Band 
Vierdter Theil
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len, zwischen Chub und Fürstenau, gelegenes schloß/ welches dentitul einer Herrschafft führet/ und dem Ertzhaufe Oesterreich zuite.hetz welches daselbst einen Hckmimttlmorem hak. Die Hrey.Herren dieses namens sind an- 14;? abgestorben. 6 «^"

Rasir / ist ein ungestümes bergwasser in der DündtnerischenGrastchafft Claven / welches von hohen felsen herabfallende rechter hands bey Plurs in die Mera rauschet / bey welchem vUY es,wann grosser regen einfällt, sehr mercksichen Ichaden thut. O«/--.

K.K«. p. 196 b. *

Rafftz/ ein Zürichisches dorff jenseit Rheins unweit Eglisan aufSchwäbischem boden gelegen, von welchem die angelegene ebenedas Rasftzerfeld genennet wird. Es ist dieses dorff an- 1499 mdem damaligen krieg der «Schwaben wider die Schwerer beranmund von denen Oesterreichern geplündert und angezündet worden.Es ist dasselbe nebst Wy! und einigen anderen von denen Landgrafenzu Sultz im Kleltqöw, an die stabt Zürich gekommen. So habenauch die beyden Grafen Johann Ludwig und Christoph Wwlg, ge-mcidter stadt an.;i die hohe Obrigkeit allda/ nebst dem Forst,recht/ zehnbeiirc. zukauffengegeben. z.p. ne.o.oei.

L-P. r;o. Ls-». Fnnsl. üelv. p. 994- *

Ragatz / Legstium, ein schöner flecken in der EydgnoßischenGrafschaffl Sargans underhalbdem Pfäffers.bad gegen Meyeufeidüber am Camingen-fluß gelegen/ hat euie ftarcke niederlag der überCIäven naher Italien gehenden kauffmanns wahren. Er bat voraltem zu der Herrschafft Freudenderg gehöret / wie dann das schloßFreudenberg gleich oberhalb aus dem derg gestanden ,st. An. 1446,als sich die Oesterreichische völcker in die 6000 starck zu Ragay gela»gertund sicher waren/ habe» 1100 Ehdgnossen vonLucern, Ury/Schweitz/ Unterwalde» und GlaruS / sich m der stille dem ork ge.näheret / die Oesterreicher unversehens überfallen / grosten lhe«!sniedergemacht und den rest in die flucht und in den Rhein gejagt.Der erschlagenen wurden i;oo gezehlet / auf der Evdgnoffen seltenaber nur sieben mann. 1. 10. x. ;r; S«/^.L.siser.p.rio.

csiion. 6Isrou. p. 290. *

Raggius / ( Johannes Baptist« ) sonst iVlsrcsiele Raggi, einGenuesischer von Adel/ war ei» söhn Marti! Anlonii/ welcher sichwohl um die Remidlic verdient gemacht/ und an. 162; gestorben/da er den Cardinal Franciscum Barbcrmi nach Spanien begleitet.Er legte die proben seiner tapfferkeil im kriege ab / und vertrat dieansehnlichsten stellen bey der Republic Genua, allwo er an. 1657an der pest gestorben. Im übrigen sind aus seinem geschlechte vielvornehme männer entsprossen. Denn Octavianus Raggi bekleidetean dem Päbstlichen Hofe sehr vornehme chargen/ und wurde vondem Pabst Urbano Vlll an. 1Ü41 mit dem Cardiiials-Hulbeschen.cket / - auch zum Bischoff von Wecia gemacht. «Sein bruder, Ja»cobus Raggi / schrieb unter dem nameii Gicagius den traclat cle rs-ximini: reZuI»riurii , so an. 1649 zu Livn gedruckt worden. Lauren»tius Raggi war Cardinal / Bsschoffvon Catanca in Sicilien , Ge«neral-Srhatzmeister der kirchei,/ und General. Intendant der gnle»ren des kirchen.staats. Lena ä'siuom. illuttr. ä'Iral. äs-

Le scritt. cleÜL Oßur.

Ragimbertus oder Ragumbertus/ König in Italien . Erwar ein söhn Gundedem, oem ber Hertzog von Benevento Gri«moald leben und Reich entrissen halte. Dieser sein söhn aber be.mächligte sich desselben an. 704 wieder, und starb im folgenden jah«xe. cle regno leslise I. r. ,

Ragnit / eine in dem Brandenburgischen Preussen/ an derMeine!, gelegene stadt, welche mit einem schloß und grossem am.te versehen. Sie hat vor diesem Lanbshut geheiffcn / und an. 171 c>von der pest viel ausstehen müssen. Sie ist niesten von Königs«berg entfernet.

