Band 
Dritter Theil
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pia pic

nen Hof, woselbst er einige zeit zubrachte,und hernach, als er wiederin sein land kam, an. 1570 in dem yisten jähre seines alters starb.Er hat verschiedene tractate verfertiget. kkesrro ckkuom.

lener.

Pianosa/ oder planasia/ eine insul in dem Tyrrhenischenmeer, nahe bey der insul Ewa, gelegen. Sie hat in ihrem umkreist; biß 4 Teutsche Meilen, und gehört zu dem sogenannten 8 "ro <z-m

kreliclii.

piasecki/ (Paulus) lat. kistecius. Bischoff zu Przemisl in Po.

len indem I? leculo, hatckronics gelkorum in Luropa Lagulsrium

von dem anfange der regierung Königs Stephani Bathori in Po-len biß auf das jähr 1646 heraus gegeben, so zu Cracau gedruckt,woselbst sie an. »648 biß aufselbige zeit conrinwrt wieder aufgelegt,und nachgehends zu Amsterdam nachgedruckt worden. Er handeltvornehmlich von Polen und wird gerühmt, daß er aufrichtig ge-schrieben. Er hat dieses werck seinem velter Jacobs Piasecio, se-creurio bey dem Könige Sigismundo III , liecii-iret. L«äs«„«rvo/rge tz« >s reine cle kologne p. 117.

piastus/ Hertzog in Polen , war anfangs ein bauer zu Kruswicin Polen , allwo er sich von dem acker« und honig'bau nährte. Seinvater soll Goßisco und die Mutter Repicha gcheissen haben. Als er«inst seinem söhn das haar abscheren ließ, welcher gebrauch bey denHeyden so viel seyn solle, als bey den Christen die tauffe; so fandsich bey dem dazu angestellten gast-gebothe auch der Polnische Her-tzog Popielus II ein. Ob nun wohl Piastus nichts mehr in ver-mögen hatte als eine sau und ein fäßlein meth,so ward doch die Hof-statt damit reichlich versorget; es sollen aber unter den gästen 2unbekannte männer sich befunden haben, welche die speisen wun-derbarer weise vermehret. Nachdem hieraufin dem inrerregno nachdes erwehnten Popieli II tode grosse hungers-nvth in Polen war,daß sich der letzte wahltag aus Mangel der vlAusiien abermal hättezerschlagen müssen, so kamen die gedachten beyde männer wieder zudem Piasto, und segneten seinen vorrath dergestalt, daß er die gan-tze Polnische nscion, so viel derer auf dem wahl-platz waren, mitspeise und tranck versorgen konte. Dieses brachte zuwege, daßPiastus selbst zum Hertzog erwehlet wurde, welches nach einigermeynung an. 8;o oder 870, wie die meisten aber wollen, an. 842geschehen. Seine residentz soll er zu Gnesen gehabt, dem regimentlöblich vorgestanden, und 120 jähr gelebet haben. Seine nachkom-men haben sich in 2 linien getheilet, (i) in die Hcrtzogliche oderKönigliche in Polen , davon der männliche stamm an.,;?« mit Ea-simiro III, der weibliche aber an. 1669 abgegangen; (2) in dieFürstlich-Schlesische,welche UladislausH, angefangen und männ-sicher seits an. 167; mit George Wilhelm, Hertzoge zu Liegnitz nndBrieg, weiblichen stammes aber mit Charlotta, vermählter Hcrtzo»gin von Hollstein-Wiesenburg, an. 1707 ausgedörrt. Heut zu tagewird von diesem Piasto ein jeder einheimischer König Plaste oder8.ex pisllLur genennet. Kilt. kol. bckckr. Schick. ?. r

x. ;4- 8cklek. cliron. p. 40. ka/kor»«« sl> liirrenberg. klvr. kol-l. 1 c. 10. /k»r,z»osL. Kilt. kol. I. l c. r.

piateck/von einigen auch Piontkum genannt, ein ort, wel-cher in der Groß-Polnischen Woywvdschafft Lenczicz,in einem Mo-raste, an dem stuß Bfura ligt. Er ist berühmt wegen eines demApostel Paulo gewidmeten closters,am meisten aber wegen des gu-ten biers, so daselbst gebrauet, und von bannen fast durch gantz Po-len verführt wird. <?s«»s- lt,re okkoisoll?. i i«r. 5.

piave/ lat. kl^vis, und vor alters än-xu- genannt, ist ein an'sehnlicher stuß,welcher an den gräntzen von Tyrol und von der Tar'viser-Marck entspringt, hernach bey Pieve ck Cadore, Belluno undFeltro vorbey läufftzund endlich unweitColalto sich in 2 arme theilt.Der eine davon behält den namen Piave, und fällt bey 8 . Lucia inden Venriianischen goik«. Der andre wird Pievesella genannt,und gehet bey der stadt Trevigo vorbey, biß er zuletzt, unwert Lkin«,chkrurk-, gleichfalls in den Zoiko von Venedig sich ergießet.

