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Wood in den Lluiq. vxon. unrecht geschrieben , aber hernach inLrken. Oxon. verbessert hat. Erwürbe durch glittst seines vettern,des Bischvffs von Nochester, unzweiffentlich noch höher gestiegenseyn,wann nicht der an->621 darzwischen kommende unvermulheletod, demc ein end gemacht hätte. Er war ein sehr belesener mann,und beobachtete die Ceremonien der Englischen Kirche auf das ge-naueste : trachtete auch andere zu dero bcobachlung zu bringen. AlsSeidenns seine Historie cke Decima heranßgegeben , dadurch er ingrosse ungnad bey denen Bsschöffen verfallen, und beßhalbe n einenstäub vor bencnselben thun müssen, ward neben andern auch DUes.jey beordert jvlchen zu beantworten : darauf sein werck, -wunack-veri. on IVl. b'eläenL üickor/ot Ticke!, genannt, herauß kam, wel»cheS ihn zwar bey denen Bsschöffen in gutes ansehen setzte, von an»der» gelehrten aber für ein werck von keiner grossen stärcke und nach»truck gehalten wird. veldenus bat so dann eine antwort darauf vec»fertiget, so aber nicht m truck heraußgegeben worden, darum er ihmneben andern schwachheiten auch dieses fürhäll daß er nemlichseinen nahmen Seiden durch ein snagramwa oder buchstaben. ver»schling, in neeälen d. i. unnütz/ verwandle, und sich damit vielwisse: da doch, wann man dergleichen kindischen »offen wil platzeinräumen, der name Dllesley durch einen solchen buchstaben«
Wechsel eben so wohl einen unnützen menschen bedenken könne.
^rk. Lc ^cscl. Oxon. ^poloZ. sg-unk lillerle/ in IA88. *
Tillet / siehe Tilruo.
Tillotsott/ (Johann) Ertz'BiichoffvonCaliterbury, wargedvhren an. i sry, und zwar von lochen eitern, die ihm keineaufferordentliche hülffe thun Hunten, Seme erste auferzlehung ge«schätze nach den pnncipii-i der so genannten Puritaner, welche eraber, nachdem er Cbillmgwocths wercke gelesen, gegen die lchr«sätze der Englischen kirche fahren ließ. In diesem letzter» ward ervollkommen durch den gelehrten Bischofs von Ehester, JohannWilkins, bestätigt, mir welchem er eine sehr genaue und langefreunbschafft pflog. Sein Haupt ttuckum war die theologie, unddarinnen ließ er sich am meisten angelegen si y», wie er durch gutepredigten andre erbaue» möchte. Zu solchem ende wiedmere ergantz,.'4 oder; jähr auf die iesniig der heiligen schriffi, und nach«dem er sich genugsam beflissen, deren rechten verstand zu erfoc«schen, nahm er alle aite ,,K,!c>sopKo! und moral-fchnfften vor sich,tngleicben die werckc veralten kirchen-väter, unter weichen er Ba«silium und Chryfosloinnm vor andern hoch schätzte. Durch diese«erkoäe, und durch die unermüdete crcoiirung seiner natürlichengeschickiicbkcit, brachte er eS dabin, baß seine predigten, von wel«chcn man sehr viel, und zwar«» mehr, atS einer spräche, ge«druckt, bey den Protestanten vor unvergleichlich gehalten wurden.
Ein ciiitziges fahr ausgenommen, da er aus dem lande, wegen«,nes daselbst empfangene» geistlichen Kenesicü, lebte, hielt er sichbeständig zu London auf, allwo er viel jähre nach einander in derkirche von Samt Lawrence-Jury dienstags I-e<stoc war, und da»bey einen gantz »»gemeinen zukniff von zuhörern halte. Nachge»hends, als er bereits eine geraume zeit den gcacium eines OoAoriz»Keologise gehabt, ward er zum Dechant von der >8. PaulS-kircheju London ernennet, und endlich - nachdem Wilbelin Sancrost,
Ertz-Bischoff von Cantecbncy, länger als 2 jähr sich geweigert,
Wiideimum Hl und dessen geniahlni Mariam, als König undKönigin von Groß-Britannien zuerkennen, warb er an dessen stattden lü mav crwehlt, und den ;c man solenn,ier consecnrl, auch4 tage hernach als em nntgiied des Königlichen gehemiden Rathsin »flicht genommen. In beyden finictionen, wie auch in seinemaantzen Wandel, er» i ß er sich so, daß ihn gedachter WilhclmuSIII und Maria sehr »edlen, und sonst jederma» hochhielt, nurdiejenige ausgenommen , welche von Jacobi 1l varthcy waren,wie auch diejenige, welche theils mit seiner iiiodcration gegen diebissenttrende übel zufrieden waren, theils aber den ^rminiLmirrmman ihm tadelten Er starb den 22 nov. an. n-94 in dem Ertz Bi«schöflichen pallast zu Lamdetd, nachdem er; tage zuvor, in wäh«rendem gotlesdienst, mit einer kranckhcN befalle» worden, die sichendlich in einen tödtlichen schlag-fluß verwandelte. Semen cör«per begrub man, auf sein absonderlich verlange», in der obge»
Lachten kirche von Sainl Lawrencc-Jury. Don seiner famüiefindet mau so viel, daß cr vcrheyralhet qewesi», daß seine gcmah»lin ihn überlebt, und daß er an einen, namens öckc. Chadwick, ei.ne tvchtcr verbcyrathet. tkneisl 6e,mou.
