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Raconigi, lat. K-sconittum. eine feine handels. stadt, welchein der Piemoulessschen landsthafft Savigliano, an den gräntzendes gediets von Carmagnola , zwischen den devden flüffen Ma»cra und Grana gelegen »st. Die Printzen von Carranan ha»den daselbst offters zu residiren psiegen. Die zahl der rinwoh»nec soll sich ordentlich auf »2000 erstrecken. K-rv-e.
Racovia / oder Racow / eine stadt in der Klein»PvlnischenWoywoo,chaffl Senoomlc gelegen Die Socinianer hatten zuausgange des 16 ,eculi ihren vornehmsten sitz daselbst angelegi, wo»durch dreier orl damals in groß aufnehmen gekommen, sonderlichnachdem die gedachte glaubens.genoffen an. rsor eme absonderlicheschule allda gestlffcel, bey welcher ewige von ihren vornehmsten leh»rern als Vorsteher sich befunden, Sechs und dreyßig fahr hernach,als der 8ocmisnisinus durch ein öffentlich edict in Polen verbotenworden, zerirorre man diese schule, und setzte dagegen d>e Calhvlischereligion wiederum ern,es „l aber löicher vrk nachgehends nicht mehr«»solchem stör, als vormals, gestanden. äs reo. ko-
loa. Lircksn-ttssr. L^/s. ttsre vk kolanä k. r
lerr.
Radagaifus, der nation nach ein Scythe, war der Gothen,oder vielmehr gaumren Kvnrg. An. 40s gieng er mit einer armervon-oooov semer iane-v-leulhe m Italien , welche alle städte, dieße atilranen, rumirken, unv u»aus,prechliche grausamkeitandemvolcke verübte». Der Kayser Honorius war vor sich selbst nichtmächtig genug, diejeu »emben gm zu widersetzen, weswegen mansich der lrouppen derer andern Gvthen und Hunnen, welche Sti»ücho des Honvri» vormund und erster General in die Römischekriegs'vieuste gezogen hatte, bedienen mustr. Stilicho war auchso glücklich, d«8 er Radagat,um mit seiner gantzen armee in demFäwiauileven gedurge, so em stuck des Apennini in dem Hetrun»seyen lande <st, eimchlosse, da dann selbige durch Hunger, durstuno anderen Mangel rn kurtzem fast gar ausgerieben wurden. Diesich crgaven, wurden «n grosser menge, wie das vieh, zu sclavenvcrtausst, >d dav für eme zcillang fast gantz Italien mit selbigen an»gefüllt wuroe. Radaga,,us seldjt wurde gesungen, und letztlich ent»hauplel.^»-^--'öe,V^,^-L». mckrov. 5 erm. 2- in kuc-
Le l,b. 5 äc civil, vei c. 1s 7 c. 27. *
Radbodus/ Bischoff zu Utrecht , warst» wohl wegen feinesvornehme» gejchlechts, als auch wegen seiner frömmigkeit in an»sehen. Er stammte her aus Königlichem gedlüte, und war an demhofdes Königs Caroli des einfältigen auferzogen, auch daselbst voneinem damahls berühmten t'Wloloplio, Nannom, in den wissen«schafften unterrichtet. Der Kayser ArnulphuS ernannte ihn zumBischoffvon Utrecht , und ließ ihn wider seinen willen dazu einwei»hen. Die stadt Utrecht wurde damals durch die strerffereyen derDänen gar sehr incommodiret, daher» sich RadboduS zu Deven»ter aufhallen muste, woselbst er auch an 917 gestorben. Manrühmet sonderlich in der Catholisttzen Archen, daß er so wohl beyseinem leben, als auch nach seinem tobe viel wunder gethan habe.Er hat unterschiedene ledens-beschreibungen der Heiligen hinterlas»sen. Seine eigne ledens'beschreibung «st bey dem Surio zu finden.
äe lcript. eccl. t. 2 c. ;z Lc I.; c. 2;;. bibl.
Kel§. LeL» Lc äs Lxitcopis Lttlrsjett. äs Kitt. Ksl. l. r
L. Z9. sppar. iscr. «c.
Rade / Rhade, eine alte Adcliche familie in Pommern,Wol »gastliches vrcs und in Rügen . AchatiuS von Rhade, der sich inFrantzösischen und Dänischen kriegen wohl versucht gehabt, starban. l;7o,müü jähre ftmes alters, als Heryogs Ernst Ludewjgs«n Pommern Hauptmann. Lucius siorirce um das jähr »662 alsChur.Brandeuburgrscher geheimer Rath, Vice»Cantzler und vi-redror ocs Ravenövergischen appeüakions'gerichts zu Berlin . ÄÄ-«!»-«/»»k'ornmeri. i. L.
