Band 
Dritter Theil
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Ausv-rbmS, daß die Florentiner die versprochene p^nnichtAlmwolken, begab sich nachgchendsPiccmmnoam

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triegs-Odersten. Der Hertzog schickte ihn hernaai w de. die Ge.nuestr, in deren gebiete er viel örter einnahm, unb-omr bannen deMn von L»cca zu huiffe Wider dre Florentlner, welche er nicht nurzurück trieb, sondern auch in ihrem eignen lande gar nachdrücklichheimsuchte; so nahm er auch denen Malespttttckre beschafft,weil sie mit Florentz in einem bundmß stunden. Allein gegen denWorenkinischen General, Franciscum Sforkia, verlohr er emeschlackst, Leren verkarst er dadurch ersetzte, daß er wider dre von Magrosse Vortheile erhielt, auch die von ihnen vor unu be r>vmdlich g-halteüe vestung Verrucola, eroberte. Nachgehends ward er aufsneue wider die Venetianer, und wider deren bundsgenchien, denMarggrafen von Montferrat, geschickt, den er eines grossen theilsseiner landschafftc» beraubte, und nach Venedig sich zu r-c-nren nö-thigte. Nach so vielfältigen siegen nahm ihn der Hertzog von Mey-!>>no in die Viscontische samilie auf, und ernennte ihn zum Generalseiner armee. Daraufnahm er denVenetianern viel örter hinweg,ward bey Ponte a'Oglio in einem scharffen gestechte gefährlich ver»mundet, uno überwand sie, da es zu einem neuen treffen kam. AIsNachmals der Pabst Eugenins l V, die Venettaner und die Floren-tiner ein bündniß unter sich geschlossen,schlug Piccinmm die armeedieser aUiirten bey Jmola, nahm viel berühmte kriegs-Officiersge-fangen, und bemächtigte sich einiger örter in Romagna . Hier»nächst zwang er die Genueser zu einem vergleich, that aufs neueden Florentinern grossen schaden, und aus einem privat-haß, wel-chen er gegen den Gabst trug, nahm er demselben Jmola, Ravenna und Bologna hinweg, inglejchcm Spoleto nebst andern ortern mder landschafft Umbrten. Den Venctianern entzog er das kurtz zu-vor von ihnen eroberte Casalmaggiore, wie auch unterschiedene indem Brescianischen gelegene örter. Nachdem er bey Rovado mitdem Nenetianischen General Gattamelata mit fast gleichem Vor-theil und verlurst ein treffen gehalten, griff er die stadt Brescia selb»sten an,und hatte vor, sowohl dieselbe, als auch Verona , dem Her-tzoge von Meyland zu unterwerffen, zu welchem cnde er schon vielörter in derselben nachbarschassr und sonderlich bey dem i^zo ckQsrüs besetzt hatte. Ungeachtet nun der Mitten General, Fran-crscus Sfvrtia, bey Ten die obcrhand in einem treffen bedielt, sokam es doch gleich den nächstfolgenden tag zu einer neuen sskion,worinnen kein theil sich einigen vorzugs zu derühmen hatte. Ve-rona ward darauf von dem Piccinnliio eingenommen, bald aberwiederum von ihm verlassen, weil die feinde in grosser anzahl sichnäherten, under seines ortswenigtruppenhalte, mit welchen erabermal in das Florentinische einfiel, und grossen schaden that.Dieses dewog die feindliche Generals, Miccheletto Attcndolo undGattamelata, ihm bey Anghiari eine schlacht zu liefern. In der-selben büssete er zwar ei», ward auch aufs neue bey Lignago vondem Sforza angegriffen; allein er trieb diesen zurück, und schloßihn in Mattinengv bcrmassen ein,daß er mit seiner armee entwe-der hätte verhungern oder durch das schwerdt umkommen müssen.Dessen ungeachtet richtete der Hertzog von Meyland gewisse tra-ctalenmil seinen feinden auf, worüber sich Piccinnino nicht wenigärgerte. Der König von Neapolis, AlphousuS I,machte ihn hier»auf zu seinem General, und zu bezeugung der sonderbaren Hochach-tung, so er gegen ihn trug, beehrte er ihn mit dem beynamen seinersamilie. Als hernach dieser König mit dem Pabst und mit dem Her-tzoge von Meyland in eine alliantz getreten war, um den Wforzaaus der AncomtanischenMarck, deren er sich bemächtiget hatte, zuvettrciben,bckam Piccinnino das Generalat über die gesamte ar-mee. Mit derselben nahm er Tobi wieder ein, lieferte bey Mace-rata dem Sforza ein treffen ohne mercklichcn Vortheil oder verlurst,entzog ihm unterschiedene plätze,und schloß ihn selbst in Fano ein.Die Venetianer kamen zwar zum succurs, und schlugen seine trup-pen bey MontcLauro; allein er setzte seine armee bald wieder ineinen solchen stand, daß Sforza entweder hätte müssen die Marckaantzlich räumen, oder mit augenscheinlicher gefabr sich in ein tref-fe» einlassen. Hierüber ward Piccinnino von dem Hertzoge Phi-lippv Maria Visconti nach Meyland deruffem allwo er nicht ohneargwohn beygebrachten giffls, an. 1446 in dem Men jähre sei,«es alters mit tobe abgieng. rkrsri a> cen«, »ni.