Ragoczy, eine berühmte familie in Siebenbürgen /welchediesem Fürstenthum drey regierende Fürsten gegeben. Der erstedavon war Sigismundns Nagoczy / welcher an. 1606 nach Ste»phani Botskai tod wider seinen willen von den SiebmburgstchenStänden zu dieser würde erwählet worden. Seme regierung mach.te ihn sowohl bey dem Römischen als bey dem TürAifchen Kayscrbeliebt. Sie währte aber nur 2 jähr, indem er an. 1 e>s8 sein rechtdem Gabriel Balhori abtrat - und nicht lange hernach das zeitlichegesegnete. Sein söhn Gcorgius Ragoczy, von dem em dejonde«rer articul folgt, kam zu eben dieser Hoheit nach verdrmgung desStephan! Bethlen an. i6;o. Derselbe hinterließ von seiner anderngemahlm Susanns, Gräfin Loransy / Siglsmunbum, Grafen zuMongatzsch/ so an. i6?2 verblichen/ nachdeni ihm feine gemahlmHenrietla / Churfürst Friedrichs zu Pfaltz lochter / die er nur 5monate gehabt/ bereits das vorige jähr in'der sterdlichkeik vorge«gangen. Die erste gemahlm aber, des Slephani Bethlen rechter,welche ihm Rittershusius beyleget/ hatte ihm gebohren GeorgmmRagoczy / wiewol, nach andern, beyde söhne von der Loramy ge«bohren worden. Dieser Gcorgius ward / wie hernach ein besvn.Lerer articul ausweise» wird/ von den Türcken an. lüüoum lebenund Fürstenthum gebracht. Sein söhn Franciscus lebte als eineprivatwerson biß-ü8i/ und verließ von seiner gcmahiw/ HelenaSerini/ die steh nach seinem tobe an den bekannten.Emericum Tb.ckeli verheyrathete / einen söhn / Franciscum Leopoldnm/ derpchzu ansang des 18 secul, zum Haupte der mißvergnügten Ungarn auf.gemorsten/ dadurch aber um alle seine güler gekommen, und 17"land-fluchtig werden müssen/lind eine tochter Julianam Barbaram,welche Ferdinand (Lodert, Graf von Aspcrmont , an. ,691 zuWien aus dem kloster entführt, mit sich vermählt. Man giebtvor, es hasste aufdieser familie der fluch, daß keiner von derselbenim grade ruhen könne, seit dem Georgine Ragoczy der ältere, Ln.

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dewigs des heiligen Königs in Ungar» cörpcr des Vernel.st^g»und der ccone beraubet scsisu-ousine. .

rzuen an. 1704.

Ragoczy/ (Georg) Fürst von Siebenbürgen , wargebohren. Sein vaker war der obgcdachte Siglsmund Magvczi.Nach des Fürsten Gabriel Bethleus tobe, berief ihn an. ,629desselben bruder Stephanus Bethlen zu sich, und trug ihm dasFürstenthum Siebenbürgen an, weil er es für sich zu erhalten sichnicht getraute. Gleichwohl liessen die Landstände, nach des Ra»aoczy ankunfft mehr Neigung vor den Stephanum blicken , dahersich diese beyde Candidaten verglichen, es bloß aufdie enllcheidungder mehrcrn stimme» ankommen zu lassen. Und da fiel denn diewahlauf den Ragoczy, worzn diß viel beygetragen, daß desFur«sten Bethlcns wiltwe ihm ihre stimme zu erst gegeben, wie ste denndurchgehends für ihn viel Hochachtung erwiesen, und seinen jüng»sten söhn Slgismund zum erben ihrer eigenthümlichen Grafschaffk> M-mkatsch gemacht. Einige jähre hernach entgieng er einer grossfen verrätherey, die ein Ungarischer Herr, Sigismundns Prepas«wart genannt, wider ihn angesponnen, welche ihm DavidZeliomy,der ihm auch zu eriangung des Fürstenthums sehr behrüfflich gewe«sen, entdeckte, wiewohl er selber daran mit theil gehabt, und auchdeswegen im gesängniß sterben müssen. Hierauffieng der Ragoczyauch an < den Stephan Bethlen und seinen söhn Petrum zu verfol»gen, da ihm denn eine von dem Pelro geschehene enlieibung zumvorwanv dienen muste, und weil diese nach Constanlinopel ihrezuflucht genommen, so gerieth er darüber mit den Türcken in krieg,und sicherte denselben an. r6;6 bey Szalonta ein treffen, wiewohles ungewiß ist, welcher theil eigentlich sich den sieg zuzuschreibenhabe- ES kam auch bald darauf zum frieden, in welchem Ste»phan Bethlen wieder in seine gütere eingesetzt ward. Nachdemwar Siebenbürgen eine geraume zeit ruhig, da denn Razoczi umterdessen grosse schätze sammlete, und sonderlich bemühet war, dasFürstenthum erblich zu machen. Es hatten ihn die Schweben zwarschon an. i6;4 wider den Kahler aufzuhetzen gesucht, aber damalsnichts bey ihm ausrichten können, doch an. 164z entschloß er sichendlich mit den Schweden wider den Kayscr em bündniß zu ma»chen, welches den Frantzösischcn Hof, der m 4 jähren, da er sei»nen Agenten bey ihm gehabt, vergebens an einem bündmß widerden Kayser gearbeitet, sehr soll verdrossen haben. Der verwanddieses kricgs bestund darinnen, nxi> man die Ungarische crone crb«sich zn machen gesucht, die Protestsienden m Ungarn gedruckt, dieJesuiten eingeführt, und den landes-beschwerungen nicht abge»holffen. Er steng also nu» den krieg würckiich an, und war, weilihm viele Ungarn zufielen, im ansang ziemlich glücklich, nahm inOber.Ungarn Caschau, Evelies und andre örter ein, schlug auchden Kayserlichen General GrafPuchheiin, erlitte aber doch auchunterschiedene mal grossen Verlust, und ließ sich dadurch bewegenan. 1649 mit dem Kayscr friede zumachen, durchweichen er die7 Spanschafften in Ungarn , die lein vorsahr besessen, bekam, auchsonst allerley vorlheilhaffie vorschlage und die restilukio» von 90 Pro.lestirenben kircheu erhielt. An. 1648 bemühele er sich nach Ula»diSlai IV tobe König m Polen zu werden, starb aber, ehe die wählfür sich gieng. Er war der Reforminen rcsigjvn zugethan. Einssge zeit vor feinem tobe stieß ihm eine schwere melsncsiolie zu, dieer sich durch jagen zu vertreiben suchte. Von feinen kindern beste-he den vorhergehenden arlickel- Sonst ist noch zu mcrcken, baßihm der bekannte Drabicius dieHungarifche crone prophezeiet, undlhnc dadurch zu Unterdrückung des Hauses Oesterreich auzuftischcngesucht, welche Hoffnung aber ihn, der tod des Ragoczi zu schändengemacht.

