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«on Turenne ßit langer zeit sein freund nicht war, db er ihnealcich stbr offt dessen versichert hatte. Der König bezeugte von zeitzu reit, wie schlecht er bey ihm angeschrieben wäre. Und käme die.ses alles hauptsächlich von seinen vielen schertzen und hcmischer aus«spottuna her, womit er gar niemanden verschönere. Dagegen dieAcs-Iemie krsncoise an. LS6; die stelle des berühmten ä Adlan«rourt mit ihm ersetzte. Noch in diesem jähr kam dem König eineHistorie in die Hände, die Rabutin einigen Dsmes geschrieben ge«wiesen, davon die eine in 24 stunden solche abschreiben, Und her«nach mit allerhand zusätzen gemein machen lassen- Es waren dar«innen die liedeschändel einiger vornehmen Osmes sakyrisch be.schrieben, seine feinde aber scherten bey dieser gelegenbeik nicht.ihm,da er einmahl in unglück war, noch straffbarcre dinge schuld rüge«den, darunter die hauptsächlichsten waren, daß er von dem Konigübel geschrieben/ und ein gewisses buch le§ smoms äu kslsis k.o>aiverfertigt, welches alles aber Rabutm beständig geläugnek, und mder that anspielen umständen sehr unwahrscheinlich wird- Ohn.geachtet ihm nun der König kurtz vorher die nachdrücklichsten per»sicherungen von seiner gnade gegeben, führte man ihn doch an.166? den i? apr. zum andern mahl in diebalklle, wo er em elen»des leben führte, indem der Verdruß über biß langwierige und trau«rige gefängniß durch eine beschwerliche sistul, und durch den Verlustseiner bevieming vermehret worden,welche er dem vuc von Coislinvor 84000 rhaler abtreten muste. Er würde auch vielleicht so baldnicht aus diesem elend gekommen seyn, wenn er nicht durch seinekranckhcit in lebens-gefahr gerathen wäre- Der König gab alsobeseht, daß man ihne das folgende jähr den 17 mau zu dem LKirur-eo vslLncö brächte, und erlaubte ihm nach wieder erlangter ge«sundheit, daß er sich nach Bussy wenden döcffte, wo er seine sil-brige lebens-zeit in grosser gelassenheit und in allerhand Übungender gottessurcht zugebracht, und die ausgestandenen widerwärtig«leiten nebst andern umständen seines lebens in den msmow« undder Nachwelt aufgezeichnet hat. Er »st end»lich an. isy, im 7; jähre seines alters verstorben. Er bat sich rmahl vermahlet, das erste mahl an- 164; mit Gadrielle, einertochter von Antonio Toulongeon, Louvemeui- in Pignerol , mitder er 2 töchter erzeugt, das andere mahl an. 16;; mit Louise, ei«ner kochterJacobivönRouille, Cammer.Junckers beyder Her«tzogin von Montpensier. Diese letztere hat ihm in seiner gefan»geschafft grosse treue und liebe erwiest«, «nd mit ihm 2 söhne er«zeugt. Seine übrigen lrebes.händel, so wohl als viele andere glucks,und unglücks.fälle hat er meistens selber in den obenangefuhrtenmemoir«, und denen in Franckreich und Holland heraus ackom»menen lerrr« aufgezeichnet,und ist, was sonderlich die entsuhrungderbcksäsme äs Miramion anlangt, der articvl Miramionnachzulesen. Ausser diesen zweyen schrifflen und dem buch äsi' ukage äs I' gävcriite hak er Noch ltt illuttee? mslkeureux,an das letzt »bemeldte werck angehängt, unter deren zahl ersich dann vor anderen vorgesetzet hat. Ferners hat manvon ihme das leben der vorgemeldren Ieanne Franyoise Fremiok,Lsronne äe Chantal und stiffkerin des Vistmrionr-Ordens,welche anCbristophvrum U von Rabutin verheyralhet gewesen, so aber eineprob abgiebet, das es diesem mann nicht gleich wohl gerathen, auchvon geistlichen Materien zu schreiben. Er verspräche auch viel voneiner Historie des Königs Ludvvici XIV. Es scheinet aber nicht,daß er viel mehr daran verfertiget, als das sogenannte porrmir undden ckarEsre dieses Herren, das ist, eine kurtze beschreibung des«senleibs.undgemülhs'gaben. *
