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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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13

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Cap. VI.

Geschichte.

h Daden wahren land/ zu geben Ifrael busse vnd vergebungIsraeliten. Rom.9.6. der sünde.

Gal.6.16.

i Diß seind die ben= 32 Vnd wir sind seine zeugen( 0) vber di-se wort/ vnd der heilige' Geist()/ welchen

de wolthaten/ dieChriftus vns hat erlangt/ vnd die wir

ben empfangen/ N. dieheiligung durch eine

Geist in vns würcket/vnd die rechtfertigungdurch vergebung vnsever sünden.

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durch ihn in disem tes Gott gegeben hat dene die ihm gehorchen( 12).33 Da sie das höreten/ giengs ihnenwahre buß/ die der H. durchs herz/ vnd dachten sie zu tödten.34 Da stund aber auff im Rath/ einPhariseer/ mit namen" Gamaliel/ eink D.i. dife fachen. Schrifftgelehrter/ wol gehalten für allemS. Luc. I. 37. Act.10. volck/ vnd hieß die Apostel ein wenig hin-1 Der H. Geißt auß thun/

( 10) Ioh.15.27.

Ein Hebr.art zu reden/

37.

zenget von Christovnd seiner lehr/ inner-

35 Vnd sprach zu ihnen: Ihr männerlich in den hertzen der von Ifrael/ nemet erver selber wahr an disen

gläubigen zu ihrer be

tehrung: darnach hat menschen/ was the thun sollet.

er dazumal äusserlich

gezeuget/ durch aller:

vnd wunderwerck.

( 11) Ioh.15.26.

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36 P Vor disen tagen( 3) stund aufften gaaben/ zeichen a Theudas/ vnd gab für/ er were etwas/vnd hiengen an ihm eine zahl männer/ benm Od. bissen sie vierhundert: Der ist erschlagen/ vnd alle dieFirteten sie mit ihm zufielen/ sind zerstrewet vnd zu nicht

( 12) Act.2.4.

die zahn zusammen;

den zähnen/ gleich als

zoge man die sagen. worden.

Und. warden sie in

sersäget/ N. am here

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zien zerschnitten/ oder 37 Darnach stund auff Judas außsen von join and boss Galilea/ in den tagen der schatzung/ vndheit. S. Act. 7. 54. machet vil volcks abfellig ihm nach/ nderist auch vmbkommen/ vnd alle die ihm zufiejenige gewesen seyn/ zu len/ sind zerstrewet.

Das Gr. wort heißtgesäget werden.

n Mag wolder

essen füssen Paulus

in dem gesetz ist vnder-wiesen worden. Act.

22.3.

38 Und nun sage ich euch/ Lasset abvon disen menschen/ vnd lasset sie fahren/ Ist

a

z der rath oder das werck auß den menschen/

o Gr. ein fure zte/ N.zeit.

zeit.

P D. i. vor diser so wirds vndergehen:

( 13) Act.21.38.

9 Jofephus der

39 Jsts aber auß Gott / so könnet hrsHistoryschreiber ge nicht dempfen/ auffdaß ihr nicht erfundenrers Theudas/ der fich werdet/ als die wider Gott streiten wollen( 4).fpius Fadus, ftatthat Da fielen sie ihm zu/

denckt cines auffrühs

auffgeworffen/ als Ca-

ter in Judea war vn-

der Keyser Claudio,

ten/ sie sollen ihre guter

h

40 Vnd rieffen den Aposteln/ steuptenund den Juden gerah- sie/ vnd gebotten jhnen/ sie solten nicht redenmit sich nemmen/ vnd in dem namen Jesu/ vnd liessen sie gehen.41 Sie giengen aber frölich( s) von deßaber lauter betrug vnd Raths angesicht/ daß sie würdig gewesen

ihm folgen/ er wolledurch sein wort denJordan zertheilen; ist

ganckeley gewesen.

