die sich mit einem kriegs-beere an die aräntzen
gelegt hakten, vermöge dessen nein Königliche Schwedische ve«vot-on traten, worauf er nebst ihnen diese Polnische oölckm com.mandirte, und sich ferner wider sem Vaterland gebrauchen Netz,dem Reichs Zeugmeister Erich Stembock und einemschwedischen armee in Preussen gleng, allwo er die stadl^ aufforderte, und zur submißwn gegen gedachten König,dahin geiolaet war, bewegte; er gecieth aber endlich beyverdacht, so daß er auch zu Elbingen in seinem loZisden i4dec. au. iö;üvondem General Major Mardefeld arresti«^'dm l>on dem Könige selbst seine üÄionei hart verwiesen, undfolgen ds nach Schweden gebracht worden, da er erst auf erfolg.
Königs und nach geschlossenen frieden an- lös« wie«der feine freyheil erlanget. Er kam hieraufnach Dantzig und such«te ieme ausjohnung, welche er zwar aufbem Reichstage zuWar«jchau an. i6üi nur aus diese conNinones erlangte, daß er auf einegewisse zeit m Polen kommen, seine fachen allda in richtigkeitdünge», und hernach solches Reich meiden solle; allein weil aufdem Reichs-tage zu Warschau an. i6ür so viele Polnische Herrenvor lhn intercedirlett, mich die damahls malconreme confödenrtearmee, bey der er in grossem ansehen war, dergestalt auf feine re«stltution drang, daß sie ihr bündniß nicht eher diffviviren wollen,er wäre denn sowohl zu feinen vorigen erblichen und cron.gütern,als auch dignitaten gelanget; so kam er an. lös; persönlich aufden Reichstag nach Warschau , wiewohl er sich aus dem tensmbegeben mnste, weil die wieder ihn gerichteten prorettarion«dennoch durchdrängen. Endlich trug man ihm d:-e legativn andie Ottomannifche pforte an, den besorgende» krieg abzuwenden,worauf er den 27 may gedachten jahrcs zu Adrianopel feinen ein«zng hielt, und 7 meiien davon im lager z» Tunolocko bey dem Tür«ckifchen Kaystr audicntz hatte, er gieng aber an. «667 nut tode ab,ehe er noch die refolutton erhalten, welchen man theils der vielengeniessung der melonen, und einem davon entstandenen fieber,theils auch der Verwahrlosung eines jüdischen meckci heyge«messen.
Nädjiejswskzk / (Michael) ein Cardinal-Priester, gebohrenden i s vct- an. 1644/aus einer vornehmen Polnischen familie,welche aber durch seinen vatcr einen grossen stoß bekommen hatte,indem derselbe wegen eines mit den Schweden gehabten verstand«nisses durch den König Johann Cäsium und durch die RepubliePolen aller seiner güter war beraubt worden. Dessen ungeachtethatte dieser Michael eine gute aufferziehung bekommen, und abson«derlich in den Nuckür, durch gütigkcit der Königin Maria Loursa,die ihn zu Panß in dem coiie§,o von Harcourt erziehen, und aufihre kosten reifen lassen , so gute prügresscn gemacht, daß er nach.gehends vor einen sehr belesenen, und in der lileramr, sonderlichaber in der Historie und in der geographie, wie auch i» der staats.wissenfchafft, wohl verstrlen man» paßirte. In den sprachen warer so weit gekommen, daß er hernach, ausser der Polnischen, auch dieLateinische , die Frantzösische und die Italiänische vollkommen wohlzu reden und zu schreiben wüste; auch hatte er das Hoch-Teutschesich ziemlicher Massen bekannt gemacht. Diese gute elgenschafflenbewogen den König Johann Sobiesky, welcher ohnedem seinanverwandter war, daß er ihm erstlich ein canonicak zu War«schau, bald darauf das Bißthum von Kiovien, hernach das sehrreiche Bißthum von Wermland (und zwar mit der erlaubniß, daserste dabey zu behalten) auch endlich die stelle eines Reichs.vice«Cantzlers gab. Die einkünffte von diesen würden wendete er grosssentheils an, die in seine dibces gehörige kirchen zu erhalten undauszuzieren, ingleichen zu forlsetzunq des krieges wider d»e Tur »cken, zu welchem ende er dem Päbstlichen Klunuo zum offtern sehransehnliche summen überbrachte Dieses gefiel dem Pabst Jnno«centio XI so wohl, daß er