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den ihn mit den herrlichsten lobsprüchen beehret. Er starb endlichan. 1576 an der pest. tra'itö <Ze la peinture. vie
^Ze5 peinrre§ I'erar äe Venise. vies äes peimres. ^
Titicata/ Tiquicaca, ein grosser see in dem Königreich Peru ,dessen ansang 40 weilen von Cusco südwärts ist. Er begreifst ohn.«efebr 8« weilen im umfange, und ist an einigen orten 70 oder 80klassiern liess. Wenn er von hefftigen sturm-winden beweget wiro,lobet er wie die «ee, hat aber keine gemeinschaffk mit dem meere, in.dem er 60 weilen von der südlichen see entfernet, und durch grosseberge davon abgesondert ist. Er hat viel und darunter einige sehrgrosse insuln, so die Indianer besitzen, welche ihre besten guter darin,nen bewahren. Acosta sagt, er nehme 10 grosse flüsse zu sich, undhabe nur eine» ausgang, der nicht breit aber sehr liess, und dabey soschnell sey, daß keine brücke darüber gelegt werden, noch ein schiffVarüber gehen könne. Allein die Indianer haben ein mitte! erfun«de», eine brücke von seilen zu machen, welche von graß, und so starcksind, daß menschen und thiere gantz sicher darüber gehen können.Das Wasser ist etwas hart und unrein, jedoch nicht so faltzig, wie diesee, sondern nur dicke und zum trincken untauglich. Dieser see hat»ur zweyerley gattungen von fischen, aber sehr viel Wasser - vöget.Derausfluß gehet südwärts in einen kleinern see, so so meilcn vondiesem entfernet ist, und Paria, wie auch lle Aulagis genennet wirb.Dieser see hat keinen auSgang, sondern man hält davor, daß erdurch unterirrdische höhlen in die südlich see gehe. L-e» Kitt. aov.
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Titii/ waren gewisse Priester zu Rom , geringer als die Sollaies.Varro hält davor, baß sie vvn gewissen vögeln, Titi genannt, auf be.ren gelang und flug sie acht haben müssen , den namen geführct.Sonsten leitet man auch ihren namen sowo! als ihren Ursprung vonder Sabiner Könige Titio her, welcher selbige, um die^Lcra Sabi-norum zu Rom zu erhalten, angestellet, üb. 4 lle linZu. I.sl.
Liui. r.
Titius/ (Cajus) ein berühmter Lateinischer Poet und rednerauch Römischer Ritter. Er brachte es mit seiner deredliamkeiksehr weit, ob er gleich kein Griechisch verstund. Als der Bürger,meister Famiius den ieZelii kanniam, worinnen aller Übermaß beygastmahlen verboten werden solte, vortrug, wüste Titius dem volckemit einer sehr wohl gefasten rede die Nutzbarkeit dieses gesttzes vorzu.stellen, und der Römer liebe zur trunckenheil mit lebendigen färbenabzumahlen. Ais er seine beredtsamkeit auch auf dem rkesero intragödien sehen ließ, wolle ihm solches nicht sowol, als in den öf.fenllichen reden an das volck, von statten geben, sondern jedermanfar.de, daß seine gedichte von dieser art nicht den nöthigen Nachdruckoder die geziemende gravität hätten, in Lrmo.
