Band 
Vierdter Theil
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6 rad

berts, Lord Roberts von Truro , welcher an. 1679 von dem-niae Carolo H zum Burggrafen vonBodmin und Grafen von Rad.nor aemacbl wurde. Dessen söhn und Nachfolger war ftm söhnCarolas Bodvile Roberts. Das gebiet bitter stadl begreifst ia bißir Englische meüeii im umfange, und wird vo» einem Amtman.ne und 2, Deputirken regiert.

Radnorsbier/ lat. Linons, eine von den 12 Grafschaff«ten^ in dem Fürstenthuin Wales, flösset gegen Mitternacht anMoncmouth, gegen morgen au Shrovsbire und Herefoi-dshwe,gegen mittag an Brecknock, so durch die flusse Clarwen und Wyedavon abgesondert wird, und gegen abend au Caerdtganshlre.Sie liegt m der form eines triangels; die leiten sind einander Mitgleich, und der gantze umkreiß tragt 90 Englische Meilen aus. Siewird in 6 kunäreäs abgetheilet, worin»cl^;2 kirchsplcle und;marckl'städte sinb. Vor alters wohnten die Silures darinnen, ai,-ieko aber gehört diese gcgend mit m die von Hemord. Diehiesige luffr ist scharff und kalt, gleichwie sie insgemein l» Wales zuseyn pflegt, wegen des vielen schnees, so auf den bergen liegt. Dererdboden ist an einigen orten lehr geringe, a« andern orten aberüberaus fruchtbar, sonderlich in der oft und «üblichen aegend? un«ter den marck-städteu hat allein Nadnor das privSeKiam, einenDeputirken in das Parlament zu senden, ausser dein RitterberGrafschaffl. In dieser landschafft wurde Borkiger, der letzte Mo«narch von dem Briltische» gcblüte, durch den donncr erschlagen.Desgleichen wurde allhicrClevelien , der letzte Fürst aus dem Bett»tlschen geschlccht, an. 1482 von einem, Adam Fracton genannt,erschlagen, und aufbcm grossen gebürge in dieser landschassc gc«funden. Seinen kopffkröme man mir ephen, und setzte ihn ausden Tower zu Londeu. Mit ihm gieng das Briltische geschlechlegäiitzlich aus.

Radolffingen / eiü dsrff über Arberg an der Aar gelegen,ehemals eine hcrrschaffi den edlen von Schüpffeu, und nachwerrsdenen von Bubenberg zuständig. Als es Adrian dieses gcjchlechtsan das klvster von Fricmisberg an. 1 ;or vcrkaufft, ward solcherkauffvon drin Stand Bern gezogen. *

Radom / die Hauptstadt von einem gcwissm district gleichesnamens in der kiein-Polnischen Woywodschafft Senbomir. Sieliegc in emcr ebene an einem kleinen flnß, und ist mit einer stammmäuer umgeben. -

Radomickt/ eine Adeliche familie in Polen , welche aus demHanse Kvtfic, so schon zu ausgang des 1; stculi im flor gewesen, ab-stammet. Unter andern berühmten kriegs-Generalen werden fol-gende angejühret: Hieronymns von Radonucko, der anfangsWovwvde von Inovlozlau gewesen, und sich in mtterschiedenenschlachien wohl verhalten; letztens aber von dem Könige Sigis-munbo III zum Reichs-Rath gemacht worden. Matthias, Wo»-wodr von Inovlozlau und General von Groß> Polen , der nebstAlexander», von Radomicki, Caücllcm von Postn, an. 170z dieSenbomirische conföderation wider die krönung SlamslaiLeczinSki unterschrieben, Oro. ?oi. x. 2. Lursp. Lm.

rom . 4.

