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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
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i 6 ky. ttt 4. wieder aufgeleget worden. Ausser diesen hat er au-merckimgen über die wercke des Garcilasso de la Vega, ib.1580. in 4. das lebe» Thom. Mori, ib. 1,92. in 8 . und eineerzehluug von dem Cyprischcn kriege und dein ftc-treffen beyLepanto , ib. 1572. in 8. drucken lassen. Anton, bibl

techtigkeiten käuflich überlassen, und zugleich auch mit grösserresignation sein übel angewandtes geld wiedrum in seine ficftfju bringen gewußt. Memoires du tems.

^errnhausen, ein vortreflich und sehr kostbares ChukiBraunschwetgisch Haus und garten an der Leine, eine stunde

Herrera, (Petr. de) gebürtig von Sevilien, war ein Do- von Hannover , aus welcher" residentz-stadl eine' schöne allerieaner, und lehrte eine zeillang zu Salamanca die Theo- dahin gehet. Das haus ist so gcbauet, daß der Churfürstli-

tnimcmut, ... .

logie, worauf er Bsschoff zu Tuy in Gallieien worden, undan. i6?o. den 11. ftpt. gestorben. Man hat von ihm einentractat dc Divinitate ad mentem S. Thomte, Pavia 1627. in 4.Seine Commentarii aber in universam D. Thomas SummamUnd Expositiones super totam Scripturam Litterales & Mora-les liegen noch im manuscript. Eebard , bibl. Dom. tom. 11 .p. 467.

* Herrera, (Thom. äe) gcbvhren zu Medina del Camv»in Caitilien, trat in feinem 15. iahre in den orden St. Augu-stini/ und lehrte darauf die Theologie zu Alcala. Er starbals Provincial feines ordens zu Madrid den i. jan. an. 1654,Und hinterließ: Alphabetum Augustinianum , Madrid 1644.IN fest. Bibliothecam S. dugultini in zwey tomis ; Compen-dium Praesulum ordinis Eremitici , Madrid 164;. in 4. Re-sponsionem ad Apologeticum Luc. "Waddingi de pratensoAugustiniano Monachatu D. Francisci , Bologna 16;;. in fol.Clypeum Responsionis suae , Madrid 1645. in 4. Im Spani­ schen aber hat man von ihm : Hiitoria del Convento de S.Augustin deSalmanca, ib. 1652. in fol. Dodrina Christiana ,Tortvsa i6r;. Er hat auch Ioh. Marquez werckgen vvm le-ben P. Alph. de Herosev zu Madrid 1648. heraus gegeben.

Anton. bibL

* Herrera Maldonado , (Franc.) ein Spanier / gebürtigvonOropesa, war an. 1620. Dtallheftr-Ritter und Canonicus ju Arbas. Er schrieb eine kurtze Historie von China , Madrid 1620. in 8. Discursos panegiricos de los Toledos de Caitilla ,ib. 1622. in g. Das leben P. Bernardi de Obregon. ib.;z.in 4. übersetzte auch des Luciani Dialogos, ib. 1621. in 8. denSannazarrum de Partu Virginis, ib. eod. ist 8. und die reift»des Fernand Mendez Piutv ins Spanische / ib. 1620. in fol.Anton. bibl. Hisp.

* Herrichcn, oder wie er sich ftlbsten zuweilen nennte, Cy-riUuo / (Loh. Kottfr.) war zu Carlsdorf / einem Thüringi­ schen dorft/ den 12. april an. 1629. gebohren. Er studirkeanfangs zu Leipzig , f utiö hernach zu Slraßdurg/ woselbst erDr. Dannhaucrn/ in übcrfttzung der von ihm in seinen schriflenangezogenen stellen/ an die Hand gieng/ und sonst dienste erwies.Nach seiner zurückkunft nach Leipzig war er in dem Carpzo-v,scheu Haufe Informator , erhielt nach diesem das Rectoralan der Niclaus-fchule daselbst/ und starb endlich den 28. jan.an. 170;. nachdem er bereits 12. zahr zuvor ivegen alters proEmerito erkläretworden / dessen »»geachteter doch bis an fei-nen tod privat-information in der Griechischen spräche gegeben.Er war sonderlich der Griechischen Poeste ungemein mächtig ,wie davoi» verschiedene proben vorhanden sind / welche Ioh.Albr. FabriciuS an. 1711. iu Hamburg zusammen druckenlassen. AiU Erud. 170;.

