischen schütz begäbe. Er lieferte ihnen alsodie vestung Ehrenbreitstein- kunte ihnen aber Philippsburg nichtgewähren- weil der Commendant seiner orllre nicht folgen wolle-nste er denn auch zum andern mal-als der ort von den Schweden belagert war- und er den Commendanten bereden wolle- sich lieberihm zu ergeben-sowohl von demseldenals von den Schweden abge-wiesen ward. Davor brachte ihm der Frantzösifche Hof bey demKönige in Schweden die Neutralität zuwege- und schickte den Mar-schall cl'Lrrser mit einer armer- welche die Spanier das Trierische und insonderheit die Haupt-stadt zu verlassen nöthigte- aber auch denErtz'Bischöflichen pallast bey solcher errettung rein ausplünderte.Es nahm hiernächst der Churfürst seine residentz unter dem schützeeiner Frantzösischen besatzung zu Trier - und hielt sich gegen seinDom-Capitul- das meistens den Spaniern zugethan war- ziemlichhart- sogar- daß er auch den Norsrium, der ihm von dem Pädstli«chen käunci-r eine wllibirion überbrachte, unter dem vorwande ge-sungen nehmen ließ- es sey die schlifft von seinen feinden vergifftet.Insonderheit bemühete er sich, den Cardinal Richelieu zu seinemctorchuwre z„ kriegen, hatte auch würcklich in dem Stiffte Speyer durch einige Capitularen eine Pollution thun lassen, der sich derKayser zu Rom mit aller macht widersetzen muste. Weil er nunauch Trier vollkommen zu befestigen vorhatte, suchten die Spanierseinen anschlügen auseinmal einende zu machen; überfielen dem-nach den -6 mart. 16;; vonLuxenburg aus die stadt Trier , undnachdem sie mit den Frantzosen fertig geworden, nahmen sie denChurfürsten, der wegen der gicht nicht von der stelle kunte, gefan-gen. Man brachtest»; anfänglich nach Luxemburg , von dar nachNamur, Antwerpen , Gent, und endlich nach Lintz in Ober-Oester«reich. Seines schatzes aber, den er vordem heimlich nach Luxem-burg geflüchtet harte, bemächtigten sich die Spanier, und legten indie ledigen Eisten ihre handschrifften, hielten ihn auch in der gefan-genfchafft nicht standes-mäßig. Ob nun wohl Franckreich diß zumvorwande brauchte, öffentlich mit den Spaniern zu brechen, derPabst auch sich drüber regte, blieb er doch gefangen, und knnte derletzte weiter nichts erhalten-ais daß er nach Wien gebracht, und der
W/ der schein gegeben ward, als wenn er daselbst zugleich in desPabststehen ttu-»-, gewahrsam sey. Das Reich kunte sich bey dendamaligen umständen seiner auch nicht sonderlich annehmen, obgleich viele nicht vor gut ansahen- daß ihn das Dom-Capitul gäntz-steh verließ. In solchem zustande lebte er biß den 2 apr. rö4;-da eeendlich loßgelassen ward, weil die Frantzosen durchaus nicht eher zireiniger iriedens-handlung schreiten wollen, biß solches erfolgt wä-re. Jedoch muste er sich gegen dem Kayser schriffilich verbinden,baß er den Pragischen frieden annehmen, was von dem Churfürst-en coikZ.» indessen geschlossen worden,genehm halten, Herman-stein biß zu ende des krtegs in des Kayfers Händen lassen, daß Phi-lippsburg den Frantzosen wieder entzogen würde- sich bemühen,und wegen des vorgegangenen sich an niemandem sonderlich abeenicht an seinen Dom-Eapitularen, rächen wolle. Er ist aber demKayser bey den friedens-tractaten auf alle weife zuwieder gewesen,hat noch im selbigen jähre durch hülffe des Turenne die Spanieraus Trier gejagt-die befestigung dieser stadt aufs neue unternom-men, und gegen die ihm widerwärtigen Dom-Capitulare» sichalso erzeigt, daß sie nach Cölln gewichen, da er sie denn ihrer stellenentsetzt und neue Capitularen wehlen lassen, auch in willens soll ge-wesen seyn, den Printz von Conty zum eoaHutor anzunehmen. Dieentwichenen überfielen ihn auch abermals durch ein Verständnißmit der bürgerfchafft, und nöthigten ihm einen vergleich ab. Dochwährten die Uneinigkeiten biß l6;v, da sie endlich durch Chur-Mayntz, Cölln und Bamberg zu einer ewigen Vergessenheit ge-bracht wurden. Es endigte dieser Herr fein unruhiges leben -652,woraufauch der schluß seiner grabfchrifft durch diese Worte zielen r
Ircis ek, guieksm snimL öc ciosrer. 8sr mulrs kecir öc xsllus ek. tta-beLt guierem morienöo>qurm vivenllo Kaders non poruir.v. Kli. rat,. 68» coiuiii. ci«
reb. Luec. Lc.
