Band 
Dritter Theil
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dro Severo ssorirt hat. Von diesem haben wir die andre partie dergemahlde und etliche episteln. or^cs. *

philotas / ein söhn Parmenionis, welcher bey Alexandra MFelv-Marschall war/wurde nach vielen treugeleisteten diensten an-gegeben, als ob er wider denselben conlp>«ret hätte. In so unver-dientes Unglück stürtzte ihn Craterus/Alerandri favoritt / welcherdem Philotä/der seine treue dienste dem Könige etwan vorgehal-ren/ höchst zuwider war. Die aelegenheit darzu war con.jursrwn wider Alexandrum- Als man nun deswegen geheimenrath hielte, wurde Philotas nicht allein davon ausgeschlossen, st>n

Aeyandern Geistlichen,die Resormirtelehre,gegendieCathoki.

ttE allgemeinen Versammlung derö^lichkeit, welche aufbefehl der Königin Maria war zusammentheile schrieben sich den sieg zu; Philpotnach geenblgter conserentz gefangen genommen, und?/^denBlschoffDonner, mit eisernen fesseln an den füssen, inernem kohlen-kester eme lange zeit geschlossen gehalten. Wiewohl^d^nder dieser gefangenschafft ihn zu wiederanneh--mung des katholischen glaubens zu bewegen suchte, so blieb er den»

.„ .noch bey der Protestantischen lehre, und ward deswegen an. ie;r

der» auch von dein gedachten Cratcro dem Könige verhaßt ge- °en iS dec. zum feuer verdammet,welches urtheil man auch würck-macht. Sonderlich urgirte man, daß Philotä diese conjursrion zum "chan ihm vollstreckte. Ki,r. ci'Lngi

wenigsten betäubt gewesen, er aber dem Könige nichts davon ge-sagt. Alexander wurde durch solche lui-iunicion eingenommen, ließsich aber nichts mercken, luve Philodam zum adend.essen und rede-te aufdas allervertraulichfle mit ihm. Nach dessen beschluß, alsPhilotas sich in sein zelt begeben, wurden alle Pässe besetzt, und umMitternacht ließ der König ihn aus dem tieffsten schlaff in arrestführen. Er beklagte die durch seiner feinde haß nunmehr über-wundene Königliche güte, und folgte mit verdecktem Haupte in dasKönigliche zelt. Als er vor die armee, die daS kriegs-recht zu hal-len defugt/gestellet wurde,kunte man keinen eintzigen beweiß-grundauf ihn bringen, als daß er die contpu-Lriva nit entdeckt; wovon ersich aber mit sonderbarem Nachdruck loßredete, und erwiese, baß erofft in dergleichen fällen, da er was bey Hofe angebracht, als einleichtgläubiger sey ausgelacht worden. Er muste doch aber derwuty seiner feinde unterliegen, und als er an der solter, welche feinfeind Craterus aufs heffrigste an ihme üben lassen, endlich nur zuviel nicht allein wider sich selbst, sondern auch wider seinen vaterund mehrere andere bekannt, ward er von der gantzen armee deslodes schuldig erkläret, und nach Macedonischer gewohnheit gestei-niget, oder wie Arrianus erzehlet, mit Pfeilen erschossen, c»?"-«

Üb« 6. I. z exp>. irlex. *

philotheus/ein Mönch und Abt auf dem berg Athos , wardum das jähr >;;4 Ertz-Bischoffzu Hecaclca, hernach an des ver-jagten Calisti stelle Patriarch von Constantinopel . Als sich Johan-nes Paläologus dieser stadt vollkommen bemeistert, ward Calistuswieder eingesetzt, und Philotheus genöthigt, sich biß auf desselbentodt verborgen zu halten. Als aber derselbe erfolgt war, bekamPhilotheus feine alte würde wieder, die er auch biß an sein ende an.r;7l geführt. Er hat vieles geschrieben: alsllsfunAionibusviL-roni, ksnegxricos in Lstilium, Qregorium oeLLirnrenum und andersmehr. Das meiste ligt noch in mznulcrwc in der Vatikanischen,Bayerischen und andern bibliothecken. «i» blbiiort,. «ur-ur,

