Band 
Vierdter Theil
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rab

Dieser buchstabe hat eine etwas rauhe und schwerrausjprache, und wurde dahero von den altendeHundes. buchstabe genennet, weil man nemlich beydenen aussprechung fast einen solchen klang von sichgeben muß wie die Hunde, wenn sie murren. Da»hin zielen Persti Worte , wenn erksc. 1. also spricht:

8oosr Kic cle nare cL«in» llkkerg.

Der buchstabe U.. wird bißweilen am ende der Wörter in ein8. verwandelt , als z. e. srbos an statt mbsr, Uonos, für Konor ,UNd iN dsn clekninmivl->m als srarer , krarellus, csper, cspclls,Lee. Wann dieser buchstab in denen alten steinschrifflen, M,,.tzen, und Manuscripten allein stehet, so bedeutet er durch abkür»tzuug die wörtereU.ex, U.e§nurn, R.01NL, 8 .Nionslir, d. t. derso über die rechnungen gesetzt ward / ftrners Rottl-S, Luäers,L.utus, Logavir, Kesponclik, und andere. *

Raab/ lat. ^svsrinum, ssaurinum, eine stadt nebst einemschloß in Nleder-Ungam/ wo der fluß Raabin die Donau fällt,der insul Schütt gegen über, 14 weilen von Wien gelegen. Sieist nicht groß, aber überaus feste, und hat ein Bischoffthum, un.ter den Ertz'Blschoff zu Gran gehörig. Ihre befestigungs.werckebestehen m 7 gemauerten bastiöncn, etlichen cLVLliers und ausseii»wercken. Bey der schloß»pastey fallet die Rabnitz in die Raab,und fliestet ausserhalb des Walles vorbey. An. «529, und«594wurde dieser ort von den Türcken erobert , und an. «598 denselbi»gen wieder aus den Handen gerissen. Georg Drascowiz, ein Bi»schoffdieser stadt, hielt allhier an. 1579 einen hmollum, dessenschlüsse in den druck gegeben worden.

Raab / oder Rab / lat. /Krado, ein fluß in Ungarn , ent»simngel in Nieder»L:ttyermarck nicht weit von Grätz, läuffr sodann durch Nieder-Ungarn, und insonderheit durch die Graf»schasst Raab, fleust bey der Abtey 8. Gothard, und der stadtKermenk vorbey, theilet sich hernach in zwey arme, und formiretdie insul Raab oder Rabav, vereiniget sich hierauf wiederum, undergeust sich in die Donau . Bey dem user dieses flusses zwischenKcrmenl und der Abtey 8. Gothard erhielten die Cbristen an. issg.einen berühmten sieg wider die Türcken.

Rabachius/ ( Stepbanus) ein des Augustiner»

ordens in Franckreich, und erster Münch der congregation desGuilielmi von Bourges, wie auch Ooüor zu Paris , war zuVauves, in der äi«css von Chartres , im jul. an. «;;6 gedohren.Er begab sich um daS jähr i s7-> nach Orleans in ein kloster, vonbannen man ihn nach Paris schickte, woselbst er sich nicht alleinin allen wissenschafften wohl übte, sondern auch den rühm einersonderlichen gottseligkeit erlangte, wobey er eine gute gäbe zu pre»digen hatte. Man vertraute ihm also die aufsicht der blovmorum.Ais er nun hierauf die würde eines vosdor» an. «;88 zu Paris er»junget, wurde er darauf krior zu Orleans . Als er ferner nachBourges kam, fieng er die reformation seines ordens,, und dieaufrichtung seiner congregation au. 1594 an. Man rühmet vonihm, daß er solches mir gar sonderbarem succes gethan. Er starbben; sept. an. 1616 in dem üc> jähr seines alters.

