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kannte weis getödet worden / mahnte Norton die Atheniensek vondenen übermäßigen freüdebezeigungen ab / als von einer sack / wo»durch sie schlechte grvßmüthigkeit beweisen wurden / sonderlich daPhilippus ein solcher kriegs-held/und sie be» dessen leben so schwachgegen jhme gewesen / daß er in der grossen schlackt bey Chäronea/worinn er sie qäntzlich überwunden / dennoch nicht mehr als eineneinigen mann seiner seit- verlobren hatte. Dieser mann suchte auchzu verhinderen / daß sich die Athenienser nicht mit Philippi nach.folqer/ Alexandra dem grossen/ in einen neuen krieg verwickelnmöchten / und als bey diesem anlaß Demosthencs eines tages in ge-grnwart deS volcks sehr schimpfliche werte gegen Alexaudrum mis-sprach / mach« Phocion / daß er stille schweigen music/ indem erihn erinnerte/ daß er einen mächtigen und taxffercn fetnd nicht zumzvrn reitzen sötte/ und ermähnte darnehen das volck / daß sie aufihrer Hut stehen/ und sich/ wo es die noth erfordern dürffte/ tapferwehren sollen. Nun dränge zwar der ÄcmostheniS rath nichts de»siowemqer durch / schlüge aber noch viel übler auß / als der kriegwider Philippum; da denn abermal niemand war / der den zvrui-gen überwindet' begütigen konnte/ ohne allein Phocio/ welcher ihneauch bey der qelrgenheir durch den gegebenen rath / seine Waffennicht mehr gegen Griechenland zu gebrauchen sehr bewegte / indem,er demftlbigen vorhielt / daß dieses sein eigen land wäre / Und daßes ihm / wo er sichS ekwan für eine schände hielte / in friede müßigzu leben / viel rühmlicher seyn würde / wenn er hinzöge/und dieBaedarn/ welche ihn noch nicht vor ihren Herrn «rkenneten/ untersich brächte / als wenn er die ruhe seines eignen lande! störe«. Aishernach Alexander diesen rath sehr gut befand / da seine waffett inAsia sehr siegreich waren/ schickte er Phocioni ein gescheuck von ioor-uencis, nachdem er den letzten sieg wider Darium erhalten / undgantz Persien unter sich gebracht hakte. Phocion frag« diejenigen/welche ihm das geschencke brachten/ was Alexander vor Ursachehätte / ihm vor allen andern eine so grosse gnade zu erzeigen; hier-aufbekam er zur antwort/ daß es deswegen geschehe/ weil er dieeinige Person in Athen wäre/ welche Alexander vor einen rechtschaf-fenen mann hielte. Darwider versetzte Phocion : hat er mich ntmeinem geringen zustande davor erkant/ sd solle er michauch dannnen gelassen haven. Indem er dieses -rgte/schöpffttrr waffer auß dem brunnen/ und seine stau würck« brodtauß.Hierauferstaunten diejenigen/ welche mit ihm auf A exandri besehtgeredet harten / als sie seine armuth und geringen zustand sahen/kunten sich über seine lugenden nicht genugsam veewundern/undnöthigten ihn sehr / ihres Herrn geschencke anzunehmen. Allein siekninen ihn nicht varzu dringen/ sondern wurden mir folgenderantwort abgewiesen: wenn ich den reichthum / den ihr mir.anbie-tet/ annehmen und mich dessen nicht gebrauchen solle/ wurde ekmir nichts nützen; sollt ich mich aber Desselben gebrauchen/ so wur-de ich meinen Mitbürgern gelegenheit geben / auf Alexaudrum umwillig und auf mich neidisch zu werden. Ais nun Alexander sahe /daß ihm das geschencke wiederum zurück geschickt worden / war erdamit nicht zufrieden / sondern schrieb an Phvcionem / daß diejeni»gen nicht seine freunde wären/ welche von ihm nichts annehmenwollen. Hierauf bath ihn Phocion sehr inständig / daß er 4 nahm-Haff« männer auß verschiedenen orten in Griechenland / welche we-gen gewissen bcschuldjgungcn zu Sardis gefangen gehalten wur-den / wiederum auf freyen fuß stellen möchte / welches Alexanderalsosort bewilligte. Weil er nun glaubte / daß er hinfuro desto eheretwas von ihm annehmen würde/ nachdem er ihn einmal varzugebracht/ daß er etwas von ihm gefordert/ schickteer CrattruMnebst den loßgegebenen gefangenen zu ihm / und ließ ihn aufs neuenöthigen / die bemcldte ioo iMsm anzunehmen z wiewolen andereanstatt dieser summ von 4 städten in klein-Asien Meldung thun/ vonwelchem Alexander dem Phocion für dieses mahl die wähl gegeben/sich eine zu wählen. Allein Phocion weigerte sich dessen beständig/und bald hernach starb Alexander / nach welches lüde Phocion sichwiederum mit allem sieiß bemühe« / seine siadt von unterfangungneuer Händeln / zu deren sie LeosthcneS / und viele ihrer rcdnercttanstiffteten / abzuhalten. Wobey er einem / der ihne im zorn frag-te/ wann er auch aufhören wol«/ den Atheniensern den krieg zumißraihm/ die vernünfftiqe antwort gab ; Dann erst/ wann diefunden leute von Athen in dem kriege werden ordnttngund kriegs zuchr halten lernen / die reichen ihr geldt gern