Radeberg/ ein städtlein, schloß und amt in dem Marggr'af.thum Melffen an dem siuffe Rover, der in die schwartze Elster fallt,» messen von Dreßden, und an den Ober.Laufltzischm gräntzen ge»legen. Sie gehören! dem Churfürsten von Sachsen . Der nameentspringet von gedachtem Röder«flusse. Der ort soll bereits vonKayser Oltone trl. dem neu.fundirken hohen Stiffte Meisten nebstandemistädten, schlöffecn und dörssern.eingeräumr gewesen seyn.Pirnensis gedenckt sonderlich einer alten capelle zu 5 . Wolffgangaufdem Freudenberg daselbst; und Peckenstcin des schlvsses, so verChurfürst Moritz mit besondern gebäuden erhoben, und zu einemgräntz'hauß und aml angelegt. Es muß von dem stabilem Rade»Vurg, so tieffer unten an der Röder liegt, unterschieden werden.
Lroärorv. däiln. P. 2;?.
Radebura/ ein schloß und städtlein in dem MarggrasthumMeissen an der Adder, davon es auch benähmet ist, zwischen Ra»
- deberg, Dreßden, Orlram und Grossen'Hayn, von jedem bey2 messenlgelegcn. Es ist ehemals Gräsiich Taubisch gewesen, je»tzo aber dem Grafen von Bsthmer, Könrgl. Groß-BritannischenMinister, wegen seiner gemahlin zuständig. An 1714 wurdedieses städtlein durch ein dreymaliges einschlagen des donner.wettersbiß auf4 Häuser eingeästvert. xroärorn. tzäckn.
Radegaft oder Radagostus / ein götze bey den Slavis,hat seinen »amen vo» Roswoz, welches einen Heerführer im kriegebedeutet. Nach etlicher meynung wäre es eben der vorerwehnkeRadagaffus, König der Golyen oder Hunnen, welcher sich zu beSArcadn und Honorii zeitea »m kriege sonderlich hervor gethan, in»dem er gantz Italien mit einer grossen armee von 200000 Slave»undandern völckern üderichwemmle, deßwegen verehrten sie »hnnach seinem tode als einen Gott; wiewohlcn doch die fach so gar ge»
rviß nicht ist, umso mehr, wessen der schlechte auögang seinersa.
chm gar wenig bequem scheinet, daß er dergleichen kriegerischenvölckeren diesen mann zu einer gottheit hätte recommendieren sollen.Dessen dilbnus war von purem golbe. Aufdem kopff hatte er emeerone von metaü, darauf ein adler mit ausgesperrten ßügelu saß,die brüst war mit einem schilde bedeckt, aufweichen ein ochsen-kopffwar, über dieses hatte er eine hevebarre in der lincken Hand. InMähren ward er auf einem berge, welcher deßwegen den »amenRavhost bekommen, verehret. Zu dessen anbencken noch heutige-tages auf diesem berge das land-volck von den nechsten örkern nachdem Johanms'fest zusammen kömmt, und sich mit tantzen undspringen luftig macht. Sein bild stand zuRhethra imMeckleaburgi»sitzen, und ist von dem Kayser Ottone l an. 960 zerstöret worden»Andere halten ihn vor Äpollmem Hyperboreum. Noch anderemeynen, es sey nicht eigentlich ein götze,sondern ein götze».walb beyder allen stadt der Obötriten Rethra also genennet worden,
Kitt. eccl. l. 2 c. n. I. l c. 52.
snv<»I. üerul. 1.2 c. 14. äs l). 8. lz-nZr. 4 c. 4.^-s/s- sn-
üg. tvlecl. c. ^L/-r«r äitt. äe käeclenk. conversi §. i;, 14. is»tscrs KLorsv. Kitt. *
8-Radegonda/ Königin in Franckreich, eine Dame vongrosser schönheit, aber von noch grösserer lügend. Sie war Bcr»thar»i, deS Königs in Thüringen lochter, von dannm Cioiarius lfie gesanglich mitgebracht hatte, nachdem er die erste ,ch.»chl nevstChssdederto mit ihres valers druder Hernianfried gehalten. Cloia»rius nahm ste bald hernach zu ferner gemaylm; weil sie aber beyihm vcrläumdet wurde, als ob sie mit Fvrtunaro, Bijchoff zuPoitlers, zu vertraut Icbcre, ward sie wieder von »hm geiasten,woraufsie mein kloster zu Postlers gieng, uno ba,elbst oie yioleydes heiligen creutzes erbauete, worinnen sie den r; aug. im iape587 dieses zeitliche gesegnet. Ihr leben vat die Nonne Baudvtnoiageschrieben, welches von Surio und Mabillomo nur m dre acr»tanttorar» eingebracht worden. cis Asld. tzmac-
I. z c. 4 IN (.'srinill, üe äe 8, Äleäsreio. k»
7 sä »v. ;27» ;6ü,;9«.
