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Sachlen.Meckbmgischer Ober 'Forstmeister und ältester Cammer»Juncker. Lrckit. )eu. c. ;r. H. 4.
Tindal / (Wilhelm ) ein Engelländischer voüor. Er be»kannte sich zu der Protestantischen religion unter dem Könige Henri,co V lll und begab sich in die Niederlande . allwo er das neue testa»nienk in die Englische spräche übersetzte. Diese version ward an.,;;c>, unter dem vvrwande, daß sie nicht accurat wäre, in En«gestand verbrannt. Hierauf verfertigte Tn-idat eine andre, wel«che aber gieichfasts getadelt und verworffen warb. Endlich musteder auror »elbstin dem iahr i;;L sich wegen teiner religion nahe beyBrüssl verbrennen lasten. Er war ei» gelehrter und kluger mann,aber dabey allzu heffcig , und allzu satyrisch in seinem difputiren.
/)« Kitt. 6'^nglee rc>m. I, p.;i;.;78.
Tine / ein fluß in Northumberland in der nördlichen gegendvon Engelland. Er entspringt westwärts an den gräntzen vonSchottland , von wannen er süd.vst.warts läufft, bis daß er in dieste fällt, gegen welche er Northumberland von dem Bißthum Dur.Hain scheidet. Unter den Nissen , welche er zu sich nimmt, sind dieRead und Alow die vornehmsten. Newcastle liegt an der Tine.Die meisten kohlen selbiger gegend werben diesen fluß hinab bis nachSdeales gebracht, und von dar auf der see weiter geführek.
A»«,. eVLeFe err» rle la Aranlle LreraArrs p. 16 , 70.
Tine / eine von den Cvcladischen insuln auf dem Lrckipelag«,gegen Europa zu, wurde anfänglich Hybrusia genonnet, vvn ih»rem Wasser, hernach Ophiusa wegen ihren schlangen, und letzlichTrnos, woraus das wort Tine entstanden. Diese insul war vorailerü wegen eines tempels und kleinen waldes, so dem Neptunsgewiedmel war, berühmt, wohin das volck in grosser menge kam,diesem falschen gott zu opffern. Die stadt Tine ist eine starcke mei.le von der see entfernet, und lieget unten an einer festung, welchewie auch die gantze übrige insul den Venetianern gehöret. Dasland hat vorlrefllche Weinberge, sehr delicate feigen, und einegrosse menge von caninichen. Die cinwohner handeln mit feibeunv sind der Catholischen religion zugethan, bis aufetliche wenige,so eö mit der Griechischen kirche halten. Aristoteles sagt, daß aufdieser insul ein brunnen gewesen, dessen Wasser sich nicht mit demweine habe vermischen lassen. Die einwohnere dieser insul besassenin den alten zcileii eine ziemliche macht, sonderlich zur see, haltenauch ihre eigene Republic, prägeten müntzen, dergleichen wir«»noch einige haben, darauf das Haupt Jovis, samt dem WortNicht weniger machte sie eines der vornehmsten stucken desReichs der Cyciadischen insuln aus, von beme uns HerodotuS be.nchc gibt, obschvn der oberste gemalt bey der insul Napos stunde.
Listete/«, in rnirLk. *
TingmoUth / eine see.stadt in der süd.östlichen gegend der En.gestanbl.chea Grafschafft Devon. Sie wird also genannt, west siean dem canal bey dem ausflusse der Ting liegt, und ist ein kleiner,offener und geringer ort, mehr einem börffgen, als einer stadt ädn.lieh, allwo sich fischer aufzuhalten pflegen, welche allhier einigewenige mit stroh gedeckte Häuser haben, so durch die Frantzösischc-olle an. 1L90 abgebrannt wurden.
Timnouth / tat. Tunocellum» Tinornockurn, ein ansehnli,cher see-haftu mit einem castell an den gräntzen von Northumber»land, und in dem Bißthum Durham , an dem flusse Tine, welcherdie r Grafschaffien vou einander theilet, nachdem er bey Newcastle vorbey gegangen, welcher ort von diesem flusse Newcastle a» derLine genennel wird. Unter Wilhelm» li regierung wurde RobertMobray, Gras von Northumberland » welcher sich gar zu sehr aufdie fesiigkeit des fchloffes Tinmouth verließ, von dem gedachtenKönige nach einer fcharffen belagerung gefangen genommen.
