Band 
Vierdter Theil
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tir

ein man». Um dieselbe zeit batte Inpiker mit der Juno einenstreit/ welches von beydem geschlechte, im devschlafbie gröfte wol»tust empfände/ die weider ober die männer. Jupiter fugte die wet.ber, Juno aber läugnete es. Tircsias, der mann und weid gewe«sen war / ward zum richter crwehlel / und sprach vor den Jupiter.Die hierüber erzürnte Juno schlug den ihrer meynnng nach unge-rechten richter mit blindheit/ welchen schaden ihm Jupiter mit dergäbe der Weissagung ersetzte. Er hat sich auf vielfältige arten derwahrfagerey verstanden/ und die, welche aus dcr vögel flug, und gc«schrey hergenommen wird/ selbst erfunden. Doch war ihm ver>borge»,daß ihm das wasser des brunncn Tilphusa tödllich seyn ivür»de. Denn als er in dem 2 Tbedanischen kriege mit seinen lanbs-leuten auf der flucht begriffen ivar / tranck er aus diesem brunnenund starb davon. Doch solle er sehr alt worden seyn, und nach ei-nigen 7 oder auch 9 menschen aller überlebet baden. Zu Orcho«menos hat man ihn als einen gott verehret, an weichem orte er auchgöttliche aussprüche etliche loc> jähr von sich hören lassen, bis end»lich nach einer grossen pest, die diese stakt fast gantz verödet hat,auch dieses orscul aufgeboret. Die beruffene Wahrsagerin Main »ist des Drestas lochten gewesen. i. ; merarnorpk.

Lallim. *

Tirgatao/ eine gemahlin des Hecatäi, eines Königs der Sm-der, so ein Ecylhischeü volck war, und gebürtig aus der am Mao«tischen pfui gelegenen gegend. Es ließ sie ihr gcmahl ins gcfaugnißlegen, weil ihm Satyrus, der König vvnBowhvio, seine ivchterzur gemahlin anbot. Allein sie fand gelegeuhest aus dem gefängmßzu eulkoimlien, und brachte eine starcke arniee auf die deine, Mitweicher sie demHecamo sowoi als demSatyro ins land fiel,lind dar«innen gar üdel^austle, daß man sie auch um friede bitten mustc,und w gar des Latyri einen lohn ihr zum gcffel üderliefferte. Siehielte auch den frieden von ihrer fiten getreulich. Ais aber die bey«den Könige sie hieraufdurch 2 Meuchelmörder, welche sich als flücht»liugc zu ihr begaben, umzubringen suchten, sie aber der gcfahr nochentgangen war, tödtcte sie den geisel, und fiel von neuem in der 2Könige lande, thäte auch darinn so grossen schaden, daß Satyrusvor kiiinmcr starke, sei» söhn aber und Nachfolger Gorgippus ineigener verso» zu ihr kommen, und neben anerbielimg vieler reichengeschcncken den frieden aufs demülhigste erbitten music.

I.8c.*

Tiridates/ König in Armenien , deä Vologeffs bruder, Königsder Parihcr. Er führte lange zeit mit Corbnlone dem l'roconfstnuS Syrien krieg, wurde aber endlich überwunden, und muste sichden Römern überlassen, da ihm denn der Kahler Nero die crvneals einem König von Armenien nruerbingen auffetzte. Kurtz vordiesem gedencket Tamils noch eines andern Lindaus, der an Arla.daist stall, hauptsächlich durch Vorschub des Römische» I'roconlu.ist VitcUil auf den Partblstben thron gestiegen, aber durch einentheil der vornehinsien, welche Arladanum wieder zurück bcruffcn,in klirtzcm derlrieben worden, sonderlich auch bey dem allem garschlechte lapfferkeil erzeiget hat. in avn. D-o 1.58- *

Tirimitnpt/ sind gewisse BramnicS unter den IndianischenHcyden, welche mit den weidcS-blldcrn keine fleischliche gemem«schafft ballen, selbige auch nicht einmal mit äugen anichauen wol«Icn- Daher wenn sie ausgehen, lauffen einige lenke vorher, welchedas frauenzimmer aus dein wege treten heiffen. bescbr.

^lalaliLr Lc-rornaastel anst 2eilc>n p. 442.

Tirinus/sJacobus) war a. 1570 zu Antwerpen gebohren, undbegab sich an. >6,4 »1 die 80c. ^stu. Erstarb an. rS;ü in seinergcburis-stadl, nachdem er comlnernLriuin in universtsrn 8. Icripru-ram, >0 aus 1 ronm in toi. bestehet, herausgegeben. ckot,t,e/ d>bl.L. ss.

