324 ils i m a
wegen zu rächen angetrieben. Als demnach hierauf dem Her-tzvg das commandv niederzulegen befohlen worden, war Jlowmit unter denen, die ihn im nahmen der gantzen armee er.suchen musten, dem Kayserlichen befehl nicht zu gehorsamen.Dieser Ursachen wegen , und weil er an der Pilsnischen Ver-schwörung theil gehabt, ward er , als des Hertzogs Hinrich-tung an. !üz4. zu Eger vor sich gehen sollte, nebst andern desWaüensteins vertrauten, angefallen und erstochen, wobey erunter den übrigen allen den grösten widerstand gethan, und denOberst-Lieutenant Gordon mann für mann zu fechten ausqefor-dcrt. Er hatte sich mit des Grafen Wratislaw zu Fursten -berq tochker Albertina verehlicht.
Ils , ein fluß , welcher an den Böhmischen grentzen ent-springt , und bey der stadt Passau , wovon ein theil deswegen dieJlstadt genennet wird, sich mit der Donau vereinigt.
Ilsenburg , ein flecken und Amt, nebst einem schlösse, in derGrafschaffl Wernigcroda, allwo Graf Ernst zu Stoüberg , deran. 1710. ohne männliche erben verstorben, residiret hat. Eswar ehemals ein Benedictiner-kloster, welches zu ansang des Xl.sirculi Arnolvhus, Bischoff zu Halberstadt , gestiftet, und dasvon dem Kayser Henrico l. angelegte alte schloß, lo ihm KayserHenricus II. geschencket, dazu gewiedmet hat. Einige geben den12. Bischoff zu Halberstadt , Buconem, vor desselben stifter an ,er hat es aber nur wieder repariret, nachdem es an. ic84. durchden krieg war ruiniret worden. An. 1549. ist es eingegangen.Adels Preuß . Staats.-geogr. Bucel. Germ. sacr. P. II. p. 48.
Ilsung von Tratzberg , ein Freyherrliches geschlecht inSchwaben , welches vor allen zeitcn den Gräflichen tilul vonMöringen und Hohenrieden geführet, wie denn an. 785. GrafLupoldus von Möringen unter die Aebte -zu Wesenbrunn gezeh-let wird. Fridericus Ilsung , Graf von Möringen und Hohen-rieden , hat sich an. 1178. in Augspurg niedergelassen, und sol-, len dessen söhne und nahe unverwandten, an der zahl 22. indem damaligen Bayerischen kriege theils geblieben, theils aberdermassen herunter gekommen seyn , daß sie genöthiget worden,sich in Augspurg, allwo sie sich durch unterschiedliche geistlichestiftuiigen einen ewigen rühm gemacht, niederzulassen, und nurden Adel -stand zu führen ; worauf die Hertzoge in Bayern ihrenErb-Marschallen, denen von Gumpenberg und Biberbach , dienahe bey Augspurg gelegene Grafschafft Möringen verliehenhaben. Sebastian, Bürgermeister zu Augspurg, ward an. 142z.von Petro Rehlingern , einem Patricia zu Augspurg, ermordet.Ein anderer dieses nahmens gieng in feiner iugenb mit demErtz-Herbvge Alberto von Oesterreich in das gelobte land, wieauch in Sicilien und Spanien , ward darauf Bürgermeister zuAugspurg, und an. 1464. von dem Kayser zu einem Ritter ge-schlagen. Er hat eine Historie von seinem geschlechte, aberkeine erden hinterlassen. Von seines bruders Johannis enckelnward George Ilsung von Lichtenberg, Oberster, und bey denKaysern Carolo V. Ferdinands I. Marimiliano II. und Ru-dolpho II. geheimer Rath, wie auch Statthalter in dem Her-yogthum Würtemberg, und zeugte;. söhne, Fridericum, Ma-ximilianum und Gcorgium , welche die Freyherrliche wurdevon dem Kayser erhielten, aber ohne erben verstorben. Desvorgedachten George des altern bruder, Melchior, hat einebeständige pvsternät nach sich gelassen, welche den Freyherrli-chen character und zugleich den deynahmen von Tratzberg, Vi-schach und Curaberg führet. Spmer. hift. infign. lib. II. c. 4z.Crujii annal. Suev. P. II. p. 178. lazim , de migr. gent.lib. VII. p. 528. Bucelin. itemm. P. III.
