Band 
Vierdter Theil
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unter die erde.Nachdem er unterschiedliche flusse zu sich genommen,scheidet er Syrien von Me,vpotamien, theilet s,ch selbst in Z theile,fvrmiret eine grosse insul, und nimmt in der qegend, da die zer.theilte ströme wieder zusammen kommen, den namen Pasitigrisan, läufft hierauf durch die seen von Chaldäa, und ergeust stch end.lich durch s auSflüsse in den Perstamschen meer.bnsen. Semiraw.isund nach ihr der Kavstr Traianus , waren willens, einen canalmachen zu lassen, und den Tigris mit dem Euphrat zu vereinigen.W man aber befand, daß der Euphrat der höchste unter den bey.den fiüssen war, befahrte man sich, er möchte so viel Wasser in denandern geben lassen, daß er selbst umchiffvar werden dörffke. The«venot, welcher auf diesem siuß gesegelt, hat bemercket, baß er sehrkrumm und voller »isuln und stein-bäncke sey. Tavernier setzt nochferner hinzu, daß er unter Bagdat sich zertheile, und daselbst zwi«schen beyden strömen die rüsten von einer grossen stadt zu sehen seyn,deren Mauren, die noch stehen, so breit sind, baß auf denselben 6kutschen neben einander fahren können. Bey der spitze der msul, sodurch diese zwey ströme fvrmiret wird, sind ; feste castclle. Wasden Duellen lauff dieses fiusscs anlanget, so wollen einige behaup.ten, daß er in einem tage ib weil gehe, als ein rruter in 7 tagenrennen könne. Andere reise.bcschreiber, die ihn gesehen haben,sagen , baß der schnelle lauff dieses siusses die anschauer gantzschwindlich mache. Wiewohl Petrus äell» v»lls, welcher selbstdarauf gesegelt, saget, daß er noch nicht so schnelle als der Phratlanffe- Das überlauffen dieses siusses machet Las benachbarte landfruchtbar an körn, reiß- hülsen > flüchten und datkeln.

Tiibury/ ein Der in Esser, liegt an der Tbemse ohnfern Grave.fand iu dtenl. Allhier giengen die so genannten vier via? p,oconlu-lsrei, welche wege von den Römern gemacht wurden, durch einan»der. Dieser vrr ist sonderlich deswegen berühmt, weil St- Chav,Bischoffder Ost'Angeln, allhier seinen sitz halte, als er um das jährü;o diese nation bekehrte und Muffte. An. r;88 wurde hicselbst aufder Königin Eliiadeth »räre ein lager aufgeschlagen, als man dieSpanische see.stolte erwartete. Lrieannis. ersr äs

Is graalle Lrersgvs x. 74.

Tiidoncss / ein schloß in Brabant in dem quartier von Löven,davon der bescher, Carl ä'Archier, an. 1694 den Gräflichen titulerhalten. /e-r

Tilesius/( Bernhardinlis) siehe Telestus.

Tilius/lla Tillet/ (Johannes)war von Angoulesme gebürtig,und lebte in dem seculo als keoconorsnuz und Lecreiarlus des«igö, und als LreKer jm Parlament zu Baris. Er bat mitunglaublichem fleisse angefangen, die Frantzösiiche hjsiorie zu unter,suchen, und würde er darinnen noch mehr gethan haben, wenn ihmvon dem Könige mit gclde wäre unter die arme gegriffen worden.Von seinen grossen sammlungen ist sehr wenig anS stecht getreten,

als recueii äL5 l<0)'8 äs brance, leur couronne L rnsikon; krsire äs

ls MLMirö äu Lo/, durch welches buch er es mir den Protestantenverderbet hat, ob er zwar sonst ei» eiferer vor die freyheit der Frau»höfischen kirche, und des Konigl. edicts Urheber oder grosser desör.derer war, darinnen untersaget wurde, gelb nach Rom vor die ex.pebition der geistlichen deneßcien zu überwachen. Inttautio.-, ä'u»Lere (ikreliien ä le; enkans ist gleichfalls unsers Tilii arbeit, der zuParis denn nov. an. 1 ; 70 verstorben. Die ckarge als LreKerist bey dieser samilie etliche stcula verblieben, und wird unsers Tiliienckei Jean äu, Tillel- Baron äs la Busse», der als (treKer en ckesäu kLriement an. 1640 den 29dec. gestorben, wegen seiner mild«rhätigkeit gegen die armen gerühmet»