Tiro/ f Tyro.

Tiroen/ oder Tirone/ lat. Lom'usM5 Dirnnensss, eine Provintzin Jeriand, iveiche den mist einer Grasschafft führt. S>e liegt mder Provintz Ulster, und wurde vor diesem i» Uvper und Reiher,dasist Oder und Nieder-Tiroen cingclhellet. Doch gehört Ober«Ti-rven nunmehro mit zur Grasschafft Londonderry . ES liegt darin«ncn die statt Cbarlemvist auch Ublogabcll, da die Herre» vo» Ul«sicr ehemals pflegten niauglirirl zu werden. Listitnois.

betckreib. Lrirannien p. 16 l.

Tirris/ eine von den Schottischen westlichen insuln, ist 8 mei«leii lang und ; meile» brcst. Sie ist die fruchtbarste unter alle» anVieh, aelrepde, fische» und vögeln, und bar einen see von frische» was-ser, nebst einem alten casieUe, wie auch einen bequemen haftn zu ga«leren.

Tirsa/ s. Thirsa.

Tiryiltha/ oder Tirynthus/ war eine stakt in demPelopon«neso, nicht weit von der stabt Argos, allwo Hercules gebohren wor»de», daher man auch denselben Drynthium genenncr; wiewol manihm nicht weniger den behnamen ThedanuS beygelegt. Es sollgleichfalls ei» floß in der Argivischen iandschafflLirynthus oderTy»riniha geheissen haben.

Tischnowitz/ sonste,! Himmelo-Pforten / ein klosterder Ci«sterctenser lungfrauen in dem Marggrafthum Mähren nechst demsiäbtlein Tischnowitz, r Meilen von Brünn . Constantia, die Köm«'gin aus Böhmen , weiche auch allda unter einem marmolsteincrnerhobenen grabstein ruhet, bat es an. i2;4gesiifflet. Ihre beydensöhne, Prenuslaus Marggraf in Mähren , und WcnceSlaus Kö-nig m Böhmen, haben »acbgchends diese ftifftnng bestätiget, ver-mehret und mit Privilegien begnadiget.

tis tit

Tsswbone/ eine vonden; höllischen furien, hatdiestn NMw.«nabem Griechischen Worte Ist'-» welches so viel helft als räche, Midvstonos. welches helft tvblschlag, weil sie nemlich die wdrder ch-rlodlschlägec straffe. DstB gedrchte wurde erfunden, um den un-qlückftligen zustand der gottlvftn beydes in dieser und starr weil vor.zustellen-

e^lmranus/ (Joyanneö^! ein Francffcaner von Paris , ßifftrtean. 149; den orben der sogenannten bußwürckendkn jungfrauen oderbüffenbcn Magvalene». Er war em vortrefflicher Prediger, undsoll so vie! verkehrte weibs-personen bekehrt baden, daß nachdemsich ihre anzabl ziemlich vermehret, einigen erlaubt worden, Lurchdie gautze stabt für die übrigen zu betteln, bis daß LuLvvicusLMOcleans, hernach der 12 König Licics namens, ihnen an. iz°° dasHospital von Orleans gab, barunun sie sich bis an. 1^2 aufhielte»,da die Kömgm Eatharma von Medicis sie anders wohin versetzte.

Titan/ des Himmels und der erde oder der Vestä söhn, undSg-türm ältester druder. Er überließ bemselbigen aus seiner Mutter au.suchen, die crone, stdoch Mit dem bedinge, baß er keine männlichetrüber erziehen >oile, damit also daS Reich seinen (des Titans) im.dein wieder zufallen möchte. Allein nachdem Jupiter, Rexinnusund Pluto von ihrer mittler Rhea erhallen lind aiiferzogeri worden,sahe Titan mit ,einen lindern, daß ihnen ihre Hoffnung zu wafferworden; daher ergriffen sie dre waffen wider Lüttirnum, überwan«den ihn,und hietten ihn gefangen, disdaßsemivhnJupiierihnwie.der tn sreyheit setzte, und die Tttanes gäutzlich ichlug. Diodvrusund andre zehic» nur ü TttaneS und s iöchier. Aus dieser zahlwacJapeuiS, der valer Promelbei und Hyperionis, welche der sonnenund des moiidS vater war. Daher wird die sowie Titan, und desmond Lttanns genannt. Die Eghvlicr zehien 4; Tttanes, und ei-nige vermengen diese Tttanes mit den rieien ; andre aber umerschli-den sie, und sagen: daß die Lttanes wider Lalurnum, gleichwiebie Giganles ober rieien wider den Jupiter krieg gesühret haben.Titan helffcc m der Pbönicischen sprach so viel als koch , welchesmit der fabct überem kömmt, baß die Tttanes kmdcr der erden wa-ren. m) iNol.

