Band 
Vierdter Theil
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cem > so sind auch durch ihn die Dominicaner zuerst in Venedig stadilirt worden. Von dem Constanlinopolitanischeu Kayser Bal-duino empsieng er vor die Rcpudlic ein groß stück von dem CreutzChristi/ wie auch den schwamm/womil nia» ihngeträuckt, und dietantze,womit er durchstochen worden. Dagegen ward dem gedach-ten Kayser ein ansehnlicher iuccurs wieder seinen seind den Grie-chische« Kayser Iohannem Ducam zugesendet. In dem jähr 1249legte Jacodus Tiepolo von freyen stücken die Herzogliche würdenieder/ welche (nachdem sie darauf von Marino Moros»» und vonReniero Zeno 19 jähr verwaltet worden) seinem söhn LaurenlioTiepolo an. < roz aufgetragen ward. Derselbe hatte sich den wegdarzu gebahnct, indem er unter dem vorigen Hertzoge wider dieGenueser einen herrlichen sieg erlangt- Nachmals aber schloß ermit denselben einen stillstand auf 5 jähr / führte darauf einen kur»tzen und glücklichen krieg wider die von Bologna / und starb an.127;. Als nach ihm Iacobns Conlareni und Johannes Dandolobis an. 1289 regiert hatten/ wolte das volck zu Venedig durchausJacobuin Tiepolo zum Hertzoge haben. Er selbst aber/ weil er nichtgesonnen war/ solche würde anzunehmen/ begab sich aus der statt/so lange/ bis man Petrum Gradonigo erwehlr hatte. AIs nun die.ser Doge die bisherige regierungs.ark vollkommen in eine anko-ciAiie verwandelt/ und das gemeine volck- weiches bisher viel beyder Hertzvglichen wähl zu sagen gehabt/ gäiitzlich davon ausschloß/«atm, des letzterwehnten Jacob, Tiepolo söhn / namens Bayamun-dus ( dessen inntter aus dem Königlichen halse von Cypern ent-sprossen war) daher anlaß, mit znziehling einiger andern edlen fa-nnlien/ ncnilich derer Quirinh Badoari und Barozzi, wie auch sehrvieler gemeinen / welche mit her neuen verorvninig nicht zufriedenwäre»/ an. iz io eine gefährliche conspiration anzuspinnen / derenendzweck war / den Doge und den «senat zu ermorde» / worausVayamvnd selbst sich zum hanvt der Venctialnschen Rcpnblic aus-werfen wolle. Allein wenig stunden vorher/ ehe dieser anschlugwürcklich solle ins werck gerichtet werden / entstund ein so grausa.mcs nngewitccr, daß es schien, als wenn die nallir selbst einen ab-scheu davor hätte. Hierüber entfiel den zusammen-verschwvrnender mulh, daß einige ausserhalb des staalö ihre fichcrhelt suchten/die aubern aber zerstreuet / und zum theil zu gebührender straffe ge-zogen wurben.AufBayamonds kopff setzte man 2000 ducaie»; seinhauß bey St. Agofimo ward geschteifft und eine gedächcinß seule andessen stelle aufgerichtet; den Qnimmchcii palläst bey Rialto ver-wandelte man in flclsch-'bänckc, und zum andcnckcn dieser coniuca«tio» pflegt noch heutiges tages der Rath zu Venedig alle jähre deniz juii» die klrche ci, disnVito so!t.-nnice» zu besuchen, worauf derDoge die ^mbirllscleu^ und 8enacoie5 zu tractircn schuldig ist/und dem volck die masqucii.freyhkit verstattet wird; es hat auch ebendiese zlnammeii-verschweriilig verursacht / daß man das scharffejusiitz.colleAiurn, i! conÜKÜo cii clieci genannt, aufgerichtet, (sonstist aus dieser familie derer Tiepolo einer/ namens Bartdolomäus/<1.1049 der allererste 1'rocurator von St.Marco gcweftn-vo» denen/welche in den ältesten archivcn erwchnct werden. Es ist auch vonan. 1049 bis i2?i / da nicht mehr als ein eintziger b'rocursror zueiner zeit hat scm können/ diese würde an. ,124 Marino Tiepoloertheilt worden. In den folgenden zelten zehlt man sonderlich fol-gende t'rocui-Lrorvj aus diesem geschlecht: an. izz; Stcphanum/welcher unterschiedene mal die Türckm zur fte geschlagen; an. iz/c»Ludovicum/ und a». 1576 Paulum/ einen soh» des vorgedachienStephani. Lanreiitliis Tiepolo war Oouverneur von Papho unvein Herr vvN7i lahrei,/ als ihn an. 1571 des Türckliche» KavftrSSelim ll General/ Mustapha Baffa, nach der croberung ves Kö-nigreichs Cvpern, wegen erwiesener tapfern gegemvehr aushenckenließ. In eben dem letztgemeldlen jähr 1571 schickte die RcpudlicAntonium Tiepolo als ihren ämbrüialleur nach Porcugall / um denKönig Sebastian zu einem dündmsse wider die Türcken zu bewe-gen. An. 1574 brachte Paul Devolo als Vciictianischer -smbsffa.äeur dem Padst Gregorio Xllt die dollschaffl von dem frieden/welchen seine Republic mit den Türcken geschlossen/ womit aber dergedachte Pabst so übel zufrieden war, baß er ihn nicht einmal vorsich lassen wolle. Hermolalis ( oder wie ihn andre nennen/ Aünoro)Tiepolo , ei» drnder des k'rocurarori, Stephani/ ward an. 1576 alsGeneral wider die Usioquen geschickt- welche er in ihren raubne»stern dergestalt einschloß / daß ein grosser theil von ihnen blingcrssterben innste. An. izpr ward er zum erstenmal/ und an. 1,97zum andernmal alsLenersI l'rovellitor m Dalmatien geschickt/ inwelchem jähre er auch daftlbst starb. An. 1619 war JohannesTiepolo Patriarch zu Venedig / welcher anch die Patriarchat-kircheaus die heutige art hat ballen lassen. Sehr viel andre aus diesemHause haben sich durch srnbailsäen und andre öffentliche ämtcr ei-nen »amen erworben/ und zu ansang des >8 secnli hat LanrentiusTiepolo durch die zuerst an bemFraiitzösischen-hernach an demKay.strlichen / und zuletzt an dem Römischen Hofe verwaltete gesanv-schafften sich bekannt gemacht. Diese familie führt in ihrem wapenein corno overeine Hertzogliche Mütze,woraus gemulhmasser wird/daß sie vor alters über einige örter i» Levante die oberhemchafft ge.habt/ weil dergleichen haupt-zieralb nur vor Pruitzen erlaubt ge.Wesen. lütt. Vener. ?>,/«/-bitt. rcip. Ven«.