> * Serrnberg, eine feineWürtembergischeAmts-stadt nebst ei-nem alten derg-schlosse/ zwischen Tübingen und Wildderg/ nichtweit von dem Ursprung des bey Tübingen in den Neckar fal-lenden siüßleins Amer/ in dem sogenannten Göw gelegen. .Dasschloß soll gegen der mitte des IX. feculi erbauet, die statt aberan. 1274. zu erst mit mauren umgeben worden seyn. Anfangshatte selbige ihre eigene Grafen , welche ihren Ursprung vonden Pfaltzgrafcn zu Tübingen hatten. An. i;82. wurde stadtund schloß Herrenberg/nebst Rorauburg und dörftrn, anGras Eberhard von Würtemderg den greiner verkauft. Vorder Reformation hat dieser orl einen Decanat und eine Probsteygehabt; wie dann der berühmte Ioh. Spenlin Probst zu Her­ renberg gewesen. An. 1482. den r?. ju n. hat Eberhardus Bar-batus , damals noch Graf von Würtemberg, auch das Stiftzu Aurach nach Herrenbcrg transserirt. An. 1519. ward die-ser ort von dem Schwäbischen bnnd erobert/ und an. 152z.von Hertzog Ulrich wieder eingenommen. An. 1551. den 2t.oct. wurde die Fürstl. Würtembergische Cantzley von Stult-gard/ und an. 1594. im ftpt. die halbe Universität von Tübin­ gen vor der pest nach Herrenberg gestüchtet. Crusii annal.Suev. IVÜrtemb. Epbemerides. M. Steinrreeg. manuscr.

* ^errnhaag, ein unweit Maricnborn/ auf antrieb des be-kannten Grafen von Zinzendors, auf dem von ihm allda cr-kansten gründe an. 17; 8. neu angebautes borst in weiches sichviele ihm anhangende irrgeister/ öder von irrgeistern verführtenach und nach begeben , und also ihrer meynung nach sich vonder weit absondern. Es mag dieses ncst als eine pflantz-stadtvon der well-A'indigcn Herrnhuiifchen Haupt-stadt angesehenwerden. Nachdem eiki vornehmer dürger der stadt Mühlhau»sen / nahmens Peter Hofcr, sich von dem besagten Grafen undseinen boten also bethdren und einnehmen lassen , daß er , sei-ner natürlichen Obrigkeit den gehorsam aufsagend/sich mit haabund guth nach Herrnhaag begebe» / so hat der Graf ihn als-bald tn diesem Haag recht zu verwickeln gesucht/ und zu demende ihn nicht nur an eine fromme schwester verheurathest son-dern ihm auch das Herrnhaagifthe territorium samt allen gc.

che Hof bequem da logiren können; wie sich denn die Chur-fürsten Ernst August und dessen söhn Georg Ludwig / nachma-liger König in Engelland , in dieftm von ihnen erbauten undausgezierlen ort am meisten und liebsten aufgehalten. Dellerstere und seine hinterlassene gemahlin Sophia/ sind auchallhier gestorben. Der garten ist mit dem vvrtreflichsten grot-tenwerck/ alleen und orangerien aezieret, und wo nicht der beste,doch einer der besten/«» gantz Teiitschland. Topogr. Brunjuic.