piazza/s. Platz.

pibrac/ f. Fahre, (vi-lus)

pic/ eine insul auf dem Atlantischen meer, ist eine von den Ter-cerischen, ligt nahe bey der insul 8 . George, und gehört den Portu-giesen, welche sie in» <le ?,co nennen. Es sind etliche wenige dörf-fer darauf samt einem berge gleiches namens, dergleichen auch aufder insul Teneriffa, somit unter die kanarien-insuln gehöret, zufinden, s. pico/ (ein berg.)

pic/ oder picus/ der erste König der /rdoriZinu« jn Italien ,tucccllirle seinem Vater Saturns um das jähr der Welt 27?7. Mangiebt vor, daß er z<r jähr regieret und Faunum zum Nachfolger inder regierung gehabt habe. Einige sagen, daß schon lange vor die-sem ein also benannter König der Lateiner gewesen, welcher, wieOvidius meldet, Canentem, Iani und Veniliä tochter, geheyrathetund; 7 jähr regieret haben soll. Dr-». l., Kilt. 8.0m.

8r/?sr. sie ori§. gcnk. Nom.

pic/ (Johannes) von Paris , ein Carthäuser, lebte in dem 16 l--eulo, und schrieb comwentsrios über das hohe sied Salomonis, wel-che Jodocus Badius an. 1524 heraus gegeben, und andre werckeMehr. 8ttrsjr bikl. Lsrrkuk.

picard/ (Johannes) von Beauvais , csaonicusregulsri- bey 8.Victor zu Paris , war von grosser gelehrsamkeit, welche er in seinennoris über die briefe 8 . Bernardi, und auf andre weise an den taggeleget. Er starb an. rür?.

picarder/ wurden die anhänger des Picards genennet,welcherum den ansang des i; keculi den irrtbum der Adamiten, nackendzugehen, wieder aufbrachte, und selbigen aus Flandern biß in

pic szi

Teutschland und Böhmen ausbreitete. Er gab sich vor Gottes söhnaus, und sagte, er wäre als ein neuer Adam von seinem vater in dieweit gesandt worden, das gesetze der nalur daselbst einzuführen, sohauptsächlich in gemeinschafft der weiber bestünde, und daß manan allen orten des leibes nackend gienge. Er hielt sich in einem Wer-der in dem stuß Lußmick in Böhmen , 7 weilen von-Thabor, des be.rühmten Ziska vestung, auf, und bekam in kurtzer zeit einen grossenanhang von manns« und weibs-personen. Als aber 40 von seinenanhängern einige Häuser auf dem lande geplündert, und mehr alS2ov Personen umgebracht hatten, so ließ ZMa dieses Werder ein-nehmen, und alle Picarder umbringen, biß aufa, von denen er er-fahren wolle, was sie vor eine religion hätten. In dem 16 k-cuic,haben einige unter den Anabaptisten die thorheit der Picarder,daßman müsse nackend gehen, wieder aufwärmen wollen. Theobaldusmeynet, die Picarder hätten ihren namen von der landschafft Pi-cardien in Franckreich, woraus sie zu reiten Caroli IV wären ver-trieben worden. Die Böhmischen bruder hat man zum schimpffmit dem namen Picarder belegt. KiL Lok. c. 4».

Kill. Lok. l. r6. Lz>s»^»». 8r^,so/.

Picardie/rine prvvintz von Franckreich, so ein stück von demalten Belgio ist. Gewiß ist es, daß dieser name neu ist, und so vielman bißher finden können, zuerst von Gulielmo cie Nangis gegenende des i; c-culi ist gebraucht worden. Doch lasset flchs erwei-sen,daß die einwohner noch etwas früher Picards sind genennetworden, welches man meynet daher zu kommen, daß sie gar leichtin Harnisch zu bringen, und wie man zu sagen pflegt,kurtz aufgebun-den sind; welcher art leuthe sich im Frantzösischen sehr wohl Pi-cards, vom Wort piguer und ke piguer nennen lassen. Diese provintz

