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Cap. VI.
Geschichte.
h Daden wahren land/ zu geben Ifrael busse vnd vergebungIsraeliten. Rom.9.6. der sünde.
Gal.6.16.
i Diß seind die ben= 32 Vnd wir sind seine zeugen( 0) vber di-se wort/ vnd der heilige' Geist()/ welchen
de wolthaten/ dieChriftus vns hat erlangt/ vnd die wir
ben empfangen/ N. dieheiligung durch eine
Geist in vns würcket/vnd die rechtfertigungdurch vergebung vnsever sünden.
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durch ihn in disem tes Gott gegeben hat dene die ihm gehorchen( 12).33 Da sie das höreten/ giengs ihnenwahre buß/ die der H. durchs herz/ vnd dachten sie zu tödten.34 Da stund aber auff im Rath/ einPhariseer/ mit namen" Gamaliel/ eink D.i. dife fachen. Schrifftgelehrter/ wol gehalten für allemS. Luc. I. 37. Act.10. volck/ vnd hieß die Apostel ein wenig hin-1 Der H. Geißt auß thun/
( 10) Ioh.15.27.
Ein Hebr.art zu reden/
37.
zenget von Christovnd seiner lehr/ inner-
35 Vnd sprach zu ihnen: Ihr männerlich in den hertzen der von Ifrael/ nemet erver selber wahr an disen
gläubigen zu ihrer be
tehrung: darnach hat menschen/ was the thun sollet.
er dazumal äusserlich
gezeuget/ durch aller:
vnd wunderwerck.
( 11) Ioh.15.26.
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36 P Vor disen tagen( 3) stund aufften gaaben/ zeichen a Theudas/ vnd gab für/ er were etwas/vnd hiengen an ihm eine zahl männer/ benm † Od. bissen sie vierhundert: Der ist erschlagen/ vnd alle dieFirteten sie mit ihm zufielen/ sind zerstrewet vnd zu nicht
( 12) Act.2.4.
die zahn zusammen;
den zähnen/ gleich als
zoge man die sagen. worden.
Und. warden sie in
sersäget/ N. am here
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zien zerschnitten/ oder 37 Darnach stund auff Judas außsen von join and boss Galilea/ in den tagen der schatzung/ vndheit. S. Act. 7. 54. machet vil volcks abfellig ihm nach/ nderist auch vmbkommen/ vnd alle die ihm zufiejenige gewesen seyn/ zu len/ sind zerstrewet.
Das Gr. wort heißtgesäget werden.
n † Mag wolder
essen füssen Paulus
in dem gesetz ist vnder-wiesen worden. Act.
22.3.
38 Und nun sage ich euch/ Lasset abvon disen menschen/ vnd lasset sie fahren/ Ist
a
z der rath oder das werck auß den menschen/
o † Gr. ein fure zte/ N.zeit.
zeit.
P D. i. vor diser so wirds vndergehen:
( 13) Act.21.38.
9 Jofephus der
39 Jsts aber auß Gott / so könnet hrsHistoryschreiber ge nicht dempfen/ auffdaß ihr nicht erfundenrers Theudas/ der fich werdet/ als die wider Gott streiten wollen( 4).fpius Fadus, ftatthat Da fielen sie ihm zu/
denckt cines auffrühs
auffgeworffen/ als Ca-
ten/ sie sollen ihre guter
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40 Vnd rieffen den Aposteln/ steuptenund den Juden gerah- sie/ vnd gebotten jhnen/ sie solten nicht redenmit sich nemmen/ vnd in dem namen Jesu/ vnd liessen sie gehen.41 Sie giengen aber frölich( s) von deßaber lauter betrug vnd Raths angesicht/ daß sie würdig gewesen
ihm folgen/ er wolledurch sein wort denJordan zertheilen; ist
ganckeley gewesen.