Raderach / eine stadt in Schwaben , in das Bißthum Cvstni^gehörig.
Raderus/ (Matthäus) war zu Iuichingheu, einem orte i«Tyrol, an. 1 s6i gebovren. In dein 20 jähre seines alters trat er»n die societät Jesu, und starb an. 16)4 den 22 dec. An. r6r; gaber die chronicke von Alexandria heraus. Seine andere wcrüe „nddie Historien Petn von Sicssren, nebst der Lateinischen ubcr,ctzmigund dergleichen anmerckungen; die Litts des achten 8onc,ui xene-rsli-.; die wercke 8. Iohannis Cstmachi; Viriäs-ium tsncrorum;psrr.;; tiavsria tsnitts; Lavsris pis; K-lsrsisIiz mit aniuerckun»gen; ^uinrus (Burnus curn srgurnenliz, cvlnrnemsriiL L Qz,z,is-men»5; ^uls ksnÄs Ikeoäoüi Mniori;, Huetaciurn sä lib. 5. tzsj-colsiT'rißLmii.LLc.^/e^MSe bibl.Fcrixr. tt>c.
Radetti/ eine alte und vermögende Adcliche familie von Ro-vigo im Polesinischen, welche an. 16-3 vor das gewöhnliche gelbunter die dtobist zu Venedig aufgenommen worden.
Radevicus / ein Dom»Herr in Freysingen, und Capellan desdasigen Blsttzoffs Ottonis. Als dieser verstorben, ohne vorbero sei»ne deschreibung von den thaten des Kaysers Frideriel l vollendet zrrhaben, machte sich Radevicus darüber, und setzte noch zwey ande-re bücher hinzu. LeL^mjEäelcrixl.eccl./'^r'E, sppsr.äe Kitt I.sc. i. 2 c. zo.
Radibsrski/ eine Adeliche familie in Böhmen , welche sichvon ihrem stamm.sitze zugleich von Ratibor beynahinet. AdamRadidorski, Kayserstcher Ratbhat um das jähr ,490 geledet-und ist ein vater gewesen Nicolai von Sechzcbnß, Kaylerlichen Ge»nerals und Commendantens drr ftstung EngclSdurg in Bövn.en»Dessen söhn HanßaufRatibor und Martiz, so an. r;s8 verstorben,hat männliche erben hinterlassen. Se»e^/.
Radicofan'i/ ist ein befestigtes castell, welches;» dem Groß«HertzogthumFlorcntz gehört, und in dem gebiet von Siena , harkan den gräntzen des Pädstiichen staats von Qrvieto, aufernem ho»hen uno jähen verge liegt. Gleich dabey auf einem etwas niebri«gern berge befindet sich ein stecken, mit einem auf Groß Herzog-lichen befehl erbauten,sehr weitläufftigen und bequemen wirlpshau»st, zum besten der reisenden, an welchen es, weil allhicr eineordentliche paLZe von und nach Rom ist, nicht vfft zu mangelnpflegt.
Radingius, (Wilhelmus) ein vottor jn Engelland undCarmelitec-Monch, lebte an. i;i2 unter det regierung des Kö-nigs Eduard» 11 in Enqelland. Er war mit unter denjenigen, wel-che einige artickel von den Tempelherren untersuchen musten, undglaubet man, daß er sich auch auf dem Lonciiic» zu Vienne befun-den, allwo der orben gedachter Tempelherren abgeschaffet worden»Man hat VVN ihm: reinplarioruin exsminsriontt iib.i <jua:tt,onuin^usrunäain lid. i Lec. äe illuttr. LnZ.
ttor. Templsriorum.
Radya/ eine stadt in Siebenbürgen , allwo gute bergwerckßzu befinden. äelcr.lrsnhäv,
Radnor, lat. K-sänoris, die Hauptstadt von Radnorshire inSüd'Walles,liegt m einem lustigen tvale zwischen 2 bergen auf deknord'sttte des Ausses Somergrl. Auf einem von den bemeldtmbergen siehet man noch einige merckmahie von eme matten castell,welches von dem beruffeneu rebelten, Omen Glenoowce, nieder-gerissen worden, woraus man an oer westlichen seile ver stadt einemauer aufführte, davon noch an vielen orten einige stücke übrig sind.Diese stadt wurde zu einer Grasschassl erhoben rn der Person John,
A r RooerlS