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ste unter den infuln ist ohngefehr schritte lang und i; breit. D«'eUrsache von diesen schwimmenden insuln ist diese, daß der see sehrviel schwefclichle quellen hat, welche viel Materie mit sich in diehöhe führen, welche, wenn sie oben schwimmet, und sich an diebinien und kräuter hänget, immer grösser und grösser werden, wennnoch andre dergleichen materie hinzu kömmt. Diese insuln stuckennicht unter, sondern tragen binsen oder röhr, wie andre morastethun. Diese stabk hat in den Italiänischen kriegen viel ausaestan»den. Toiilas, der Gothen König, hak selbige an. ;4>; erobert,und aüe.emivohiier ermorden lassen. Nach der zeit wurde dieserort durch die Teutschen gantz verwüstet, biS der Kayser FridericusBarbarossa ihre maureu wieder aufbauen, und die stadt vergrößernließ. Der Pabst ?ius I! ließ hieselbst eine festung erbauen, undhat folgendes Lidickvll des 2 ». Ant Campani über das thor setzenlassen:
Lrats bonir > invisti msÜL, inimics kuperbis,
8um libi Tibur , enirn iic kiuz inldiruir.
lib. 1. Lveicl. 7. lib. s./'/-»E.
eielcr, lr^l. nor. orb. ant. reikedesckr. psA-
I.
Tlascala / die Provintz Tlascala, oder cke lo; Angelas, oderckeGuasiacan, eine Provintz in Mcrico in Nord.America , zwi-schen den Provintzen Mexico, Pannco und Guaxaca. Die Haupt-stadt Tlascala liegt an dem kleinen stutz ckelor Popes, 17 Englischemeile» von der Haupt-stadt Mexico, hat einen General-Präsiden»len, welcher über 20 weilen herum zu gebieten hak, und alle; jähraus Spanien abgelöset wird , ist übrigens mit grosse» felsen umge-ben, und treibet gute Handlung mit Cochenille und andern In»vianischen waaren. Die Spanier hatten hier ein Bißlhum ange-leget, cS ist aber dasselbe an. 1550 nach Pueblo cketc» Angelas ver«leget worden. Die einwvhner dieser stadt, welche der Mericaneralte feinde waren, schlugen sich zu Corkesio, und halsten ihm Me-xico erobern, welcher sodann von Carolo V erhielt, daß sie demKönige in Spamen keinen andern tribut geben sotten, als nur einegarbe weitzen für jegliche Person, so des jahrs üdcr izooo scheffelcuisträgt. kissor. nov. orb.
Tlepolemus/ einsah» HerculisundAstvoches, welche Her-cules von Epiro , einer stadt in Peloponneso, entführte. NachdeinerLycimnium, seinenvetter, Martiö söhn, gelödtct hatte,flöhe er aus seinem vaterlandc, rüstete eine stakte aus, und landetedamit aufdec inslil Rbodis an, allwo er sich von ; städten meisiexmachte, wovon er zum Könige erklärt ward. Zur zeit des Troja-nischen kriegs kam er den Grieche» mit y schiffen zu hülste, wurdeaber von L>arpebo», dem Könige in Lycien , getödtet. //Er«,.
ILLeOLLbvl!^ , ein fest, welches die einwohner der insulRhodiiü dein Tlcvolemo, den 24 tag des monals Lorpisei fcyerten,an welchem sich die knaben so wohl als männer mit kämpffen iehcnliessen. Wer sich am besten hielt, bekam einen krantz von päppeln,LrLcia terlara. cle kelii; 6rrrc. 4, y.
Tinarus/ oder Tomarus/ war der Name eines bergeS inder laudlchafft EpiruS, in der gegend, welche Tbesprorck gcbeis-sen, auf welchem sich 100 quellen, und zugleich ein tempel des Ju-piters vonDodona, befunden. Tmarus ist auch ein dcrg in Pe-loponuesv , zwischen dem Linu L>l'sr>ssic> und lvlellenisco, nichtweit von dem Coryphasischen vorgedürge, genennel worden. />//».I. 4. princ. //r/vc/,. bxmn. in Lererem. c.7,ibigue
in exercit. T/g--./.
Tmokus / ein bcrg in Phrygien an den Lvdischen gräntzen.Er ist wegen des saffrans und wems, so man darauserndlet, be-rühmt. Der goldrciche stutz Pactolusläufft auS demselbigen. Derheutige name ist Tomalitze. //Er«,,äv/-»«,. /.e/t-rr« noc. ork>. am. l. Ig c. 4.
Toam/ lat. luana, ist eine stadt in Irrland, in der Graf -schafft Galloway, so vor diesem sehr berühmt war, heutzutageaber bloß wegen des Ertzdischöstichen sitzes bekannt ist.
