Band 
Vierdter Theil
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Bischoff zu Basel gewesen , und sein bruder Conrad , der alsAbi zu Emsiedlen an. 12)4 gestorben. Hernach ist er an dieGrasen von Kydurg gekommen, aus weiche» als um das fahr, zrrder Graf Hartman» ermordet worden, und zwar, wie man ge»glaubt, auf anstiffren seines bruders Ebclharbs, hat dieser, ausfurcht vor feinen Unterthanen, die stadt Thun , nebst andern zude«hörungen. den Bernern vcrkaufft, nachmals aber von deniclbenwieder zu lehrn angenommen an. 122;. Doch bald darauf hat ergegen diese neue Lehnsherren sich aufgelehnt, die ihn auch, ob siees gleich versucht, nicht demüthigen, noch die stabt Thu» eiunch»inen können. An. r;4) ist ein vergleich erfolgt, undan. i;?;hat der Graf Hartmann die stadt nebst dem schloß gegen eine grossesumme gelbes den Bernern verpfändet, von welcher zeit an sie den»selben, jedoch mit vorbehält vieler privilegieii, beständig ume»worffe» geblieben; ungeachtet an. 118» der Hertzog von OesterreichLeopold, sie mit list ihnen zu entziehe» getrachtet, (s Lurgdorff)

cbron. kkew, cie rez). bielvet. *

Thun / vor zeiten von Thonno / die vornehme Grafen in Ty>rol, Böhmen und Oesterreich , sind in dem 4 fcculo mit dem heil.Vigilio, Bischoff zu Tridcnt, aus Italien als Römische pairic»zuerst in Tyrol gekommen, und haben von demselben unterschied«lichc lehnstücke, nebst dem Erbschenckenmmt in den BißihümcrnTridcnt und Brixen erhallen, wiewohl andern wahrlcheiiilicherdüncket, daß sie von den chemahligen Grasen von Thun in derSchweitz herqcstammet. Albertus , Ritter äs Tonuo, lebte umdas jähr ,000; Mertinus von Tbun aber um das jähr ro;--.Crasmus von Tbu» diente dem Hause Oesterreich um das jähr >298als Obrister. Victor bekleidete um das jähr ,487 die charg« cl»nes Landes.Hauplmaiins in Tyrol. Chrisiophorus, em sohn Bal'tbafars, der bey dem Ertz-Hertzoge Siglsmuubo Rathgeweien,ward Hauptmann zu Trident, und that dem Kayser MariinilianoI, i» Böhmen, Tcnischland und Italien vorkrefliche dienstc.Nvlandus, war Ober.Land.Jägermeister in Tyrol. Sigismun«dus, Kayferlicher Raih und Stadlhalter in den Ober.Oesterrei»chifchen landen, hielt sich in dem banren-rriege an. 1526 wohl,und vertrat »achgchents die stelle eines Abgesandten aufbem Tri«denkinischen Loncillo. Chrisiophorus, Groß. I'i ior des Masthefe»ordcns l» Ungarn , Comtur zu Klein-OelS und Lastn , Kaysccli«chcr geheimder Rath und Obrist.Hosmeistcr, erhielt tie Gräflichewürde, und starb an. 154?. Georqius war anfangs PäbstüchcrObrister, nach diesem adcr Kayserlieber Rath, Ober Cammer»Herr, und an. izgö Gencral-Feld-Marschall. Rudolphus undHlldebrandus haben sich in den kriegen , welche der Kayser Caro«Ins V wider Franckrclch in der Lomdardie geführct, als Odersic»hervorgethan. In dem 17 seculo florirten unter andern Sigis«wnnduS Alphonsus, weicher an. 1677 als Bischoffzu Tridcnt imdBrixen mit tobe abgegangen ; Johannes Iacobus, Kayferlichergeheimder Ratb, Cainmerherr des Teutschen ordcns, Coinlurzu Bolzen und BaUif ni Tyrol; Johannes Sigismundus, Kay«serl. Ober.Hofmarschall, welchem von ; gemahlinnen folgendesjobne gcbobren worden; 1) Gindobaldus, Cardinal und Ertz-Bl«schoffzu Saltzdurg, welcher an. l6ü2gufdcm Reichstage zu R»gciispurg Kayferlicher tt^incipst LorniniikLnu; gewesen, und an.1668 gestorben. 2) Wenccölaus, Bischoffzu Haffau, an. 1664.