Titaresius/ jetzt Trtareso genannt, em fluß in Thessalien. Errntlprnigei uiil-n au dem oeegc Lttarc, acdee i.ai'c an ctt i.'adkFgr-sa vorbey, uuo ergeuu sich >n den ftu>; Falampria» so vmnaHPe-neu» hieß. Einige der allen bemercken, daß Falampna den jlnßTttarcsium nicht annehmen wolle, und nach dem er besten waster,welches oben aufdcinfiblge» wie öl schwimmet, cuie ecke geführet,er es endlich aus lemem canal heraus wcrffe, >0, daß es eine» an-dern lauff nehmen ml'isie, weil es aus dem stufte LlW komme- Al-lein Lucanus tagt nach dem Homcro, daß Titaresius, welcher eintheil von dem flussc Slvr ist, der von den gvttern selbst sehr gcförch-tel wird, sein waffer mit einem andern stufte nicht vermengen wolle,und aus dleier ursach buss'lbe allezeit oben auff schwimmen mache.

II. 2 . /^/«».I> 4 .c. 9 .T«eckM/,I.ä. *

Titelmann / (Franciscus) war von Hassest, einer stakt indemStiffr Lattich gebürtig, und wurde ein Francffcaner zu Löven. Alser nach diesem nach Rom kam , nahm er an. de» Capimner-ordcn an,und machte steh durch seine gelehrsamkcil und wiffenschaff!sehr bekannt; wie er den» in der Philosophie und scholastischen ihco-logie wohl erfahren war. Er starb an-,55;, und bal geschrieben

apologisin vci laoni; vulqrkL ; collarionem in epittolsm staubkdomsno;-, conrrs Lraimum Lc ffscoburn Labrum; commemrri-Q8 in stsrlnaoz, in csnricLin canricoirnn.äc icripr.cc-cl. in srmsl, Lsziuc.

Til'sttOdt, I.Lomec!ontff des Königs der Trojaner söhn , undPriami bruder. Er wurde wege» seiner schändest von der Anroraweggeführet, »nb in Aelhiopien gebracht, allwo sie einen söhn vonihm bekam, mit name» Memnon . Die Poeten setzen hinzu, daßJupiter auf der Aurora anhatten, den Tilbon unsterblich gemachthabe; wett jir aber vergessen zugleich zu bitten, daß er nicht äst wer-den möchte, wurde er so ein aller linvcrmögeiibcr greiß, daßalserkeinen gefallen mehr zu leben hatte, er von der Amora erhielt , meine henschreckc verwandelt zu werden, welche ihre aste haut man-deck, und immer wieder jung wird. Er svll die stadl Swa erbauethaben. ä<,.rs,a l.iz. 2» ^v^h./se^cleoiiZ.ileo-

rum I.;. c. 11.

Titiamrs vecelli/ ein berühmter mahler, wird insgemein mitdem nameu Titlan benennet. Er war an. 1477 zu Pieve de Cadore in dem stäat vo» Venedig gebohren, und wurde durch stinen vater,Gabriel Vecelli, mit allem fleiß erzogen. Von seiner jugend aufließ er so viel neigung z» der Mahlerey von stch blicken, Saß man ihnnach Venedig zu einem berühmten mahler, nahmens Kill», >hat>Er nahm auch dergestalt zu, daß er 1» kurtzer zeit seinen meißer üder»traf, nicht weniger auch den Giorgio» , weicher damals vor denbm'ihmtesten mahler seiner zeit gehalten wurde. Die stücke, so erverftrligte, wurden sehr hoch gehaitcn , daher er auch in den vor-nehmsten städicn vo» Italien z» ihn» bekam ; er schlug aber einwichtiges ernploy zu Rom ab-DerKayier Carotus Vmoste vo» ihmgemahlet seyn, welcher ihn auch zum Mter uiib Lowiw stalswamachte. Als er Carolum V zum drittenmahl abmahlte, ließ er ei-nen Pinsel aus der Hand fallen, welchen der Kahler wieder aufbub,dabey sagend , Tilian sey wohl werth, daß er von einem Kaystr be»dient werde, fügte auch bey, er habe täglich Höflinge um sich, nichtaber allezeit einen Titian. Als der König Henricus III ausFranck«reich durch Venedig reifte, gab er biefm Titian eine viflte. Petrus

Aminiis/ Ariostus, Marini und verschiedene berühmte Poeten ha»

hell

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