«rciell

philoxenus/vonCytherea, ein Griechischer-Poet, ist erstlichwegen feiner vielftäßigkcit bekannt, welche er so weit solle getriebenhaben, daß er, um an Mahlzeiten die meisten und niedlichsten speisenallein zu verschlingen, die koche heimlich beredt, selbige gantz heißauf den tisch zu bringen, da sie dann niemand, als er, essen konte.Erlebte an des tyrannen von Syracufa,Dionysti des älteren,Hofe,und kunte nicht dahin beweget werden, daß er die von bemeldtemDionysto gemachte verse gebilliget und gelobt hätte; welche Verach-tung Dionysium so hesstig verdroß, daß er Philorenum in das ge-fängniß werffen ließ, welches die Sicilianer die stein-grude zu nen-nen pflegten, weilen es würcklich in steine eingehauen war, und inalten zelten anfangs zu einem steinbruch mochte gedienct haben.Eine zeitlang hernach stellte ihn der tyrann wiederum auf freyenfuß, weil er glaubte, daß er sich nunmehro nicht weigern würde, lei-ne verse zu loben. Als er ibm nun eines von seinen poetischen ge-dichten herlaß, hörte zwar Philoxenus von ansang biß zum ende zu,fuhr aber hernach jählings auf und sagte, daß man ihn nur wieder-um in die stein-grude bringen möchte; um anzudeuten, daß er lie-ber die straffe solcher gefängniß sein übriges leben dnrch ausstehen,als dergleichen vekst rühmen wolte. Nach einiger zeü schrieb er eincarmen von der liebe Polyphemi und Galatheä, worinnkn er Dio-nysit wEelle, welche also hieß, durchzog. Dieses erbitterte den ty-rannen dermassen, daß er ihn tödlen ließ. Sonst hat er auch nochandre fachen geschrieben. Einige machen aus distm Philoxcno zweyPersonen, aber unrecht» i. r, 4 öc >q. >. -o c. y L:

I. r, vLr. Kill. c- 44. sniwsä. in Lkken, 1 . 4 c. II.

lle mcrcecle conöuLiis. *

philoxenus/ein Macedonischer Capitain,welcher Harpalum,Aiexanbri N. Schatzmeister, welcher dcsseldigen schätze in seineradwesenheit zu Babylon theils verschwendet, theils geraubet , unddurch solche in Griechenland einen krieg anfangen wollen, rn derinsul Creta gefanaen bekam. Er machte alle diejenige offenbar,welchen Harpalus bemeldte schätze inAthen anvertrauet halte,undschickte eine liste davon an die obrigkeit daselbst, daß sie denselbigendas geld wegnehmen, und sie davor straffen möchte. Demosthe-nem aber wolle er nicht mit unter diese zahl setzen, ungeachtet ermit diesem berühmten redner damals einige zwistigkeit hatte, auchsonsten Demvsthenes denen ablichten Alerandri stets zuwider ge-wesen war, und zwar deswegen, weil er desselben berebtlamkeitsehr hoch achtete, und solche seiner eignen rach-begierde vorzog.

in Lor. *

Philpot/ /^cki-vi-conlis von Winchester. Unter der regle,rung Henri« VIII,Königs von Engelland, ward er nebst anderngeistlichen gefangen gesetzt, weil er desselben befehle m rekgwns- fa-chen nicht durchgehenks reß-Eiren wolte, kam aber unter Eduar-do VI wieder loß. Er vertheidigte an. izt; in einer solennentz>ul»rion, welche von dem 2; oct. biß aufden zo währte, nebst noch

philyra/eine tochler des Oceani, ließ sich durch den liebes-an»trag, den ihr der Saturnns that, bewegen, daß sie ihm den völligenl-ebe erlaubte. Die Rhea, des Saturnt stall, merckteenvlich unrath, und traff sie dereinst beysammen an, da denn Sa»turnus, um ,tch zu verbergen, sich in ein pferd verwandelte, (wie.wol andere sagen, daß er der Philyra gleich anfangs unter dieser ge»stall beygewohnt) die Philyra aber aus schäm gar das land verließ,und stch m den Pelasgischen gebürgen aufvielt, wo sie den Ccntau«rum Chiron gebahr. Der Verdruß, den sie darüber empfand,daß sieein kmd gebvhrcn, welches zum theil eines Pferdes, zum Keil einesmensche» natur an sich hatte, nöthigte sie, die Götter zu bitten, ihrselber eme andere gestalt zu geben, worauf sie in einen bäum per»wandelt warb. argnn.!. r. c. lZ8.

