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reite beschreib.
Radzivil / diese Fürstliche familie in Litthauen soll ihren ur.sprung haben von Lebzicko, einem Heydnischen Priester, welchenEeduntuus, Großfürst in Litthauen, an. e;os zum Fürsten ge»macht, und von dem werte Rad und dem stusse Wll benennet/ wetter «hm zu erbauung der stadt Wilua / an dein besagten stusse gera»then. Dessen söhn, Nicolaus l. ss ein alter von fahren er.reichet, hat an. i ;86 mit dem Groß-Fürsten Iagellone, als er zuLein Königreiche Polen beruffen worden, die tauffe empfangen.Dieser hinterließ einen söhn gleiches namens, so erster I alsrmuLzu Wilna worden, und über yo jähr alt gestorben, von seiner ge.mahlin Anna, des Groß. Fürsten Monvidtt in Litthauen tochter,Nicolauin UI, Alberium, Georgium und Johannem hniterlai-send. Albertus wurde Bischofszu Wilna, und starb an. 1^19;Nicolaus wurde kLlLkmus zu Novogrod und Vilna, und endlichCantzler, starb aber in seinen söhnen, davon Nicolaus Bischofs zuSamogikieu worden, wiederum aus. Die 2 übrigen bruder er»hielten ein gesegnetere nachkommenschafft. Denn Georgms, dersieghaffle beygenamt, kslsrinns zu Smolensko und Kiow, wieauch Groß »Marschall des Groß. Fürstenthums Litthauen, undendlich Castellan zu Vilna, zeugte Nicolaum iV. LLiannum zuWilna, Cantzler und Feldherrn, der auch von dem Kayser Ma»xnmliano l- bey dem er eine gejandtschafft wegen des Kbnigs Sl-gismundi verrichtet, nebst seines vaters bruders söhnen an. i;i;zum Fürsten des heiligen Römischen Reichs gemacht worden.Dieser wurde ein vater Nicolcn V , der in seinem söhn Georgiowieder versterben, und Christophs«, Hertzogs m Biese und Du»binka, Litlhaulschen Unter-Feldherrn und k^lsrini zu Wilna, deran. i 6 v; gestorben. Von seinen söhnen haben Jaiiusstns undChristophorus das geschlecht fortgepffantzet. Von dem letztcrnfolgt ein besonderer articul. Der erste war General«Feldherr undOber-Hauptmann des Groß-Fürstenthums Litthauen, und zeugtemit seiner andern gemahlt», Elisabeth Sophia, deS ChurfürstenJohanms Georgii zu Brandenburg tochter, Bogislaum, wel-cher des Groß«Fürstenthums Litthauen Ober-Stallmeister, Ge-neral in Polen, und Chur «Vranbenburgischer Stadthalter inPreussen worden, und an. 1669 gestorben, von seiner gemahlinAnna Maria, einer enckelin seines groß-valers Ianussti bruvernund erb-tochter seines brudern sohns Ianusstii, der an. iszsge»Korben, hinterlassenS Ludovicam Cmolam, dieeintzigc erbin, soan. 1667 gcbvhrcn, und an. 168» an den Marggraftn Ludwig zuBrandenburg vermählet, nach dessen tode aber an. iü 83 bemPfaltzgraftn Carl Philipp zu Neudurg beygelegt worden, woraufste an. 1699 den rs mart. gestorben, und also die väterliche stamm»«nie geendiget. Johannes war, wie bereits oben erwehnet, einMn Mcolai H, und bruder Georgii, so den bey- namcn des sieg»hassten gesuhret, gleichwie diestr Johannes der bärtige zugenametworden. Er war Castellan von Trockie, Groß-Marschall vonLüthauen, und Hertzog von Nieswiz, und starb an. 1? 22. SemWhn Nicolaus, der schwartze, von welchem ein eigener articulzolgl, hatte unter andern kinbern 4 söhne, Nicolaum Christophv»rum , Georgium, der Bsschoffzu Vilna und Cracau, und endlichCardinal worden, ferner Alberlum und Stanislanm. Der letz»lere von die,cn starb in seinem söhne Alberto Stamslao, Groß.Cantzler des Groß.Furstenthums Litthauen, an. 16;-» wiederumaus. Albertus, Marschall vonLittdauen, der an- i?92verdli»chen , zeugte Johannem Alberlum, welcher ein vater worden Mi»chaeliS Caroli, der nebst Michaele, Fürsten von Rabzivil; Vta.Atslaum Casimirmn, Fürsten von Radzivll, Hertzog in Kleka ,