Es ist aber bis erst waren/ kvmb seines namens willen schmachhen/ vnd nach dem tod zu leyden.

nach diser zeit gesche

Herodis Aggrippa;Also daß Gamatiet

42 Vnd höreten nicht auff alle tage imhier von einem andes tempel/ vnd' hin vnd her in häusern zu leh-

ren Theudas reden

muß/ der zun zeiten ren/ vnd zu predigen das Evangelium von

Keysers Augufti oder

Tiberij gewesen. Jesu Christo.

rt D. i. etwas

grosses/ wie Act. 8. 9. f Gr.klebten. t Od. neben disem/ nach disem/ N. Theudas.Denn wie auf Jofepho zu vernemmen/ ist diser Judas auf Galilea von dem Theuda entstanden.u Diser wird sonsten genennet Judas Geulanites/ so das volck auffgewicklet/ ais Archelaus abgesetzet gewesen/ vnd die Römer das Jüdische land/ welches sie zu einer provinz gemachet/ durchihre Statthalter regieren/ vnd zubem end schätzen liessen/ da hat diser Judas die Juden vermahnet/ jhrefreyheit mit waffen zu verthädigen. S. Jofeph. ant. lib. 18. c. 1. vnd lib. 20. c 3. Josephus thut nocheines anderen auffrührischen Judæ meldung/ welcher ein sohn deß mörders Ezechia / vnd vor disem Jusda auffruhr erweckte/ als Archelaus nach Kom verzeiset/ daß er an seines vatters Herodis statkommenmöchte. Jofeph. antiq. lib. 17. c. 12. vnd de bello Iudaico, lib. 2. c. 2. Dise schätzungoder beschreibung ist nicht diejenige/ von welcher geredt wird Luc. 2.1, 2. als welche da geschah ohnesuffruhr/ vnd die erste genennet wird/ in ansehen diser/ als der zweyten/ welche in Judea fürgenomenworden/ nicht ohne auffruhr/ deren vrheber diser Judas war. Iofeph. antiq. lib. 18. c. 1.

y N. daß ihr ihnen nichts weiters zu leyd thut.hen/ oder vorhaben.

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D.i.was die Apostel vnderstea D.i. von den menschen/ oder menschlichem ansehen.btd. zerstöret werden. Gr. auffgelöset werden. c D.i. auß Göttlichem ansehen/ gewalt vnd befeht. S. Matth. 21. 25. d Gr. auffiósen. et Od. nicht vil( 14) Act. 9.5. vnd 23.9.f Liessen sich bewegen vndg Gr. schlugen fie/ N. mitruchen od. geißten; Diß ist ihnen von Christo vorgesagt worden/ Matt. 10. 17. vnd 23. 34. Dergleichenist auch Paulo widerfahren/ 2. Cor. II. 24. ht.Act.4.18.( 15) Matt.f.12.

leicht/ od. nicht etwan.

vberzeden/ daß sie seinem rath folgten. Gr. gaben ihm gehör.

1 Od. von hauß

i Od. würdig gehalten worden/ N. von Gott / der ihnen auß gnaden dise chr vnd würde erwiesen. Phil. 1.29. k D.i. vmb Chrifti tehr vnd sach willen.zuhauf. S. Act. 2. 46. vnd 20. 20.

Das VI. Cap.

Auf fürfallende klag der Griechen werde von der gemein fiben allmosenpfleger geordnet/ 6. Vnd von den Apostien durch aufflegung der handen bestätiget/ 7. Es begeben sich ihr vil zu der Gemein/ auch Priester selbsten.8. Stephanus ciner auß den siben thut vil zeichen/ 9. Vnd die von der schul derLibertiner vnd andere stehen wider ihn auff/ 10. Dieweil sie aber seiner weißeheit vnd geist nicht tonnen widersprechen/ ziehen sie ihn für Rath/ 13. Vndfrellen falsche zeugen dar/ welche ihne beschuldigen/ er habe lafterwort geredtwider den Tempel vnd das Gesatz 15. Sein angesicht leuchtet wie einesEngels.

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141

M den tagen aber/ da der

a N. als die

nus lagen.

Junger viel wurden/ erhub poffct in der gefängesich ein murmeln vnder den

b

bt Dife warenJuden/ tras antangt

Griechen wider die Hebreer/ hr hartemmen vnd re-

darumb/ daß ihre witwenvbersehen wurden in der

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täglichen' handreichung.