ihn den L sepr. an 1686 aus eigner bewe»gung, und ohne einige recommendalion zum Cardinal machte.Dem Könige von Polen war solches anfangs gar sehr zuwider,(oder zum wenigsten steilere er sich so, dem Frantzosifchm Hofe zugefallen) weil er auf Lndovici XlV begehren den, Bischofs vonBeauvais, Toussaint <le Janson Fourbin, zu solcher Cacbmals«würde nominirt hatte, welcher aber von Jnnocenlio XI war über«gangen worden. Allein es währte nicht lange, so approbirle nichtnur dieser König des Radziejowsky Promotion, sondern er erhub ihnauch zu dem primat von Polen , indem er ihn zum Ertz'BsscyoffvonGnesen erneimete. Wiewohl er nun demvegm das einträglicheBißthum von Wermland mnste fahren lassen, lo datte er doch nochausser dem gedachten Ertz-Bißthum sehr viel a"^/.s"st>>che .neüciL, welche ein grosses einbrachten. Hiervon lebte er «»(einesehr prächtige art, und setzte unter andern bte »hm gehörige haustrund palläste in einen solchen stand, daß sie ^ben schönsten an anbern orten gleich oder zuvor thaten, so ließ er auch Rom , all
wo er an. -639 der wähl des Pabsts Alexandn ^ bevwohnte ,
sebr viel vracht leben. Dabey aber fuhr er fort, lehr grosse summenzu milden stifftungen und zu dem besten seinesHu Lowicr, weiches die ordenkiiche refidentz der Ettz-BÜchoste vonGnesen ist/ hat er ein vortrefflich hauß vor die geM.
tet Äu aufriMuna rwener Capuetner-klosier / welcher oroen vorher noch nicht in Polen gewesen, hat Er viel de^
Carmelitern zu War,chau, ingleichcn dm Mißtonamn vaieivil Mer zu aufbauung ihrer conveme ein grosses ge chenckt , michbern orten hat er kirchen und kloster gebauet, und §' 8 - mit zuläng-lichen einkünfften versehen, vornemlich aber m stmer bw es an Wrvielen orten den kirchen-zierrath aus l"-'"'milttln vermehtt. ^,enun die in diesen und andern stucken erwiesene groß n yallgemeinen rühm zuwege gebracht, al>° HM er hl gseine allzugroffe ncigung zu dem weibllchen gefth ^ ^
durch seine liebe gegen Zoblansky, rme g o
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Eahellans von LeNLzicz, bey den meisten eine übele nachrede sich zu«gezogen. Am allermeisten ist er in der well durch dasjenige wasnach dem an. 1690 erfo gtm tsde des Königs Johanms Sodiesk»mit ihm vorgegangen, bekannt worden. Denn als vm«waltete er fast ein gantzcs jähr die regierung des Königreichs Polen .Bey der wähl aber emeS neuen Königs erklärte er sich vor denPrintzeii von Conry, ,choß auch zu dessen besten sehr starcke aeld«summen vor, und suchte a »falle weise desselben imeieL qeaen denChurfürsten von Sachsen , Friedericinn Augusium, zu behaupten.Endlich, nachdem er bieiem letzter» (gleichwie auch sich seibsteiOviel verorlesiichkelte» gemacht, subniitlirle er sich demselben, nachdem exempci anderer Polen , bleib» vor ihren rechtmäßigen Koulaangenommen hattem Nichts dcsioweniaer da zwischen diesem Kö.mge und dem vvn Schweden ein krieg enlsiund, ließ er sich nichtundeutlich merckm, daß er mehr dem letzter,!, als dem ersien, favo«ryirte. Ja zuletzt erklärte er sich öffentlich gegen den Koma Auau«»um/ letzte an. 1704 einen neuen wahitag an, und erkenne-e denWoywoven von Posen, Stamsiaum Leczmski, vor einen Kömavon Polen , worzu er den 12 julil des gedachten jahrs durch des Kö«nigs von Schweden Vermittelung war ausgerliffen worden. DerPabst Clemens XI. welcher diele letztere wohl kemesweges billiq.te, ließ unterschiedene brevis an den Cardinal Radziejowsky abge-he», wormum er ,hn anmahnte, es mit dem Könige Augusts zuhalten, und zuletzt suspendme er ihn gar von allen seinen geistlichenwurden und bMücn-, „n fall er in inner bischerigen widersetzlich«keit verharrete. Allein ehe noch dieser Päbstliche ausspruch zur ere«cntion kommen konre, starb er zu Dantzig den 1; oct. an. 1707.
^ c/ x>. n 4.
cie l' LN.1Ü9Ü, 1697,170;. Ie-
Radzm, eine stadt; siehe Reden.