Tobet - eine Commcntburev des Jobanniter-orvenS, in derEvdgenotzischen Land-Grafschastt Thurgöw gelegen, ist von demGrafen Diethelm vonToggenburg an. 1228 gestifflet.
Tobias / ein Jüde aus dem stamm Naphlhali, wurde vonseinem vater gleiches namens in der gottesfurchk erzogen, und vonSalmanasser, Könige von Assyrien, gefangen nach Ninive ge-führt. In währender gefangenschastt hörte er nicht aufGottzufürchten, sondern tröstete vielmehr seine brüder, und begrub dietodten wider das ergangene verbot. Des Salmanassars Nachfol-ger, Sennacherib, wolle dahero den Tobiam umbringen lassen;er entkam aber der gefahr, jedoch verlohr er sein gesicht, gerieth inarmuth, und muste noch darzu viel wiederwäriigkeit von seineinweibe, wie auch von seinen verwandten ausstehen, welche ihmvorwarffen , bak seine licbeS-wercke ihm zu nichts dienten. Beyseinem hohen alter schickte er seinen söhn gleiches namens nach Ra-ges, um eine summa gelbes allda zu hohlen, die ihm einer, mit»amen Gabel, schuldig war. Der engel Raphael war in wen-schen-gestalt sein gleitsmann, welcher ihm nicht allein ein Mittelan die Hand gab, wie er seinem blinden vater hclffen möchte, son-dern ihn auch anwteß, wie er durch gebet den ehcreuffel bey seinerbraut Sara vertreiben solle. Der junge Tobias kam hierauf, mitfreuden wieder zurück, befreyete den alten Todiam von seiner blind-heil, welcher hieraus in dem rocken jähre seines alterS verstarb.Man hat ihre Historie in einem eigenen buche beschrieben. Indes-sen ist bekannt, daßdieses weder von der alten Jüdischen noch auchersten Christlichen kirchen unter die Canonische büchere der schriffc,sonder», allein unter hie Apoeryphische seye gefttzet worden; noch
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auch heut zu tag von denen Protestierenden dafür erkannt werde»als die viele wichtige gründe darwieder anführen, und solche fehle,re in dem buch zeigen, welche daffelbige von der würde einer Caiiv-Nischen oder göttlichen schlifft nothwendig ausschlicffen. a,««-/er»-eÜ«r» Acke/cLier L,»«,. Herr»,;«,.
2)« *
Lobst / ein grosser siuß in Moscau , an den gräntzen der gros.sen Tanarey, an welchem eine stadt gleiches namens liegt, undzmar m der gegend, wo der stutz Jrtisch sich mit ihm vereinigt.Jtztgedachlc stadt Tobolsko, ist die vornehniste in der LanWafftScherten, welche emen Ertz-Bischöstichen sitz, ein castell (dochnur von holtz) und unter sich eine» grossen cüttndt hat.
Tocat/ ober Tochat/ eine sehr grosse stadt in der ProvinzAmasia in Natolien, an dem flnssc Casalmach, ist unken an einemhohen berq erbauet, und erstrecket sich um einen hohen felsen her-um , welcher säst in der mitte, und anfwelchem ein festes schloßstehet. Diese stadt ist alt, und soll ehemals Neo-Cäiarea gehejssenhaben. Sie ist sehrvolckreich, und wird von den Türcken, Ar.meutern, Griechen und Juden bewohnet. Ihre gasten sind enge,aber die Häuser wohl erbauet. Die Christen haben allhier ,r kir.chen, und ein Ertz-Bsschoff bat seinen sitz in dieser stadt, unterwelchen 7 Weyh-Bilchoffe geboren. Es sind auch r manns-Mso viel nonncn-klöster daselbst, und 14 oder iz weilen liin Tocatsind eitel Armenische Christen, der Griechen hingegen desto wenj.ger. Der meiste theil dieser Christen sind handwercks.leute, undfast alle schmiede. Es wird auch daselbst und in der nähe der scho-ne blaue corduan gemacht, und ist Tocat nebst dem stecken Cbark-l,queii wegen des blauen corduan sehr berühmt, gleichwie Narbe,quir und Bagdat wegen des rothen, Moussul oder das alle Ninive wegen des gelben, und Ourfa wegen des schwachen. Der weinum Tocat herum ist vortristich. Sie ist auch die eintzige stadt i»Asien , wo der saffran bäufsig wächst, und ist sie mit ihrem zu ichvrdas leibgebing der mutier der Groß-Sultane». Es ist nur ein Ag»und ein Cady allda. Der Bassa, von welchem sie befehl einholen/residirt zu S>vas, und welches endlich eines von den merckwürdiz»sie» stachen von Tocat, so ist sie einer der grösten paffe im Orient,wo ohne aufhören die caravanen aus Pcvsien, Diarbequir, Nag-dat, Cvnstanttnovel, Emyrna, Synope und andern orten an-kommen , und wo sich ordentlich diejenigen , die auS Persien wie-der anlangen, von einander trennen. Diese stadt ist an. 1714durch eine feuerSbrunst völlig in die asche geleget worden. 7 ür-er-
»»ervvxLZer?. r.I. I. x>. 10 1;.