* Derrnhut, ein an. 1722. in der Obcr-Laußnitz zwischenGörtitz und Löbau , vhnweit Berthelüdorf/ so dem Grafen Ni-clanö Ludwig von Zinztndorf zugehörte, mit dessen bewilli-gung/ zu bauen angefangener ßccken. Augustin und Jacob diegedrüdereNasser/ zween Messerschmiede aus dem Mhrischendorf Sehte»/ kamen allda samt zweyen wabern und 4. Andern,und mit ihnen Michael Jaschke, sinnt einem mägdlein , an ,und baucten ein Haus an der landstraffe aus in der abficht,ihre messer dort bester verkauften zu können. Die willige auf-nähme dieser leuthe verursachele , daß nach und nach meh-rere leuthe aus Mähren dahin kamen, und also endlich einflecken unter dem nahmen Herrnhut erwachsen ist, welcher bisungefehr so. Wohnhäuser in sich bcgreiffet, nebst einigen Herr-fthafftlichen Häusern/ als einem wayftn-hausc / einem duchla-dcn und apotheck; einer Lateinischen schnle, und zweyen Her-bergen / deren d»e eine für fremde manns-personen, die ande-re aber für fremde weibs-personen gewicdmet ist. Die allhie-sige neue ernwohner legten sich den nahmen der Mährischenund Böhmischen drüber bey/ odwol erwieftn ist, daß sie nichtsweniger als wahre Nachkömmlinge der alten Fratrum Unita-tis in Böhmen sey». Allein/ um die aus vielen ftcten zusam-men geschmoltzene neue ftcte bey den unberichteten gemüthernin ansehen zu bringen , muste man auf einen specivftn nah-men bedacht seyn/ und so viele verwirrte mcynungen mit deindeckmantel der ft vcrehrens - würdigen ehemaligen Hußiten zubekleiden trachten. An. 1727. liesse sich der Graf von Ainzcn-dors selbst in diese sogenannte gemeinde aufnehmen, blieb abernicht lang in dem niedrigen stände dabey / sondern erhöbe sichzu einem Bischoffe der gemeinde. Es hat aber tiefer Grafseine Herrschsucht in dieftm neuen schwärm meisterlich ausge-übet / und Verfassungen über Verfassungen gemacht, von wel-chen man in unzehlichen a» das licht getretenen beschreib»!!-gen Nachricht finden mag. Sonderlich aber sind die Herrn-Hüter billig des Indisserentisini halben, bey allen kennern beywahrhell verdächtig worden. Übrigens ist der Gras/ wie esklar am tage liegt, mit den gedancken eines Universcl - Bi-schoffs schon längsten schwanger gegangen, und befindet sichnoch in dieftm stände. Das nnermudcte aussenden seiner geist-lichen Parteygänger, sei» eigenes herumsuinftn in allen win-ckcln Europä/ und so gar auch in einigen Americanischcn in«suln/ zeigen klar / daß er gleich den spinne»/ hier und da einenfaden vest zu machen suche , und endlich ein alles überziehen-des gewebe daraus zu formiren trachte. Allein es ivird einspinnen-gewebe bleiben , und nur schwache gemüther darimirnbehängen. Die mißhelligkeiteii/ welche unter tiefer ftcte schonentstanden/ und noch täglich entstehen/ zeigen klar an, wie un-richtig ihre sätze/ wann man solche schwärmerische Meynun-gen je sätze nennen mag , seyen. Es wurde zu langwierig ge-rathen / und zuviel in des Grafen feinen lebens-laüfeintretcn,wann wir alle Herrnhntische geschichte hier anführen sollten.Die weit ist mit schriften erfüllet / welche solches zulänglichthun. Wir begnügen uns nur dieses noch anzumercken/ wienemlich schon da und dort sich genugsam geäuffcrt habe,baß die mit Herrnhutischem zeuge angefüllte hertzcn darübeealle chrcrdietung gegengeist-undweltlichen vorgesetzten/ allengehorsam gegen den eitern, alle liebe des nächsten/ allen eifcefür den ösienklichen gottesdienst / und nicht selten den gebrauchder Vernunft cingcbüssel haben / ja ctwan gar in Verzweiflunggerathen seyen, wehe euch/ ihr Heuchler/ die ihr land undwasscr umziehet/ das; ihr einen Iudenckenossen machet rc.Match. XX 1 Ü. is. Aus denfelbicien sind/ die hin tmt-her in die Häuser schleichen, und führen die wcibleittgefancfen, die mit fünden beladen sind/ und mit man-cherley lüften fahren. 2. Tim. 111 . 6 . Man muß dasmausftopfen, denen, die da gantze Häuser verkehren ,UNd lehren, das Nicht taugt. Ttt. I. n. Memoims du tems.

Herrnftadt, eine stadt nebst einem schlösse an der Bartfth,in dem Schlesische» Fürstenthum Wolau, gelegen, wiewol siejctzo zu dem Fürstenthum Liegnitz gerechnet wird, Sie ist an.1709. vermöge der Alt-Ranstädtischen convention Mit einer Lu-therischen Arche und schule versehen, an. 1710. aber durch einefeuers-brunst eingeäschert worden. Lucä Schles. chron.

Dersa, Cecropis, des Königs zu Athen tochter. Sie öfnettnebst ihren schiveltern Panbrosos und Aglauros den korb ,worein Erichlhonius versteckt war z weswegen sie von Miner­ va , (die ihnen den korb anvertraut und zu öfnen verboten,

K 4 hiemit