Jobannes Erncstus, Ertz-Bischoffzu Salhburg an. 1687, deran. 1701 den Ritter-orden Rupcrti gestlfftct, und an. >700 qestor«den. 4) Rudolphus Joseph,,s, Bsschoffm Seccau an. 1699.Joievhus, ein Cap»cliicr«M,'i,ich. 6) Franciscus Sigismundus,Kayserl- geheimder Rath, des Malkheser-ordcns , und Com»tur zu Klein-Oels, Grebingen und Wien . 7) Remediuü Con»stanlimis, Kayserl. geheimder Rath und Stadlhalter in Böhmen ,der bey seinem an. ,702 erfolgten lote, einen lohn gleiches namenshinterlassen. 8) Michael Oswaldus, 9) Maximilianus, Kay«serl. geheimder Rath, Ritter des güldenen Vließes und Oder-Hof«Marieball, ein vatcr a) Johgnnis Marnnilianl, Kaylerl. Cam»wer Herrn, b) Johannis Francisci, welcher an. 1719 als Kav«serlicher würcklicher Cammer-Herr und Stadthalter in Böhmen ,,4 jähr alt, imt tobe abgegangen. In Böhmen besitzet diese fa«miste unter andern die Herrschafflen Clüsierle und Tctsche», wel«che beyde von den schiössern und städtlein, so dazu gehören, alsobenamet werden. Von der letztem war Graf Ernst von Thunbesitzet, der an. 1717 verstorben. ttemmsr. 1'an.

Izrcü. estrenkr.

Thun »OLVL(dCL. ein schloß zwischen Cambray, und Valm.cieunes in den Niederlanden gelegen. An. i;;s belagerte es derFrantzösische Erb.Printz Johamies, und fein vatcr, PhitippuS Va«iesius, ( damit es nicht schiene, als ob er wider den kury zuvor mit'dem Kavfer Ludovico V geschlossenen iractat handelte) befand sichin eigner perfon, doch nur als ein blosser foldat, dabey. Wiewohlnun der Graf von Henncgau den entsatz versuchte, so muste sich den.noch endlich der orr ergeben. tiick sie brave« rom., p.

zss. 400.

Thmistetten/ eine herrschafft im Ergöw Berner gebiethsohn.Weil dem flecke» Langentball un amt Arwangcn , wäre vor altemeine Commentburey der St. Johannilcr Rittern, deren Coinmen-thür an. 1402 das burqcrrecht zu Bern angenommen. Ä». 17,;hat H. Hieronnmus von Erlach, damals Kayferlicher General undLaudvoiqt zu Arwangen, qüker an diesem ort gekauffet,nd emprächtiges schloß oder hauß dabin nebaucn. Hernach 1720 hgr erder stadt Burqdorffdie herrschafft Jnckweil abgekauffet, und si-Ibigeder stabt Bern gegen die Herrlichkeit zu Tbimstetlen vertauschet.Von welcher zelt an er sich unter andern, Herr zu Thunstcttenschindet. *

Thür/ lat. I'smus, ein ffuß in der EydgenossenstSajft, welcher

thu

in der Graffchafft Sargans , auf dem Schalberg ensprinat, Toa.qenburg und das sogenannte Tdurtha! wie auch die Lar>dqrgss»aff,Tbürqöw, so von selbigem den »amen hat, duredflicssa, »«d unMAndelfingen, bey dem städtlein Egstfau in dein Cauwn Zürck sieb inden Rhein crgeust. ^ '