/

en weiden aberSichen/ cb. vickmehr Griechische oder

Griechiffen/( dann imGriechischen findersich nicht das wort

der Hellines, sonder das

2 Da rieffen die zwelffe die mengeJünger zusammen/ vnd sprachen: Es taugnicht/ daß wir das wort Gottes vnderlafsen/ vnd zu tische dienen.

tort Helleniftai) c

nehet/ weit fie in GriesHerdnischen länderen

chenland vnd anderen

Sahin ihre Elteren inder zerfirewung kom

men/ geboren waren/

sich auch der Griechis

der Griechischen ver-

3 Darumb jhr lieben brider/" sehet vnder euch nach siben männern/ die ein gut fchen sprnch/ wie auchgericht haben/ vnd vol heiliges Geistes vnd fion oder delimesweißheit sind/ welche wir bestellen mögen zu brauchten/ welche nachsdiser" notturft/

4 Wir aber wollen' anhalten am gebett/vnd am ampt des worts.

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3n

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tschung der Bibel ge-

mals zu der Christlichen religion bekehrt

worden. Act. 9.29.vnd

11.19,20. Die anderenJuden hingegen/ welsche die Hebreische Bis

bet brauchten/ werdenauch 2. Cor. 11. 22.

Hebreer genennet. S.

Phil.3.5.c Od. verfaumet;

5 Vnd die rede gefiel" der ganzen mengewol/ vnd erwehleten Stephanum/ einenmann vol( 2) 4 glaubens vnd heiligen Geistes/vnd Philippum/ vnd Prochorum/ vnd d.. daß ihren witwenNicanor/ vnd Timon/ vnd Parmenam/ ett/ das zu der Apeftetvnd Nicolaum den Judengenossen vonAntiochia .

6. Diese stelleten sie für die Apostelvnd beteten/ vnd" legten die händesie( 4).

von dem gemeinenfüß gelegt ward/ nicht

sielchmässige handreis

chung geschahe/ wie denanderen: darauff victsleicht die Apostel nicht

/ so genaiv achtung asssonst mit sehren ond

auff

(/ vnd

7 Und das wort Gottes* nam zudie zahl der Junger ward sehr groß zu Jerufalem/ es wurden auch viel' priester demglauben gehorsam.

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Z

nommen/ sie

batten genug zu thunhatten. Es wollens

zwar etliche also verftes

hen/ daß der Griechenwitwen in dem ampt/das allmosen aufzus

theiten/ nicht wären zu-

gelassen worden/ vonwelchem 1. Tim. 5.9.

dazumal noch nicht

8 Stephanus aber voll glaubens vnd Aber solch ampt warbfräfften/ that wunder vnd grofse zeichen vn- angestellt, darumb fichder dem volck.

e

9 Dastunden etliche auf von der schule/die da heisset der d Libertiner / vnd der Cyrener/ vnd der Alleranderer/ vnd derer dieEvangelij/ zu welcher wir fürnemlich beruffen ſind.

f

die erfte auflegung beffer schicket.

dt Od. dienft.

Gr. Diakonia.billich/ ratham. Gr.gefällig.

e Od. es ist nicht

f Die predig desg Nemt. da beydes speiß vnd gelt zu vederhaltung der armen hingebracht/ vnd vnder dieselben außgetheilt ward/ auch liebes- mahter nach dem

Abendmaht vnder den Chriſten zur felbigen zeit gehatten wurden. Act. 2. 46. Es haben aber die Apo-

stel die sorg für die armen nicht allerdings abgelegt wie so wol auß disem buch in nachfolgenden Capitlen/als auf den Epistlen Pauli zu sehen: allein damit sie an dem fürnemsten werck shres ampts nicht verhinderet wurden/ haben sie die allmosenpfleger verordnet/ daß sie ihnen in versorgung der armen behülfftichseyn/ vnd zur hand gehen sotten: vnd haben sie darinn Mosis exempel nachgefolget. Exod.18.24.h D.. erwehtet siben manner zu disem dienst.( 1) Deut.1.13. Act.1.21. vnd 16.2.

1.Tim.3.7. i D.i.der gaaben des H. Geistes/ welche ihnen nothwendig/ diſem dienst mietrew vnd fürsichtigkeit abzuwarten. k Od. nohtige sach. 1 Gr. verharzen in tc.Act.1.14.nt Gr. für der gantzen zc.

0

m Od. disesach. Hebr.