Es ist aber bis erst waren/ kvmb seines namens willen schmachhen/ vnd nach dem tod zu leyden.
nach diser zeit gesche
Herodis Aggrippa;Also daß Gamatiet
42 Vnd höreten nicht auff alle tage imhier von einem andes tempel/ vnd' hin vnd her in häusern zu leh-
ren Theudas reden
muß/ der zun zeiten ren/ vnd zu predigen das Evangelium von
Keysers Augufti oder
rt D. i. etwas
grosses/ wie Act. 8. 9. f Gr.klebten. t Od. neben disem/ nach disem/ N. Theudas.Denn wie auf Jofepho zu vernemmen/ ist diser Judas auf Galilea von dem Theuda entstanden.u † Diser wird sonsten genennet Judas Geulanites/ so das volck auffgewicklet/ ais Archelaus abgesetzet gewesen/ vnd die Römer das Jüdische land/ welches sie zu einer provinz gemachet/ durchihre Statthalter regieren/ vnd zubem end schätzen liessen/ da hat diser Judas die Juden vermahnet/ jhrefreyheit mit waffen zu verthädigen. S. Jofeph. ant. lib. 18. c. 1. vnd lib. 20. c 3. Josephus thut nocheines anderen auffrührischen Judæ meldung/ welcher ein sohn deß mörders Ezechia / vnd vor disem Jusda auffruhr erweckte/ als Archelaus nach Kom verzeiset/ daß er an seines vatters Herodis statkommenmöchte. Jofeph. antiq. lib. 17. c. 12. vnd de bello Iudaico, lib. 2. c. 2.† Dise schätzungoder beschreibung ist nicht diejenige/ von welcher geredt wird Luc. 2.1, 2. als welche da geschah ohnesuffruhr/ vnd die erste genennet wird/ in ansehen diser/ als der zweyten/ welche in Judea fürgenomenworden/ nicht ohne auffruhr/ deren vrheber diser Judas war. Iofeph. antiq. lib. 18. c. 1.
y † N. daß ihr ihnen nichts weiters zu leyd thut.hen/ oder vorhaben.
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† D.i.was die Apostel vnderstea † D.i. von den menschen/ oder menschlichem ansehen.btd. zerstöret werden. Gr. auffgelöset werden. c † D.i. auß Göttlichem ansehen/ gewalt vnd befeht. S. Matth. 21. 25. d † Gr. auffiósen. et Od. nicht vil( 14) † Act. 9.5. vnd 23.9.f † Liessen sich bewegen vndg † Gr. schlugen fie/ N. mitruchen od. geißten; Diß ist ihnen von Christo vorgesagt worden/ Matt. 10. 17. vnd 23. 34. Dergleichenist auch Paulo widerfahren/ 2. Cor. II. 24. ht.Act.4.18.( 15) Matt.f.12.
leicht/ od. nicht etwan.
vberzeden/ daß sie seinem rath folgten. Gr. gaben ihm gehör.
1 † Od. von hauß
i † Od. würdig gehalten worden/ N. von Gott / der ihnen auß gnaden dise chr vnd würde erwiesen. Phil. 1.29. k † D.i. vmb Chrifti tehr vnd sach willen.zuhauf. S. Act. 2. 46. vnd 20. 20.
Das VI. Cap.
Auf fürfallende klag der Griechen werde von der gemein fiben allmosenpfleger geordnet/ 6. Vnd von den Apostien durch aufflegung der handen bestätiget/ 7. Es begeben sich ihr vil zu der Gemein/ auch Priester selbsten.8. Stephanus ciner auß den siben thut vil zeichen/ 9. Vnd die von der schul derLibertiner vnd andere stehen wider ihn auff/ 10. Dieweil sie aber seiner weißeheit vnd geist nicht tonnen widersprechen/ ziehen sie ihn für Rath/ 13. Vndfrellen falsche zeugen dar/ welche ihne beschuldigen/ er habe lafterwort geredtwider den Tempel vnd das Gesatz 15. Sein angesicht leuchtet wie einesEngels.
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141
M den tagen aber/ da der
a † N. als die
nus lagen.
Junger viel wurden/ erhub poffct in der gefängesich ein murmeln vnder den
b
bt Dife warenJuden/ tras antangt
Griechen wider die Hebreer/ hr hartemmen vnd re-
darumb/ daß ihre witwenvbersehen wurden in der
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täglichen' handreichung.