tsoi illulkr. p. 46.

ein ursprünglich aus Rom berstammendes qe-schlecht, retz sich in dem i z s«cu!o zu Siena nieder, allwo es theil andem regimem der Republic hatte. Aeneas Piccolommi war einvornehmer parric,uz zu Siena . Seil! söhn, Sylvius Piccolomini,hinterließ emen nach seinem tobe gebohrnen söhn, gleiches namens,welcher sich mit Victoria Fortegnerra vermählte, und mit selbiger18 kmoer zeugte, wovon nur ein söhn und s töchter ihn überlebten.Der Wbn, namens Aeneas Sylvius Bartholomäus Piccolomini,wlirde Pabst unter dem namen Pins II. Die 2 töchter warenraudemia und Catharina, so das geschlecht oder vielmehr den na-men fortiktzten. Laudemia verheyralhete steh mit Nannio a- Te-

rillt welchem sie zeugte AntoninmPlccolomim >lc Aragoma,so von seiner gemahlin Maria, welche^ Ferdinanvi l, Königs von Napoli, war dach

" Königreich Neapolis bekommennachkommen annoch unter dem titul der Fürsten UeValle und Grasen 6- Eelano stociren; Franciscum Piccolomini soan. i;°z umer dem namen Pij m hm Mstiichen stuhl Wieg,

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selbigen aber nur,'? tage besaß; Andrem,, p««no, dessenpMer.tat noch zu Venedig und Siena ; undwelcher zu Stena lebte, und die herrschafften Mvniemarc 2Camposcevoli und Porrona Waß. Er hinterließ AntAumMa!riam, der ein vater war der Victoria, welche an Aeneam N cm»Mini, ihren verwandten, vermählt wurde. Dieser stammtevon der andern töchter des Sylvii Piccolomini, der Catbarina, diemit ihrem ehe-Herrn Bartholomao Guilieimi, eintziqe wck er An,toniam zeugte, deren gemahi Petrus ä° Sticciano von dem PMPro II »öopcwet wurde. Ihr söhn war Aeneas Piccolommi, we.cher Sylvium und dieser Aeneam hinterließ, so anvbäebackteVictoriam vermahltwncde, und mit ihr die Herrschaft Camvvsce.voll bekam. Ihre söhne waren Sylvius, so das geschleckt ssrtae-pflantzt, Aftamus, der als Ertz-Bischvffzu Siena an. izy? gestor-ben, und AeneaS . Shlvms Piecolomini lebte in des Groß. Ler-tzogs Ferdinandi zu Florentz diensten, und war ein Vater AeneLvondem hernach Ascanu, so «einem vater in dem Ertz.Bißlbum ruSiena an. 1597 ckcc-ckret, und Oclavii, welcher in den Reichs,Fürstcn-stand erhoben worden. Aeneas Piccolomini , war Gene-ral unter dem Kayftr Ferdinanbo II und hatte; söhne, von denenSylvius an. r 6; 4 in der schlacht bey Nördlingen und Evandervor8-Omer, in den Niederlanden blieb, Frnnciseus aber an.starb, von Aemilia, beö Grasen Laurentii Slrozzi töchter, hinter-lassende Aeneam Piccolomini, so von seines groß- vaters bruderOcravio zum erden eingesetzt wurde, an. 167; an einer von demGrasen Guerrieri in einem dueil empfangenen wunde ohne Aderstarb, da ihm sein bruder Laurentius Piccolomini von Aragon, desH. N. Reichs Fürst, succcckrte. Er war zuvor Mallhescr-Mterund Prior zu Ptsa, vermahlte sich aber nachgehends mit einer Grä-fin von Kolvwrat und residltte zu Nachod in Böhmen . Aus demgeschlecht der Piccolomini sind auch noch viel andre grosse leute ent-sprossen, als Antonius Piccolommi, so der erste Ertz-Bischvff z»Siena war, und an. 1459 oder 60 starb. Alexander Piccolomini,ein berühmter vbilotopKusMLlbcmsiicur, Redner und Poet in demlö tecuio. Lcodio Piccolomini lebte an. iSzo. Er war ein Rechts-gelehtter und an dem Römischen Hofe in gutem ansehen, hernachbegab er sich in die tac-ttät Jesu. Franciscus Piccolomini trat inseiner jngend gleichfalls in diese tbcctät, und nachdem er die Philo-sophie und theologie dociret, auch die vornehmsten stellen seines or-dens bekleidet hatte, so wurde er endlich an Vincentii Caraffa stellean. 1649 General davon, und starb den ly jun. an. i6zi ungefähr69 jähr alt. Cello Piccolommi, Ertz-Vischoffzu Cäsarea, druEin Franckreich und Sccrcrsriuz brevium, bekam von dem Pabst Ale»xandro VH den Cardinals-b»t an. 1664. 6-^/-». >» commem. ?H