und Groß.Marschall von Litthauen gezeuget. Dieser vermählteIch an. 1690 mit des IVlarguis cle Bethune ältesten tochter, undstarb noch rn eben diesem jähre. Der älteste söhn Nicolai war,wie bereits gedacht, Nicolaus Christophorus, des heilige» Röm.Reichs Fürst in Nieswiz, von welchem hernach ein mehrers. Erstarb an. 1616, und hinterließ unter andern kinbern AlexandrumLubovicum, des Groß-Fürstenthmns Litthauen, Groß-Marschall,so dem Königlichen Printzcn Uladislao Stgismnnbo zu vienste an.aSri drey compagnien zu fuß und eine zu pstrde geworben, die erin das lager bey Cboczim wider den TürcAfthen Kayser Oßinannschickte. Er starb an- 16;;, unter andern Andern MichaelemCastmirum, Johannam Catharinam, des an. 1704 zum Königein Polen ernennten Grafen von Leczinski Stanislcu, groß.mutler,tind Dommicum, Groß. Cantzlem von Litthauen, hinterlassend.Der erste davon führte den titul des heiligen Römischen Reichs»Fürst von Radzivil, Hertzog in Olyka und Nieswiz, Groß.Cantz.Iler von Litthauen, und starb an. i68c>deniü nov. zu Bonomen,als er aufder rückrcise von der gcsandtschafft an den Pabst begriffenwar. Er hinterließ von seiner gemahlin Catharina Sobiesky, desKönigs Johanms ll! in Polen ichwester, Georgium Josephum,welcher sich an. 1687 mit Maria Eleonora, des Fürsten JohannisGeorgii von Anhalt. Dessau tochter, vermählet, und2iahr hec.nach gestorben, und denn Carolum, Grvß.Cantzler in Litthauen,der sich des Fürsten von Sangnsjko tochter beygelegt, aber sie an.1702 wiederum durch den tod verlohren. Dominicus, der bruderMichaelis Castmirs, war, wie gedacht, Groß-Cantzler von Llt«thauen, und starb an. 1697, von der Printzcßm Luboimrski, desLeo Sapieha Litthauischen Stallmeisters wtttwe, JohannemAlerandrnm, und noch zwey andere Ander nach sich lassend.Rpicileß. tEitterskuk. ?. r. kol. Kitt. Ailk.
Jouverainen von HuropL p. 677 tegg. las! p. 7rz
Zßgg. in ÄrmLkiss bellsloribur p. iLj tegq. /^47/s.
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ward in der Refsrmirte» religivn erzogen, und anfangs be»dem Könige L-lgismundo Ut in ziemlichen gnaden , dem erwlbecdie Türcken und L>chweben gute bleuste gethan. Ais >HM aoeean. iLri dieser König das Groß-Feld . Herrn. amt von Lttivauen,dazu er als Unker. Feldherr das nächste recht zu haben vermein e,und auch die Woywobschaffc von Wilva zu geben verweigerte, unddiese dedienungen dem Fürsten Leon« Sapieha zugeschlagen , de^fand er sich darüber so beleidigt, daß er bey nachmals erfolgteinAnfall der Schwede», denenselben, ob sie ihm fchon sem schloßBierze weggenommen, und so stücke nach Riga gesuhret, den»noch schlechten wiederstand that, wie mau denn überhaupt denglücklichen fortgang der Schwedischen wafftii, denen unemigrei»len, die zwischen ihm und dem pbgedachken Sapieha entstände»waren, zuschreiben will. Der haß aber des Komgs gegen ihnsoll daher entstanden seyn, baß er von demselben übel gebrochen,und wie einige berichten, damit umgegangen sey, daß er nach desKönigs tobe den Hertzog Gaston von Orleans auf den Pomijche»thron heben wolle. Nach des Königs tode war er wahrenden m-lerregni ausdem Reichstage Landbotrn. Marschali, da er sich sei»ner religions.veewandten mit grossem eiftr und Nachdruck annahm,auch ausdem folgenden Reichstag an. ,6;2, da die meisten aufausrottung der Protestirenden lehren gedrungen, durch beyhülffe desRaphael LeczinsA es zum vertrag brachte, und verschaffte, Laßdie beschwerden seiner glaubens.genossen noch vor der wähl erörtertwurden. Der neue König Uladtsl«uS t V warJhm mehr gewogen,als sein vorfahr, und machte ihn nach des Vapieha tode, zumGroß.Feldherrn und Wovwodm von Wiiba. Als hernach derkrieg mit Moscau angieng, führte er denselben mit so gutem ve«.stand und so grossem glück, daß er der Ccon Polen die grollen Vor-theile m dem daranfecfolgten stillstand zuwege brachte. An. iü;snahm er sich der Rcformirten zu Wilba m>t grossem ernst an, alsman denenselben wegen eines schusses, den einer von ihnen nach ei»ner bohlen gethan, und darüber das bild L. Michaelis getroffen,ihre Arche nehmen wolle. Er starb an. 1640. Mit seiner gemah»lin Catharina Kiscianka zeugte er einen söhn Januösuim und einetochter Catharinam.