/-zsi. s/'vol.;.
Tilly / eine besondere Hcrrschafft in Brabant, ist an den grän.tzen von Namur , 2 meilen von Gemblours gelegen. Sie gehör-te vor diesem dem Hause Warfuze; es überließ aber Roberlus War.fuze selbige an. 1 ; 8 y Gerharbv Marbis. Nach der zeit kau, si-idiaean Johann von Limiletie, und nach diesem an Sanson von La-iain, welcher solche nebst aller zudehörung den 2, jun. an. 14^3an Johannem Serclas überließ, so aus einer alten Adelichen fa.niilic pon Brüssel entsprossen, die von dem Pedion Tserclars,einem vornehme» Herrn in Brabant, der um das iabr -oög gele,bet, hergeleitet wird. Damals war selbige »och eine freye allo.dial-berrschafft; allein Johann Tstrelaes trug selbige dem Hcrtzo.ge von Brabant zu lehn auf. Dieser ließ Jacobum Tserclas vondem Martinus Serclaes, Herr von Tilly und Monligny, Erb«
Eenechal der Grafschafft Namur, welcher Johannem Tstrclacshinterließ, der Kayscrlichcr Kriegs.Rath war. Aus selbiger ehe
war Johannes Tierc'aes entsprossen, welcher von dem Kupfer wo«c„ ...wc u» wu,n>.....u..... .
Ferdinands I zum Grafen vonTllly gemacht wurde, und einer Rittmeister eine kugel durch den kopffgejaqet, und den Tilly bckey-
der grossen Generale,einer zelten war. Er hinterließ keine kinder; ct hätte. Er wurde hierauf sich in Nieder-Sachstn zu wenden ge«
aber sein ältester druder Jacobus setzte das geschlecht fort, weicher nöthiget, da er sich denn recoiiisirte, in Francken gieng, Rokendurg
einen söhn, GrafWerner, hinterließ, dessen 4 söhne zu anfange wieder einnahm, und sich den Schwedischen rruvpcn in dem SG
des >8 seculi in grossem ansehe» stunden. Der eine war Antonins Bamderg glücklich widersetzte. Als er aber densclbiaen den paß übe?
Jgnatius, regierender Graf s der andere Albertus Tserclaes, den Lech-strvm in Bayern verwehre» wolle - wurde er mit einer
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Graf von Tilly , war anfänglich Gelicral.Adiutcmf unter i,.«Spaniern, wurde nächst diesem General.Feld.Marschnll über ^Lüttichischen lrouppen, und von dem Kömqe Carole ll in den^stenstanv erhaben, welcher ihn auch zu seinem Cammerberrn,mi!General feiner gesinnten armee» in den Niederlanden aema».Nach Carol, U tode nahm er die Anjouische parthey an, und wude im august an. 170; zum (-c-mäe von Spanien von, erstenrana-gemacht, an. 1706 aber zum Vice-Ke und Lenera! cupimm 2Navarra. Der dritte, Claudius, Graf von Tilly ,I-ENLnc unter der Holländischen cavullerie, welcher nacb desHerrn von Ouwerkerck tode die Holländischen tronppen con-nnn.dicke, ward hernach Genera! über die cavullerie, und hat sich m keiner Gräfin von Rechtcrn vermählet. Der vierdie, TbomgäDomherr zu Cvln und Namur. äeW LelZn. L ^
roziogr. Lrubrne. ur>. 1706 p. ^
, (Johann Tserclaes , Graf von) ein berühmter General,war Jopainiis Tserclaes, Kayserl!chenKriegs.Raths, söhn, <Bol>.ren an. »;;9. Well er der jüngste war , wurde er zum aMichmstände gewiedinet, und den Jesuiten zu unterrichten überlassen. Ergieng aber m den krieg, und blenie den Spaniern in de» Niederlan.den etlichezahre, bis er des Hertzogs Phtlippi Emanuelisvon Mer.cöur , aIö,v!cher auS Frunüttich den zug in Hungam wider denTürcken gethan, Odrist-Lientenant wurde. Der Kayser RudolphusII. machte ihn hierauf an. l üor. zum Qdristen zu fuß, wvrunfer inden Niederlanden e,n regimenr Wallonen warb, die er in Ungarn führte, auch sich sehr wo! hielte. Er bücd auch nach erfolgten, srie.den in Kuhsiriiche» kr>egs»dienste,i,haiffbem Hertzoq Marin,iliaiiovon Bayern die statt Dvnawerih erobern, und trat hieraus i» derCaihollschen Liga bestallung. Ais der Hertzvg Maximilian vonBayern mit der Ligssttichen armee dem Kayscr Ferdmando It zuhulffe kam, nahm er ihn als General-Lieutenant mit,daec dem daslaus