thu
Rassl - ambt daselbst, die Raiti. gcricht zu Nüweilen, der stadtScein , die zu Wagcnhausen. Denen Bärscharlen von Schweingehöret der Freyg? znDägerst. Denen von Berowingcn, die Herr«schafft und gcricht zu Gündelhard. Denen Evingern von Stüßlin.gen, die zu Bachtodei. Denen Egloff, Meyer'und Engwessern,die zu Engwelien. Denen Güster von Costnitz, der Freyst? zu Are.»aberg. Denen Gontzenbachen von Sc. Gallen, Hauptwcil. De«„en Hädcrii, die Häderli.gericht zu Mura. Denen von Hallweil,die zu Blydeck und Zillschlacht. Denen Hardern, die zu Wtttwyl.Denen Hirtzei von Zürich , die Herrschaft Kefficken. Denen Hög.gern von St. Gallen , die gcricht zu Tburdcrg. Denen Huiercnvon Gielchenstorff, der Freyst? Mannerlshoffen. Denen Kurtzenvon Emiöhoffen, der Freyst? zu Ober>Gyrsperg. Denen Zollicko,fern von alten Klingen, die geeicht zu Hartenhusen und Hesenhau»se», wie auch tue Freyst? Hard, Satenstcin und Hußderg, so denenvon Landenberg an. ,720 umb 400c, choms ckor abgekauffet wor.den. Item die herrschafft Menklmgen und die gerichle zu Wigol.tingcn, Märstätten und Jllard. Denen Freyherren von Landsee der Freyst? Höchstens. Denen Reding von Biberegg, die Herr»schafften Burg und Enssshofen, die gcricht bey Morwerlen und derFreyst? Pflantzderg. Denen von Salis, die Herrschafft Oberaich .Denen Segesser, die gericht zu Hefenhvscn. Denen Freyherrenvon Thurn, die Herrschafft Berg. Denen von Ulm , die HerrschafftGriesendcrg, und geeicht WeyerschweNen. Denen Wervmüllerenvon Zürich , die Hemchafflen Oetlishausen und Hadcibcrg. Essind auch etliche alte Freyst?e, als Wolffsderg und Wilderen in ei.niger landleulhen Hände gerathen. Aller dieser inneren und äusserengerichls-Herren rechte sind im Arauischen land frieden an. r/nbestäligel worden. Diese Landgrafschafft käme »ach adgang derGrafen von Alr-oder Hohen.Fraucnfeldcn an die Grafen von Kv»bürg, und nach ausdlühung diests stammens an. 1264 an dasGräfliche bauß Habspnrg und zwar an Geaf Rudolph V,der her.nach Kayser und der stamm-vater des Durchlauchtigen Ertz'.haulesOesterreich worden, bey deine das land verblieben bis an. 1460, dadie Eydgnossen mit Hcr?og Sigismunb von Oesterreich in einenkrieg gerathen. Der erste anlaß zum wicderwillen entstünde schon 2jähr vorher auß einer undedachlsamcn verächtlichen rede, wieder,gleichen linier dem gemeinen, unverständigen pöbel nicht rahr sind.Dann als ein Lucerner etwas zu Costa»? von einem burger ge.kauffel hatte, und demselben eine Berner-mün? gäbe, wolle die,erauü haß gegen die Schwerer solche nicht nur nicht annehmen; son>dem nannte sie einen Küh «plappert, weilen die Schwaben undOesterreichs dazumahlen die Schweitzer nur kühe und kühmelckerschallen. Diesen stchimpff klagte der Lucerner zu Hauff seiner OVrig.keit und Mitbürgern, brachte auch di.stlbcn dergestallen in Harnisch,daß sie einen auszug wieder Costni? fürnabmen, und zu dem endeihre übrige Eybs.und Bundsgcnossen zu hülssx mahnten. Sie zo.gen alff samdtlich 4000 starck in das Thurgöw, eroberten undplünderten Wemfeldemund verderbten altes umb Costan? herumb,hätten auch die stadt sechsten angegriffen, wo nicht der Bischoff da»selbst nebst dem Freyherr von Sar sich in das mitte! geschlagen,und dieEvdgenosseu, mit bezahlung einer mercklichen summen gel«des, zum abzug bewogen hätten. Als aber im heimzug, einerseitsdie von Ury, Schwei?, Unterwalden und Glarus , die stadt Rap.perschweil, aus anlaß der daniahls unter der burgerschaffl walle»,den niißhelligkeit/ durch fürschub einiger bürgern eingenohmenzan.decseits aber die Züricher von den Wmterthurern, durch visttirungihrer Waffen beschimpftet, auch sie von besuchung des öffentlicheniahr-marckts daselbsten ausgeschlossen worden,hat der Unwillen undfemdschaffl auf seilen Oesterreich