Die erwehlung geschah von der gemein/ aber die ennweihung vnd bestätigung von denApostlen/*. 6. P Difer/ wie auch die folgende/ feind allzumal Griechische nammen: worauß etliche schliessen/ es seye für gut befunden worden/ damit die Griechischen desto weniger zu klagenhätten/ daß die allmosenpfleger auß den Griechischen Juden solten erwehtet werden.( 2) Act.Od. disemampt sonderlich erforderet wird. r Von disem

II.24.S. drund. 8.5. vnd 21.8.sen/ von dem die Nicolaiten her genennet worden. S. Apoc.2.6. ist aber nicht gewiß.

281 28. trew/ ſo da in bilam sehrer meinen/ daß dis eben derjenige Nicolaus gewee

t+ Gr. Profelyton, d. i. einen der der geburt nach ein Heyd war/ sich aber zur Jüdischen resligion bekante. S. Matt.23.15.( 3) Act. 1. 23. u Dise Ceremoni der aufflegungder hånden war bey den Juden in dein alten Testament gebräuchlich/ wann man jemand segnete/ Gen.48.14. oder zu einem gewissen ampt verordnete/ vnd bestätigte/ als Num.12.18. vnd 27.18. Deut. 34.9. auch das vieh so man Gott opferen wolte/ heiligte vnd gleichsam Gott zueignete/ Exod.29.10.Lev.1.4. Dise Ceremoni hat auch Chriftus gebraucht im fegnen/ Matt. 19. 13. vnd die firchen/ in enns segnung der Kirchendieneren/ sie hierdurch Gott dem Herzen zu seinem dienst zu zu eignen/ vnd den segenGottes zu wünschen. S. 1. Tim. 5. 22. Auch die Apostel in ertheilung der sonderbaren/ vnd extraordi-nari gaaben des heiligen Geiftes. Act. 8. 17. Bedeutet also dieselbe allhie zwey ding: Erstlich/ daß dieallmosenpfleger zu einem heiligen ampt verordnet vnd bestätiget wurden: Darnach/ daß sie von Gott gesegnet vnd mit nothwendigen gaaben des heitigen Geistes zu verzichtung ihres ampts sollen begabet( 4) Aftor. 8. 17. vnd 13.3. 1. Tim. 4. 14. vnd 5. 22. 2. Tim. 1. 6.× In ansehen nicht nur der vielen örteren/ da es geprediget ward/ sonder auch der vielen personen/ die es durch würckung des heiligen Geists annamen. Actor. 12. 24.( s) Actor.

werden.

19.20.

y Menu. von den gemeinen Priesteren/ deren sehr viel vnder den Juden waren/Efr. 2.36. von welchen ein guter theil bekehrt ward; aber die Hohepriester waren vnd bliben mehren-theils die hefftigsten feind der tehr des Evangelij. z D.i. dem Evangelio/ der lehr deß glaubens+ Gal. 1. 23. a Hier wird das wort Glauben/ anders genommen als im vorhergeshenden vers/ Nemi. so wol für die erkantnus vnd wahrhaltung der lehr/ als auch für ein vestes vertrawen auff die Evangelische verheissungen. b D.i. allerhand fürtrefflicher gaaben des heiligen Geistes/ dadurch er kräfftiglich vnder den menschen würcket. c Inder grossen statt Jerusfalem waren viel Synagogen und Schulen/ welche alle mit ihren besonderen nammen von einander vrederscheiden waren/ wie heutigs tags die Collegia in den Univerfiteten. d Diß ist gewesfen/ wie es das ansehen/ eine Italianische Juden- schul. Die Jtaliener oder Latiner/ nennen Libertinos diejenigen/ welche auf der knechtschafft oder teibeigenschafft in die freyheit seind gesetzet worden. Pompe­ jus , welcher die statt Jerusalem bezwungen/ hatte viel Juden für sciaven nach Rom weggeführt/ derennachtómling/ wie Philo bezeugt/ von dem Kenfer Tiberio mehrertheils fren gelassen worden/ vnd zusgleich die erlaubnus bekommen haben/ ein theil der statt Rom vber der Tyber zu bewohnen/ vnd alldaSynagogen zu bawen. Scheinet also/ daß dise Juden/ nach dem sie fren gelassen worden/ auch zu Jesrufalem ein Synagog gehabt haben/ welche sie von solchem ihrem zustand her genennet.e Der Juden/ die in Africa wohnten/ in der statt Cyrene/ in Lybia.Juden/ die zu Klexandria in Egypten wohneten/ vnd die zu Jerusalem waren.

S tij

f t D.i. der

auß