Band 
Vierdter Theil
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drat.kugcl an dem rechten knie tödtlich verwundet , daran er den soapril an- -6;r zuJngvlstadt unterdamahligerbelagerung von die.sem orke bey bezeigung grosser llevonon gestorben. Er verließ weniggelb, und befahl 60000 rrhl. von feiner verlassenschaffl unter feine ä>.teste Officirer auszutheilen, recommendirtedem Churfürsten vonBayern, fo ihn feibst befuchle, den General Major Cratzen , undrieth Regenfpurg zu conservicemwie er dann fast mit dem wort Re»genspurg verschieden ist. Er betete feine Koi-ar nicht anders als einPriester täglich , und wurde dahero von den seimgen der TeutscheJostia genennet. Vor der fchlacht bey Leipzig pflegte er sich dreyer»ley z» rühmen, daß erkem weibsbild berühret, sich nie voll getrnn.cken, und keine schlacht verlvhre» hätte. Der Kayser FerdinandusH wolte ihn in den Fürstenstand erheben , fo er aber nicht acceptiretund dem Kaystrlichen 8ccrewnc> ;oc> rthlr. verehret, daß er das cii-xloms nicht ausfertigen inöchte. Dem kloster zu Alten Oettmqenhat creme schöne mit diamanten versetzte kette, die ihm obbcmelbteSpanstche Printzeßin Jsadella Clara verehret, und rooo rojenovel,so ihm die stabt Hamburg gesendet, so fort wieder gcschenckek. Sei»nes brnders söhn GrafWerner , den er sehr gelirbet, und der beyihm bis an feinen tvd geblieben, war im übrigen fein univerfaberde.

in Isuru /tuttriacs. 6e desto (term. /s bitt.

sts klariere. vorn Teucictteli leneZ. fle rebus 8uec.

fcksubükns 6er well.

Tüo Colup/ siehe Ro'.up.

Tilsit/ Tilsit/ eine stadc, nebst einem schloß und awte, in demBrandeiibuigifchet, Prcuss'n, an der Memel gelegen. Es ist die,ervrl ehemals nur ein flecken gewesen, bat aber an. i s sr die stadt-ge.rechtigkeisterhallen. Das ,ch!, so an. 1298 erbauet worden, sollehemals Schalauerdurg geheiffen haben. Es d» findet sich hier einevon den ; landfchulen. ttsacs-geoAr. tt. I p. 77.

Ttmaus/ ein berühmter Griechischer geschieht scdrcjver. Erwar ein söhn Andromachi, welcher sich durch seinen reicvlhum undherrliche qualikäteu ein grosses ansehen in Sicilien erworben, auchdie stakt Tauromnnum qestifftet halle. allwoDmäus gcbohrenworden. Er war ein gelehrter und beredter mann, u»d leate siehaufdas Historien > ichreiben , wormnen er andre leule icbr angriss-weshalben er von einigen lkpirimEUL genennet war Der tyrannAgathocles von Sicilien jagte ihn insexüium, welches er bev Nga«thoclis iebm gar gedullig litte; als aber sein feind todt war, schrieber anfs heutigste wider ihn, und suchte auch die besten und lobend«würdigen thaten dieses Königs aufs schlimmste anzufchwärtzen,welches einem guten kMonco gar nicht geziemet; dagegen erhober diejenigen, denen er wob! wolle, bis an den Himmel, und zog in.sonderheil den Tmioleon selbst den unsterblichen göltern vor. An»bey ist er abergläubisch gewesen , und hat seine gantze Historie mitVorbedeutungen angefüllet. Er führte em ruhiges leben , und istendlich im 96 jähre seines alters gestorben. Er hak geschrieben lst-tloriam 8^r>se; fle srAumemi; rkeroricre; oivirgiiomc-s "du zÄLcUronica; ItLÜc^ Lc licula, wie auch ein anderes, 6,seca Lc 8>c>,i-enstL, in deren ersten die Händel der Jtaliänern und i» dem andernder Griechen mit den Siciliern beschrieben »raren,von welchen aber-Nichts mehr übrig. « VIIS Tirnoleon-

tu. /st.'.,,)//.',, st!). I. til>. 2, lih> 12«

ä'L/chM. 6e Nittor. 6r,rcix. *

Timäus/ war von Locris gebürtig, und lebte zu des Platonisreiten, wird auch von dcmielden in seinen gewrächcn redendeinge»führt- Er bat des Empcdvciis und Pytbagorä leben, auch einigemathematische und phystschc traclale geschrieben. Derjenige Ti>mäus , dessen Phottus erwehnung thut, sst von diesem untecschie«den.