Tmtoretta / oder Robusta ( Maria) war eine tochker deSberühmten Venclianifchen niahlerö Iacodi Tintorctto, und hatteso wohl in ihres valcrs professiou, als in der music, eine so ringe«meine wiffenschaffc sich zuwege gebracht, daß der Kayfer Mannn,lianus II, der König in Spanien Philippuü II. der Ertz-HeryogFerdmandus von Oesterreich, und viel andre Fürsten sie zu sehen,und nahe bey sich zu haben begehrten. Allein ihr vater liebte sie sosehr, baß er sie keines wegeS von sich entfernen wolle. Nachge.hends verheyrathete sie sich an einen jubelirer, namens AugustoMaro, und starb an. 1590 in dem ;o jähre ihres alters.
in vik. p'utt. k. 2 p. 7».
Tintoretto/ (Jacob) ein berühmter mahler, vsn Venedig ,rrsigedachlerTintoretla barer. Er ward gebohren an. , undist durch seinen flelß und fcharffsinnigen verstand in der kunst sehrhoch gestiegen, also daß er alle fürnehme stuckern Venedig gemah.irr, deren sehr viele sind. Er ist an. is?4 gestorben,
Lcs6. Victor. paz. 1S7. ^
Tipasa / eine alte stadt in^Isurimms cgesaresn», in Africa.Es war vormahlS ein Bißthum darinnen, sie ist aber jetzo rmnirec,und nichts »nehr, als em borf, Saca genannt, übrig, nahe beyAlgier . Allhier soll an. 489 ein grosses wunder geschehen seyn, alsCvcola, der Patriarch der Arianer, unter Hunnerico, dem Körmge der Vandaler, Bifchoff war. Dieser iyrann verfolgte dierechtgläubigen aufs heffkigste, und schickte seine bediente mit aus.drücklichem beseht aus, allen die zunge auszufchneiben, welchenicht Arianer werden »vollen, welches auch geschahe. Nachdemihnen aber die zunge ausgeschnitten worden, schrien sie mit nochviel lauterer und stärkerer stimme als zuvor, daß Jesus Christus wahrer Gott wäre. Ja dieses war noch mehr verwunderns wür»big, daß ein junger mensch, welcher stumm gebvhren worden,wiedie übrigen, zu reden anfieng. LH-ce-A,
kittvirs «je lÄriiMjsms»
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Dpewt/ (Johannes) Graf von Worcestcr in Engelland.Er wirb aus dem geschleckte der alten Könige von Engelland herze»leitet. Zu der zeit , als die innerlichen kriege in Engelland zwi»schen dem Hause Jorck und Lancaster waren, that er ein gelübdenach Jerusalem zu gehen, welches er auch hielt, und alle heiligeörlcr in dem gelobten lande besuchte. Von dar gieng er nach Ve»nedig und so weiter nach Ferrara , um den berühmten Guarinumdaselbst zu hören. Hierauf reiscte er nach Rom , woselbst er vordem Pabst Vio II eine so bewegliche rede hielt, baß selbiger darüberzu weinen bewogen würbe- Einige versichern, daß er in dein r;jähre seines alters Groß.schatzmeister in Engelland gewesen. Erwurde aber angeklaget, daß er wider König Eduarbum IV con»spiriret hätte, weshalben ihm an. 1471 der köpfabgeschlagen, derleichnam aber bey den Dominicanern begraben worden. Manhat VVN ihm kbros epiüolLruni. VÄ/eu, äs illuttr. LnAli« Icr.
Tiphernas oder Tifernas/ (Georgius) ei» gelehrter Jta»lianer aus dem»5 seculo. Er war von Tiferno aus Italien gebür»ttg, und legte sich mit steiß auf das Griechische, »vorimien cr auchunter Manuele Chrysolora sonderlich zunahm. Er gieng hieraufnach Paris , imldete sich bey dem Lektors selbiger academie an,lind offerirte sich die Griechische spräche zu profitire», oder fordertevielmehr dicselbige, als die ihme von rechtswegen gebührte, weildas Lon-lllum zu Vienne tüchtige lcute, die das Griechische lehrenmöchten, auf allen hohen schulen zu bestellen befohlen hatte, PariS aber, die doch vvm covcsio ausdrücklich genennet worden, da»mit nicht versehen »rar, wurde auch zum VroLttore bestellet. Ekhat einen theil von dem Strabone, denjenigen nemlich, welchenGuarinus übergelassen, übersetzet; wie dann auch einige, vb»schon ohne genügsamen gründ melden, die Übersetzung des Hers»brani, welche Pvlitianus als die seinige ausgegeben, wäre vondiesem Tiphernas. ÄNlibarb. kidl. p. 197. 6s
kerrvone l. 5 c. l. Kittor. c!e koui; XI. s66i-
riori L Vkittoire 6e kouis XI. /sr-r«,. *
Tipora/ ein Königreich ausdemfesten landein Indien , jen»seit des Ganges, nebst einer haupl.stadt gleiches namenS. Es er»streckt sich gegen die gräptzen der Königreiche Pegu und Arracan zn.Die cinwohner haben offt geschmulst an ihren kehlen, weil ihr was»scr ungesund ist. 6- l'^üe.