tslki äucLl, kiitk. reip. Vener. 6e rep. Venet.

^,»e/o/ -/s Kitt. -tu xouvern. cle Venite p. 27.88-174.

,8i> 474, z2?. 524, z ,r. remarezu. kur Lexsmen cie la lib. lle

Venise p. 100. /-/cM lstlt. cirr Lllcogaes p. ;8- K cle la viUs

Lc republ. äe Venisi- P. 110.

Tierache oder Thlerache/ eine kteine gegcnb in der FrantzSsi»ftben Prvviny Picardie, welche den litul eines Hertzogthums führt.Die qegend wäre schon zu den zelten Caroli kl. unter dem »amendes l'-ig> Pheorstcenliö bekannt. Der siuß Olse entspringt an dengräntzcn davon. Der haupt-orl ist Guise, wovon sich ehemals ge-

wisse Lothringische Printzen geschrieben. Nächst diesem sind Acht,,Aiibenlon/ Riblemom, Marie/ ls Fcre, uno etliche andere kiemörter. 2 e«/e/-. m». 6 s». *

Tiers/ le Tiers orclre äe la penikence , ist eine gewisse grl VWFranciscaner-München, sonst congreZLlio g«,gWt. U

war anfänglich nichts anders als eine Versammlung weltlich»personen/welche sich wegen geistlicher Übungen zusammenschlugen.Ihr Habit bestehet aus einem groben graulichen zeuge/saß wiederCapuciner ihres, nur daß sie nicht,seine spitze kappe über den kopff,wie selbige, und hohe schue tragen. Endlich wurde diese versanuwlu»a nach der Franciscaner-regui eingerichtet. Weil aber selbigesehr Lltdlm war, wurde sie durch einen Pariser, namens VinceutiuSMaffart, um das jähr 1^95 reforimrt. Das erste klvster dieser r«-sorme wurde in dem stecken Fvancvnville zwischenParff und Po»,tosse aeleqen, erbauet, u»bvas andre an dem ort, welcher Pique,puce genannt wird, am ende der Vorstadt Sr.Antonü zu Pariß.Dannenherv sie insgemein Piqncpuceü gencnnet werden; wicwvh.len sie sich anfänglich gegen diesen namen, weil der etwas lächerlichherauskommet, mit allem fleiß gesireubel haben. Dieser ordenwird in a Provintzen getheüet, und hat man darinnen mehr dennüo klöstcr. *

Tierstein siehe Thierstein .