und der Evdgcno>sen so starck zu»genehmen, daß dieselbe beym ersten anlaß ,n eine kriege, flammeausgebrochen. Dielen anlaß gäbe erstlich Pabst Pins II, welcherodgebachten Hertzog in den bann gethan, die Eydgenossen wiederihn aufgemahncmnd benenselben aus Apostolischer macht befohlen,dessen lander anzugreiffen.Dazu käme der Handel mit denen beydenbrüdern, Vigilius und Bernhard Freyherren Gradier von Gra?aus der Steyermarck, welche vom Hertzog Sigismund in die achterkläret, ihrer güter beraubet, und aus dem lande vertrieben, sichin dieEydgnoßschafft als eine sichere zvfluchl begebcn,zu Zurich dasburgerrechl und die stadt Eglisau käuffuch erlanget, allwo ste volckgeworden, und bald darauf mit hülst deren von Zürich und übri-ger Eydgenossen das Thurgöw angegriffen, welches auch bis an diestadt Wmterlhur (welche r monat vergeblich belägert worden)erobert, auch in dem gleich darauf vom Her?og Ludwig ausBayern vermittelten XV jährigen stillstand denen Eydgenossen derVII allen orten tn Händen gelassen worden / welche darauf einegemeine land-vogtey daraus gemacht, und selbige alle 2 jähr ie einvrk nach dem anderen bevogtet. An. 1712 wurde, nach dem durchden Arauischen lands.frieden gestillten Toggenburger krieg, auchder Canlon Bern in die mitreglerung aufgenohmen. Betreffenddas land-gericht, vor welches das malefiz gehört, so wäre dasselbeu»ter dem Oesterreichischen hauß mit der land'vogtey vcrewbabret,bis an. 141?, da Kayser Sigmund, nach deine Hertzog Friederichin die acht erklähret worden, dasselbe an die stadt Costantz vcrpfan.del hat, in deren Händen es verblieben ist bis an. 1499, da der mitKayser Maximilian l und dem Schwäbischen bund geführte krieg,durch den Baseiischen frieden gcenbigel, und das land-gericht dendamahligen X orten auf ewig zugesprochen worden; daher ausserBafel, Schaffhamen und Appenzell alle übrige ort dcrCydgenoß.schafft theil an dem malefiz haben. Es ist vor altem zu Wmterlhur,hernach vor der stadt Costan?, endlich aber feit an-1500 zu grauen,selben geballen worden. Als hernach zwischen denen »n Tburgoivregierenden VII alten orten einerseits, und denen am malefix theilhabenden dreyen orten Bern , Freyburg unv So othurn, anderer
ftlts, wegen denen Reyßstraffen ein streit sich erhaben, mbeme die
thu 627
erstere die letzteren darvon ausschliessen wollen, ist solcher durcheinen Schicdrichkerlichen spruch äs äato Bade» den la jul. 1949entscheiden, und die drey ffäbte darvon ausgeschlossen worden; wei»cher spruch sowohl als der an. i;;s erfolgte verglich und erläukhe»rung über die rechte und Herrlichkeit des land.gerichts bey Wald.kirchio (a) zu lese» sind. Der.Ianb.yogt im Thurgöw hat seinen sitzim schloß zu Frauenleiden, welches die regierende orte an. ,5;;denen edlen von Lanbenberg abgekaufft habe». Wellen auch an»1524 ein grosser theil der Thurgöwern die Evangelische religion an.genommen, so gäbe es von selbiger zeit an viele streillgkeiten, sowohlmit den Mltregierenden orten Catholischer religion, als mit denSiebten zu St- Gallen, der Collatur, Chorgerichts und anderer re.Ilgivns fachen halber, worüber der an. iü;2 getroffene sogenannteThurgöwlsche vertrag, und dessen anlaß, bey abgedachtem Wald.kirchio (b) ebenfalls zu finden. So offt auch die fachen mit denenV Catholischen orten zum krieg ausgeschlagen, wie an. i;;i, iü;6und ,712 geschehen , haben die Züricher sich desThurgöws versi.chert. Was in dem an. 1712 zu Arau geschlossenen land.frleden,wegen der Parität bevder Religions verwandte», freyer rcligions»Übung, Mehrheit der stimmen, Collatur der Pfründen, ehegerichk rc.abgeredt, und verglichen worden, ist im friedens-instrument selb»sten beym Waldkwchio (c) zu lesen. I.W. s.
kiss. dckscr. tle Kep. ble!v. Lciu. novüs. (s) L^cign.