Ragoczy / ( Georglus li) Fürst in Siebenbürgen , warGeorg» 1 foyii.Er ward noch bey seines vaters leben zum nackfolgcrverordnet,und trat die regierung nach dessen kode an.1648 völlig an.Er verjagte§; den Moldaujjchen kFürstcn Basilium, und setzteseinen Cantzler Stephanum daselbst em. Hernach leistete er demWallachischen Fürsten Cöstantmo wider einige aufrührer hülste,undan. iüs6 stund er be» Polen wider die Tartärn bey. Bald daraufaber ließ er sich zu einem bündnisse mit Schweden wider Polen be«reden, woran sein vornehmster Minister Achatius Barczai schuldwar, welcher seinen Herr» durch diesen Rath bey der Pforte inUngnade zu bringen, und selber Fürst in Siebenbürgen zu werbensuchte. Er gieng deßwegen mit einer armce in Polen , allwo ihmauch die Schweden Cracau einräumten,und mit der Polnischen cro.ne schmeichelten. Allein weil die Schwede» bald daraufweqen desDänischen krieges Polen verlassen musten, hielt sich Ragocki nichtstarck genug, den krieg allein zu fuhren, und gieng also wider nachnach Hause, sahe sich aber unterwegs so übel vor/daß er von denPolen zwischen zwey strohmen eingeschlossen und zu einem sehrschimpffsichen vergleiche genöthig« ward. Er eilte nach dessensthliessung mit wenigen Pferden voraus nach Siebenbürgen Diearmee aber, welche nachkommen solle, ward noch einmal von denTartarn eingeholt, und völlig über den Haussen gemorsten, so, daßetwan 8000 mann wieder heim kamen. Indessen hatte es derTurckische Hof sehr hoch empfunden, baß sich Ragoczy . ohne dssPforte zu fragen in L-elm krieg gemengt. Deßweaen ward °r aufdes Groß.Sultans defchl seines Furst -nthuws entsetzt, u,'d MbeSFranctico Redey gegede-Er legte auch aus furcht vor d/rTürc ischenmacht anfänglich an. i6c8 auf dcm land.tage zu WeMnl ura Uvegteruug selber nieder, fieng aber bald an nach d rK von n-ucmzu, streben , weil er noch mele Siebenbürger md ejniae se^platze auf seiner ftlte hatte. Allein dadurch zog er sich die>völlig über den halß, welche mit grossen arm e , j Z ,7d,L1embrunqen, das land nöthigten von Raaocm ah^k- ? ^ ^Achatium Barczai zum Fürsten anzunehmeiL Dieser n 2 jch°ch