Vhilippus/ zugenamt der aufrichtige/ Psaltz-GrafamRhein und Churfürst , ein söhn Churfürst Lubovici des sanfftmüthr-gen, und Margarethä von Savoycn-Ludovici von Union- Königsin Sicilien , wmwe, ward gedvhren an. 1448, und weil das folgen»de jähr sein vater starb, unter der vormundfchafft seines vettern,Churfürst Fribcrici des sieghafften, erzogen, welche sich mit dessentode an. 1476 endigte. Hierauf trat er a». 1477 selbst die regie-rung an. Er erdete an. 1499 von dem Pfaltz-Grafen Ottone demjüngeren die Ober-Pfältzifchr und Moßdachische lande, und warvor dem Bayrischen kriege einer der reichsten, mächtigsten und an-sehnlichsten Fürsten in Teutschland. Dabey war er ein liebhabeeund beförderer gelehrter leute, und haben die k-stauratore, der ge-lehrsamkeit in Teutschland, sonderlich unter ihm sioriret: als Rti»dolphus Agricola, Johann Reuchlin,Johann Cämmerer von Dal-bnrg, nachmals Bischofs zu Worms sein Cantzler, Johann Tu-them-Abt zu Spanheim, Jodocus Gallus, Jacobns Wimphelin-gius rc. Vornehmlich aber trugen seine söhne durch ihre Vermäh-lungen und erhaltene ehren-stellen sonderlich viel zu feinem ansehe»bey. Darunter der dritte söhn Rupertus der tugendhaffte sich mitElisabeth, der eintzigen tochter Hertzog George des reichen zuLandshut in Bayern , vermählte, welcher seinem eydam nedst ei-nem recht Königlichen schätze auch das theil vonBayern-so er besei»scn hatte,zur mitgäbe vermachte,weil solches aber wider die Reichs-gesetze und lehwrechte liesse, auch der nechste vetter Albertus IVvon Bayern dawider procek>rte, so wolle es der Kayser nicht vorgenehm halten. Der Pabst -pprobirte es zwar; allein als an.izoxHertzog George starb, und sowohl Rupertus als Albertus die erb»schafft einnehmen wolle, legte sich der Kayser darzwischen, undschlug dem Hanse Pfaltz nicht unanständige conckciones für. AlleinRupertus wolle sein recht durch die Waffen ausführen, indem eesich aufseinen grossen schätz und den beystand der Böhmen undFrantzosen verließ. Deswegen ward er von dem Reich in die achterkläret, und seinem vater Philippo auferlegt, ihm nicht beyzuste-hen, welches derselbe aber nicht unterließ, dadurch er gleichfalls indie Reichs-acht verfiel, und an. 1504 von 7 armem zugleich ange-griffen, und sein land in grosses elend gesetzt wurde. Seine feindezusammen waren der Kayser Marimilianus, der Hertzog AlbertusIV in Bayern, der Landgraf Wilhelmus von Hessen , der HertzogUlricus von Würtemberg, der Pfaltz-Graf Alexander von Zwey»brück, der Marggraf Friedrich von Brandenburg, der Hertzog vonDraunschweig Ericus, der Schwäbische bund , die Grafen vonLeiningen, und die stadt Nürnberg . Rupertus gieng ihnen zwartapffer entgegen, ward aber samt den Böhmen , von dem Kayser beyRegenspurg geschlagen, und starb noch in bemselbigen, jähr znLandshut an der rothen rühr, welchem seine gemahiin in wenig ta-gen nachfolgte, - kleine Printzeu, Otto Heinrichen und Philippum,so beyde zusammen kaum ; jadr alt waren, hinterlassende. DerChurfürst Philippus nahm sich zwar seiner enckel eiffrigst an; weiler aber von den Frantzosen nicht iscuncliret wurde, und viele vonseinen besten lenkn theils in der schlackst geblieben,theils durch gisst,theils durchs schwerd hingerichtet worden; so konte er seinen fein»den nicht mehr widerstehen, sondern sie nahmen was sie wölkn»Der Hertzog von Würtemberg nahm Winsberg, Haidenheim,Neustadt am Kocher, Maulbrunn und Melckmühl; Nürnberg be-kam Altorff, Lausten und Hersbrüg, und Alexander von Zweybruckauch etwas. S-in stärkster seind aber war der Kayser, welchesviele städte und schlöffer, so von dem Reich der Pfaltz versetzt wor-den, ohne schwerdkstreich wegnahm, desgleichen entsetzte er ihn desLand-Voqky von Elsaß , und schlug dieselbe zu seiner Land-Graf-schafft Enstsheim. Der Land Graf von Hessen nahm Homburgvor der höhe, das schloß Bickenbach und andre orkr ein. Bayern III Theil. Zurr» ent-