Thurgöw / Thurgau/ lat. lurxov!». wird von StliMllound andern altern ,cribenlen,beyder formircen e-nkheilling derbvd.genossen,chasst in gewisse pagm oder Gbw und Gau , für eines dergrosten theile Hcloetieus beschrieben; zu dejsien gränben sieaeaenaufgang das Rhein,hal »nd den Boden,ee, gegen miltaq die Gras,schafft Sargcms, gegen Niedergang die stusseTöß imdGlaii indemZurchijchen gebieth, gegen abend aber den Unter-oder Keitersec undRhein ge,etzel, und also einen grossen theil von dem gebiethe desCanwns Zürch, den Tauten Avvenzell, das gebieth Lec-AdtS vonSt. Gallen, die stadt St. Gallen , die Grasschäfft Toqgendiirg, unddas gantze vorletzo m spec,« ivqenanitte Tburgöw darein einschlief,sen. Bey nunmehriger andrer emtheliunq derEydqrnoßischen!an.de aber wird durch das Tburgöw verstanden, ein ziemlich grossesund volckreiches stück landcs in der Eydgenoffenschgffi, welches ge.gen morgen an den Bodenlee, gegen mittag au die SW St. Gablifche» lande, gegen abend an die Canwns Zürich und Schaff«!!,sen, und gegen Mitternacht an den Rhein und Unterste gränbei.Gegen Mittag ist es zwar etwas bergjqt; übrigens aber ziemlicheben,und diirchgebmds an wem, körn und baumfrüchten fruchtbar.Es liege» darinnen dieltädte Fralicnfeib, DiesenhofeU/BilchoffB,Aebon rc. ver,chlede,ie kloster, als Creutziingen, Fischingen, Um.gen, Münsterstligen, Dänickon, Felddach, Kalchern rc. W giebtauch darin gar viel Adstche sitze, schlösset und stammhäuser, so baß7; geissimd westliche Stände und Edelleute sind, welche hin undwieder in demselbigen die nieder. gcrichte haben, und Gerichts.Herren genennet werden, auch zu zelten ihre zusammenkünffte, oderjogenanntc Gerichts-Herren- tage halten. Solche geschiehet baldalle jähr zu Wcinfclden, da das pr«. 1 >chum der lands«Haupt«mann führet, welcher aus ihrem Mittel und auf ihre« Vorschlag,von der regierenden Eydgenvff,sehen erteil gesandten erwehlei wird.So werde» gleichfalls aus ihnen der Lands.Lieutenant und Lands.Wachtmeister erkieset, doch memahl alle von einer religion. DerBischoff von Costantz alS Abt zu Reichem», , in krafft einesVertrags von an. 1509, und der Abt zu St. Gallen , in krafft derVerträgen von an. i;oi, und i;67 haben an ihren orten und Herr.schafften etwas mehrere und besondere rechte, als die übrigen Ge»rechts Herren im Tburgöw. Es können aber die Gerichts > Herrenmehrenthetls nicht höhere gcbott anlegen, als biß anf ein psmidpfeniilng und nicht über ; fl. straffen, darvon das halbe dem land»voigt im Tburgöw gebühret, welcher deswegen einen seiner iandS«gerichls-dleiiern, bey der Gerichts Herren hussciigericht sitzen hak.So niag man auch von ihren urtheilen in jachen die über; si. sindan den tand'voigt oder an das land-gericht appeUwe». Also hal derBiichoss »n Costantz von wegen der Hochstiffl seine Oder-Vöigie zuArdon,dahin die gerichte zu Egnach gehören- Zu Bischoffzell dahindas Schöncnberacr amt gehörig Zu Göttlichen dahin die gerichtez» Tägcrweilen und Siggershausen gehören. Zu Gültingen.Wegen der Adlen Rcichenau besitzet er die gerichte zu Tnbolstngen,Ermatlingcn, Maimebach, Friictwcilcn, Bcrlmgen, Slcckboeen,Müllhetm, Heschickdofcn, Lanadorff und die Halden gericht zuMättendorff und Lusiorff. Dem Dom Capitel zu Costantz geborendie gericht zu Langen > Nickenhach und Liedburg. Dortige Dem.Prödstey aber bat die halben geeicht zu Psyn. Dem Abi zu St.Gallen sind zuständig, »edst der stadt Wvl, ( allwv ein FürstlicherStadlhalter und ein Psaltzrald ist von Xl I Rälhcn) die Hohen undNiedern gerichte zu Rvschacb,Tbumdach,Goldach W'-teregg/WorS.weil, Tadlala, Gvffau, Waldknch, Mula, Hütlischweil, Brrn»barvzcll, LummiSwc>l, Berg, Wiitenbach, Rottmont, Slriidcnzcll,Geilcrwald, Heiffcnschmyl, Bergnelecht, Zutzweil, Ziiderwangei!,und Wlger. Item die sogenannten alten-gerickte zu Kcßnmlcn,RoimShorn, Sonmieri, Herreichoff, Silterdorff, iindimMg'gericht oder sogenannten Schneggenbundt. Mehr die niedermgeeicht zusambt der Huldigung und Mamsschafft zu Handen der!V Schinn orten, »ebst der ersten avpellalion zu BlydechM.schlacht, Hcsciihoffen,Aueuhoffe»,und Moos, aber zu WeiM allemdie niedere» geeichte. Die Sliffl Einsiedlen hat die HeMchMnSonnenderq, Gachnang , »nd Freudenfels. Das klollcr CmitzlM'gen hat die gerichte zu Creutzstngen, Sulgen und Owaugeu. Dasklostcr Rbeynau, die gericht zu Mammercn, und den Freyjitz MNeudurg. Das kloster St. Urban, die gerichte zu Herbere»Liebenfels . Die Stifft Muri, die gericht zu Eppishauie», MMn»berq und den Frey sitz Sandegg. Das kloster Fischingen, die ge.richte zu Fischingen,LommiS und im Tauucggcr.Ambl.Das mmrZwcyfalten in Schwaben , den Freysitz MittIergyrsperg.Dle S>MSt. Pelagii zu Bsschoffzell die unid diese stadt gelegenen!ogwM>ten Goitesbauß gericht. Das kloster Münsterlingen die gerMLoiidlchlachk und Utweilcn. Die Malthcser. Commenchnttv mTobe!, die gericht zu Tobe! und Hertcn. Die Cartbauß JtWAwie auch die kloster Dänicken und Feldbach die ^richte >m vezi aumd lelhjqe herumb. Die Stifft St. Stephan ü> Colinttziricht zn Andweil- Dre Sttffl St. Johann daieldst gerM »Lipperschweilen. Das kloster Pclcrshauscn, den -^eysitz KiMm^'Aus denen Weltlichen, gehören der stadt Zurch die hemLaßiund gericht, Wcinfclden, Birckwivcken, Bußuang , WchE g,Tbuntorff, Hüttlinqen.Pfy», Obec-und Nieder-Ziuson>»Lleu>M,wie auch die halben gericht zu Mättendorff und Lusimff.DttVlaiSt. Gallen sind zuständig die gericht zu Büeglen, A'nerjwwv-,Dlichweiten, Hasenrüthi. Dem Svitlhal daieiöst, die zu RM / rNiederaich unv dortherumb. Der siadl Cosinitznau, Buch/ Eggen uns auf bem Tägermoos. Dem Almule-^o »

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