Rabutin- (Johann Lubewig, Graf von) war ein anverwand«ter des jetzt.gedachten Nagern, gebohren an. 1642. Er begäbe sichnoch insemerjugendin Kayserliche Dienste, und hat sich da sonder,lich in Ungarn sowohl gehalten, daß ihm nachdem Carlowitzischettfrieden an. 1699 das gouvememenr m Siebenbürgen , so viel dascommaoäo über die daselbst liegenden vblcker bektaf, anvertraut,und an. 1704 die Feiv.MarschallS. würde gegeben ward. Derbald hernach entstehende malcontevlen. krieg machte ihm viel zuschaffen, weil Ragotzi sein absehen vorneinlich auf Siebenbürgen richtete. Er ließ zwar an. 1704 den Siebenbürgischen CantzlerBethlen, weil er von der Ragvtzischen parthey zu seyn schien, andernzum schrecken enthaupten, dielt unterschiedene glückliche treffen mitden rebelten, und schlug sie sonderlich vor Clausenburg weg, beywelcher gelegeoheit er zu befriedigung und bclohnung seiner völ.cker, sem silder.geschirr ernschmelyen und zu gelbe schlagen ließ.Aber er kunte doch nicht verhindern, daß er nicht die folgendenjähre durch die feinde in Siebenbürgen eingeschlossen,und von allerzufuhr abgeschnitten ward, wodurch seine armee in einen schlech.ten zustand gerieth. Ja, als er sich an. 1707 heraus wagte, undeinen beschwerlichen marsch nach Ungarn that, bemächtigte sich in.dessen Ragotzi verschiedener ötter in Siebenbürgen , und ließ sichdaselbst zum Fürsten ausruffen, wiewol ihn Rabutin bald wiederverjagte.As.,7°8 ist er nach Wien erfordert,und die obsicht des Sie.benburgischen kriegs.staats dem General Kriechbaum anvertrautworden, es seye nun, daß den Kayserlichen hvfRabutins schlechtesgluck oder ,eine Nrengigkeit hiezu bewogen,dadurch er dieSiedenbür«ger meist schwierig gemacht. Er ha, nach der Hand kein comwanäsmehr gehabt, lind ist noch auf sein alter an. 1712 geheimer Rathworden. Er starb an. 1717 den iL nov. nach langwieriger kranck«hett. Er hat sich an. 1082 mit Dorothea Elisabeth, Philipp, Lu.doviciHertzogs zu Holstein-Wiesen bürg tochter, und GeorgüLudo.vi« Grafen von ichintzendorffwiltwe, vermählet, welche ihm elli«che söhne gebohren, so theils ,n dem geistlichen stand, theils in Kay.ierl. kriegs-dienste getreten, und aus welchen vornemlich der biß.mahlige Kayserlichc Odriste und General, auch Gesandter nachBerlm, und awetzo gen Pekerödurg sich gar sehr distingniret
rac
hinter Wattow, auf einem felftn gelegen. Es gehöret den GrafenSstvihovski von Riescnberg, welche es an. ,;oo erbauet. DerHußitische General, Zischka, belagerte es an. 1421, verlohr aber da«vor sein anderes äuge, und muste unvemchlettr fache abzrehen»
rnikc. rer, Lok. I. ; äec. I p. 94.
Racan, Königreich in Indien , siehe Arracan.
Racan/(Hc>noratus äs BeullMarguis von) war ein söhn einesRitters der Königlichen vrden, und wurde an. i;8s gebohren. An-rsoz wurde er Königlicher page.und machte sich mit dem Malher»be bekannt, weil er mit ihm gleichen trieb zur Frantzösischen Poesiehalte. Hieraufkam er gleich anfangs mit in die Lcaäemie kr»n-?oile > avwo er an. 16,9 m seiner abwesenheit einen äikcours wideedie wiffenschafften lesen ließ, welcher nachmahls mit einigen vonseinen gedichtet» gedruckt worden. Er starb endlich an. 1670. Imübrigen wird von ihm bemercket, daß, da er an. 1608 in der garni»soi» zu Calais gelegen , er 4 verse verfertiget, welche mit soviel Worten bey dem Matthieu in seinen rskieue; äs l» vie §c äsls mark zu ansang befindlich waren, vbngeachtet er vorheroniemahls dieses buch gelesen. Kitt. äs ? acaä. krsa-
^oiie. obkervstionr kur klslkerbe p. 254. leg.
Rachis/ ein Hertzog von Friaul , Remmonis söhn, wurde an.744 an Aldedranbi statt, weicher Luitprandi enckel war, zum Kö»nige der Lombarder erwehlet. Er machte ein bündniß mil demApostolischen stuhl auf 20 jähr lang; allein nachgehenvs bracher lvß, und belagerte Perugia an. 750. Der Pabst Zachariasgieng mit seiner clerisey diesem Fürsten entgegen, um mit ihm zureden, welcher sodann nicht allein die belagerung aufhub, son»dern auch die crone seinem bruder Aistulpho überließ, und in einklvster gieng, um für seine begangene fünde busse zu thun.kiü. I-ongob. in vits konr.