phineus/ Agenoris söhn, regierte in Paphlagonien , und ver»maylle sich mit Cleopatra, Borea tochter, mit welcher er 2 söhne,Parthenlus und Crambis genannt, zeugete. Hernach aber verstießkr diese gemahlin, und heyrathete Jbeam, des Königs in scytbien,tochter. Einige zeitlang hernach wurden diese beyde Printzen einermjt ihrer stieffmulter begangenen blill-schande beschuldiget, undvon ihrem vater zum tobe verurtbeilet. Allein Boreas rächte sei.ner enckrl Unschuld, hielt mit Ptzineo eine schlacht, und bekam ihngefangen, worauf er ihm die wähl gab, ob er getödtet, oder seineräugen beraubet werden wolte. Phineus erwählte dieses letztere,woraufer,wie man vorgiebt, von den Göttern die gäbe zu weiffa,gen empfangen haben soll. Dieses verdroß Neptnnum, welcher da»hero seine Harpyen ausschickte, daß sie allemal sein essen, wenn esaufdem tische stünde, besudeln sollen. Solcher gestatt, wurde Phi»neus durch diese ungeheuer so lange gevlazet, biß Zetdes und Ca»lais, Borea söhne, selbige auf die insuln Strophadcs vertrieben.

phineus/ Cephei, eines Königs in Aethiopla bruder, war An,bromebä, so ihm zur ehe versprochen war, vetlcr, durffte aber diesePrintzeßin von dem meerwunder, welchem sie ( wie die Poetenberichten) zur straffe übergeben war, nicht erlösen. Jedoch wollesie hernach Phineus am Hochzeit-tage von dem Perseo, ihrem erld»str, unter dem vorwande, daß sie ihm von dem Könige versprochenwäre, wegnehmen; allein Perstus verwandelte ihn durch MedusäHaupt, welches er an seinem schi-ld gemacht hatte, in einen stein.

O-r,,,/. mersmorxk.

phioume/ oder Fioum/ eine von den allerstuchtbarsten pro»vintzen in Egypten, llgt 2 starcke tag-reistn oberhalb Cairo gegenabend an dem fluß Nilo, von weichem sie ? oder 6 stunden weit ent,fernet ist, und durch canälc, so zwischen den bergen durchgehen, vonihm bewässert wirb. Wie sie kenn ein ebenes land, aber rings um,her mit gebürgen und sandigte» wüsten umgeben ist; daher sie auchden Aravern noch 2 jabr soll seyn unbekannt geblieben, als schonOmar das übrige theil von Egypten erobert halte. Ihren namensoll sie, wie die Morgenländische scribenten vorgeben, daher bekom-men haben; daß als der König Pharao den Joseph, da er alt wor.den, aufanstifften seiner mißgünstigen, von seiner bißberigen regi»ments-ssührung entheben wollen, habe er ihm freygesteltt, sich einenort, wo er beliebte, zu seinem auffenthalt auszuwählen, da er sichdieses stück ebenen landes, welches damals nur ein unbrauchbare,:morast war, ausgebeten, sich mit vielen von seinem volcke dahin be-geben, und innerhalb 1000 tagen, mit ungemeiner klugheit diesesunfruchtbare land mit canälen durchschnitten, brücken gebauct,Wohnungen angeleget, und es zu einer der fruchtbarsten provintzeirgemacht, da er den König zu sich eingeladen, welcher sich darüber,baß es in so kurtzer zeit, nemlich in rooo tagen, welches in ihrepspräche kk> elk.jom gebeissen, vollendet worden, sich zum höchstenverwundert. So viel ist gewiß, daß in diesem kleinen bezirck voralters sehr grosse städte gewesen, wie solches ihre ruci-rz annoch zuerkennen geben, und sind an keinem orte von gantz Egyvten mehrereund prächtigere überdleibungen der ant!auitäten,als allhier zu fin-den. Diese provintz hat zwar nur ;S6 dörffer, allein jegliches dorffsoll so viel zuwachs an getrayde haben, daß es damit die grosse stadtCairo auf einen tag verproviantiren könte. Es wird auch flachSallhier angebaut, so der schönste in Egypten ist, daraus verschiedenesorten von leinwand gemacht werden, weiches der einwohner vor-nehmste Handlung ist. Es wachsen auch hier viel feigen und wein-tranben, wie denn fönst in dem übrigen Egypten keine Weinbergeanzutreffen sind. Welches die Muthmaßung könre an die Hand ge.den, als wenn Phioume die bey den alten wegen ihres guten weinsberühmte proviociL Sebcnnirlck gewesen. Die hanpt-stadt heißetauch Phioume, und ligt an dem grossen canal, so aus dem Nilskommt, n»ik julepk, has heist der strohm Jostpbs genennet wird,und sich in den see Querron ergiesset. Er gehet mitten durch diestadt, und hat viele brücken, so meist bedeckt, 4 aber sehr schöne sind.Dieser ort ist da erbauet, wo die ruci-r- von der alten stadt Arsinoeaufhören, nnd giebt es hier sehr viele »»ri^ue nroaumsaka. Die ge.

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