Band 
Vierdter Theil
JPEG-Download
 

2 rab

niissaria-niehr geschicklichkeitbesessen, alözu aüdern commrnstc».Er verstund sehr genau, wie der unterhalt einer armee zu bejvrgcnsey, wüste die Winter-quartiere sehr wohl einzutheilen, unddiesol»baten in solcher ordnung zu erhaiten, daß das land und dessen vor»rath nicht unnöthig verderbt ward. Er starb zu Presdurg an.l6L8. llleben I.ec>jiolcii. tneinoirer«

Rabbamstett / werden von den IüdeN diejenigen genennet,welche per lehre ihrer väter oder vorfahren anhangen, und stnb ei-gentlich dicsclbigen, welche den alten Pharisäern nachfolgen; ge-kalt sie an deren satzungen feste hängen. Man nennet sie auchTalmudisten. Sie unterscheiden sich durch diese Namen von derstete per Karaiten, welche diesen Namen deswegen fuhren, wettsie allein an den buchstaben der schriffc hangen. Diese letztere hal-sen die Juden aus? ärgste, und halten sie vor ketzer. ssE«, nur.erst. du V. D. l>b. Z cszr. 2 , Incrocl. biitor. philosi Lbrgeor.zr.71 .stehe Rarniten.

Rabbath oder Rabba/ mit dem zuuamen Ämmon oder A-man, eine von dem waffer des flusses Iabock umgebene stadt, warder vornehmste ort der Ammomter, und gehörte einem gewlstenrieseii'geschlechte, welches die kindek Loth ausrotteten. Og, derKönig von Basan, hatte diese stadt innen, ehe die linder Jjrael indas land Cangan kamen. Hierauf eroberten sie die Ammomterwieder, und behielten sie biß zur zeit des Königs Davids , da sievon Ioab belagert und eingenommen wurde. ,Jn den nachfol-Senden zeiten nahm der König in Egyplen PtvlemäusPhiiadelphus,diese stadt ein, und gab ihr den «amen Philadelphia. 2,19feg. 2 ck-rm. 2, rL.

Rabbinen/ ein name der Jüdischen iehrer, welche die He»bräer Rad, Rabbi, und Rabvoni nennelen. Einige haben an-aemerckt, daß Rab ein ehren.titul derjenigen gewesen, welchemChalcäa zu lehrern gemacht worden) Rabbi , ein ehren-namLder Jstaeliten im gelobten lande) Rabboni aber sey allein denweisen männern aus dem Hause David gegeben worden. Alle die-se namen heißen so viet als meister oder Iehrer- Seldenus meldet,daß Rabbi ein titul desjenigen gewesen, welcher zum Richter oderRaihshcrren von dem 8snlwstr>rn im H lande gemacht worden,und daß hingegen der imme Rab oder Radh denjenigen gegebenworden, welcher ein Richter'oder iehrer in einem lande der gefan»genschafft gewesen. Allein es ist gewiß,, daß diejenigen, welchezu Richtern von dem 8anf>ec>rirn erwählet worden, anfänglichweder den titul Rabbi noch Rab geführel haben, als welche erstunter Rabbi Gamaiiel dem ältern, unter dessen söhne Rabbi Si-meon, welcher bey der zerstöhrung des andern tempels gestorben,und unter Rabbi Jochanan, dem söhne Zuchai, welche allerseitsPräsidenten des Ladkeärim gewesen, eingeführet, und den ingerichts.coliegür sitzenden Männern beygelegt worden. Nach sei-diger zeit nennte mau aiich Rabbi SaVoch, und Rabbi Eieasar densöhn Jacob, welche aus den schillern des Rabbi Jochanan, dessohns Zuchai, herkamen, also, und behielt diese weise; Alleinmit diesem unterscheid, daß Rabbi mehr als Rab, und Radaunoch mehr als Rabbi war. Jedoch war derjenige, welcherschlechthin mit seinem Namen ohne beygefügten titul genennet wur-de, noch grösser iinv vornehmer, als derjenige, welchen manRabbi nennett. . Es Ware» unterschiedliche stuffen zu der Rabbi würde. Die erste stuffe kam denjenigen zu, welche man Bachurnennere, das ist erwählete aus verzähl der schüter; die anderestuffe brachte den tttül Chaber mir, welches Wort so viel heist, alsder geselle eines Rabdinew Dieser titui wurde durch auffegungder Hände gegeben , Und solche ceremome Semicah genennet.Nachgehends bekamen dergleichen personell - wenn man sie vortüchtig hielt andre zu lehren , den titul Rabbi . In öffentlichenVersammlungen pflegten die Rabbinen auf erhabenen stuhlen, dieChaberim oder.collegeN arifbäncken, und die schüler aufdec erdezu den füffen ihrer lehrmeiskk zu sitzen» Die Rabbinen ordnetenalle religions-sacheN an, und mengten sich auch in weltliche dinge.Sie bestätigten die ehen, und pudlicirten die ehe>scheiduUge». Sieprebigien, wenn sie darzü geschickt waren, und hatten die oberstensitze in den schulen. Desgleichen züchtigten sie die ungehorsamen,und hatten macht in den bann zu thun. /e, in remsck David

k>. 87 . sil/E IN 1 > 8 bi voc, de »bbrev.