Radulphus / oder Rudolphus / König in Franckreich,Richard!, des Hertzogs von Burgundien und Grafen von Antun,welcher fjultiriariurzugenamel würde < söhn. Seme gemahlin warEmma, eine tochler Roberti, welcher ein groß-vatcr Hugonis Ca>pett, und em bruder des Königs Eudonio war, und sich widerCarvlum 8impiicem zum König anfgeworffewaber in einer schlachran. 92; umgekommen. Nachdem tode dieses Roderti war nie-mand im Reich, den die mißvergnügten Carolo 8impoci entgegensetzen konlen, als Robert! sobn Hugo lSagmu, und dessen schwa»ger Radulphus, der damals noch Hertzog i» Burgund war. Da-mit mm zwischen diesen beyde» kein streit entstehe» möchte, über-ließ Hugo be» ansspruch in der fache seiner schwester Emma, Na-dulphi gemahlin, welche sodann ihren gemahl dem bruder vorzog,woraus Radulvhns den i;jul. an.92; in der Abtey 8. Medard zuSoissons gekrönet wurde, welche edrc eine zcillanq hernach auchseiner gemahlin durch des Ertz-BischoffS Hände zu Rhcims wieder-führe. Weil nun kurtz daransCarolnä 8>mplex gefangen, und bißauf seinen lod verwahret wurde, dlied Rudolphus ruhiger König.Er schlug die Normänner, welche CarolnS auf seine feite gezogenhatte; und weil Henricns /tuceps in Tcntschland bey den vorigenrroubleu emen grossen theil von Lothringen an sich gebracht, gienger wider denselben zu selbe, nahm Zabern weg, und machte einensMstand auf eni jähr., Hierauf zwang er den' Hertzog von Aqnita-nien, ihn vor einen König zu erkennen; wiewohl man cUpiomarafindet, daß die Aqnikanier dennoch auch nach diesem beständig Ca.roll,IN 8!rnplicem vor den rechlmäßigen König gehalten, und so garnach Lehen tode Rubolphum nicht angenommen haben. Nachdiesem hatte er mit den Normämiern viel zu thun, die er zwar i»einer schlacht an. 926 überwand, aber nicht verhindern kome, daßHenricns äucep; inzwischen an. 92? sich durch absall Giselberti undanderer von gcmtz Lothringen meister machte. Den gröstenjverdrußerweckte ihm Hcrbertus, Grafvon VermandoiS , welcher das mei-ste zu der abletzung Caroli 8,mpl,ci8 geholffen hatle, nunniehro aberaus zalMÜs und Herrschsucht mir den Normännern, mit Henricowucupe und mir Hugvne lVIsAno wider Rubolphum revollirte,undCarvlum aus der gefangenschafft loß Iieß;Rudolphus aber brach-te Hugvnem und hernach Henricum wucupcm wieder auf seine fei-te , und machte dardurch alle anschlage Herberti zu nichte; alsauchCarolus bald Laraufstarb, und Herbertus von neuem revol-nahm er diesem einen grossen theil seiner guter weg, die er'b'U doch hernach bey erfolgten, frieden an. 9;; zum theil restttuir.te. ^m folgenden iahr szü den 1; jmi, starb er zu Auxerre ohne

rad

linder, und ward indie kirche 8 Eolumbä ck-Sens begraben,nach»dem er, 2 jähr, ö Monate und ; tage regieret hatte. m

ckron. kiü. Lc.c.

Radulphus/ ein Benevictiner-Mönch mit dem bcynammkisviscem», ober dlLicevlir, aus dem convttit 6e 8. Germer üsFlair in der äia,-ce5 von Beauvais , wird von andern Radulphus8l>gerbetitelt, undflorirte nachdem zeugnißAlberici rrmrutc-a-uum d/lonLcM in cbron. um das jähr I l s 7, und nicht, wie anderemeynen, um das jähr 910. Man hat noch von ihm einen sehr gu»ten und gelehrten connnerrrg.riukri über ttevincurn, der in der Liblio-ltteca Larr. M 3 XIINL befindlich , auch sonst a park zu Cöln an. i;;9gedruckt ist. Der L. Homey schreibt ihm auch mir gutem gründeinen cornwemanurn über das hohe lieb zu,den man blßhero vor ei»werck des heil. Gregorn gehalten. Sonst ist er nicht mrt einem ge-wissen Rannlpho Hygden zu vermengen, wie verschiedene gelehrteleutegethan haben, verein Englischer Benediktiner -Mönch gewe-sen,und einLohcKronicomso eine ziemlich gute zusammenlesung ausvielen alten Lln onicir ist , auch in demselben die sabel von der Jo-hanna LspM hinterlassen, worüber aber dieses Manns zeugnußbald von geringer Wichtigkeit wird, wann man anmercket, daß ekan statt so alt zu seyn, als sich einige eingebildet, erst im ,4 stculogelebt, und an. ,;L; verstorben, /.^s äe lcrij)ror. eccless*