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en weiden aberSichen/ cb. vickmehr Griechische oder
Griechiffen/( dann imGriechischen findersich nicht das wort
der Hellines, sonder das
2 Da rieffen die zwelffe die mengeJünger zusammen/ vnd sprachen: Es taugnicht/ daß wir das wort Gottes vnderlafsen/ vnd zu tische dienen.
tort Helleniftai) c
nehet/ weit fie in GriesHerdnischen länderen
chenland vnd anderen
Sahin ihre Elteren inder zerfirewung kom
men/ geboren waren/
sich auch der Griechis
der Griechischen ver-
3 Darumb jhr lieben brider/" sehet vnder euch nach siben männern/ die ein gut fchen sprnch/ wie auchgericht haben/ vnd vol heiliges Geistes vnd fion oder delimesweißheit sind/ welche wir bestellen mögen zu brauchten/ welche nachsdiser" notturft/
4 Wir aber wollen' anhalten am gebett/vnd am ampt des worts.
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tschung der Bibel ge-
mals zu der Christlichen religion bekehrt
worden. Act. 9.29.vnd
11.19,20. Die anderenJuden hingegen/ welsche die Hebreische Bis
bet brauchten/ werdenauch 2. Cor. 11. 22.
Hebreer genennet. S.
Phil.3.5.c Od. verfaumet;
5 Vnd die rede gefiel" der ganzen mengewol/ vnd erwehleten Stephanum/ einenmann vol( 2) 4 glaubens vnd heiligen Geistes/vnd Philippum/ vnd Prochorum/ vnd d.. daß ihren witwenNicanor/ vnd Timon/ vnd Parmenam/ ett/ das zu der Apeftetvnd Nicolaum den Judengenossen vonAntiochia .
6. Diese stelleten sie für die Apostelvnd beteten/ vnd" legten die händesie( 4).
von dem gemeinenfüß gelegt ward/ nicht
sielchmässige handreis
chung geschahe/ wie denanderen: darauff victsleicht die Apostel nicht
/ so genaiv achtung asssonst mit sehren ond
auff
(/ vnd
7 Und das wort Gottes* nam zudie zahl der Junger ward sehr groß zu Jerufalem/ es wurden auch viel' priester demglauben gehorsam.
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nommen/ sie
batten genug zu thunhatten. Es wollens
zwar etliche also verftes
hen/ daß der Griechenwitwen in dem ampt/das allmosen aufzus
theiten/ nicht wären zu-
gelassen worden/ vonwelchem 1. Tim. 5.9.
dazumal noch nicht
8 Stephanus aber voll glaubens vnd Aber solch ampt warbfräfften/ that wunder vnd grofse zeichen vn- angestellt, darumb fichder dem volck.
e
9 Dastunden etliche auf von der schule/die da heisset der d Libertiner / vnd der Cyrener/ vnd der Alleranderer/ vnd derer dieEvangelij/ zu welcher wir fürnemlich beruffen ſind.
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die erfte auflegung beffer schicket.
dt Od. dienft.
Gr. Diakonia.billich/ ratham. Gr.gefällig.
e Od. es ist nicht
f Die predig desg Nemt. da beydes speiß vnd gelt zu vederhaltung der armen hingebracht/ vnd vnder dieselben außgetheilt ward/ auch liebes- mahter nach dem
Abendmaht vnder den Chriſten zur felbigen zeit gehatten wurden. Act. 2. 46. Es haben aber die Apo-
stel die sorg für die armen nicht allerdings abgelegt wie so wol auß disem buch in nachfolgenden Capitlen/als auf den Epistlen Pauli zu sehen: allein damit sie an dem fürnemsten werck shres ampts nicht verhinderet wurden/ haben sie die allmosenpfleger verordnet/ daß sie ihnen in versorgung der armen behülfftichseyn/ vnd zur hand gehen sotten: vnd haben sie darinn Mosis exempel nachgefolget. Exod.18.24.h † D.. erwehtet siben manner zu disem dienst.( 1) † Deut.1.13. Act.1.21. vnd 16.2.
1.Tim.3.7. i † D.i.der gaaben des H. Geistes/ welche ihnen nothwendig/ diſem dienst mietrew vnd fürsichtigkeit abzuwarten. k Od. nohtige sach. 1 † Gr. verharzen in tc.Act.1.14.nt Gr. für der gantzen zc.
0
m † Od. disesach. Hebr.
