Band 
Dritter Theil
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die zu Padua zu ihrem kroLirors pkiiokrpkka-machM Er schrieb

univerkr narursüs pbilos. in V. ?. Lc. und gab verschiedene commsn-tarios über den Aristolelem heraus / welche wegen ihrer deutlichkeitund subtilität ästimiret werden. Er ließ sich auch angelegen seyn /die Platonische Philosophie wieder einzuführen Und zu zeigen / daßsie im gründe mit des Aristokelis seiner üderein käme. Er haltt einenstamm Widerpart an dem berühmten Jacobs Zabarella / widerwelchen er auch geschrieben. Nachdem er <n jähr lang prvfitirtthatte? danckre er ab / und begab sich nach Siena / da er an. 1604über 8° jähr alt starb. Bey seinem begräbmß legte die gantze stadtSiena die trauer an/und wurden alle öffentliche rribuiiLiis geschlos»sen gehalten. Er war ein schüler des berühmten Zimara/ und mit«schüler des Felicis Peretti / so hernach unter dem namen Sikti VPabst worden / gewesen. An seinen söhnen hat er vielen Verdrußerlebt» THomo/i eloz. k. I. in wul4o liüi. 6t>rü»»restt-

in tiieskr. cÜ 2 r. kiogr.

Viccolömini/ (Octavius) von Aragon/ Herßog von Amalfi /ein söhn Sylvii Piccolomlni und der Violania Gerinia / war denii nov.an. i?yy gebohren/ und wurde wegen seiner Meriten inden Reichs-Fürsten-.stand erhoben. Er begab sich gleich in seiner ju«genv in den krieg / und diente unter der Spanischen armee in demMeyländischen; hernach kam er mit einem regiment / welches derGrsß-Hcrtzog von Florentz dem Kayser Ferdinando II wider dieBöhmen zu hülffc schickte/ als Rittmeister in Teutschland / undmachte nach diesem / da der König in Schweden auf Teutschen Ho-den gekommen / seine tapffcrkcit sonderlich bekandt. Er befand sichmit in dcrschlacht bey Lätzen und eben bey den lruppen / so er com-«sncMke/ soll der König GustavnS Adolphus geblieben seyn. Nachder Nördlinger-schlacht an. 16)4 verfolgte er die Schweden / undgieng mit dem GrafJsolani in Fransen / woselbst er in kurtzer zeitverschiedenestädtewegnahm. An. i6;z brachte erden Spaniernden Kayserlichm surcnrS von 12222 zu fuß und 7000 zu pferdenach Namur/ wodurch die Niederlande von den Frantzosen erret-tet wurden. In dem folgenden jähr bemühet« er sich zwar die vonden Holländern belagerte SKmckewschantz zu befceym/ kante aberseinen endzweck nicht erreichen-Jedoch war er an. mzy glücklicher/Dievcnhofen mit 12000 mann zu entsetzen. Doch wolle es ihm aufsolche weise vor Hesdin nicht gelingen/ daher er sich in Champagnebegab nnd Mouffon sttLqmtte; weil aber der Marschall a- Cha-tillon ankam/ zog er sich nMUrwir und gieng weiter. In dem fol-genden jähre eroberte er Hörkcr und an. 1641 umringte er denSchwedischenObrisien Schlang bey Neuburg in der Oder-Pfaltz/daß er sich ergeben mußte / und that jederzeit den Schweden vielschaden. An. 164; überließ ihn der Kayser dem Könige in Spa-nien/ worauf er im ort. zu Sarragoffa ankam und von dem Könt«ge sehr gnädig empfangen wurde. Jedoch trug man ihm gantznichts aufbiß auf den der. da er mit dem güldenen vließ und 4 schö»neu Pferden bcschenckr/ auch zugleich beordert wurde/ sich nach denNiederlanden reisefertig zu machen/ da er nachgehend- dieFrantzörfische und Holländische kriegs - flothen mit grossem mmh aufgehak-ten / so daß auch ah dem Kayserlichm Hofe/ als die Schweden am1648 gar glückliche ?r«Kressen machten? die gedancken auf diesenGeneral Piccolomini sielen. Er wurde also zum Kayserlichm Feld-Marschall ernennet/ da er sich der fachen eiffriqstannahm / undnoch seidiges jähr kam «5 zum frieden. Wie er aber nicht allein inkriegs fachen/ sondern auch in staatS-sWrkn wohl erfahren war/so wurde er an. 1649 als Kayserlicher nr-HpLi-Gevollmächkigteraufdcn -onvem zu Nürnberg geschickt / den Westphälischm frieden-Iir execmiüii bringen zu helffcn. Ais er nun dieses wichtige werck zulande gebracht/ so ward er zur belohnung seiner treu-geleistekenneuste in den RcichS-Fürsten-stanv erhoben/ und an. 16-;4 den 28ebr. aufdem Rcichs-tageimrociuciret/ mildem bedinge/ daß erIch jmmcci,4re reichs.güter anschaffen solte; wenn aber er oder seineerben solches nicht thäten / so sotten diese des rechts als Rcichs-Für-stm sich nicht zu erfreuen haben. Er starb zu Wien den ro aug. amI6;S. An. l6;r hüt er sich mit Maria Bmigna Francisea/ Her«tzogs Julii Henrici zu Sachscn-Lauenburg tochter / vermählet/Wetter aber keine linder mit ihr gezmget / so hat er seines bruderSrnckel Ameam Piccolomini zum erde» der Fürstlichen würde unddes Hertzogthums Amalphi eingesetzt. Seiner gemahlin hat er Na-chod in Böhmen vermacht.)>«Fs cloZ. äi c-pic. Ulullr. tctiaii.