L. uncl 8. klss. k. r pLg. ;8s segg. (b) cl. 2ps§. 48s segg. (c)6. ?. 2 827, 8s6. *
Thurn/ (im ) ein Adeliches und von vralten zelten ber seheansehnliches gefchlecht zu Schafyausen, so sich ehemals die Brümstober Morhardten genennet, nachmalen aber, da es sich ,eve ver-mehret, und dannenhero zertheilet, in diesem besondren äst, anfangszwar, den Namen der Brümst im Thurn von 4 inngekabtenRitter-Thürmen, endlich aber allem deren tm Thurn aesübret,jedoch mit beybehaltung dcüBeümsischen wapens (sie,.e Brümst.)Es hat sich dieses gefchlecht in vielen kriegen, mw thui liieren, sowohl als bey andren gelegenbeitcn lreflich hervor gethan, auch daSkloster zu Schafhausen mit Vergabungen nicht wenig bereichernhelffen. Schon an. nos lebte Rüger »n Tburn, der eine gute an»zahl^seiner renken und qilten an das damalen nemerbaure klosterzu Schafhausen vergäbet; an. 1271 Wilhelm und Friedrich Rit.tere. An. 1299 wäre Rüger des Raths zu Schafhausen ; und an.l Elisabeth, Aebtißm im kloster Parabiß. An. i; 8 o verkauffieEberhard dem Hertzog Leopold von Oesterreich den saltz hoff, fahr»nnd schifflende zu Schashansen, welches,e?o der stadl zugehöret.Wilhelm und Eberhard wurden an. i; 8 s von den Scüweitzern inder schlachc bch Sempach erschlagen. Eberhard erhielte an. 141;von Kayser Sigismundo auf dem Loncilio zu Costan? erlaubnüsdas Brüinstsche Wappen mit deme, so das schon ausgestordene ge»schlecht von Urzach gefübret, zu verwechsle», welches auch bey die»sem gefchlecht bis aufden heutigen lag geblieben. An. 14°; in demdamaligen krieg zwischen Hertzog Friedrich von Oesterreich undden Appenzellercn ward Rüger samt seinem knecht und iü anderenvon Schafhausen zwischen Arben und Sl. Gallen erschlagen. Ami4S4 erhielte Hanß Wilhelm vor dem Kayserl.^of. gericht zuNvthweil mit recht: daß die damalige Grafen von Nellenburg ihme wegen einer an sie habenden ansprach die Grafschafft Ncllen»bürg u. Stokach samt stadt und schloß sowohl als der gantzen Herr»schafft Eglisau ablretten sollen ; welche aber venrög eines errichte»ten Vertrags denen Grafen wiederum zugestellet worden. An. 1449ware Hanß Wilhelm ein Johanniter.Rlttec; und an. 1492 wäreRüger im Thurn, Stadihaller z» Schafhauseu, der einige stamm»vater aller deren, so noch diesen namen führen, inniassen die übrigebranchen allesamt ausgestorben; dessen söhn Hanß wurde an. 1915in der schlacht bey Marignan erschlagen, 2 söyne und r tochier hin»terlaffende. Der älteste söhn Rüger käme zwar zu männlichem al»ter, ffarb aber ohne erben. Der jüngere Beat Wilhelm ward inseiner zarten kindheit mit einer tödllichen Kranckhelt befallen, sogar, daß er schon würcklich für todt gehalten ward. Als aber ebenzur stund, da er solle zur erde bestattet werden, und die'multer diesesihr kind noch einmal zu sehen und zu küssen verlangte, sich noch ei»nige wärme und ödem an ihme spühren liesse, ward er durch diesewunderbare fürsehung dem tobe wiederum entrissen, und so glück»lich hergestellet, daß er nicht nur wohl aufwachsen, sondern auchein vater von 6 söhnen und; töchter werden-und in allem eine po.sterilät von84ieelen zehlen mögen; aus deren nachkommen auchdie heutige zahlreiche familie derer im Thurn bestehet. An 1;;;Hanß im Thurn, ware Panner-Herr und des Raths; besässe dieGerichts. Herrlichkeit zu Altickon und Tbayngen, gelangte auchzu der ehren-stclle eines Seckelmeisters, und ward auf tagsatzunqengebraucht. An. 1946 Eberhard im Thurn, Hertzogs Ludwigs vonWürtemberg Hof.Iuncker. Rüger ware zu Schafhauseu voigtdes Reichs, Lanb'voigt zu Lauys, 8 cl,olsrckL, des Raths, undPanner.Herr um das jähr iLoc>. Hanß warb Seckelmeistcr, her»nach des Raths oder Obherr, auch Voigt des Reichs, und endlichBürgermeister an. > 6 ;r. Eberhard ward nach Verwaltung unter»fthieblicher äusseren ebenfalls des Raths ober Obherr, und nn.1042 Seckelmeistcr. Hanß Wilhelm ward Hauptinann in Frau.höfischen diensten, hernach Obherr oder des Raths und Gesandterin Italien 1652. Heinrich hat die Majors-stelle in Frantzösischendiensten rühmlich bekleidet, muste aber durch einen unglücklichenschliß, den er «n einem duell bey Solorburn empfangen, das lebenenden. An. 1659 Hanß Friedrich, Gerichtsherr zu Tbayngen undBüstngen ward Ober.Voigl z» Neunkirch,ferner des grossen Raths/Voigt des gerichlS uub Obherr der Abelichcn gesellicbafft , 68 r ;dessen fohnIvhannes wuroeOfficier unrer der Sächsischen Schwel»tzer.garde, von dar nach Hessen beruffen als Louvemeur zweyer
IV theil. Kkkkr brüdere«