LLlmu.üb. r c. 12. *
Titius/ (GottliebGerhard) ein grosser sscru; unserer zeit,ward zu Nordhaiiftn an. 1661 den e jun. qedohreo, und trieb seineHähern ttucka anfangs zu Leipzig unter Aal. Ulberti, Jac. Tbo.masio, und Gottlob Friedr. Seliqmann. Als aber die pest daselbstzu graßicen anfieng, zog er »ach Rostock , und machte daselbst in ju-re den anfuna, welches er hernach bey seiner rückklinffl nach Leip.zig unter Lornlo. Schwcndendörffero,Carpjovio,Jttigio und Chri.stiano Thomasto mit solchem succeß fortsetzte, daß er an. 1688 mitrühm zu Leipzig promovirte. Nachdicjem gab er sich den ttulliiszäntzlich, und bemühete stch sonderlich die rechte von allen vorur»theilen zu saubern, unv an ihr wahres und altes licht zu stellen, sogar, daß kein theil der jurispruclenr übrig ist, das ihm nicht vielesvon seinem heutigen glantze zu bancken habe. Er hak nie prackici.rehweil >hne das proceß.sührc» an seiner Meditation zu bindern schie«ne, dagegen er der jugend, die es verlangte, mit docken diente. Eh.ren-ämter verwarss er nicht, bewarb stch aber auch nicht drum, undhätte sich wohl gefallen lassen, wenn er seine gantze lcbens - zeit impnvat.standehätte zubringen sollen. Allein nachdem er an. 1709in die facultät gekommen war, warb er durch göttliche schickungauf einmal erhoben ; noch das jähr ward ihm die t^oLKon psn-steürrum, und bald daraufcollicir beftrirct , eben das jähr warber Appcllalions.Rath, an. 171; ^sseilor des Oder. Hofgerichls,und noch das jähr lVlsgniücur. Allein ehe er diese würdeniederlegen konle, starb er an. 1714 den ro apr. und machte zumviertenmahle wahr, daß die Leipziger tteKore! nicht unsterblichwären, wie er denn auch mit gewöhnlichen pomp und Pracht beer»diget worden Seine schrifftev sind : lle s.-te coZirsnlli; nor-e sei1'ukenllorKum lle c-tticio korninir L civis z inttiruriones jurirpubli-ci; ölloararnbLno cum noris vsrioruin ; observLklones ralioci-ULmer all compenllium k-smerbackiLnum ; vorn l'eurscken leim-reckte ; probe lles ßeittlickea reckrss; s^ttems jurk ukivertt.an. 1714 mens
Titul/ lat. Tibiscurn. eine kleine stadt in Ober.Ungarn, liegt
in ber gegend, da die Theiß in die Donau fällt, aufeinem Hügel,
4 Teutsche weilen von Belgrad , und ? von Pekerwaradein. Sieist nach alter Manier mit thürmen wohl befestiget, und wurde kettr; jul. an. 1688 von den Kayserlichen eingenommen, auch vor ei«nen sehr bequemen paß gehalten, die brücke bey Pekerwaradein instchecheit zu setzen, und die erobcrung der stadk Griechifchweissen.bürg zu befördern. Fünff hundert Janizarcn, welche darinnenwaren, ergaben stch nach Vcr ersten auffordcrung, ungeachtet sie18 stück geschütz, und victualien, nebst allerley ammunition zuaushaltung einer langen belagerung hatten. An. 169; ergab sichdieser vrr aufgewisse bedtngungen an die Türcken, welche ihn mitr;ooo mann zu wasser und zu lande angegriffen hatten. Die gar»nison , so aus 1600 mann bestünde und vermöge der capikulalionnach Peterwaradein begleitet werden solte, ward nach Salanke.men geführet, der vrk aber verbrannt und verlassen, worauf ihn
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die Kayserlichen wieder in besitz genommen.
Mus / Pauli discipul. Dieser Apostel machte ihn zum Bt»schvffvon Creta, unv schrieb ihm eine epistel, varinnen er zeigte,worinnen das aml eineö wahren dleners Christi bestunbe. Er be»zeugte auch jedesmahl einen grosse» eyfer vor die Wahrheit des E»vangelii, predigte inDalmalie», und starb m der insul Creta,seines alters 84 iahr. Kitt. ecelet. lletcripr»
ecclek.
Mus / Bischofs zu Bostra in dem steinigten Arabien f befandsich aufdem an. ; 6 ; zu Antiochien gehaltenentynollo. Der Kay»ser Juliauus aber wolle ihn seines BGthUmS entsetzen, wie mandenn noch eine epistel übrig hat, welche seidiger an die von Bostradeshalb«« geschrieben. Er starb unter des Kaylers Valenlis re«gierung um das iahr ;78, und hinterließ einige ducher wider dieManichäer, davon Canlsius z drucken lassen. Man hat auch un»ter seinem namen commentanutn IN lVlstrkLUm Lc kucLM, wet»che aber von ihm nicht seyn können, indem ChrysostomuS , Jstdo«rus Pelusiota und andre, die erst nach ihm gelebet haben »darin,nen cikiret sind. Daher» es das ansehen hat, daß solche schrissle»von einem andern Tito, welcher wett jünger gewesen, und vonwelchem Combefis in dem LuÄsrio bibliockeeL ftsrrum einige stll»cke edirek hak, herrühren, llk., Kitt. c. 14, /-
in eLtsIo^o. i.b. I csp, Ivz.
Tityrus/ des schafers name, weichen Virgilius und Theocri»tus Mihren Lucolicir oder Hirten-liebern einführen. Dieses Workkömmt her von dem Griechischen welches ein rohe helft,woraus dieschäfer ihre flöten und pfeiffcn machten.