lrüllns. kg. p. Iv.esri'. Lurop. lücc.

klLL^II, oder wcenccs > ein altes volck in Italien/in der ge-grnd / wo anjetzo die Marggrafschafft Ancona ist/ nebst den städ«ttn Ascoli / Ancona / Osimo / rc. Das land selbst hiesse man Pire«num. Die picciirini aber / welche nahe bey dm Lueaniern wohnten/waren in dem Königreich Napoli . Die alten scribenten reden öff-ters von diesen und von jenen. Die letztem hatten ein stück von demjetzt so genannten p-incis-Liu cikcriori innen / akwv folgende stadtesind! Amalsi/ Capri / Masco m Sorrento / Salerno / Noeera a-Paaant / Samo / Sorrento / Mmori / Ravel!» / re. Alle diesevölckcr wurden von dm Römern ohngefähr um daS 480 jähr nachrrbauung ihrer stadt unter ihr jöch gebracht.

Vichardo/ vioü°i-> zugmamet/ (Antonins) von Segovia ge-bürtig / ein Richter in Spanien / starb an. -s; l im 6; jähre seinesaltrrs. Er lchrke zu Salamanca / und an andern orten mehr / undschrieb unterschiedliche dmge / als comM°nc. >n 4 iMmr-onum ^r,.

lliniÄiii üb. Z inwikuliooLs z 6s morL comiitillione: Ä! kMLNilSUo-Q«; Us klpiilstionibuz iuMcmIibus; <Zc nobiU^rir inrer virücu Sr uiro«kein commünicsiione Lc- bikl. Icripr-

Vicighetone/ oder vizzi'ghetone / lat. m'-eico, eine kleinestavt in dem Meyländischen an dem fiusse Adda / ist ein sehr festerott zwischen Eremona und tzvdi« Die daselbst befindliche ettadeüe

p!e M

siat PsitlippuS Maria Visconti / ein Hertzöq bötr WMnd / er»baust. An diesem orte wurde der König in Franckreich FranciscusI gelangen gehalten/ nachdem er in der schlacht bey PaviadurchdcsKaysers Carolt v armee gefangen worden. An. 1706 wurdedieser vrt von den Kayserlicher, durch aecord erobert- o/-«- yik.

rer. l-sull.

vickengham , (Osbert) «IN Engelländischce Carmcliter-Mönch und voKor zu Paris / wird unter die gelehrtesten lenke der14 leciili grzehlet. Er schrieb in msgillrum lenreocisruw, rIdeologischetraetate tk. und starb an. izzo. 6e lcrir>r. -4/e^e psrsö»

Osrmel. Lc.

^. Pickering/ eine tnarcktstadt in der östlichen gegend von Dorcks-hrre in Engelland / ligt an einem kleinen fluffe / welcher in die Der»went fället / nicht weit von der see.

Vickfsrd/ ein orkin ber Engelländischen prövmtz Shröpshr»re/ so wegen eines brunnms bekannt ist/ welcher däftlbst meinesprivat-manns-Hofe zu finden ist / auf dessen wafier stets ein dicketschäum einesflüßigm leims schwimmet/ welcher/ wenn mänihiremm tag weg nimmet / an dem folgenden wieder kömmt.

Vickler/^cin ansehnliches ädcliches Und zum theil Gräflichergeschircht in Tchlrsien / welches sich aus dem Hause Groditz in demOpiischenFürstcnlhumschreibet. BallhasarvonPicklerund Gro»diß / Herr auf Falckcnberg / Cuya und CantcrSdorf/des KauserSRudolphi ll Truchscs / wir auch land-rechts beWtzrr der Fürsten -khnmer Ratibor und Oppeln/ hat zuerst den Frenhcrrlichen tikulerhalten- Seine nachkommen haben das schloß Schedelau in demFürstenthum Oppeln Zu ihrem sitz erwehlck. Polyxena / Fceym vonPicklernauS Grovitz/heyrathete ati. isoy Weigharden von Prom«nitz und brachte ihm eine tonne goldcs zum hevralhS.gUt zu. CarlFrantz auf Groditz woran. 168z Marggräflicher BareutbischetRath und Landr-Hauptmann zu Neustadt. An. 1716 und 17 ha-ben sich die in dem Fürstenthum Oppeln annoch k«M'li,ol,>>w Gra-fen Pickler/ der eine Meiner Gräfin von Burghauß/ der andremit des Königlichen Preußischen kr-miec-Mlnistccs / Herrn vonJlgen / tochter vermählt.