Racine, (Jean) einer der berühmtesten und geschicktesten Poe«ten des ^tecuii war an. 1699 zu Ferts Milon gebohren, und indem kloster ?orr-L.o)-3l erzogen. Er legte sich von jugend an auflesimg der alten Lmorum, und brachte osst gantze tage in dem ge»höltze, so bey dieser Abkey befindlich, über lcsunq des Euripidis,Svphoclis und Homer « zu. In seinem 18 jähre kam er nach Pa»riß, verfertigte eine oäe auf die Vermählung des Königs, und nach»dem diese sehr wohl aufgenommen worden, fieng er an tbeatrali»sche stücke zu verfertigen- Es kam davon zuerst eine tragöbie vonder Andromache zum Vorschein- und der allgemeine deyfall,welchendieselbe gefunden, trieb ihn an mehr dergleichen auszuarbeiten, dieihm denn bey den kennern der pocsie und der eigcnschafflen der
Frantzösischen spräche eine ungemeine Hochachtung zuwege brachte.Der König machte ihn zum Dn-eioriee äs krgnce, sodann zum Kö»yjgl. «ecreraire, und zuletzt zUM Lsnnlkomme konomire, trug ihmauch auf, die geschichten seiner regiermig, nebst klonst Boileau zuverfertigen, worüber er aber 167z verstorben ist. Er war ein mit»glied der aosäemie kraiixaiste Seine wercke sind zu unterschiede»nen Malen in Franckreich und Holland aufgelegt worden. KL-ju^ernenr stur Is! kost« moäerner,/'-,^«/,ler komm« illukres gui onr psru en krsnce.
Räckel, eine von den vornehmsten und ältesten Adelichen fami«tien in Schlesien , welche sonderlich in den Fürstenthümem Sa»gan und Crossen flvrirt.auch in der Nicder-Lausitz die guter Schön»eich- Linderode Und Zidelle zum theil besitzet. Frany von Rackelzu Küpper war um das jähr r;;; des Saganischen FurstcnthumsLandes'Aelkester und Lommiistsrim. George von Rackel und Ubs»dorff, aufBernsdvrff, ist an. 16-8 Haliptinaun der HcmchaffrcirCarlatb und Bcuthen gewesen. Nach ansang des 18 leculi war ei»ner dieses geschlechts Gräflicher Promnitzischer Präsident des con-Morü zu Sorau, und an. 1719 florirte Günther Ehrenreich vonRackel auf Kochsdorff, des Sagamschen Fürstenthums Landes»Aellestek. LLuiirr. k. Lcklest, ckron.
8ckl. curiost.
Rackelsburg oder Rackerfpum, eine befestigte stadt an demsiuß Muer in Nieder-Steyermarck, und eine gräntz'festung gegenUngarn . Sie liegt 8 Meilen unterhalb Grätz, und hat schönenWeinwachs. roxogr. Huttrise.
Racknitz/ eine Freyherrliche familie in Steyermarck und Pfaktzvon Oesterreichischer ankunfft. Hermann lebte an. i;74,und wardein älter»vater Georgii, der um das jähr 14X gcledet, dessen enckelCyrtstophorus, hat mitfeiner andern gemahlin, des letzten Grafenvon Pernegg tochter, ansehnliche guter erheyrathestund Mauritiumnachgelassen, der von dem Kayscr Ferdinand» l zuerst die Frey»herrliche würde erhalten. Dessen söhn Franciscus, KayserlicheeRittmeister, und hernach Oesterreich,,cher Regierungs-Rath, warein vaker Galli, Kayserlichen Cammer.Herrn , welcher an. 162-durch das religlons'UNd rettimtionr-edicl genölhjget ward, seine gü-ter in der Steyermarck zu verlassen, worauf er an. i6<;8 zu Nürn-berg Mit tobe abgegangen. Von dessen söhnen ließ sich Gustav inMeisten nieder; und wurde ein vater Carl Gustavs aufNischwiz,der an. 171; die stelle eines Königlichen Polnischen und Chur >Säch»fischen Cammer.Herrn und Stallmeisters bekleivere. Von demandern söhne des vorgebuchten Galli, namens George Erafmus,stammet her Christoph Eraimus, aufPernegg, 8. Ulrich, Ober»Marburg, Haunsheim, Berqenweiler und Dorenvorff, Chur »Pfältzifcher Cammerherr; dessen söhne Philipp Wilhelm und Jo»dann Friedrich, haben an. 1711 mit den Jesuiten wegen des stcu»larisirten klofters E'chendronv in der Pfaltz, einen schweren Proceßgeführek. rkeser. miLesr.
xenr. p. 199. S»«c/. ttemmsr.
Rackonrck, siehe Rakonrck-
Raco-