Band 
Vierdter Theil
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6ZQ thy tia tib

gewesen , und daß er, nachdem sein svhn um vorbemeldter Ursachewillen getödtek worden, seine räche so lange verschollen, bis vag eretwas zu erobernnq der stadl Troja beytragen können. ^ann erwüste, daß die Griechen in dem höltzerneii pftrde waren , uno wardoch einer von den erste», welcher darauf drang, daß man lewigesin die stadt einnehmen solle. lib. n. «neicl.

'rüVML/z. war ein fest, oder vielmehr ein opffer, welches diefischer dem Neptuno zu ehren beqicngcn, wenn sie viel M)-nno8 ooerTonn fische gefangen hatten. Der erste, den sie bekamen, ward ge«dpffert, und dieses vpffer hieß 1k>nn»:um. /rsts«,^«5 (-rcrcis Icna-ra. I. 7.

Thpon/rus/ ein beyname, welchen die Heyden ihrem gvtlBa»cho gegeben, und zwar von si'iner mutier Seimle, welche auchTbyone soll geheißen haben, oder von seiner säug-amme,welche der«gleichen Name» gcsührek. hl-^ar. 1 .1. carm. xLNkk.m)-rr»c.k- 5 l.

Tbvrea/ oder Thvre/ ingleichen Thyrämn / war der nameeiner gabt mPeloponneso, an den Argwischen und Lacedamoni-scheu gräntzen gelegen , über deren gebiete zwischen dielen beydenbenachbarten völckern, 17 jähr nach erbauung der stadt Rom , e>nheffligcr krieg entstund, von dessen sonderbarer cntscheibung siehe denarticul Othrvades. Der heutige name dieses orts soll Vurbugnaseyn. >n t^acon. c. 7. I. 4. Ttteb V. 48.

/-xe^ Luseb.

eine decke des Haupts, deren sich die Könige und vorneh«wen in Persicn bedienten. Sie halte zweyerley form: einmal baßsie gerad ui die höhe qieng, fast wie die gestalt eines kegels ist, unddiese durffie niemand tragen, als der König,und wem er es aus M«derbarcr gnade erlaubte; hernach, daß sie etwas eingebogen war,und so durfflen sie auch die grosse» im Reich tragen. ES ward wieein Türcklscher dund, daß man es gleich auseinander nehmen, undnach belieben wieder zusammen legen konte. Hinten hicng vondem Königliche» mchrcmheils ein langer schweiff herunter, derglei««heu man aus allen mnutzen gewahr wird. Wenn sie einander gru«stell, so nahmen sie die liaram ab. cle reZno I'erlsruiri I.

I p. 28 k. scl k'Isulum l^crk. 4, 2, 2. all 8ia-

kmin kbeb. 8, 29;.

Tiara/ (Petrejus) ein Niederländischer klsiiolo§u8 und l^ecli-cu5, ist an. isi6zu Workum , einer stadt in Frießland gcbodrcn,und bat seine studicn sonderlich zu Harlem und Löwe» getrieben.Die Ooökor würbe in der artzney.kunst erlangte er in Italien . Hier»auf ward er t'rokcllor der Griechischen spräche erstlich zu Douvayund Löwen, hernach zu Leydcn in Holland , daselbst er auch derer«sie Sektor derselben ncuaufgerichtclen Universität abgegeben, undendlich zu Franecker m Frießland: an welchem letzten orl er auchan. 1588 gestorben. Er ward nicht nur vor einen guten kleckcumsondern auch (ir«cum und Pocle» gehalten. Von ihm hat manÜbersetzungen aus dein Griechischen jnS Latein unterschiedlicher au-Äorurn » als: 1.'Iärc)niL ^0f>^i6:. li-uri^iclis IVIeä.c^licliz Le Tlceoßniclii 8enrent. ii. in l/oerna cle blobilitaiL ctikci-plina militari Verer. b rilior. Sonst hat er auch etwas von Home«ro, Hippvcralerc. vcrtirel, so aber nicht gedruckt worden. /.