Timagoras/ emAtbenienstr, wurde als Abgesandter zu Da»tis geichichl, uiiv betete selbiaen nach Persianischcr weise an. Alsdie Alhenienser bey seiner zurückkunsst solches erfuhren, verdamm«ten sie ihn zum tode, weil sie diese seine bezeigung ihrem lande vorschimpflich hielten.

Timarata / eine von den drey alten weibern, deren Jupitersich bediente, leine oracula zu Dodvna auszuwrechen. Die zweyander» hiessen Promenia und Nicandra. Die Tdessalier nennenLiese weider keines. Weil nun in dem Griechischen so

viel brist als tauben, so sagen einige, daß es tauben gewesen, wettche die orscuia von Dodvna ausgesprochen hätten.

Timarioten/ Türckische lehnleutc, welche die einkünffken vongewissen länoercyen oder gütcrn gemessen, die ihnen der Groß Sul»tau eingeräumet, um ihm unter seiner armee zu dienen. Dielelehn guter, welche sie innen haben, werden limms genennet, viel«leicht von dein Griechischen werte welches viel heist, als einwerth, pceiß oder lehne : denn ein Timac ist eine Belohnung, wel»che der Sultan für die ibm erwiesene dienste giebt. Dergleicheneinkünffte werben durch öffentliche patente von dem Groß-vulta»bestimmet, und können 10000 bis 20000 aspers sey» weniger ei»kirn : denn die völlige summe von 20000 aspers ist das einkommeneines Diese Timarioten sind verpflichtet, für jegliche zoooaspers, die sie haben, einen reuter ins seid zu stellen- Selbige reulersind in regimenter eingetheilet, welche ihren Obristen nebst sahnenund keffel-paucken haben. Sie müssen allezeit mit dem troß mar»schiren, und sind verpflichtet beydes zur see und zu lande zu dienen.Eeschichr es, daß sie kranck werden, so müssen sie sich i» sänsstcn tra»gen lassen ; ihre kmder werden in körben nachgetragen,und also vonsagend auf zum kriege gewöhnet. Die meisten Timarioten haben dierinkünffte von ihren ländereyen für sich und ihre erben, andre abergemessen sie nur so lange sie leben. In diesem falle wenn sie ohneMer sterben, kommen ihre guter wieder an dle erone ; da sie denn

manchmal in ein bester- aufnehmen gebracht worden sind.

6e l'empire Orcom.^/?. 6e irnxerio 1'urcico.

Ukrl^VO, von etlichen auch Drnano genannt, ein kleiner sinß,welcher seinen Ursprung vvn dem flnß Lecc-e hak, und sich zwischen!^guüejs und Triefte in den von die,er letzten stadt genennten golioergießet. Die alten sutore- gebencken seiner zum öffrerii. EmigLhaben diesen siuß init der beyksäus vvrbeyflieffendenLrenrs oovtä»-clirt. ttrrF,/. eclog. z. /-/. MeorA. Iib.4. /V/ck^-,r/.Irb.4.epigr. 2 s. <?/»«-

in psneg, dlonor.^/«/. c 7 «r/" ö-ck/-Fer. «xercir. ror r.

kiü. NLrurs.!. üb. c. rg. IUe/ls L. lreoeo flells

lkroce lib.;. c. 10.1,b. 4. c. 10. /'/r«/. /. ,49.

Ttmesias/ welchen jedoch Herodotus Timesiam nennet, eiavornehmer mann in seinem vaterlmibe Clazomene, war dastlbsi msolchem ansehen, daß er that was er wolte, und weil er der Revub»lic grosse dienste geleistet, meynte er, er sey von jeberman qeliebet»Wein er erfuhr bald das wiederspic! : denn als er einsten den lin-dern , welche auf der gaffen mit kugeln spielten, zusähe, und einekugel aus einem loch zu treiben war, welches sie vor unmöglich hiel»ten, so machte es doch derjenige, an dem eben die ordnung war,so leichte, baß er iagte, wolte Gott , baß ich dem Dmesiä tögewißdas Hirn aus dem kopff könie springen machen, als diese kugelTimesias erkenncte daraus, daß er bey dem volck eben nicht so garangenehm sey» wüste, weshalben er seine fachen zusammen packteund sich mit seinem weibe aus Clazomene machte. Von selbigerzeit an bemühcte er sich, eine colonic m Ti racien zu führen umAbdera wieder zu erbauen , wurde aber von den Thraciern verhin«dert. 1 .1. smicoruin Ivulkirexl

var. Kitt.!. i2 c. 9. Sa-/s. *

Timochares / gebürtig von Ambracien., einer siadt in derGriechischen lauoschafft Epiro . Er war des Pyrrhl bedienter,kamheimlich zu Fabncio, einem Römischen Bürgermeister, dem erversprach , den König mit gisst zu vergeben . wvs.rn man jl-,,. ej«ne belohnung dafür geben woice. Nachdem Fabnciug dem Raihevielen vor,chlag zu wissen gethan, schickte er aisowrl ewige ab»geordnete zu dem Könige, um thu zu erumern, daß er ansümsbediente acht baden mochte, als welche ihm »ach dem leben sinn»den, ohne imonvechelt von Timochare etwas zu melden.

i. z c. Z.