Radzivil / (Nicolaus) mit dem beynamen der schwartze,Hertzog in Olyka und Nieswitz, kal-umu-, zu Wilna, wie auchGroß» Marschall und Cantzler von Litthauen, ein söhn JohannisRadzivll, war einer von den großen männern feiner zeit. In fer-ner fugend durchreisete er fast gantz Europam, und halte in leides.Übungen nicht seines gleichen- Bey dem Könige SigismunboAugusto stand er in grossen gnaden. Er war L^imin über seineleib.wachte, »nd commandiere; mal des Königs armee in Licflanb,worinnen er so glücklich war, daß er diese Provintz an Polen brach-te, wie er denn den Ertz» Bischofs von Riga , und den Ordens»Meister mit sich nahm, und in voller Versammlung des Senats vasorbens.sicgel und das creutz, welches ber Ordens. Meister am halsezu tragen pflegte, dem König überreichte. Hicraufward er ingesandschafft an den HofKavstrs Caroli V und des Römischen Kö-nigs Ferbinaudi verjchicket, wo er den Ertz.Hertzog Erncstum ausder tauffe hub. Er starb an. 1996, und waro aufbcn schulternseiner 4 söhne zu grab getragen. Er nahm die Protestantische re»ligion an, ließ die bibel zum erstenmahl in die Polnische sprächeübersetzen, und darauf zu Brzesty in Cujavien aus seine eigene kv»sten an. 156; drucken. Ais auch ocrbtunn^Lippoman ihm einenbricffschrieb, und ihm darin» seine spoKstie vorwarff, hat er sichin einer besondern antwort wider denselben ernstlich vertheidiget.Unter ihm ist auch ber ersteL'nolluL der Reforimrlcn zu W,lna an.1577 gehalten worden. «Leine gemahlin Elisabeth Sulowieskywar von gleichem eiftr, aber seine 4 söhne haben nach des vaterStode, ihre alt.vaterllche religion wieder angenommen.
LLrrriLt« belisronkm«. z z. in llittor.
iclorm. Uolon.
RadzivU/ (Georgius) war der si Bischofs zu Cracau , undeinCarbinal der Römischen kirchc. Er bezeigte gleich anfangsaroift neiqung zu der CalholisclM religion, ohngeachtet lein vaterNicolaus, Wvywode von V>wa, einer andern zugethan war.Denn nachdem er verschiedene fremde landcr beleben, nahm erauch eine reise zu dem grabt». Jacobs nach Compostellzu fug vor.Naü) der zeit bezeugte er feinen elfte mehr und mehr, und richteteverschiedenes an, so zu aufnähme seiner religion dienen kunte, da»runter vornemlich das lemmarium in Litthauen mag gerechnet wer-den Er war von grossen gemüths-und leides. gaben, und dahervon'vornehmen Fürsten überall geliedel, wie dann ber Kayser Ha.rimilianus ll ihn, als er nach Rom wolle, durch ein Nachdruck,lieh schreiben, dem Pabst Gregorio xm recommendirel, welcheribn auch um so viel höher ästimirte, je ungemeinere proben seinesVerstandes er an ihm befunden. Er brachte zuwege, daß der Bi»schock Valerianus von Vilna ihn zum gehulffen annahm, ohnge»achtet er noch von jungen fahren war, und weil er sich hierauf lehreifrig vor den Römischen stuhl erwiese, machte er ihn zum Cardi»nal Zu gleicher zeit wurde ihm die admimstralion von Lieflandaufgetragen, welches er auch in die drey >chr glücklich verrichtet.Er war bey zweyen Pabst.wahlen, Jnnocentü IX und ClementisVIH. und von dem Könige Sigismundo 111 zur Bischöfliche»würbe zu Cracau erhoben. Er hat 2 gcsanbtschafften an den Kamser Rubolphum ll verrichtet, und als gedachter Köntg sich mit An»'na, Ertz-Hertzogs Caroli von Oesterreich tochter, vermählet, wur»de er von dem Pabst Elemente Vl iI geschickt, in seinem „amen diebenediclion zu ertheilen. Als er endlich nach Rom kam, um demjubel-ftst beyzuwohnen, starb er den 21 mn. an. iü°o im 4;sten.. - _ ' . jähre seines allers. vn. mwtt. Lrscoviens.
mn^oVNistvph NdKls?der°an" A Ca» Radzwtl, (Nftolaus Christophorus, des heiligen Römische»
Lr 8 GMn 7 llTenck.n, welche ihnan-rzs; gebohren. Er Reichs Fürst von) Hertzog zu Olyka und Nieswiz, war emlolm