† Die erwehlung geschah von der gemein/ aber die ennweihung vnd bestätigung von denApostlen/*. 6. P † Difer/ wie auch die folgende/ feind allzumal Griechische nammen: worauß etliche schliessen/ es seye für gut befunden worden/ damit die Griechischen desto weniger zu klagenhätten/ daß die allmosenpfleger auß den Griechischen Juden solten erwehtet werden.( 2) Act.Od. disemampt sonderlich erforderet wird. r Von disem
II.24.S. drund. 8.5. vnd 21.8.sen/ von dem die Nicolaiten her genennet worden. S. Apoc.2.6. ist aber nicht gewiß.
281 28. trew/ ſo da in bilam sehrer meinen/ daß dis eben derjenige Nicolaus gewee
t+ Gr. Profelyton, d. i. einen der der geburt nach ein Heyd war/ sich aber zur Jüdischen resligion bekante. S. Matt.23.15.( 3) † Act. 1. 23. u Dise Ceremoni der aufflegungder hånden war bey den Juden in dein alten Testament gebräuchlich/ wann man jemand segnete/ Gen.48.14. oder zu einem gewissen ampt verordnete/ vnd bestätigte/ als Num.12.18. vnd 27.18. Deut. 34.9. auch das vieh so man Gott opferen wolte/ heiligte vnd gleichsam Gott zueignete/ Exod.29.10.Lev.1.4. † Dise Ceremoni hat auch Chriftus gebraucht im fegnen/ Matt. 19. 13. vnd die firchen/ in enns segnung der Kirchendieneren/ sie hierdurch Gott dem Herzen zu seinem dienst zu zu eignen/ vnd den segenGottes zu wünschen. S. 1. Tim. 5. 22. Auch die Apostel in ertheilung der sonderbaren/ vnd extraordi-nari gaaben des heiligen Geiftes. Act. 8. 17. Bedeutet also dieselbe allhie zwey ding: Erstlich/ daß dieallmosenpfleger zu einem heiligen ampt verordnet vnd bestätiget wurden: Darnach/ daß sie von Gott gesegnet vnd mit nothwendigen gaaben des heitigen Geistes zu verzichtung ihres ampts sollen begabet( 4) † Aftor. 8. 17. vnd 13.3. 1. Tim. 4. 14. vnd 5. 22. 2. Tim. 1. 6.× In ansehen nicht nur der vielen örteren/ da es geprediget ward/ sonder auch der vielen personen/ die es durch würckung des heiligen Geists annamen. † Actor. 12. 24.( s) † Actor.
werden.
19.20.
y † Menu. von den gemeinen Priesteren/ deren sehr viel vnder den Juden waren/Efr. 2.36. von welchen ein guter theil bekehrt ward; aber die Hohepriester waren vnd bliben mehren-theils die hefftigsten feind der tehr des Evangelij. z D.i. dem Evangelio/ der lehr deß glaubens+ Gal. 1. 23. a † Hier wird das wort Glauben/ anders genommen als im vorhergeshenden vers/ Nemi. so wol für die erkantnus vnd wahrhaltung der lehr/ als auch für ein vestes vertrawen auff die Evangelische verheissungen. b † D.i. allerhand fürtrefflicher gaaben des heiligen Geistes/ dadurch er kräfftiglich vnder den menschen würcket. c Inder grossen statt Jerusfalem waren viel Synagogen und Schulen/ welche alle mit ihren besonderen nammen von einander vrederscheiden waren/ wie heutigs tags die Collegia in den Univerfiteten. d † Diß ist gewesfen/ wie es das ansehen/ eine Italianische Juden- schul. Die Jtaliener oder Latiner/ nennen Libertinos diejenigen/ welche auf der knechtschafft oder teibeigenschafft in die freyheit seind gesetzet worden. Pompe jus , welcher die statt Jerusalem bezwungen/ hatte viel Juden für sciaven nach Rom weggeführt/ derennachtómling/ wie Philo bezeugt/ von dem Kenfer Tiberio mehrertheils fren gelassen worden/ vnd zusgleich die erlaubnus bekommen haben/ ein theil der statt Rom vber der Tyber zu bewohnen/ vnd alldaSynagogen zu bawen. Scheinet also/ daß dise Juden/ nach dem sie fren gelassen worden/ auch zu Jesrufalem ein Synagog gehabt haben/ welche sie von solchem ihrem zustand her genennet.e † Der Juden/ die in Africa wohnten/ in der statt Cyrene/ in Lybia.Juden/ die zu Klexandria in Egypten wohneten/ vnd die zu Jerusalem waren.
S tij
f t D.i. der
auß