Ik. virs kü II. resr. ä'kuom, lerrer. pinrc.

c. Z7- 6 e matbcwLt. Llc.

piccolomini / ( Alexander) Ertz-Dlschvff zu Palraffo lindcoL-lj,,ior zu Siena / einer der berühmtesten lenke des i6iec>üi,wargebürtig von Siena / aus der familie des PabstS Pii II. Er waLvon der academie der inb-wingii zu Padua / und hielt sehr fest überden Meinungen des Aristvtelis / welches man aus seinen philoso-philchen wercken sehen kan. Er ist der erste qewesen/ sein seinermutter-sprache seine philosophische schriffren oerfertigek. Selbige

sind : >2 blalopIuL mo-Lle; Iz Meniics cie » l'instlwrione 6c>-

i buomo; I inlkirurione c!cl Principe Lsiritiiaiio; clells grsnrlcrrL clellsc--zu« c Ucllr rerrs; psrrfiLt! ku Is rcrkoricr cj'Lriüvrile; ücNs cve-nrzclelle (tonne ; (teile ilellc kitte: resNu^ione (teils poiiica (t'Anltonlc; ce-soro (leil'buomo. Er hat auch an. i;6; einen Lateinischen kommen,kseium über die guLttion-z mecksnicsi des Aristvtelis drucken lasten.Aufbegehren desGroß.HertzogS Francisei von Florentzhatereinmtraciat von reformirung des calenders geschrieben. So ernsthafter aber war/ so hat er doch etliche comödien geschrieben/diesehrhoch gehalten werden. Er starb zu Siena den ir nmtz an. i?78>ndem 70 jähr seines alicrS. L eiog. r. 1. >a

nnut«o buk. LLiün» rcser. cl'kuow. Icic. k. i n. 3 . äe wAem.

clog. dcs iiommc, tllutir. k. 8 c.Lsx/e.

piccolomini / (Alphonsus) war Herr von Moitte-Marcia-no m der >isrcs ckAncona / führte sich aber in asten stucken / undlnsonderhiit gegen den Pabst Gi cgorium XI V / so übel aus/daßdieser ihm / ülz eincm beleidiget'der Majestät / die besagie Herr-schW entzog / welche nachmals dcr Päbstliche Nepvi/ HercMSsondrak,/ mit dem titul eines Herkogthnms bekam. Fast zu M'ch-r zeit ward rr zu Vencdlg wegen vieler Mordthaten und plunbe-rungrn / so er auf dem gebiete dieser Republic getrieben / offen«pro,cr,bitt. An stakt daß er hierdurch von seinem liliordenliiMleben hatte sollen abgeschreckt werden/ machte er es noch arger/Mthat unter andern den drnachbaricn mit straffcn-rand / eben al» ober der schlimmste bandilen-Obrisrc gewesen wäre/sehr grossensaia-dbn. Allein <S wahrte nicht lange/ so fiel er dem Groß-HerMvon Losrana in die Hände/ welcher ihn / ungeachtet feiner vornch«wen samilie / als einen andern gemeinen died zn Florentz H.aufheiicken ließ. Seine gemahlin war HiPPvlYta Prca aÄ dEHause Mirandolä. bitk. i. i°o. ,vec l«l>Mi

(l'^mrlvt (le Is bloutH) s r. 1 p. i 8 , t.; p. 349-

piccslomitti / (Franciscus) von Siena airs vbgedachlekmitte / war ein sehr berühmter imiinlopbuz. Ob er gleich noch Mjung war / da er zu Siena die logte dourte / so wurde er dcWMibderman bewundert / und da er in dem-zsten jähr scmcknäch Mactrata gieng / bekam er die erste stelle die philosttbuprofittren / worauf er nach Perugia geruffen wurde/ da er be» >rahr lang dergleichen that und einen rracrat -r- worsi, pbNalo?heraus gab. Seen rühm dreittte sich hierMso weit aus/dab>»»