/irden. Lalsv. /. (.'armen in eum. *

Tibakdeus/ (Antonills) ein berühmter Italiänischer Poet. ErWar von Aerrara gebürtig, und zu der Poesie lbuderlich gejchickl, wo«rinnen er auch stattliche progressen machte. Er legte sich anfänglichauf die Italiänische poesie; weil aber Bembus und Sannazariusdartiincn über lhiie cxcellirten, fieng er au, Lateinische verse zu schrei«den, darinnen er auch sehr glücklich war. Er lebte meistens zu Rom ,wurde aber zuletzt so verdrießlich , daß er sich beständig inne hielt.

in elvA. c. 94. Kitt. kerrar«

H8^kt.Ldlk, ein gewisses volck der Chalybum nahe bey demschwartzcn mecre. Sie hielten so genau über die gerechligkeit, daßsie nicht eher ihre feinde angriffen, als bis sie ihnen von dem orte undder zeit des treffcns Nachricht gegeben hatten. Wenn ihre weiberin die Wochen kamen, legten sich die männer nieder, und wurdenvon den weiber» bedienet, gleich als ob sie das kmd zur well gc»bracht hätten. Ausser diesem legten sie sich aufs spiele» und railli«ren. Es wird auch ihnen schuld gegeben, baß sie ihre alte leute,wenn sie keine dieuste mehr thun können, ermordet hätten, l'»/^.

/,/^cc«,.

Tiber/lat.Tibers, ital. levere, ein grosserfluß in Italien . Erentspringet aus dein berge Vcrghereto nahe bey dem l^lonre Lmno-jo auf dem Avcnuinischen gebürge zwischen den landschafflen Flo«rentz und Romandiola, nimmt die Chiana, Nera , Teverone und40 kleine flüsse zu sich, läuffi bey Rom vorbey, und crgcust sich in dieTvscanische sec, ioc> Italiänische Meilen von seinem Ursprünge,durch zwey ausflüsse, unler welchen der kleinere Fiumicino genannt,einen Hafen formiret, so von den alle» Kaysern erbauet worden,und welchen die Päbste zu erhalten, sich bemühet haben, s Albula.

Ilal. not. orb. cielices cle lttra-

lie.

Tiberias oder Genezareth / so insgemein Tabaria genennetwirb. Es war eine stadt >m gelobten lande, in der Provintz Gali«läa ohnfern dem Jordan, und bekam von Herode diesen «amendem Kaysec Tiberio zu ehren. Es ist daselbst die Galiläische see,welche auch die ste Tiberias genennet wird. Nachdem Jerusalem von den Christen unter Gottfried von Bouillon eingenommen wor«den, kam Hugo von 8. Omer ins land, und emvfieng von BaldunioI das Fürstenthiim Galiläa nebst der Herschafft Tabaria. s. Gene«zareth. iL c. ;. cks urb. N0k. orbir

»m. I.; c. 1 z.

tib

Tiberius/ ( Claudius Nero) ein söhn Tiberii Mronis undLiviä Drusilla, welche letztere hernach Augustus heyralhete Uwurde mehr durch seiner mutter Liviä practiquen znrKinijttl'wüs.de erhaben, als durch Augusti wähl, als welcher niemals av idmeinen gefallen hatte. Er trat seine regiercmg nach des Kayscrs w.dc an, und anfänglich war sein regimcnt sehr gelinde; allen, eswährte solches nur eine gar kurtze zeit, indem er nachmals dm-ckseine Verstellung und grausamkeit sein boshafftes gemütbe siMman den tag legte. Germanicum, welcher wider die Teutschen stbrglücklich gewesen, ließ er in Syrien durch gisst hinrichten. Diesswiderfuhr auch dessen gemahlin Agrippmä und deren söhnen Drussund Neroni,deren letztere doch seine groß-tochter Juliam Diusillamgehcyrathet hatte, weil er alle diejenigen, so ihm in seinem dösen le«den emhalt thun konten, oder auf welche der Rath und das volckihre adsichten wegen des Kayserthums werffen mochten, aus demwege wolle geraumer haben. Scjanum, welchen er aufden hoch.sten grad der ehren gebracht harte,ließ er, doch mit mehrerem recht,als die meisten andern, auf gleiche weise ermorden, welches auchallen denen widerfuhr, aus die er einigen argwohn hatte, oder a»welchen er sich gerne rächen wolle, sonderlich aber, welche ihme inder zeit, da noch die 2 großssvhne August,, Caius und Lucius leb.len, und Tiberius eben wenige Hoffnung zur höchsten gewali halte,keine grosse ehre augeihan, oder deine ,bristen zuwider gewesen wa«ren. Seine erste gemahlin war Viplama, Agrippä tochier, wel.che er wider seinen willen von sich scheiden muste, um Juliam, Au«gusti tochier, zu hcyrathen, die er) nachdeme sie schon ihr vater we.gen ihrer üdlen sitlc» in die wüste insul Pandatariam, und fernergc» Rbcgium ins elend verwiesen hatte, unter seiner regieruug ingrösstem jaminer und Mangel verschmachren liesse, oder, wie ewigemuthmassiingen geben, durch ein langsames gisst hinrichtete. Sei«ne erste gemahlin hinterließ ibm einen soh», mitamen Drusus ,welcher zwar vor dem vater starb, aber 2 söhne hinter sich ließ, vonwelchen einer jung starb, und der andere von Caligula getödtel wur«de, ingleichen eine tocbter, sozweymal verheyräibel wurde, daserstemal an Nerouem Germantci söhn, und nach dessen absterbenan Rubellimn Plaulum, Vene der Kaystr Nero lödlete. Von Ti«beri, tovewirb unterschiedlich geredet. Snctonius hält davor, daßihm Cnligula einen langsiim würckenden gisst beygebracht habe.Andre sagen, daß man ihm nichts zu essen geben wollen, da er voneinem sicher wiederum genesen. Noch andre geben vor, daß erdurch ein auf das gestcht geworffenes Haupt-küssen oder Polster ersti«üel worden, wobey man hörte, baß er nach seinem ringe liess, denman ihm von seinem fingcr genommen hatte. Ewige setze» hinzu,daß, als Caligula gesehen, daß er den ring nicht fahren lassen wol»len, weil durch Überreichung eines rings einer rum »achfolger er«kläret wurde, er ihn leibst erwürget habe. Gewiß ist es, daß T>»bcrms eines gewaltsamen todcS gestorben, da er 78 jähr alt war,und 22 jähr regieret hakte. Suetonius sagt, daß diefer Kaystr sehrgut Griechisch und Lateinisch geredet, und einiae Lyrische verse ge«schrieben habe. Desgleichen machte er Griechische verse < worin«nencrEuphonom, Rhiano und Parthenio nachahmte, verenge«mählde er lii die öffentlichen bibliolhecken setzte. ssE»-»,.