Trmoclca / eine edle Tbebanische dame. S-e wurde von ei»nun von Aierandri Kriegs Ofsicn'ern nacherobeniiig der stadkThedä genothzüchtiget, und erfand so dann dieses Mittel, sich selbstdeswegen zu rächen. Als dieser ungestüme wann sie nöthigte zusagen, wo sie ihren schätz verborgen hätte, sagte sie zu ihm, daßsie denselben in einen brunnen geschmissen, worauf er voller freu»den in denselbige» hinab stieg. Allem da sie an seiner Kimmemerckle, daß er unke» aus dem gründe wäre, warst sie so viel stei-ne auf ihn, daß er davon sterben inuste. Diese that wurde von A»lexandco gerühmet, welcher hieraus den bcschl gab, daß man inskünssiigc dergleichen Personen keine solche gewaitthätigkeil ammi«theil solle. äe vin. IN»!.

Timoleon / ein Cvrinthischer General, einer der gröstcii Hel-den beS allen Griechenlandes , und eine rechte geissel der Tyrannenseiner zeit. Der eyser vor die fteyheit des volcks trieb ihn so weit,daß er leinen äliern brudcr Timophanes, der sich zum Tyrannenin Corinth ausgeworffcn hatte, und aller Vorstellungen und bittenseines bruders ungeachtet, der ungerechten hcrrschafft sich nichtbegeben wolle, tödtcte, oder wenigstens dessen ermördmig veran»stailete; welcher bruder-mord aber dem guten Timoleon vieler haß,sonderlich aber den fluch seiner mutier auf den halß llw, den er sichdermassen zu gemüihe zöge, daß evsich selbst entleiben wolte, und,als er von seinen freunden an diesem vornehmen gehindert wurde,eine einöbe sich zur wohnung erwehite, und 20jähr in derselben ineiner beständigen mclancholey zubrachte. Indessen wurden dieCorinthier von den Syraciiiänern, wider ihren Tyrannen denDionystum um hülffe cuigeruffen, welche auch eine flotte nach Si»Lilien ausrüsteten, und dem vor die fteyheit so eyfrigeu Tmioleondas comm-enäo auftrugen. Viele Vorbedeutungen versprachendein Heere einen gewissen sieg, und erzehit man, daß die qöitiniienCeres und Proserpma durch eine brennende sacke! in der lufft, de-nen schiffen den weg nach Sicilien gewiesen haben. Der ansangließ sich schwer an. Denn Jcetas, der Leontinische Tyrann, hat.te mit hülffe der Larthaginenser alle anführten besetzet, unter den»vorgebe», als wenn er selbst Sycacusa besreven wolte, in der thataber, damit er das Reich des Diouysti an sich und seine biindesge«noffen bringen möchte. Allein Timoleon erfand eine!>st, daß eeanlänben kante, schlug die armee des Jcetas, belagerte Syracu.sa , zwang den Dionystum , daß er sich mit dem schlösse ihm erge»den müsse, die stadt brachte er gleichfals unter seine dothmäßigkeltxriß die festung ein , gab den bürgern ihre fteyheit wieder, und be«festigte dieselbe mit guten ordnungen. Daraufgieng der marschwider den Jcetas, der dem bunde mit den Carkhaghiensern ent»sagen, und bey den Leontiner» sich wiederum zum privat ständebequemen muste. Die reihe trafbieraufben Tyrannen zu Apollo-men den Leptines , den er fieng, und nach Corinth schickte. Nach»gehenvs schlug er die Carthaginenser, und ließ dem Jcetas und an-dern , die beyden Leontinern nach der alten herrschafft getrachtet?den kopff vor die füge legen. Den Tyrannen zu Cntana Mamer»cum jagte er bis nach Meösina, wo ihn der Tyranne Hippon auf-nahm , allein sie sielen nach einer kurtzcii belagemng ihm alle beydein die Hände. Er brachte die übrigen tage seines lebens zu Syra»cusa z», wo er in der that Regent war, ob er gleich tu, » amennicht führte, und ward nach seinem tobe aus das prächtigst- be»graben. Seine bescheibenheir war so groß, daß er alle seine grosse

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