Ticsenhausen / ein Freyherrliches und Gräfliches geschlecht,welches mit Engelbert» und Theobonco aus Teutschland an. ngsin Liefland gekommen/ da sie denn ihre tapfferkeir nicht allein widerdie damaligen Heyben sehe» lassen,sonder» es auch dahin gebracht,baß die ischwerbträgcr sich mit dem Teutschen orden in PmHuconiungirel. Deren nachkommen haben viele siäbte und Messererlanget, und unterschiedene Blschöffe, vccsnos und -4-ucükoces gjKuocL zu Rom gczeugel. Caspar war zu ausgange des is seculi einberühmter (schwedischer General. Dietrich that sich an. 1040 alsOdrister in Curland hervor. Detlev, Schwedischer Camnmherr,gieng aii.isza mit tobe ad.An.17oo bleib ein Freyherr von Tiefen-hausen, als Schwedischer Lenersl-HuienLiu, > einem ausfal! vorRiga . Um eben diese zeit war einer dieses namens KöniglicherPolnischer Obrist-Uleenen-im, dessen wittwe, Catharinam aas demAdelichen geschlecht von Albadtl, hat der Czaar Petrus Aleriewffan. 1711 zu seiner andern gewahlm ernennet. An. 1712 war einGraf von Tlcsenhausen des Ritterlichen crayses in Polen Mr-schall. ckesir. d->v. Urcu/st p. 60z, ^4«»/ asl,

Luros>s p. 67.

Tifernas/ siehe Tiphernas.

Tiferno/ ein fluß im Königreich Napoli, welcher die Graf-schafft Molise durchstreich-:, Gnaidia, Alleres vorbey lauffi, nnSunter Eastel Marino sei» wasser dem Adriallschen meer zustellt. *

Tigade / ein sehr festes raubschloß in dem Morgenlande, inder gegen» von Tyrns. Das Haupt der darinnen befindlichen rän-der pflegte der alle des gebürges genennet zu werden, und hallesich nebst seinem anhange, welche Assaßiner, Cafidrcs oder Arsaci-des hiesse,,, aus eme unglaubliche art allenthalben formidadel ge.macht, icboch nicht so fast durch seine ober der stimgcn lapffnkeit,als weil er den ruff hatte, verwegene kerl um sich zu haben, die erhm und wieder ausschickte, um die, welche» er nicht günstig war,meuchel,mörderischer weise zu ermorden. Endlich rmmrten dieTariarn an. 12, 7 diese gantze räuber-zunfft; allein vor dem schloßTlgade ilmsle» sie mit io°oc- mann gantze 27 jähr zubringen, ehesie es erobern kunten,welches auch vielleicht »och länger sich würdeverzogen haben, wenn es nicht den belagerten mehr an kleidung,als a» lebens-mitteln, gemangelt hätte, siehe Assaßiner.

bell. dstcr. lib. rc> c. z>. ;i. Läan. irzi sc ir(7-

bild. ele kesnce roin. 2. P-252 ,2z*

Tiglatpilesar/ ein König i» Assyrien . Er eroberte die gegendjenseit »es Jordans nebst Galiläa, und führte die darinnen gefun-dene Juden in Assyrien . Er wurde hierauf von den Iüden wldccdie Eyrer zu bülsse geruffen- unb eroberteDamascum. is.i anriczuir, I. 9 c. 12.

Tigranes/König in Armenien , war einer von den mächlig«sten Fürsten seiner zelt, stammcte von Arlaxia her, so einervon dlsKönigs Anttochl wa. Generalen gewest», und da er Armeuimvorgesetzt war, sich davon meister gemacht hatte. Die Syrer, wel-che her vielen emvöruugen, wodurch ihr land verwüstet wor-den, gantz überdrüssig waren, begaben sich unter seinen schütz, imdfiele ihme nicht schwär, sich von allen landcren bissen des Euphmlsbis an Egypten zu bemächtigen. Seine schwägerschufft inst M«thribatc, dessen tochterer zurede genommen,verwickelte ihn inncn krieg wider die Römer,und wurde er von Lucullo lind Pomprjoüberwunden ; als er aber diesen überwinden, eine» Ost seinerländer abtrat, erklärte» sie sich, das übrige zu beschützen, und mMihn »m friede lebe» > auch erhielt er von Pompeio Armenien wieder«^«/?//,«^ lib. 40. in 5 )'nacis. p/^4d-> üb. 11.

^e//e/«/ /'.//»/-cr//«-. Dr» 1,6. *

Tigris / Tigil oder Tegil/ Hebräisch Hiddekel , ein flliß ii!Asien, welcher lssdem grösftrn Armenien m einer grossen ebene aneinem orte, Eiegosine genannt, entspringet. Er wirdanfamMDiglito gencnnet; so bald er aber schnell zu lausten anfangt, be-kömmt er ben namen TigriS, ivelches in der Diebischen wrache!»viel als ein pfeil heißt, wodurch der schnelle lauff dieses flustes aus-gedrückt wird; wicivo! andre sagen, daß er von einem rh>cre Wchcs namens benenner werde. Er fliessck durch den fte AreMsa,läusst in eine höhle an dem fuß des berges Taurus-kömmt an eimmort, Zoronda genannt, wieder heraus, gehet von dar in eine anderefte/ ThojWs gengststk, u»,h verkriecht sich sodann r»m andern mm