D,c> I.I. r. *

Tiberius / (FlaviusAnicius Constantinns) ein GriechischerKaystr, war aus Tbracicn gebürtig, und wurde von Justins demjungen, nachdem er unterschiedene wichtige ämter bedienet, doch imkriege nicht gar glücklich gewesen, zum Casargemacht. Er regierlenach Jusilni wd alleine, und hatte das glück, die Persianer zu Wa«gen , welche unter ansührung ihres Königs Chosroes überall eingrosses schrecken erreget halten. Auch erlitten die Mauri eine grosseniederlag in Africa durch den Kayfcrlichen General Gmnadnmi,und verlohren dabey ihren König Gaßmuel. WiderHormisdam,den svhn Chosrois, hatten dieses Kayscrs Waffen noch bessern forl«gang unler ansührung Manritii. Er starb nahe bey Constanlino«pei an. z8», nachdem er; iahr und 4 monat sehr rühmlich regierethatte, und hinterließ zum Nachfolger im regiment seinen schwieger«söhn Maurikium, von welchem man sich die Hoffnung machte, daßer eben so löblich, wie er, regieren würde. Er machte ihn zum Ca«far, als er aus dem Pcrsianiichen kriege zurück kam, und hielt eineherrliche rede zu ihm, die von Nicephoro angeführet wird.iZ c. ü. 5 c. 14. I.; c. l

I. s c. zo. *

Tiberius / ein beschriebener bekrieget, welcher an. 726 diesesname» annahm, und dem volck weiß machen wolle, daß er mis demgeschlcchre derKayscr wäre, um ssch dadurch auf den Italiänischesthron zu setze». Er verführte auch einiges volck in Toicana, wel'ches ihn zum Kaysec erklärte. Allein der Erarche belagerteM nu»hülste einiger Römischen trouppcn in einem castell, wohin er flöhe,und nachdem er ihn gefangen bekommen, hieb er ihm denkopst ab,welchen er dem Kaystr Lcoi» Jsaunco zuschickte. , 5 -Lr,biiwi-re cler iconoclätter.

Tiberius Absimarus / s. Absimarus.

Tibertus/ (Anuochns) ein berühmter Italiänischer Mrolozuraus dem 1; stculo. Er war vo» Cefena, einer stadt in Romainen,gebürtig, wurde aber durch einen von Adel in Frauckreich gevrachl,um zu Paris zu studire». Er legte ssch aufdie msglam nslmaiew,und setzte ssch zuvor fest in der physsc, Medicin und maekesi., Damiter desto sicherer lebe» möchte, gicng er in sein Vaterland zurück, wo«selbst er wegen stiner wahrsagcreyen in grosses ansehe» kam. Pan«duiphus Malatesia aber, Souvcrain voii Rimini, nachdem erMvor verdächtig hielt, als hätte er an einer wider ihn angesponnemneonspiralion theil, ließ ihn in der citadelle gefangen nehmen. Ä«bertiis, ob er gleich unschuldig war, suchte doch mitte! zn entkam»nie», war auch bereits in dem graben, wurde aber von einer scv>w«