Ilva, eine insuk, siehe Aechalia.
Aus, der 4. König der Trojaner, war des Trois und derCaUirrhoe söhn , Ganymedis und Assaraci bruder, welcher letz-tere des Capys vatter und des Anchisä groß-vatter war. Er re-gierte 54. mhr, nemlich vom jähre der weit 2740. bis 2744.da ihm sein söhn Laomedon succedirte. Einige sagen, daß erTantalum bezwungen, und aus seinem Königreiche verjagt ha-be. tiomeiw. Diodorm , lib. IV. Apollo dorvu , lib. 111 .
A;> oder I;ilZ , eine stadt in der Wvywodschafft Sendo-mir in Klcin-Polen , unten an einem gebürge gelegen. Es isteine vestung dabey, welche der Bischoff von Cracau inne hat.
Cellarii & Staravolfcii Polonia.
Imam , ein nähme, welchen die Mahometaner ihren Prie-stern geben. Diese Imams, welche die ihnen untergebene Mo-scheen in acht zu nehmen haben, müssen in dem Alcoran wohlbelesen seyn. Ricuut , hiit. de l’Empire Ottoman .
* Imam Ruli-Chan, Generalißimus über die Persische ar-mee , unter Adas dem grossen, und einer von seinen allerbestenGeneralen, welcher beydes am längsten unter ihm gedienek,als auch das meiste werckzcuq der glücklichen UnternehmungenAdas gewesen. Adas vergrößerte zu gunsten dieses Kuli-Chans die provintz, welche eigentlich Persien genennet wird,und setzte ihn zum Statthalter darüber , so daß er sich rüh-men konnte, daß er das gröste Gouvernement regiert, so zemalsin irgend einem Königreiche gewesen. Man siehet noch zu Schi-ras prächtige Überbleibseln von einem pallast, den dieser lieb-ling des Persischen Adas gehabt. Cbardin , voyages &c.tom. III. p. 2?. 94. & 14a.
Imaus, ist ein berühmtes gebürge in Asien . In der wüstenTarlarey.wird es Mathegar, sonst aber Belgium und Althai
i m b i m h
genennet. Die Tartarischen Könige werden darauf begraben.In des Groß-Mogols lande heißt es Dalanguer und De Nau-gracut. Es fängt sich bey dem berge Taurus unweit der Ca-spischen see an, gehet darauf südwärts durch das gantze vesteland von Asien , unterscheidet die Asiatische Tarlarey in zweytheile, und endiget sich bey dem Ursprünge des Ganges, allwoes sich gegen osten und Westen ausbreitet, und eine nord-gren-tze des Königreich« des Groß-Mogols oder von Jndvstan wird.
Dapperi Afia.
Imbercourt, einer von den vornehmsten Ministern des letz.ten Hertzogs von Burgund, Caroli Audacis, hatte meistens ei.nerley kaca mit dem Cantzler dieses Hertzogs Hugonet , daherman nur diesen arlickul nachschlagen kan.
Imbrael, der 21. Calif, oder Mahomets Nachfolger, siengan. 8;4. nach seines vatterS Mahomets tobe an zu regieren,führte stetige kriege mit dem Kayser von Constantinopel, undgewann ihm viel Vortheile ab. Nachdem er die stadt Amorium in Phrygien ruinirt hatte , bekam er die vornehmsten von deSKaysers armee gefangen ; und als ihn der Kayser Thevphi,lus ersuchte, selbige gegen eine ranzion von 250000. vesans.oder doppel-ducaten an goldc wiederum auszuliefern, so ließer ihm zur antwort sagen , daß die summe noch nicht zulang.te. Dieses empfand der Kayser dermassen schmertzlich, baßer an. 842. vor bekümmerniS starb. Imdrael regierte bisan. 849. und hinterließ sein Königreich dem Memon. Mar-morn Africa, lib. II.