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gäbe sich Phocion willig zum sichrer dar / und triebe jene zu ver-schiedenen mahlen mit verlurst zurück. Doch hatten zuletst Antt-Pater und Crakerus in dem treffen bey Cranon die oberhand/ alsPhocion der Griechischen armer nicht vorstünde. Er brachte ab«hierauf nun fürs dritte mahl seinem vatterlanv in dessen grösteknoch den frieden znwegcn z wiewo! sie bißmahls zimttch harte be«dingnüffe annehmen rnusten / worunter sondecitch die war / daßAntiparcr in ihre vestung Munichia möchte besatzunq legen / Unddaß nur die / so biß zu einer gewissen sum getdcs besässen / «n Venenversammkungen des vvicks stimme haben sotten/welches letstere ausdie 1L000 ärmere bürgere auf einmahl ausschlösse. Wicwvl nunPhocion diese und übrige der stadi aufgelegte harte last sehr leydwäre - auch da» vvick in der damaligen noth wohl noch schlimmereconciitioncr hätte eingehen müssen / erweck« es jedoch bey denen un-verständigen einen bitteren haß / der nachmai zu des unschuldigenMannes tode die gröste nrsach gewesen ist. Er untertteffe glctchwolnicht / allerhand ecleichterung so wohl für die stadk überhaupt/ als
für viele bürgere msbesonder bcn Antipatro zu suchen; wovon erauch vieles erhallen hat. Nur die abführung der desatzung von
Munichia wolle er nicht begehren / weil er allem ansehen nach ur-
theilet«/ d« buM wurden hierdurch «urängMcht werden/neue Unruhen und kr«ge anzufangen/ welche sie nicht im stand wa-ren außzufuhrm. Indessen hielte auch Auripater gar viel auf ihm,und ließ lhm gleichfalls eine grosse summa grldes durch Menyllu«anbieten z allein er wol« mchl« davon nehmen. Da ihm Menylluszu gemuthe fuhr« / daß / wenn er ja ntchls für sich haben wolle /er doch etwas für sein« kmder annehmen möcht«/ gab er thm zuöantwort; werden meine kinder mir nachfolgen / so werdensie eben so wohl genug haben als ich - werden sie aber einliederliches leben fuhren/ so mag ich sie durch nichts darin,nen verstärken helffen. ES wird von ihm angcmerckt/ daß manihn niemals lachen sehen/ oder schreyen hören. Seine Unschuld undlugend brachte ihm bey seiner armuth ein grosses ansehen und son-derbaren respeck zuwege. Nach Antipatri rode such« unter andernCaffander sich von Athen Meister zu machen/ und da harte Phociondas unglück/ baß er ihme zu viel traue« / und ungeacht verschiede-ner empfangenen Warnungen keine genügsame versorg gegen ihmName. Daher als der haftn Piräevs durch dessen General den Ni-tanorem unvermmhet eingenommen worden / gab Man Phocioni/welcher damals ^rckonunv Oouverneur von Athen war/ schuld/daß er darzu stille gesessen / und durch die fing« gesehen hätte / wo-rauf er zum tobe verdammet wurde/ da er ohngefthr 80 jahx altwar. Hierzu halff sehr viel/baß eben damals auf ansttssken Poly»perchontis / eines anderen Makedonischen Obersten / und der Cra-«rt fetnd war / die Aihemenser ihr rcgimenk wieder auf den altenfuß gcsetzei / und auch die ärmsten bon neuem zum stimm, recht zu-gelassen hatten / welche sich dann be» dieser geleaenheit wegen ihrerobgedachlm ausschlieffung an dem Phocion/ wiewol sehr unbillichzu rächen gedachten» Ee lcanck im übrigen den gisst/ woran er ster-ben solle/ sehr getrost/ und die Athenienser wurden ihres hierinnenbegangenen fehler- nach seinem tode bald irme/ richteten dahcroihm zu ehren eine statt« auf/ und liessen seinen anklagcr/dcn Acns-ntdem hinrichten. Dessen mikhelssere EvieuruS und Demophjluswurden auf seines söhne anhatten eben also trarlirek. sihe phöcus.
