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saa
S.
Dieser bnchstabe bekommt insgemein seinen elgenk.liehen klang von dem darauf folgenden vocali, bis«weilen auch von dem vorhergehenden. I» Lateini-schen und Griechischen Wörtern gehöret er« wenner vor m. p oder e stehet, allezeit zu dem fol-aendeHÄi. als z. e. in den Wörtern: cncknus . prosper. reck, 5.
Lateinischen wird er offters in m verwandelt, als: rmim, rm-tum und im dccliniren in m als: tanguis, lanZa-ms, und in r,als - Äos, üorir. Die verwandelung des 8 in 1* ist in vielen an«Lern sprachen noch gemeiner. Endlich wird dieser bnchstabe in un«terschiedlichen Lateinischen Wörtern gar ausgelassen; daher wirdNumerus für nusmerus , cluniol'us für ciurmokus, und Lsmcensund Lsmillu! für E^rnvenr und LasmilluL gelesen. Also versichertVarro, daß amen eigentlich osmen, und iäem isclein heissen solle.Dabero spricht VirMus im n buche Ulllo--.
^iLlrixgue voc-avir >
dgomine Lasmiüse , murmk parre Lamülsm.
Wann dieser buckstabe in denen alten schrifften allein stehet, beben»tel er 8rcrum, 8cripwm, 8exrus, den Vornamen, bemcma,8emis, 8epu!cbrum, 8ervus, äensius, 8irus, 8uus. 8^lus, 8a-«ramemum, Lec. Lec. *
Ga oder Saa / (Emanuel) ein Portugiesischer Jesuit, gebol).ren zu Conde in der Provnitz llncre Minho c Donro genannt, hatru Gent, Coimdraund Romgelehret, und den rühm eines trefli.tichen schrifft-crklarers und guten Predigers unter seinen glaubens.genossen erworben. Er bat in den vornehmsten Archen in Welsch«land geprediget. Der Pabst Pins V ließ ihn mit an der neuen edi.tion der bibel arbeiten. Endlich wurde er nach Aronna, so in derMayländischen diöces gelegen, geschickt, um allda wegen seinervielen bisher gehabten bemühungen auszuruhen, allwo er an. i;<-6gestorben ist. Wir haben von Ihm tcbosta in 4 evsngelia , nora-tiones in lamm strcism scripruiam ; spliorickncis conckckzno-rum, 8ec. St bibliocb. lociei. )eku.
bibl.
Sa / (Don Pantaleon lle) ein vornehmer Portugiese, welcherden Ritter.orden von Malta erlangt, und unter seinen landsleutensich ziemlich hervorgethan hatte, endlich aber seinen bruder denGrafen von Penagwn, in der quaiität eines Portugiesischen Ge«sandten, nach Engellanv begleitete, allwv man ihm den >o(rc>)jul. an. lüzq, auf dem Towerhill zu Londen , den topffabschlug,weil er den rr nov. des vorhergehenden jahrs, wegen einer per«meynten beschimpffung, so ihm ein Englischer Obrister angethan,einen grossen aufstand mit so mann erregt, worinnen r vornehmeEiigeUänbcr getödtet, auch sonst viel unfug gestifftet worden. An-dere melden nur, paß er einen Englischen Edelmann, welcher mitseiner vertrauten ansdcr Englischen börse spatzierte, erstlich wieschiene, als ein trulickenec, neben anderen seines gleichen verwege-nen gesellen, öffentlich beschimpftet, und wie sich decselbige des-wegen znr wehr stellen wollen, gar erstochen habe. Das schlimm-ste für den Portugiesen war, daß er dieses unter Cromwcls regte«rung verübet, welcher so wohl für seine eigene ehr, als dem En»glsschen volck einen gefallen zu erweisen, eine solche that weder konn-te noch wolle ungestrafft lassen. Daher er den Sa aus fiines bru»ders des Ambaffadvren baust, dessen protesrationen ungeachr, mitgewaffueler Hand wegnehmen, auch Nachwahl das tödes urtheilan selbigem vollstrecken ließ, obgleich zu des bruders bemühungnoch fernerSdieernstlichste schreibendes Königs in Portugall selbstgekommen waren. kick. ll'^n§!er. / 7 ,s
L»F/a»./, vol. ; p. Iyr. / 7 -^e--. c. 7. fol. 454,66;. *
Ga 6e Miranda / (Franciscus) ein Ritter des ordens Chri-sti in Portugall, war an. 14s; zu Cvimdra gebvhrcn, und lehr-te daselbst das jus mit grossem rühm. Als er aber wegen des öff-lern schul.gezäncks dieses amts satt bekommen, brachte er seine zeitmit Verfertigung Portugiesischer verse ;n, welche ihm denn so wohl-melden, daß ihn seine lanbs-leute nebst dem Camocns vor ihrengrösten poeken ansahen. Er starb an. > ;z8, und hinterließ r comö-dien , os VillLpancios und o> LckiLAericss, auch andre weccke <welche in ein voiumen in 4to unter dem titul: ^5 obrss lle ckourorPrsiicicko 8r cle llvliranlla. zusammen gedruckt heraus gekommen.Man findet dabey sein leben voran gefitzt.