Ravztejowsbv / (Hieronymns) Herr zu Kryivw, Reichs»Unter-Cantzler rn Polen . Er wurde an. 164; auf dem Reiche-ta-ge zu Waricyau zum Landbvlhcn-Marschall erwehiet, und wollenebst den übrigen Lcmddolhcn keine andere neZoriL publica ehertracliren lassen, bis; der aus die in und aus Polen gehende waarmgeschlagene zoll aufgehoben, und diejenige gräntz-jcheidungen zer»»ichlel worden, die man aw ,644 mit dem Moscvwitischen Ge-sandten wegen der Hcrtzogthümer Severien und Smolensko vos»genommen , und dadurch das gebieth von Türdcck an Moscau ab-getreten. Er war damahls Slarosia zu Bemza, und bekam fol-gends die Slarosteyc» Nielsen, Marck, Kozieneck, Svlcck undKamioweck, wurde auch an. -üzo durch Vermittelung der gemah-lmKönigs Johann Casimirs Unter-Cantzler deö Königreichs Psrlen, ungeachlel ihn der meiste Polnische Adel wegen seiner amdi-tion anfeindete, und der König selbst es nicht gar zu gerne sahe. Umsolche zett vermählte er sich mit des Oder-Hof MarschaUS AdamKasanvwsky hinterlassenen wiilwe Elisabeth, Anxcmders Schlich»ka, U^lmMi zu Novogrod rochier, einer reichen und inngen damevon 2; zahrcii, welche durch ihren lustigen tturneur jn den ver-dacht kam, als wenn sie der Kömg ungebührlich liebte. Hier-durch wurde ihr gemahl in solche emersuchl gesetzt, daß er es nichtallem der Kömgm entdeckte, sondern auch viele dinge wider dieehre des Königs aussprengte und jonderlich wegen seines an. ,6;rwider die Tartarn und Cosacken geführten krieges. Seine gemahlinaber als ste scinei: ttumcur nicht mehr vertragen kome, jagte m sei-ner abwesenden zu Warschau mit hülste ihres bruders, alle seinedinier aus dem ihr zuständigen pallast, nahm ihre kostbarste uihclenzu sich, und relirirle sich m em klvster daselbst. Als er nun bey sei-ner rückkunfft die fache in lvlchem staube fand, griffer dielen pallastmit ,o-> mann an; allein ihr bruder beschützte ihn mit seinem an-hange sowohl, daß auch einige todt blieben ; der König aber, indes-sen anwesenden zu Warschau solches fürglcng, wurde darüber sehrzum zvrn gereitzet. Weil man auch seine an die Cosacken abgelas»>cne briefe aufgefangen, darinnen er dieselben zu einem neuen aus-stand angeftilchcl, und mil Schwedischer hülsse vertröstet; s»ward ihm das imter-cLnceil.-,ruir entzogen, auch er den 10 jan.1652 auf dem Rttchs.tage zu Warschau öffenttich pro i>,Nenn Lcperciuelli erkläret, zum lobe und confiscatton seiner guter; seinegemahlin mit ihrem drüber aber zum gefängniß verdammt- In-dessen hatte er sich bereits nach Peterkow rechnet, auch. dasReichs-siegei mitgenommen , von dar er sich nach Stockholm wendete, allwo er nn may an. ,652 anlangte, der KömginChrisrinä prolection stichle, und allda öffentlich lasse; baßseine ungnade von mchls aiwerS herrübrete, als baß der König sei-ne gemahlin mißbrauchet hätte; er schrieb auch von dar den 28may abermahl mi der Cosacken General Bogdam Cbmielmsky undanmurte ste anfbas neue zum kriege, welche schreiben doch wieder-um aufgefangen wurden, da er zu stmer cmschuldigung vorgewen-det,daß er einem seiner freunde einige blsn^ueis in Polen hinterlas-sen , welche dazu wären gebraucht worden. Mittlerweile sendeteermeldte Königin in Schweden seinetwegen den lAonüeur Loc ei-nen Frantzvsen mit einer interceßion an den König von Pole », wel-cher aber dadurch mehr erbittert wurde, und dahero von dem da-mals zu Lübeck sich aufhaltenden Frantzösischen Lnvoye ISontteurCkanut wegen dieses Loc satisfaclion, und zugleich seine Vermitte-lung verlangte, damit dieser Radziejowsky ans Schweden möchtegeschafft werden, zumahlcn da er cm injuneusts msnitett drucken,und solches durch gedachten K.oc jn Polen ausstreuen lassen. Ersuchte aber inzwischen alle perkustoria hervor,die Königin Christina in einen krieg mit Polen zii verwickeln, weil ste aber aufeinrathendes Ulefelds mehr mit Dänemarck zu brechen inclinirte, eröffneteer dem Dänischen Residenten zu Wien diese anschlüge, welcher sol-ches soalcich seinem Könige hinterbrachte; Er war bey dieser Kö-nigin anfangs in grossem ansehen, welches sich aber nachmals ei-niger Massen verminderte, doch da auf ihre an. 1654 erfolgte re-signation, König Carl Gustav zur crone gelangte, wurde er destomehr geachtet, und als an. 16^ letztgenannter König mit Po-len brach, befand er sich bey der erst einbrechenden armee unterdem Feld-MarschaÜ Wittcnberg, und schloß den i s jul. nebst demGeneral-Major Würtzen bey Ustitz den vergleich mit den Wovwo-dm Opalmsky zu Posen und Grudzinsky zu Kalisch, auch noch ei.

nigel?