Rabatt von Helmstadt/ Ertz-Bsschoffzu Trier und Bischoffzu Sptyer, wac aus dem adelicherrgeschlechtevonHelmstadttM^beinlande aebohren. Sein vater, Wprecht von Helmstadt / lstrun das jähr 1426 Voiqt zu Bretten und Pfortzheun gewesen.Anfangs ward Raban Domherr zu Trier und Sveyer , hernachwegen seiner gelehrsamkeit zum Kayserlichen Rath und Cantzler,rmd an. - ,96 zum Bischoffzu Speyer gemacht, mit welcher stadter viele streitigkeiten gehabt, daher er leidige an. 1423 mit einerarmes von 2000s man» belagerte, nach 2 monaten aber wiederDavon adroae, weil der Kaysir Sigismuubus unterdessen sich msMittel aeschlagen. An. ,4?» ward er zum Ertz'Blschoff und Chur »fürst n zu Tner erwehlet; mnste aber dieses Ertz.B'ßthum mitvielem streittn wider Ulricum von Manderscheid behaupten, w^eyer in grosse schulden gcrieth, endltch aber an. 14;? beyde StMerxesigmrte, und den 4 nov. des gedachten lahres starb.

Rabanus / siehe Harabanus.

Xabassein/ tat. LsplUanium, eine stadt in der cl-«ce 5 vonMlby in Aber« Languedoe, amflusse Farn, führet z rnbenin ih»irem waren. Auger Gaillard , welcher in dem 17 ssocuio einigeVochen m der Frantzösischen spräche schrieb, war in dieser stadt ge»bohren.

x»bata/ eine Gräfliche familie, welche seit an. 1664 dasOZB»S ä»mMer»amt in der gefürsteteu Grafschafft Görtz^sitzet. Siehat sich über 4°-- mbr -m Fnaulifchen berühmt ge»wach und r« den retten Kaysers Caroli V in Cmn niedergelas.

sen; ihren ersten Ursprung aber soll sie aus dem Florenlinischetihaben. Johann Alexander von Rabata, der ohngefthr gegen diemitte des >; tecullgeledei, ward ein älter.vater Josephs, Burg»grafens in Crain, von welchem ein besonderer articul folget- Sei»söhn Anton, erster Graf von Rabata, Hauptmann zu Gradisca,KayserlichergeheimderRath und ^mbLtlacleur zu Venedig , hin»lerließ ; söhne, die waren «) Joseph, Grafvon Rabata, Frey«Herr in Dornberg, Herr zu Canal, Erb-Obrist-StallmeisterderGrafschafft Gortz, des Johanniter.ordens Comkur zu Lößen, Kay»serlicher Cammer.Herr, und Ertz.Hertzvgs Carl Josephs Obrist«Hofmeister , und nach dessen Absterben Vischoff zu Laybach, inwelcher würde er auch an. «68; verstorben ; 2) Ludewig, Landes«Hauptmann der Grafschafft Gortz: ;) Rudolph, KaysirlichevGeneral > Feld > Marfchall, von welchem ein eigner articul folgt;4) Francifcus, Dom-Herr zu Paffau und OUmütz; und 5) Jo«bann, Kaystrl. Cammer.Herr, der folgende; söhne biiiterlasftNkRaymund Ferdinanden , welcher 171; den 18 jan. zumBischoffzu Passau erwehlet worden; Antonium, Kayferl. würcklichengeheimden Rath, undJosiphum, Grafen unv Herrn von Dorn»berg, zu Canal und Wildhaufen, Kayferl. Cammcr-Herrn, In»ner-Oesterreichifchen geheimden Rath, Vice« Kriegs-Präsidenten,Erb-Land-Stallmeistern der gefürsteteu Grafschafft Görtz, Gene»ral»Feld«Marfchall-Lieutenant und Commeudanten zu Görtz, deran. 170s Hannibali, Fürsten von Portia, in dem treneiÄgc zuCarlstadt in Ccoatien succedirle. ebre UsrtroAlK.