Hebrsic. p. 172 ^ 4 . ik. 8 eckr. 1 ?L>lnu 6 -«.sbbin.bor.llübr. ad Vlatlk, p. 42 Ü iegP de s/nedr. tibr. ir. de ^s. l^»

Lc L. I ; c. 9 . de rep. Ltzr. j, , c. 21 . dud. vex»

Rabdoth/ diesen, Namen gaben die Jüden einigen allegori-schen colnrnenlLr »5, über die z büchcr Mosis, welche bey ihnenin grossem ansehen sind, und vor sehr alt gehalten werben. Wie-woi Morinus in dem andern theil seiner exercirLkionum tziblicarui«unlerzchledenes dawider einzuwenden hat. Sie bekommen nachden 5 düchern Mosis ihre bcnennung, als z. e. den cornruenrariumüber das erste buch Mosis nenne» sie Bereschith Rabva ; über dasandre, Schemel Radva; über das vierte Bammidbar Radda u. f f. Alle zusammen aber neusten sie in der mehrern zahl Rab»bot, das ist, grosse comm«m»rios» Man hat auch dergleichenüber die so genannte !-be!>oz seKiviumiÄ, als das hohe lied Salo»mvnls, rc. Dieses werck ist so wohl in Italien als mi Orienr un»terfchiedliche mal aufgelegt worden.- tzitzl, Labb.^.--.

-«»«, exerc. bibl. g.M.« bitt. crir. V. T,

Rabelais / (Franciscns) ist wegen feiner Metz. reden berühmt,und war von Chinon , cmer Franyösischell stadt mTourmne, ge-burlig.Er begab sich in LasFranciscaner-klöster,uFontenay-le(.'om.w m Rieber-Poiwi,, allwo er sich mbest svrachen vkrfecliönirte,Und inionberheit mder Griechischen, wie aus BNväi Griechischenlend'ichreibcn erhellet, welcher ihn wegen ferner grossen erfahren»

heit in bemeldter spräche, sehr heraus streicht- Nachgehend^be-redten ihn einige vornehme Personen, welchen üistigtS S

wohl anstund, dazu, daß er sein kloster verließ, und von dem h l

Elemente Vll erlaudniß bekam, den orven des hettigett Bim kioster zu Maillezais anzunchmen. Allein endlich tesw er vwMünchs-kappe völlig ab, und stuvirte zu MontpeUer -