ist anjetzo eines von den 12 general-gouvememems ves Königreichs

Franckreich. Sie hat gegen morgen Champagne, gegen mittaglsie cis kr-nce. gegen abend das stück vom Meere,welches >s kracke,oder der canal genennet wird, samt der Normandie , gegen Mitter-nacht Flandern, Hennegau und Camdresis. Die gantze Picardiekan in das obere, mittlere und niedere theil unterschieben werden.Die obere Picardie ligt an der Oyse, die mittlere an der Somme,und die niedere längst der see-küste hin. Anjetzo aber wird sie in 8stücke eingetheilet, welche sind Doulonois, Honthieu, Santerre,Vermandvis, Tierache, Amienvis,Vimenr und die wieder erörter-ten länder. Vorzeiten gehörten auch darzu Beauvaisis , Noyonois,Laonois und Valois,welche landschafften anjetzo unter dem gouver.newear der Isle cle krsncs stehen. Amiens ist die baupt-stadt darin-nen; die andern städte sind: Abbeville, Ardres, Bouillon, Calais ,tL Quelle, le Catelet, Corbie , Dvurlens, 8.Quintin, lsFere,Guise, Ham, Montreuil, Pcronne, Roye , Mondidier, Rue rc»Dieses land ist sehr fruchtbar an getraide und obst, hat aber keinenwein. Es sind unterschiedliche flüsse darinne, worunter die vor-nehmsten sind die Somme, die Oyse, die Authie, die Canche, rc.Aus diesem lande sind viel alte edle geschlechte, gute soldaten, undgelehrte leute entsprossen. Die darinnen befindliche gerichts.colie-xi- kommen mit den vogteyen und hofgerichten überein, welche un-terder juriräiätion des Parlaments vonParis sind. Die städte dar-innen werden durch Bürgermeister und Landrichter regieret. DieBißthümcr in der Picardie erkennen den Ertz-Bischoffvon RheimSvor ihren kle-ropoiirsnuw. Zu den einkünfften sind die sogenannteGeneralitäten von Amiens und Soissons angeordnet. Ausser dengeneral-gouvernemenu werden aühier l8 besondere gouvernement,gerechnet. Die Picardie ist stets bey der crone geblieben, ausge-nommen Bouillon und Ponthieu,welche ihre besondere Grafen ge-habt haben, c-'i» «le L», kill. lle« coml. 6u rsrclie Lc öe Lonrkieu.

ckron. «le 8. Itiguiec. 8s»-

-Lie» Zroiks llu L07. ck-e/ks sn.

tig. lies ville 5 fls krsaee. §«,Ls/«s kicsrö. Lelg. clekcr. sks L, //o,-Kilt. 6'Lmiens. kTsi. S>s. *

picart/ (Franciscus >-) voKorzu Paris , vettnur zu 8. Ger-main -ie i'Auxerrois, Herr von Atilly und Vllleron, war den 16apr. i;v4 aus einer alten und adeiichen familie zu Paris gebohren.Sein vater war Johann >e Picart, Herr von Villeron, Secret-ciu-des Königs, und seine Mutter Jaqueline Champagne, Frau vorrAtilly. Er wurde zu den studien und der gottesfnrcht au ferzogen,nnd ward ein gelehrter i KeoioZus, ein guter Geistlicher und ge-schickter Prediger. Er widersetzte sich mit grossem eiffer der rekr«msrion durch Calvinum, welches ihn bey dem volck zu Paris so be-liebt machte, daß über 20000 bürger bey seinem begräbniß waren.Er starb den 17 stpt. r;; 6 , und über sein absterben sind verschie-dene bücher geschrieben worden, als i« regrecs öc romplsime, äekLllc-pLl rvur lur ls trepss cle krLn^ois Is kicLir; lleplorstion lurle cle noble öc vencrsble perkonnc bkr. krsnc. le picarr»

öcc. Sein leben hat Hilarion -l- Coste unter dem titul re xsrüü ee-cleLskiguc sn. i 6;8 heraus gegeben.

ptccinnino/ (Nicolaus) ein berühmter Sicilianischer Gene.ral in dem i; k-cul». Er war sehr klein von person (daher vermuth,lich sein zuname entstanden) auch von gantz geringer ankunfft, unddabey von schwacher leibeä-conüikmion. Dessen ungeachtet stieg erin dem kriege so hoch, daß ihn wenig darinnen übertraffen. Er bat.te in dieser prokeilion den bekannten Bracciv zu seinem lehrmeister,bey welchem er durch seine tapfferkeit sich so beliebt machte, daß der-selbe ihm seine nahe anverwandtin zum weide gab. Nachdem erdiesen seinen anführer in dem treffen bey Aquila an. 1424 verlob-ren hatte, trat er in der Florentiner dienste wider den Hertzog voaMeyland, Philippum Maria Visconti . Dieser gewann zwar an.sanglich in dem thal von Mona eine schlacht, bekam auch den Pic.cinnino selbst gefangen, hernach aber, als dieser seine freyheit wie.der erlangt, erlitt jener durch dessen beytrug eine grosse Niederlage.

IIITheil. Vbbb bh» Aus