Imerette, oder Imirette, ein Königreich, welches die Geo-graph! vor ein stück von Minqrelien rechnen. Die Türcken neu,wn diese landschafft Pachea-Tchouch oder Pacha-Kouthchouc,d. i. ein kleines Fürstcnkhum. Es wirb von dem berge Cau»caso, Cvlchide oder dem eigentlich sogenannten Mingrelien,dem Schwartzen meere , dem Fürstenthum Guriel und Geor,gicn oder Gurgistan umschlossen, und ist 126. Englische mei.len lang und 60. breit. Gegen mittag hat es Guriel j und ge.gm Mitternacht die schwartzen Circaßier oder Hunnen ^welchevor zeiten das Römische Reich verwüsteten. Imerette ist einhötzicht und gebürgigl land, hat aber viel unmuthige lhälerum fruchtbare ebenen. Nothwendige lebens-mittel kan mandarnn viel eher bekommen als in dem Königreiche Mingrelien oder Colchis. Man müntzet auch darinn gelv. Im übrigen istdas land voller flecken und eiscn-gruden. Was die sitten dereinwchner betriff, so kommen solche ziemlich mit der Mingre.lier ihre» überein. Der König hat ;. gute vestungen , die ei.ne heißl Scanber, und liegt südwärts; die andern 2. aber heis,sen Scwgia und Regia, und liegen nordwärts unweit Pha-sis. Die Könige von Imerette haben lange zeit die Abcas,Mingrelnr und die einwohnec von Guriel unter sich gehabt,allein in diesem letzten feeulo haben bemeldte z. nationen re.bellirt, noraufsie derTürckische Kayser, unter dem vorwande,sie in schrtz zu nehmen, nach einander zinsbar gemacht hat.Die einwohner i» Abcas erlegten ihren tribut etliche jähre lang,und mayten sich hernach davon frey. Des Fürsten von Min.
S relien tribut belief sich auf 6o,oo. ellen tuch, und des Für,en von Guriel seiner bestund in 46.kindern beyderley geschlcchts,die zwischen 10. und 20. jähren waren. Desgleichen bewilligteauch der König von Imerette den Türcken 80. kinder jährlichzu schicken. Immittelst ließ der Sultan diese Fürsten in dembesitze ihrer länder, weil es unmöglich ist, die Mahometanischereligion allhier einzuführen, weil daselbst an wein und feigenein Überfluß zu finden, und anbey die Wohnungen hier und dazerstrmet liegen, am allermeisten aber, weil die einkünfte deslandes und aller nutzen, welchen man daraus ziehen könnte,den grossen kosten auf keine weise auszukragen vermöchten. DerKönig von Imerette giebt sich den titul eines Neppe, welchesin der Georgischen spräche so viel als ein König heißt, undzwar nennet er sich Meppe Meppes, oder einen König der Kö-nige. Er giebt vor, daß er von David und Salomon herstam.
Me. Cbardin, voyage de Perle. *
Imhof! eine Freyherrliche familie, welche in Francken dieHerrschaffte» Spilsberg, Ober-Sck)wanbach, Gintzelhofen, Nie.der-Meitmg und Leutershoftn besitzet. Von selbiger werden zu-erst erwehnet Rudolph, Sigismnnd und Heinrich, welche umdas jähr ^67. zu Laningen gewöhnet haben. Um eben diesezeit hat sich dieses geschlecht auch in Graubündten hervor ge-than, wie denn Wilhelm an. 1289. und dessen söhn, Iägli,an. i;;2. Land-Ammänner zu Davos gewesen. Um das fahr1340. lebten 2. drüder, Johann und Conrad, davon der letz-tere sich zu Nümderg aufgehalten , und in seinen nachkommen,welche man da elbst zu den vornehmsten ehren-ämlern gezogen ,in gesegnetem cndencken geblieben. Noch an. 171,. lebte all-da Jacob Wilh:lm, der sich durch seine genealogische schrifleneinen unsterblichen rühm erworben, und von dem unten ein be-sonderer arlickul zu finden. Gegen ausgang des XVI. facu-li hielt sich George an dem Würtembergischen Hofe auf,und pflantzie seine linie in Schwaden fort ; dessen nachkom-men sich Jnhof von und zu Kuchen , Tcllissurt rc. genen-net, von welchen Hans Ernst an. 1712. gelebet. Es scheinetauch zu dieftr Schwäbischen brauche zu gehören Johann Io-seph, Freyherr von Imhof, der nach ansang des XVIII. fe-culi als Kayserlicher Ober-Oesterreichischcr Regiernngs- Rathfloriret. An iöo6. begab sich Carl in Böhme» , undward daselbst Appellations - Rath , zog aber an. 1610. von