Tityus/ ein söhn Jovis und der Nymphe Elaro, welche deSOrchomem tochtcr war. Als diese Nymphe schwanger worden,und Jupiter sich vor der Juno zor» fürchtete, verbarg er sie in einehöhle unter der erde, bis daß ste Tithum gebahr, welcher eine un»gemeine grosse hatte. Elare starb in der geburt, worauf die erbedas kind ernehrle und auferzvg, welches daher» ein söhn der ervegenennet wurde. Nachgehends war er so vermessen, daß er Lm».N n, des Apollinis Mutter, bcschlafen wolle, weswegen er durchdes Apollinis und der Diana Pfeile todt geschossen , und in den ab«gründ der Hölle gestoffen wurde, allwö sein leichnam decmassettausgedehnet wurde, daß er 9 morgen landes bedeckte, und einsschlänge, ober wieHomerussagt» ein geyer, immersorlansei»ner leber fraß, welche mit dem monde stets wieder wuchs unv zu»nahm.
Ttverton / eine stadk in der Engekändischen Grnffchaffl De«von, liegt in der gegend, da die flüsse Leman und Er zusammenkommen, und ist ein guter handclö-ort, sonderlich was tuch an.langer. Sie bat eine schöne steinerne brücke, und ist i;ü Meile»von Londen entfernct. öriwunia.
Tivi^a, in den landcharke» insgemein Twisa genannt, ist eistekleine siavl in Catalonien , zwischen Tocissa und Tarragvna,nordwärts, gelegen. Nahe bey derselben befindet sicy ein berg,woraus man eine art von onychftein gräbt, dessen färbe wie etwa»der nage! an einer menschlichen Hand ausstehet, und ädern hat, die
dem jaspiü und sarbvnicher>steine beykommeii. llelic. lls
i'Lip. p. 992.
Twoli/ lat. Tikur, eine stadt in Lsrnpag«» lll ttoma, andem fluß Teverone, nebst einem BißthuM. Sie ist entweder durchdie HKoeigin«, ober einige Grieche», welche aus Pelvponneso all»hier angeiändet, erbauet worden, wie ste denn auch schon z» Ae.neä zelten berühmt gewesen, und den Römern lange zeit wieder»standen bat, ehe ste selbige unter ihren gehorsam gebracht, welchenach der zeit, wegen der daselbst befindlichen gesunden lufft unvherrlichen läge, viele tust. Häuser in hiesiger gegend erbauen liessen»Sie wirb von den reisenden wegen ihrer qemählde, antiquikäten,brunnen, palläste und gärten, welche sie zu einem der schönste»örter in Italien machen, fleißig besucht, wie denn auch die alte»Römer ihre lusihäuser um diesen angenehmen ort hatten. DerHertzsg von Mvdena hat ein lusthanß daselbst, welches vor die Car»binaie von dem Hause Este gehöret. Die waffcrfälle des fluffeS Te»verone haben gewölbe in den seifen gemacht, worinnen die Sibylla1'iburkML sich ausgehalten haben soll. Es sind allba noch einigeübrige mcrckmahle von einem kleinen tcmpel zu sehen, welcher dergedachten Sibyüa gewiedmet gewesen sey» soll; wiewohl andresagen, baß er dem Herculi gebeiligel worden, weil man diese auf»scbrissk in der stadt findet : üerculi L^xsuc,, das ist, dem seift»Herculi; wie ste kenn auch den gott Tibumum verehret. Sie istauch vor alters wegen ihrer herrlichen steinbrüche berühmt gewesen,welche die sonderbare artn» stch hatten, daß die daraus gehauenesteine zwar wind und weiter, und alle last aushielten, dcm feueraber nicht wiedersteben tonten. Drey Meilen von Tivoli ist ein ortH.LZ0 ll, Bagna, oder Solforata, Lateinisch k-scu-i /zikanur ge.nannt. Er ist elwa 200 schritte breit und fast rund, dessen wasseesehr durchscheinend, von färbe aber hoch blau, und sehr tieffist unt»schwefelicht wasser bat. Die ieute baden sich um vieler kranckhei»ten willen in einem kleinen bache, welcher auSdcmftlbigen kömmt,und sich nicht weit davon in den Anieno stürtzet. Der see ist sehrmerckwürbtg wegen der vielen darauf schwimmenden insuln, wel»che gantz mit röhr bedecket sind, und ziemlich liess erbleich haben.Es sollen deren ander zah! ,6 seyn, dahero auch das gemeinesolckdem fte den namen 8elleci ttarckerte oder der 16 ichiffgen giebt.Man hat kein ander Mittel die liesse desselben zu erfahren , als vagman acht geben muß, wie lange es wahret, wenn ein stein bineingewvrffen worbe», ehe oben eine Wasserblase aufsteiget. Die geö-lte