Lrsin. /MLss'in rnsnritL blo^ Uroc. Imp. ckemrn. ?. ; p.

18;. coileü.

Rabata/ (Joseph von) Burggraf von Crain, undgebeim«der Rath bey dem Ertz«Hertzoge Ferdinands von Grätz, welchernachmals zu der Kayferl. würbe nach Malthia erhoben worden.Er war ein sehr verständiger und dabey reiöluter Herr, auch in»Mderheit sehr eifrig in der Catholischen reliqiou, welches er in derlandfchafft Crayn zum Nachtheil der Protestanten anfvielfältigeart erwiesen hatte. An. 1599 schickte ihn gedachter Ertz-Hertzognach Venedig , um dieselbe Rcpublic dahin zu vermögen, daß sievon ben küsten von Trieste und Fiume ihre galeren entfernele, mitwelchen sie dieselbe gegenb, wegen der von den räuberischen Usco»quen verübten feindseligkeiten gleichsam gefperret hielte. Einigezeit hernach ernennte ihn Ferdmandus zu seinem cominMrlo.um den erwehnten Uscoquen einhakt zu thun ; da er denn zu Scgnc,und in den benachbarten orten durch scharffe execuricmes und klugeanstalten es so weit brachte, daß dem Unwesen derselben räuber ge»steuret, und das mißverständniß, so deswegen zwischen dem HauseOesterreich und ben Venelianern entstanden war, zu allerseitsvergnügen fast gäntzlich gehoben ward. Seme feinde bemühet««sich zwar inzwischen, ihn bey seinem Herrn in Ungnade zu stürtzen;allein da er selbst eine reise nach Grätz gethan, und seine auffüh»rung genugsam gerechtfertiget hatte / kam er mit neuen gnaden»bezeugungen nach Segna wieder zurück, als er vorher gebrauchtworden, die armee, welche Clemens VHI unter seinem NepotenJohanne Francisco Aldobrandino, und der Groß-Hertzog von Flo»rentz unter seinem bruder Johanne von Medicis, wider die Tür«cken abgeschickt hatte, als Ertz-Hertzoglicher LommiLnus j» I»strien zu empfangen, und an den bestimmten ort zu führen. Erwar nicht gar lange von neuen z» Segna gewesen, da er einen,namens Jurissa, welcher unter den Uscoquen durch viel schlimmethaten sich bekannt gemacht, gefangen sitzen ließ. Hierüber wur.de an. «üo2 dessen anhang, welcher ihn ohnedem aufs anferste an»feindete, dcrmaffen wider ihn aufgebracht, baß sie einen ausstanderregten. Er stellete zwar, um diese rebellion zu befriedigen, denJurissa wieder auf freyen fuß; allein jene liessen sich dadurch keines»Weges auf andre gedancken bringen, sondern drungen, nach einemtapffern wiederstande der seinigen, in sein zimmer, da er zwargleichfalls mit grossem muth sich wehrte, dennoch aber endlich mitzwey musqucten- schössen getödtet ward. Die weiber der Uscoquensollen aus rachgier das blut, so aus seinen wunden geflossen, ge»leckt haben. Den thätern, weil entweder deren allzuviel waren,oder weil es des entleibten feinde bey Hofe verhinderten, wiederfuhrnichts. «ks /,« iliU. cleL l/tcoyu« x. 46, 6« , 68 r

9 ).

Rabata/ (Rudolph Grafvon) war ein söhn Antonü, Kay»serlichen Stadtbalters zu Gradisca. Er hat unter dem KahsirLeopolds die würden eines Kayferl. General »Feld. Marschalls,Lcmverneurs von Croatien und General.Kriegs'Lommlffarii er»halten, zu welcher letztem er an. «686 erhoben worden, nachdemer den vorhergehenden feldzügcn wider die Türcken in Ungarn bey.gewöhnet. Man hat von ihm genrtheilt, daß er zum krzegs.com«rv theil- A mist