Vico / lat. kicur. ein berg auf der insul Teneriffa / welcher votden höchsten in der gantzen weit gehalten wtcd. Wiewohl in denumliegen gegend zu keiner eintzigen jahrS.zeil der geringste schnee zusehen / so ist dennoch derselbe beständig damit bedeckt / und bannen«hero nicht zu ersteigen/ ausgenommen in dem julio und in dem au-gusto. In diesen 2 monaten kän man biß zu vberst hinaus kommen/worzu man sich aber; gantze tage nehmen muß. Recht oben findetsich eine ebene / von welcher man bey klarem weiter die umliegendemstttn/ obgleich etliche derselben biß z o mitten davon entfernt sind/gärrigentlich zehlen und erkennen kan; wie denn auch den schifleu-tcn/ wenn sie noch 60 Meilen hinzu zufahren haben/ dieser berggantz auf eine kenntliche art in das gesichtt fällt. Es wird in dmvorgedachtcn 2 monaten eine art von schwefti-stein darauf aegra«bm / welchen man nachgehcnds nach Spanien bringt. Auch soll eüjezuwkilen flamm von sich auswerffm.

Vico/ das hauß von pico der Hertzoge und Neichs-Fürflmvon Mirandola / und Grafen von Concordia / ist sehr alt. Denndes fabelhafften Ursprungs nicht zu gedenck-m/ welcher diesem hau»se von einigen zugeeignet wird / da sie vorgeben / daß eS von Con-stantio / Constanlini N. söhne / Herstamme; so wird zum wenig»sten dieses vor gewiß berichtet / daß die Picht die ersten in der stadtModen« gewesen / welche sich bereits seit i r 10 unter ihren lands»lenken durch viel herrliche thaten in grosses ansehen gesetzt haben»Ohngcfahr »«-> jähr hernach wurde Franciscus Pico von deutKayser Ludovicö IV mildem tttnl eines Rclchs.vicskii beehret. Al»lein nachgehends geschahe es / daß Paffarino Bonaeorsi/ welchendas recht eines durgers in Modena erlanget hätte/ ihn und 2 seinensöhne/ nemlich Prcndipärtum und Tbomasinum / ermordete/ nnSMirandola an. i diß auf den gründ rasirte. Nachdem aber die-ser Bonarorsi durch die Eonzager/ Herren von Mantua / wiedeüzum gehorsam gebracht worden / halffen sich die übrigen aus demHause von Pico wiederum in die höhe und erbauetrn Mirandolavon neuem. Johannes PieuS/ Herr zu Mirandola / lebteumdakjähr i4Zr. Sein söhn/ Joh. Franciscus/ward ein väkrb GaleotrI Pttt nnd Johannis Pici/ dessen hernach wird gedacht werden.Galevtuö hinterließ unter andern Ludovicum Pieum / Herrn züMirandola/ so an. i;iovertrieben ward; allein sein söhn Galeo.tus II ermordete seines vatcrn brudrr Joh. Fraucistum/ und nahntMirandola ein an. r;; z. Er hinterließ Ludovicum / den erstmGrafen zu Concordia / so an. 1; 74 starb. Sein söhn Alcxandecwurde an. iüiy von dem Kayser Ferdinando II zum ersten Hei ko-gr von Mirandola gemacht. Ihm sueccdirte seines fohnes GaleökiIII söhn Alexander II Picus/ Hertzog zu Mirandola und Concor»dia/so an. 1691 starb / nachdem sein söhn Franciscus Pictis schonan. l68y gestorben war/ hatte er also dessen söhn Franciscum Ma.riam Picum / welcher an. iüZ8 gedvhrcn / zum Nachfolger. Welker aber in dem Spanischen wccettions-kriege die Frantzösischr par»thcy angenommen / so verlohr er darüber sein Fürstenthum / unshat der Kayser an. 1709 den Hertzsg von Modena damit belehnet»PhilippuS von Anjou ernennte ihn än. M seinem Ober-Stallmeister. Er starb aber ein paar jähr hernach / und erhielt seHne wttwe/ an. 1717 einige lehn so ihm im Königreich Neapolis Mgehöret. Seines vatern bruder Ludovicus / so an. 1663 gebühren/wurde an. 1706 zum Patriarchen zu Constanttnopel/ hernach zunsCardinal und an. 1711 zum Bischoffvon Sintgaglia ernennet-l. z tdroa. Lg/rid»Ä»i» «ömx. kiL. diksti 8t

Bbbbbbz Pico/