Saada/ eine Asiatische stadt in dem glückseeligen Arabien,wird von einigen suronbus vor den ort gehalten, welchen die altenscribenten Sabakha nennen. Sie liegt ;oo meilen von Aden iivrd-wärts. Diese stadt ist klein, aber volckretch, und wegen des daselbstschwartzbraun gefärbten lebers berühmt, welches von dar in anderegegenden geführet wird.
8ck/tvi^8 das ist, Sandras der vortreffliche. Die-ser Rabbi lebte im anfange des 10 stculi, und war das Haupt voneiner berühmten acaöemie unter den Iüben, welche zu derselbenzeit ihren lehrern den titul (ckwonim oder vortreffliche zu geben pflog«tcn. Er war eurer von den ersten, welche die Hebräische sprächenach einer Zrammmic lehrten, und lebte damals in einem lande,allwo man Arabisch redete, und wo grammaticken von solcher spra«che,zu finden waren, von welchen er also gleichsam sein modelt ge.Nomen hat.Seine libri ßiammanci find zwar nicht in druck gekomen,allein wie er darinnen keine rechte merkvlle ohserviretmlso hat manste chen nicht zu beda„reu,vb sie schon einigeRabbinen gelobt haben.
Es scheint auch,baß er sich darum nicht wob! zu einer so critischenarbeit geschickt!, weil er allzusehr von den sMiliräten der Jüdischen
caddaia eingenommen gewesen. Er hat ein buch von der Jüdj,scheu theologie geschrieben, unter dem titul: 8epsiei llsamunock,das ist, das buch des glaubens, worinnen cr die vornehmsten ar>titul des Jüdischen glaubens, auch einen theil der damaligen W.losophje dieses volcks, abhandelt; welches wir in Rabbimsch.He«dräischer spräche haben, ob es wohl der auror in Arabischer ge«schrieben. Wir finden darinnen einige besondere Meynungen, dieer für sich gehabt bat. Dasjenige aber, was ihn am meisten re-commenvlvet, ist seine Arabische Übersetzung der bibe!, wovon Wnur noch die s dücher Mosis haben, welche die Iüben zu Consta».tiNopel mit Hebräischen buchstaben haben drucken lassen. Nachder zeit ist diese Übersetzung aufs neue mit Arabischen buchstaben gSdruckt, und den Londenschen und Parisischen eänionibu; diblio-runi pol^glorkorurn, nebst einigen änderungen beygefügt worden.Diese Arabische Übersetzung der z bücher Mosis, welche von (ab.hel 8ion>m, ins Lateinische übersetzt worden, ist vielmehr einepsrLpKrslis, oder erklärung als accurate Übersetzung. Daher»wird sieanchrüder Constantinovolitanischen ediltonlarZam. dasist, eine auslegung genannt. D« L in Ick-I-
ckliel. llslchich. p. ;8. //^-»F-E kick. ecclefi d!. 1. park, 1. csp.10 cku 4 p. i;4, dick. crü. clu vieux rett.
üibl. K-abbin. tnriocl.sä kickor. pdilok. Lbr, p. ns,
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Saal/ siehe Sahla.