Lo»». M/>. Dr-^. Ät., öcc. -l
phocis / eine prvviutz in Griechenland/zwischen Köotia undAktolia/ bey deren eNdOAnttcyra/ Cirrha/ Delphos/ unddeeberg Parnaffus samt dem Helikon liegen. Die einwohner dieseslandes plünderten auf Phjlomeli antrieb des Apollinis lempel zitDelphos/ bedienten sich des bansten befindlichen schätze-zum krieg/den sie wider die Lheffalice/Loccierund Thcbaner zu führen hakten/und schlugen die feinde tn der >«5 vlymp. re L. zyy. unr diese bvß«heit zu rächen / fiengen die benachbarte Grieche» den so genanntenheiligen krieg an. Die Phoeenser verbunden sich mit den AtheMen-ftln und Laccdämonirrn/wurvrn aber dennoch von den Thebauernund Locriern überwunden; wobey sich Philowelus/ um nicht le-bend in der feinden Hände zn fallen / bon einem felsen herab stürtz«.Onomarchus/ welcher nach rhm das von der arm« auf
sich nahm / widerstund den Thebauern mit grosser kapsserkcik. Al-lein da er nachmal auch eine niderlag erlitte/ wurden seine soidate»auf ihn unwillig / und flüchten ihn in die see oder erschossen ih»mit Pfeilen/ wie andere erzehlen. Nach diesem gelangte sein brudevPhanllus zur Obristen-würde/starb aber bald an der dörr.sucht /und hat« seinen söhn Phaläeum zum Nachfolger. Doch auch dieftestunde den fachen nicht lange vor / wurde beschuldiget/ daß er vielvon dem geheiligten geldt / anstatt solches an den kriea zu wenden /in seinen deute! gesteckt / und deswegen entsetzet. Jndeme nun deßPhoeenser suchen so verwirrt stunden / welches die Griechen nichtermangelndem beschebenen kirchrn-raub Zuzuschreiben/ geschahedeLletz« und unversehet« einfall von Philippo dem Macedonier insPyoeensische land/ wovon schon in dieses articul gemeldet worden/und giengen der Phoeenser fachen völlig zu gründe olymp. 108 ec.L. 40s. Es wurden die stau« in Phocis geschieifft / und die ein-wohner derselben auf den dörffern zu leben verdammet. Die einig«stadt Abä wurde verschonet / weilen sie weder an dem krieg nochkirchen-raub theil gehabt. Doch sind auch die zerstörten städ« nachkurtzrm / sonderlich durch hülsse der Athenienser und Lhebaner /zum theil wieder aufgerichtet worden. Die Phocier harten gegenabend die Locricr/ gegen mittag den westlichen meer-buftn von Co-rincho/ jetzt Lepantv genannt / gegen morgen Böotta und nord-ostwärts die landschasst. Düktne. Das geeichte derernum, deren juris-nsion über gantz Griechenland sich erstreckte/unddas otLcuium zu Delphis zeigen beyderseits das atterthum und dasgrosse ansehen dieses volcks / als welche beyde dinge schon lange vv«;dem Trojanischen kriege waren. Noch ein ander geschlechk der Grie-chen gleiches namens/ welchen es von Phocea/ einer stadt in Joni»in klein Asien/ bekommen hat«/ war/ welches Marseille in Franck-reich erbaue«. Phocis war sehr fruchtbar an getraide und vlch.Die einwohner waren verschmitzte und tapfferc lenke/ und triebeneine lange zeit see-räuberey. Sie wurden auch insondcrhett durchdas Delphische orscuium dereichert/zu welchem statS von allen orte»her viel volcks kam. >. 9- >. 4 c. z. 1. ,6.
/Ä». iri iMac. *
phsktts/ war, nach den poetischen fabeln, ein lob» des bölli^fcheii richters Aecich uvv ein bruder desPelei, welcher mit der got-kin Therys/ den Achillem soll gezeugt haben.. Eben die,er Peleuserwürgte nachmals ben Phocum/Und muste sich deswegen m Thra-kien zu dem König Ceyk - ecinreu/dernach aber eine lange zeit ln vevirre herum wandern, biß ihn der König von Thessalien,Acastus,we-gen solches bruder-mords Vergebung zuwege gebracht, ««D--«» p-16«, 1Ü4.
phocus/ ein Athenienser, Phocioms söhn, war ein sehr lieder-licher junger mensch, und insonderheit dem weinsauffen sehr erge.
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