ob der E»S erst unter Kayserliche äevoüon brachte, und her«nach Verschlecht auf dem weisse» berge bey Prag den -8 vci. an.iü2» beywohnte. Er commanblrte hieraufdie LtMische armee al«leine, eroberte einige städte in der Pfaltz, und erhielt an. isrr zweyansehnliche victoricn, die erste am 17 may bey Wimpffen widerMarggrafGeocge Friedriche» zu Baden-Durlach , und die andream io jun.dey Höchst wider Hertzvg Christianen zu Braunschweig .Hierauf nahm er die gantze Unker-Pfaltz, und darinnen nach einerharten belagernng auch die rcsiventz Hevdcidcrg nebst der ftsiuvgMannheim ein, blocqiiirre Franckcnlhal, welches 1» der SpanischenJnfanli», Jsabellä Clara Eugcniä, Hände als ein äepoüwm über«geben wurvc. Um dieser seiner guten dünste halber machte ihn derKayser Ferdinandus U auf dem Cburfürstlichen collegial-tagezuRegcnspurg an. >6r; zum Reichs.Grafen, und beschenckteihn miteinige» confiscirten gutem. In selbigem jähre schlug er den 27 wl.Hertzvg Christianen von Braunschweig abermals bey Sladllv, undwohnte an. 1624 dem Churfürsten-tage zu Schlenflngen als Chur .Bayerischer Abgesandter bey. A». >srz zog er sich mit seiner armeejn Nieder-Sachsen, und bemächtigte sich einiger örter an der Wc»ser,muste aber von Menbnrg wieder abziehen. An. iSrö rückleerl« Hessen , nahm Hirschfelb ein, eroberte Minden an der Werramitstürm, und nöthigte Landgraf Moritzen von Hessen nicht nur ctze»liecurarion von sich zu geben, daß er m Kayicrlicher clcvonon t>e.harren woltc, sondern auch zugleich ftinc fcsiung Cassel einzuräu«men, die er aber dessen Printzen, LandgrafWllheliiien, «Witte.Er zog hierauf wider König Cdnstianum von Dänemarck, welchener bey Calenberg besiegte, und folgends den 27 aug. bey Luller amBahrenbcrge in einer blutigen Macht erlegte, über welche viciorieihm der Padst Urbanus VIII ,chriMch gratuktte. Er fttzlc hieraufnedst Vem Hertzvge von Friedland seine victorie fort, und vcrsicher.te sich gantz Hollllein, bis endlich an. 1629 der friede zwischen demKayser und Dänemarck geschlossen wurde,welchen traclaku er selbstbeywohnte. Nachdem der Hcrtzog von Friedland an. i6;o cesiDi«ren müssen, wurde er Generai-LieulciitMl über alle Kansirliche ar.iiiee». Er wendete sich hlernächst gegen den König Gustav»»' A«dolphum aus Schweden , eroberte den >o may an. iSzi dl^siattMagdeburg mit stürm, bekam den /täminickracoi- des Ertz-ElWAiagdcburg, Marggraf Christian Wilhelmen von Brandenburg ,gefangen , und verübte in der statt gross? grmiiamkeit. Er rucktehierauf»'Thüringen , und weil der Landgraf Wilhelm kon Casselaufsein begehren keine dcfatzmig m Cassel unk Zicgendayn einneh«men, auch keine einquarlicrung im lande leiden wolle, schicklcercmearmecwidecihn , wurde aber wegen annäbcrm'gdesKvnigsvonSchweden dein selbigen entgegen zu rücken gcnöthigekEr lagerte Wwider denselben an der Elbe bey Langermundc, zog ilch aber wie-der in das Ertz-Slifft Magdeburg, nachdem ihm crmcldter Migr reg,meiner runurcl hatte, zurück, und griffzu ausgangdes aiW«sti Churfürst Johann Georgen von Sachsen feindlich an ,
den krieg in fein land, nahm etliche stadte , unter andern das i«tznedst der siadk Lcivzig ein, worüber die conjun>L°nderSch>ve°i«scheu und Sächsiichm armccn dey Duden unddieschiachldey U'Pzig den 7 scpt. an. , 6 ; l erfolgte, vor welcher es mcrck'Md'g, daßTilly eben den grossen kricgs«ralh in des todtengrabershaustmLeipzig gehalten, in welchem allerhand tedken-baaren an der wandabgemahlet waren. Er wurde in selbiger schlackst aufgeschlagen, selbst mit etliche» schlissen, so nicht durck'glenge», E«ftn, und wäre von dem Schwednchen Rittmeister von dem M»gräflichen regiment, der lange Fritz genannt, fast gefangen wEwofern nicht der Hertzvg Rudoiph Marmttiian von Lauendurg dem