Saal / lal. 8oi>nin, eine alte stadt in CärnLten, eine meüevon Clagenfnrth, wobey noch einige rullera zu sehen sind, von derehemals berühmten Haupt-stadt Saal, welche an. 451 von M!a,der Hunnen Könige, zerstöret worden, nachdem sie 8r; jähr ge«standen. Die gegend hierum, allwv man viel Römische anliqui«täte» ausqegraben, wird das Saalfeld insgemein Gollfeld oderZollfeld genennet. Es bade» darum die Salliec oder SaUD,em Gallisches volck, gewöhnet, welches von'den Römern zu de»zelten des Kaysers Augusti bezwungen worden. Vor allers warem Bißthum an diesem ort, zu unser lieben franku m- Saalge«nannt, welches auf des Ectz'Bisckioffs zu Saitzdurg Virgilii gntbe«finden von 8. Modesto, ber Cärndler Avostei, an. 740 gesuffletund unter den Bischöffen Maioranno, Mvdelbanno, AbalbM,Madoldo, Warmanno, Theodorico, Othone und Oswalds/diralle nacheinander von Sal'tzburg dahin geschickt worden, biß ausdas jähr 870 im flor erhalten worden. Weil aber damals Oswal-dus den Ertz«Bischöffen zu Saltzburg wegen des rechts zu nvmj«niren streit erregte, liessen diese das gantze Bißthum aufgehen,und nahmen die ansticht über Cärndten selbst über fich, biß O>sich roo jähr hernach das Bißthum Gurek davor angelegt worden.Doch befindet sich noch hier eine Pcodstcy,zu unser lieben stauen ge-nannt. Auch ist unweit von der stadt der sogenannte Königs«sichvon stein, aufweichen: die bauren ihre HcrHoge mit wunderst,chen ceremonie» zu mvestiren pflegten, siehe Rarndten.
ropoßr. LLrinrk. dick. 8Llisd. I. L c. ir. vr« sststr-
Saalburg / ein berg'schloß oberhalb Neustadt an der Saalein dem Stiffl Würtzburg. Es wird von einigen unrecht Saltzburggenennet.
Saale / lat. 8als > ein fluß in Deutschland , so an bem Fichtcl«berge entspringet, durch ober-und unter«Vviglland, und vvndan«neu durch das Salstldlsche, Jenische, Eistnbergische, ZchMWeissenfeisische, Mcrseburgische und Höllische läuffr, und enblich,nachdem er viel andre flüsse ru sich genommen, bey Barby mtrrBerenbnrg, 4 meilen südwärts von Magdeburg , in die Eibe fallt.Von diesem finß hat der bekannte Saalkreiß in dem Magdeburgi-schcn fernen na"'cn, welcher die städte Halle, Gibichenstein, M'tjn, Löbegün ui.d a. m. in sich begreifst.
Saale / ein stuß in Francken, welcher ohnwcit Königshöfenim Gradfcld bey dem docff Saa! in dem amt Wildberg gelegen, >cntjpringct. Ohmveit von seinem Ursprung nimmt er die bacheFlabing, Bar und Strey in sich, und steilst für Neustadt unddem kloster Aurach vorbey; von dar gehet er auf Hammei-durg und Eschenbach zu, und ergeust sich bey Gemünd in denMab»,nachdem er zuvor die Rhon, Brand, Lauer, Eteinach und A>schach zu sich genommen, VVünrdurg cbron. Lpucll-uae-vi§p. 408.
Saalfeld/Galfeld.
Saa na / eine stadt im glückseeligen Arabien in dem Mthun, Thema, liegt an einem stnß, ohngefehr ;8 meilen von?charana.
Saar / Saarbrücken / Saarburg/ Saarwerden /
Sar/ Sarbrücken rc.
Saavedra Farardo, (Diego) von einem edlen baust de»Königreichs Murcia M Svanien gebohren, marcin sohn PelriMSaavedra und Fadianä Faxardo. Er ward 8ecrersriuz beb demCardinal Caspar Borgia, dem L-ce-ckö zu Neapoli,, und heriMSpanischer Agente zu Rom , da er durch seine auffuhrung gMehre einlegte. Nach diesem wurde er Resident in der Schwatz, M
wohnte zweymal dem Reichs -tage zu Regenspurg unter dem kM
eines Abgesandte» des Burgundischcn Crayses dev. Endlicherorclro, Don Caspar« lle Bracamont, Grafen von PenaraueaSpanischen kleniporenriarium nach Münster, allwo von demfriede» tractiret wurde , zu begleiten. Saavedra that ihm gmc