Tilius/ llu Tillet/ (Johannes) desKreKer JohannisTiliibruder- begab sich in den geistlichen stand, und erhielt nach einanderdie Bißtdümer zu St- Brieux in Bretagne und Nachwahl zuMsaux. Er hatte sich sonderlich auf die sprachen, das alte Römischerecht, und die kirchen-alterthümer gelegt; nachgehends durchsuchteer auf erlaudmß des Königs Francisci l die berühmtesten biblische.cken inFranckre>ch,und fand viele herrliche Era.die er nach.nachans ljcht zu stellen bemühet war. Ausser seiner chronick der Königein Franckreich vvn Pbaramond bis an. isso hat er sich iu vec.schiedene controversicn mit den Hugonotren gemcngct. Dem aberohngeachtel hat ihn der Carbinal Perron des heimlichen ttslvmilmibeschuldiget, theils weil man davor gehalten, daß er in seiner lügendCalvinum zum prseceprore gehabt, theils weil er in der vorrede zudes Laroii. büchern, äs culru IMSKINUM. unter dem namen Eli.phili wider den abgöttischen bilder. dienst sehr scharff geschrieben,und meinet man, daß eben dieser namen von Ellas, welcher Pro.phel ein grosser feind der Baais. adgotterey gewesen, und plnhrg,weiches im Griechischen ullam, eine linde bedeutet, hergenommensey, wiewol man auch von dem Worte die endigung herleiten,und Eliphilus Ellas freund verteutschen kvnte. Er rst mit seinemdruder in einem jähre, und einem monat verstorben.

/s-r>ks.

Till / ( Salomon van ) ein berühmter Niederländischer cheo->°§U8. war an. 1S44 zu Wesop , einer kleinen stadt 2 ineilen vonAmsterdam , gebobren, und legte anfangs den gründ seiner stu.dien zu Alcmar, von dar gieng er nach Utrecht , horte Burman»num, Voetium und andere, legte sich auch eine zeitlang daselbstmifdie Medicin, weil er wegen seiner etwas schweren spräche sichzum predigen nicht geschickt genug erachtete, behielt aber gleich»wohl die thevlogie allemal zu seinem Hauptzweck. . Weiter zog ernach Leyden, und ward von den dasigen rkeologis Heydano undCoccejo in grossem werth gehalten. Er folgte auch dem, letzterenw der thevlogie, gleichwie Earkesiy t« der Philosophie, Mvch ss,

daß er sich der Mderätiöir beflisse. In stillem rr iahk« wavd epzum Prediger in einer kleinen stadt in Nord«Holland berufe», >Wer zeit genug hatte, seinen ünäm . als der thevlogie, philosophie rMedicin und chymir,in weicher letzlern er es ziemlich well gebracht,;obzuliegen, aber in seinem amk sonderlich die schwürigkeit empfand,daß er seine predigten nicht allzuwohl auswendig lernen konnte, unddannenhero eine andere art, nemlich an-ästles zu predigen, vonder er selbst hernach geschrieben , ergreifst» muste. In seine!»vortrag war er der schwehren aussprach halber, die er doch nachund nach verdcfferte, eben nicht unangenehm. Nach der zeit ver«waltete er nach einander das amt eines Predigers bey den geniestnenzu Rlpcn, Medemvlic und Dorbrecht, ward auch an demletztem orte Lkvteüor liittongrum und pisiloioßise sack« , lind er«ward sich überall bey seinen zuhörem viel liebe und Hochachtung,sonderlich aber zu Dvrdrechl, wo man ihn, ohngcachtct er nachAmsterdam berufen worden, dennoch nicht verliehren wolle, undihm deswegen sehr voctheilhafftc Versprechungen that. An. ,702.ward er kroteiior rlleolass« zu Leyden, wo er rechte gelegen hellbekam, seine gelehrsamkeit anzudrittgen, und sich mit herausqe«düng unlerschledncr gelehrter wercke berühmt machte. Ausser de«neu obecmeldten wiffenschafften hat er auch das üuä-um pllilsioZWs»cr^ starck getrieben; wie er dann in §coKrgpKis Lc« wohl be»wandert wäre. Er starb endlich zu Leyden de» ; r ocl. an. 171;,nachdem er eine zeitlang vorher an den schenckeln grosse schwach«heil empfunden. Seine theils in Holländischer theils Lateinischer sprach heraus gegebene schafften sind : Salems friede Z Vvrhyfder Heyden samt einer conkinuatio»; Dicht, singmnd spiel.kunstder alten sonderlich der Hebräern; Außlegung der Psalmen; Aus-legung Malthäi; ellossillorur propkericun; -lnslxis5 kcriprur«tscrss; lräastckia; illuckrstuL; LompLnäiumrlleoloßige; lVierllo-äur concion.; Itomilise csrsckst!c«i'eitsl; Lomrnenr. äs Tgbern.