allwo er auch Ooödor würde, und ttipprocrsns ^?"On>rno, iN vxrLateinischen spräche heraus gab. Nachdem der Cantzler au t)rmdurch ein herausgegebenes edict die pnvüeZ L des mediMMchen coi-lesli zu Montpelie-'aufheben lassen, soll Rabelais allen seinen sieitzangewendet haben , biß er die fache wiederum in vorigem itano ge-bracht. Eben dahero geschicht es, daß diejenigen, welche auf de-me>dler Universität den Öoökor-Zrscl annehmen, seinen rock anzu-legen pflegen, weicher daselbst in grossen ehren gehalten wird. Erwurde hernach zu Paris bekannt, allwo der Cardinal Johannes cieBellay, weicher in besagter stadt B'schoffwar, ihn zu seinem Leib-Käeäico annahm, und in solcher cvndition mit nach Rom brach-te , allwo Rabelais sich nicht enthalten kunte, den Pabst PaulumIII in dessen gegenwart durchzuziehen. Eden dieser Cardinal ver-schaffte ihm auch einen ahlaß-dneff, wegen seiner entweichung ausdem kloster. Nach seiner zurückkunfft bediente er sich seiner insehr wichtigen geschafften, und gab ihm eine präbende zu 8. Maurder koiLs nebst der Pfarr zu Meudon. Um diese zeit schrieb Ra-belais sein ksnraZruel, eine satyrische comödle, worinnen er sichaber allzuviel ftcyheit heraus nimmt. Es sind noch andre derglei-chen schrifften von ihm vorhanden, welche aber etwas ernsthafftereingerichtet sind. Denn ausser den odbemeldtm »pbonsmis desHippocratis hat Man auch seine Frantzösische und Lateinische send»schreiben,welche er an den Cardinal von Chalillsn, aiiLobofrcdumN'Esiiffac, den Bisthoffvon Maillezais , an Andream Tiraquellumund andere grosse mättner hat abgehen lassen. Er gab auch imie8ciomscki-i j oder eine deschreibung der zu Rom wegen der geburtVcs Hertzogs von Orkans gehaltenen festins heraus. Aus seinenFrantzösischen brieft» erhellet seine sonderbahrc geschicklichkcit instaals-gefchäfflen; wie nicht weniger, daß er zu Rom mit unter-schiedlichen Cardinälen und andern vornehmen Geistlichen freund»iwafft gemacht hat- Die Sammarthan, haben sich nicht geschämetüber seine briefe anmerckungen zu machen. Ohngeachter er abervon einigen für einen mann von grossen gaben gehalten wird, in-dem er Frantzösisch, Italiänisch , «spamich, Holländisch,Englisch , Lateinisch, Griechisch und Hebräisch , desgiei.chen die Arabische spräche wohl solle verstanden haben; über diesesein guter (rrsrnmLiicus, Poet, kfiilviopbus, lVleclicuL, Juristund ^ttroriomur gewcstn seyn; so ist doch eben solches aus seinenhinterlassenen schrifften so klar nicht zu sehe».Sonst aber war er einsehr aufgeräumter lustiger kopff, welches die vornehmste urfach, daßdie welche sich w lesung seines buchs sehr belustiget, ihme hernachweiß nicht wie liesse gelehrtheit, und andere die aller snbliieste ein-sichren haben zuschreiben »vollen. Sonst ist zu bcdauren, daß ernicht allzuwohl von geistlichen jachen geredet, und dahero von cllt»chen mit unter die Atheisten gezehlet wird. Es ist cm von ihm aufLas jähr 1;;; verfertigter calender vorhanden, welcher insonder-heit auf vie stadt Lion eingerichtet, und daselbst gedruckt worden,hiemit auch, wenigst von feiner wlsseiifchaffc in der gemeinen ättro-nomie zeugen kau. Er starb um das jähr I ? z; im 70 jähr seinesalters. Sein leben ist in dem korera p-kilosopkico zn finden, all-wo zugleich die gelehrten leute angeführet werden, die seiner mitgrossem rühm gedencken. Sein buch von und psm»-

xruel ist, ohne von mehr vorhergehenden ausgaben zu gedencken,an. 171; in fünff bände» in 8 mit sehr gelehrte» erklärn,igen, aufweiche er sich vielleicht nicht vertröstet hatte, zu Amsterdam vonHenri Desdordes getruckl worden. *

Rabenau/eine alte Adcliche famille in Schlesien,deren stamm»hauß das in dem FürstecithuiN Oels gelegene schloß Jänckmitz ist.S>e hat sich auch >n der Ober-Lausitz ausgebreitet, und daselbst dieguter Schöndrunn, Weder-Strohwalde bey Lödaw und Nieder-Bcimsdorffdev Seibcnberg an sich gebracht. HcrrmaNii war zudes Kayjers Friderici Ul zeuen ein berühmter Kriegs-Held.Schert von Radcnau wird unter die Kloster-Voigte zu Marien«stern gezehlet, welche function auch Heinrich von Radenau aufHanuncrstadr un! die mitte des 17 kecuii verwaltet. Johann Frie-drich , Schwedischer Rittmeister hat sich in der fchlacht bey Leipriaan. 1642 wohl verhalten. Werner lebte an roso alö Heßucher,Rittmeister» ^clelsp. z,src. r. 8c!iiek. ekron.

8c»ies cur. -

Rabenhaupt von Suche oder Sucha/ eine vornehme Frey»herrliche familie,welche von langen zeuen her m Böhme» bekanntgewesen, und auch in der Pfaltz zu Windeg 2 meilen von Heidelderawohnet. NicolaUs, so an. t;ry die stadt Wien wider die Türckenbeschützen hclffen, wird von einigen Kay,etlicher Rath und Nie-der.Oesterreichycher Cantzler genennet. Albertus hat an. i-ss 'hebst andern Böhmischen Herren Und Rittern vor Slgcth in U-n»gärn wider die Türcken gestritten. Wcnceslaus war an.Vicc-Landschreiber in Böhmen , und ein groß-vatcr Aiberts, Lan»des-Hauptmanns des Czaslauer-craysseS. Von der PsaitzischcnbEke hat sich Carl, Freyherr, in dem dreyßig jährigen kriege aiSFürstlicher HeffewCaffelischer General berühmt gemacht Erdanckke an. ,648 ab, gang hierauf in Holländische dienste,und wardGeneral-Lieutenant , au» 1672 aber (-ouverneur zu Grönuiaenweiches er wider den B-schoff von Münster Bernharden von Galenso tapffer als glücklich beschützet, und dadurch zu erhalluna deSstaats der vereinigten Niederlande » zu selbiger zeit ein aroffes beu.getragen; wozu noch kam daß er kurtz darausCoeverden durch un.»ersehene» Überfall eben diesem femd wieder ,uS om Händen riß. Er

starb