Tipperary/ eine Grafschafft in der Jrrländischeu ProvintzMünster, ^vicv von den Irrländern K'nuuc TKobouillearum ge»nennet. Sie gräntzet ost.wäclS an die Grafschafft Kilkenny , ge»gen abend an die Grafschafft Lnnmerik, gegen mittag an die Graf»schafft Waterford und Cork , und gegen Mitternacht an Galloway,wovon sie durch die Shannon abgesondert wird- Die vornehmstenörter darinnen sind Cashel, Earyck, Clomele rc. Der Hertzogvon Ormonb führt sie mit unter seinem titel; wie ihm denn auchein grosser theil davon zugchöret. Der erdvvden ist sehr gut beydeSzu der Viehweide und zu körn. Lrirannis.
Tirano / Tprano / die baupl-siadl des Ober-Terziers in demVaiteiin, an den Aenelianischen gräntzen bey dem fluß Mda,»vorüber eine brücke gehet, gelegen. Es »st hier ei» aml und eineprächtige Marienckirche, welche durch wallfahrten fleißig besuchetwird. Die Frantzosen nahmen diesen ort an. i;o8 ein, verliessenihn aber bald wieder. ttksa.
TiraqueUus/ (Andreas) ein berühmter Frantzösischer rechts»gcleyuer, ivar von Fvntenay le Lomre, einer stadt in Poitou,aus einem allen geschlecht entsprossen. Nachdem er sich in derrech ts.gelehrsamkeil feste gesetzt hatte, wurde er richtet in seinemvatertanbe, und darauf machte ihn der König Franciscus zumPariaments.ralh zu Bourdeaux, von dem Könige Henrico II aberwürbe er ins Parlament zu Paris beruffcn, da er denn den rangvor den älteren Parlamenls.Rälhen erhielt. Er verwaltete dieststelle mit sehr grossem fleiß und ließ sich dabey angelegen seyn vielebücher zu schreiben. Er starb endlich im 80 jähre seines alters an.i;;L, und hinterließ von einer eintzlgen frau zo kinder, unterwelchen em söhn gleiches namens, und wie sein vater Parlaments»Herr zu Paris , welcher verschiedene von seines vaters Missten mitseinen vorreden ebirk bat. Seine schrifften sind llelegibiu coonu-KÄibu; ; 6s prseicriprioniba; ; 6e nokililste; 6e sure prirnigenio-rmn; jure conttimn polieüoril; 6e privilegiir piss caas«; 6sueroczue rerrLttu und sonderlich seine lemettria in LIsxan6n ab LIs.xsaäro 6ier geilizle^ , Zec. !. 2l» elo§. I»
i. 6e x!s§io. acaäemis äes tcienc«.
eIoL05.
Tirconnel/ s. Tyrconnel.
Tiresias / ein sehr erfahrner Wahrsager, war des Eueri söhn vonder Nymphe Chariclo und führte sei» geschlecht von Udeo her,wel.cher nebst andern von den schlanqemzahnen, die Cadmus in die erdegesäet hatte, entsprossen war. Er war blind, worvon allerhand ur.fachen gegeben werden, invem einige sagen, die götter hätten ihn ge»blendet, weil er den menschen zukünfftige dinge zuvor verkündiget.Andre sagen, die Minerva habe ihn blind gemacht, weil er ste, als siein dem brunnen Hippocrene gebadet, nackend gesehen. Die Cha»riclo habe zwar die Minerva vor ihn gebeten; allein, weil sie vor»gegeben, daß es unv-rmeydlich sey, habe sie ihn hingegen mit einemtreflichen gehör, der wahrsager-kunst unv mit einem langen lebenbegäbet, auch ihm eine» stab gegeben, mit welchem er sicher gehenkönnen. Wieder andre erzehlen: Tiresias habe einst 2 schlangen,indem sie sich miteinander belauffen, angetroffen , unv mit steckengeschlagen, drauf sey er in ein weid verwandelt worden. Nach ei»mger zeit fand er wiederum 2 solche thiere in gedachter arbeit,schlug sie übermahl mit seinem stecken, und ward dadurch »viedeeKill z ei«