Tocho/ ein berühmter Gotbe, oder vielmehr Nordländer, warein so erfahrner schütze, daß er niemahls fehlte, eine» apffel von derspitze eines neckens herab zu schießen, es möchte selbiger styn, wo erwolle, wenn er nur mit seinem bogen dahin reichen kirnte. Als die-ses seinem König Haraldo hmterbracht wurde, war derselbe wil-lens eine probe davon zu scheu, und befahl ihm daher» einen avsselvon seines sohns kopff herab zu schiesscn. Tocho gehorchte ihm, ver.sahe sich mit; prellen, setzte das kind an einen solchen vrt.da ernichlsals den apffel sehen kunte, und schoß selbigen just in 2 stücke. Alsihn nun hernach der König fragte, warum er die andern r pstilemitgebracht hätte, gab er ihm zur antwort, daß er es deswegen ge-than, um zugleich auch nach ihm wegen der Ungerechtigkeit seinesbefthlö zu ichiesseu, im fall er daS Unglück gehabt hätte, sein kick z»beschädigen. Die alte Schwerer-geschichten erzchlen ein gleichesvon ihrem Wilhelm Teile, und lasset sichs fast ansehen, daß einedieser erzchlnngen aus der anderen entlehnet seye. siehe Tell.
Ack. bl>tt 8epr. I. 1 s c. 4. /?e»/rer, acl crp. 20. ^ucl. *
Tocia / eine grosse stadt in Natolien, ist auf verschiedene Hügelgebauet, aus deren erhabensten eine festung stehet, daraufderBasstwohnet. Der meiste theil der einwohner allhier sind GriechischeChristen, und die gegend hierum bringt vortreflichen wein in mengehervor. /«i-ernrrr vo^sZer ?. 11.1 p. 8, y.
Tockav/ eine sehr feste stadt in Obcr-Ungarn , hat ein festes ci»tadell, und liegt an dem stufst Bodroch , welcher sich daselbst in dieTbeiä ergeust. ES ist die gegend daherum sehr fruchtbar; wiedennder Tockayer wein unter allen Ungarische» an meiste» Ducketwird. D>e Türcken haben sich dieses orts vormals bemächtiget, erwurde aber von den Kayscrlicbcn wieder erobert, insonderheit warder an. r6c>6 von den Türcken hart belagert, und Ver Kayserl. Com»menbank, Obrtster Nuebcr, zu solcher hungers-nolh getrieben, daßer mit seinen soldaten ihre eigene lederne kotier verzehren mustcn.An. 168; bemächtigte sich desselben der GrafTöckcii, erimiste sichaber an. iL84 wieder ergeben. in OnZse. ckwn. si ->o-
sc^. beschreib, von tlungsm. t.a rie au
(^omce ^öclcel)-.
Tod»/ lat. Tucker, eine Bisthöffiche stadt in dem ItaliänischenHertzogthum Spoleto, nicht weit von der Tiber . Sie liegt auf ei-ner Höhe, und in einer sowohl fruchtbar!!, als lustigen gegend. Inden alten zeiten ist sie nicht wenig berühmt gewesen ; allein die in-nerliche Uneinigkeiten haben sie in einen ziemlich schlechten stand ge-setzt. Der Pabsi Martinus I ist allhier gebohren worden.
Todten-kopffs-orden/ wurde an-1672 von Sisivio, He>'lMzu Würlemberg-Ocls, als Groß-Priorn, und seiner verwickele»frau mutter, Sophia Magdalcna, Hertzogin zu Liegnitz und Vncg,als Grost-Priorin, zu stetem andencken der allgemeinen sterben»'nothweiibiqkelt und erwcckung aller Adeliche» Rittermaßigeii lu-genden gestifflet. Das ordens-zeichcn war ein ring mit einem los-ten-kopffe, den die gesellschaffter a» einem schwartzen band a» mlincken band täglich frugen. Weil aber dieser orbcn »ach der Meingegangen, so hat Lonise Elisabeth, Hcrtzogs PhilipvNu Vam»ftii Mcrjchlirg wittwe,eine gebohrne Hertzogin in SchleM zuo-»