RadZin/ (Stephanus oder Sbenko) ein beruffener rebell ikMostau. Er war von gehurt em Dvnischer Cvssack, und halte ei«ncn bkudek, welcher einen lyell seiner laiids.leute an. 16S; unterdem Moscvwllischen General Dolgoliickv wider die Polen com«Mandirte. Da aber derselbe ohne erhaltenen abschied mit scincittrouppen nach Hause zu gehen sich unternahm, ließ ihn besagter Ge.ncral aufhencken. Hierüber ward Sdenko dermaßen erbittert,daß er sich unter den Cosjacken einen grossen anhang machte, undmit denselben anfangs auf dem fluß Wolga mit capereyen denMoscvwitlschen commercten nicht geringen schaben zufügte, her«Nach aber biß an das Caspnche meer sich begab, und, nachdem erder stadt Jaick sich bemächtigt, den Persianern eben so grossen ab»bruch that, als vorhin den Moscowitcrn. Der Louveeneur vonAstracan, Ivan Semanowitz Proforofsky, widersetzte sich ihm end»Uch mit solchem Nachdruck, daß er die von dem Czaar ihm angebo«kenc gnade anzunehmen sich genöthigt sahe, und zu solchem endeselbst nach Astracan kam. Als er aber von bannen wieder nachseiner heirnath gegangen, sieng er die vorige lcdens-art von neuenan, eroberte etliche örter an der Wolga , und machte sich durch einheimlich Verständniß mit den schwanger- Streichen, selbst von derstadt Astkacan meister, allwo er den gedachten Proforofsky, nebstfast allen OMiers und ausiänbern hinrichten, auch ionst viel un»thaten verüven ließ« Die städte Zaratofund Samarofmusten sichihm darauf gleichfalls ergeben; vor Sembierskv aber warb er ver»wulidet, und unverrlchcclcr fachen nach Astracan zurück zu kehrengezwungen. Damit er das gemeine volck auf stme feite ziehe«möchte, gab er vor, baß sein absehen wäre, sie von dem joch derBojaren zu besreyen, und daß er den jungen Czaarischen Prinyen,Alexium Alexiowltz, ingleichen den bey vem pödel sehr beliebten Pa«tnarchen Mcon bey sich Kälte; da doch der erste von Liesen beydenden 17 jan° an. 1670 würckiich gestorben und beerdigt, der andereaber nach vorhergegangener absetzung in ein kloster verflossen war.Seine anschlage giengen ihm sowohl von statten, baß ein grosserstrich lanbes um die Wolga herum einen gefährlichen aufstand er»regte, wormnen man, ohne eine grosse anzahl von Taclarn, über200000 Rußische dauern zehlle, welche die Bojaren und die vondem Czaar gesetzte obrigkeitliche Personen allenthalben todt schlu-gen, und wo sie einigen widerstand fanden / mit jener undschwerdl wüteten. Diese schädliche empörung, welche schon bis12 Meilen von der stadt Mo,cau fortgedrunge» war, ward endlichdurch zwey armem unter dem Knees Dolgorucky und unter demKnees Zarabalofinnerhalb; monaten vollkommen gedämpffk, wo»bey man nooo menschen rechnet, weiche durch des henckers Handihr leben vcrlleren müssen. Sbenko Rabzin, welcher, nach demunglücklichen versuch auf Slmbiersky, bald hie bald dort herumschwärmte, ward endlich durch die dem Czaar treu gebliebene
Donische Cossacken unter dem Knees Jacoloff, welcher ehemahlsden Sbenko aus der tauffe gehoben halte, zu Emma gefangenacnommen, und in die 200 meilen davon gelegene stadt Molcauden 2 tun. an. 1671 gebracht. So wohl er, als stin milgefange.ner bruder Froika, wurden daselbst auf das scharffste gefoltert,und den nächstfolgenden 6 juni, führte man beyde aufden richt,via». Sdenko, welcher kern zeichen emer furcht oder einigesschmerhens dabey blicken ließ, ward mit armen und beinm an ei-nen baicken gebunden, von unten auf gerädert, und endlich ent»bauvteh Den köpf, nebst den abgehauenen armen und scheu»ekeln, steckte man auf ; spieße an so viel orten der siadt, denrümpf aber warf man den Hunden vor. Froika begehrte, daß manihn vor der execution mit dem Czaar selbst, wegen einer hochstnöthi»am angelegenheil, sprechen liesse. Als man ihn darinnen gewill-fabrel, erhielt er gnade, und zwar, wie man muthmassete, weil erseines bruders verborgene schätze entdeckt - worzu noch kam, oaßer widrr seinen willen sich der rebeüion theilhafftig gemacht ^att^