Lc /ooiv»>L lacrss; ^nriäomm viperinu morrllzu; sioncum,oppviir.zOpUL lrnsl.in 88,1llec>IoZ!A paracierKs. Es sind auch dieieschrifften zum theil in das teutsche u. Holländische übersetzt worden.*

Tillemont oder Tirstmont / Niederländisch Thienen / lat.IsvL. oder Lillamoauum , ist eine ansehnliche stadt indem Hertzogthum Brabant, an dem flusse Geele, ; meiien vonLöven. Sie war eine von Den vier vornehmsten städten in Bra.baut, bis daß sie in den innerliche» kriegen zwischen den Frantzosenund denen von Lültich fast gäntzltch rumiret wurde. Der Hertzvgvon Geldern plünderte sie an. >';o7 aus; allein die cinwohner vonNamur verfolgelen ihn , überfielen sein lager des nachts bey 8.Hubert i» Ardeiine, eroberten die ihnen abgenommene beute wie»der, und bekamen viel gefangene. An. 1,78 wurde diest stadtdem Don Juan von Oesterreich eingeräumet. An. 16;; wurdesie von den Holländer» mit gemalt eingenommen, und ausgeplün»dert. Sie hat eine seine kirche, welche 8. Germano, dem geive»senen Bischosse von Paris , gcwiedmet rst, und werden in dersel.den 2 bilder gezeiget, die wegen ihrer wunderwercke berühmt sind.Es giebt auch daselbst ein coileZium von ir canonisk, welchesHenncus k Hertzvg von Vrabaiii an. 122» gestiffret hat. Sie hatüber 60 grosse und kleine gaffen, 12 steinerne brücken über dieGerte, und noch mehr höltzerne. Der hoben daherum ist sehrfruchidar» äescr, Lelßu. Olre/st äiÄion.Asogr.

Le-ssii, *

Tillemont / (Sebastian ls Nain von) ein gekehrter Frantzo«se, war den ;o may an. ,6;7 zu Paris gebohren. Seine eltemwaren Johann >e Nain, Requelenmeister, und Maria le RagoiS,welche beyde in sehr gutem ansehen lebten. Er wurde bald anfangszu den stubien sehr wohl angehalten; weil er aber nicht mit weit«lieben dingen zu lhun haben wolle, legte ersieh mit ernst auf diekirchcn.histvrie. Er fleug schon in seinen jungen jähren dieses ttu-äiurn an, weil aber das gantze werck vor eine eiutzige Person ihmallzu weiliäuffiig schiene, machte er sich über die L ersten iecula.Weiler aber wohl sahe, daß die profan,Historie ihm z» «einem vor»haben zum fnndamente dienen wüste, publicirte er zuerst die Wo«rie der Kavser, worauf seine memoii e« von der kirchen-Historie derersten n Lcalorum folgten, welche in verschiedenen rom,5 nach ei«ander heraus kamen. Er ließ in diesen schrifften eine sonderlichegeschicklichkeit sehen, zumal er alles aus lauter bewährten scriben«ten bewiest. Er kam dadurch auch in solches ansehen, daß manihn an allen orten bey der Historie der ersten leculorum zu ratbe zog,sonderlich w«S die leben der kirchen.väter anlangte, welche manmeistenlhcils aus seinen schrifften genommen bat. Er hak auchrnemoiresvvn dem leben 8. Ludovici verfertiget , so aber nicht <mden tag gekommen, wiewol äs ls cllscke seine memoires meisten»theils daraus gezogen hat. Er weite niemals einige bedienung odereinen absonderlichen stand annehmen, bis er sich endlich durch.le lVlsitre äs 8ac)' bereden ließ, Priester zu werden. Nach«dem er endlich viele jähre eine sehr strenge lebens.angeführet,starber den ,0 jan. an. 1698 zu Paris .

äes lloinmes illuürez.

Tillen / die älteste berg. stadt in Ober.Unqarn , 2 Meilen vonScbemnitz, so sich jetzo in einem schlechten zustande befindet, e^-

«s/. p. 2s.

Tillerborn / siehe Tönnigsterner sauerdnrnnett.Tillesley/ (Richardus) ein Enqelländischer Illeotoxe», zu zei»ten Jacobi l- war z» Cvventcy in Warwic gebohren, Und studiertein Oissiri in unterschiedlichen Collessm. Nachdem er anferlangtestplLgiüenurn sich der Tbeoloss« ergeben , ward er Capellan 'beydamaligem Bischoffvon Rochester, baraiiffH. Schrissk ksrcslsu-reu 5 ; ferner an. iSr;. durch gunst dieses BischoM, Pfarrherr fnKnkston in Kent ; weiter 8. Illeol. -lrcblä-acoou;iidbenäsäus von Rochester i nicht aber vecsous dajelbsten , wie Zl-IV chell. Ltti Wood