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beschehenen anzögen erhellet/ er sonderlich viele merckwürdig-keiten der natur, welche ihm selbst vorkommen, auch gar ge-naue beschreidungen der länder angebracht hat; wie sichdann deren Plinius , GeüiuS und andere zum öfter« bedienet.Tack. hist. lib. 11 . Sueto». ia Vespas, c. 6. & 13. Vojjius , deHistor. Lat. Iib. l. c. 27. *
Acinius, ( flavius Valerius Licinianus ) der jüngere zu«genannt , war em söhn Licinii des ältern, und wurde an. z 17.zum Cadat von seinem valler ernennet, als auch Constantinus seinen zweyen söhnen Crispo und Constantino die gleiche würdemiltheilete. Weil er des Kaysers Constantini schwester söhnwar , nahm ihn dieser nach Licinii Überwindung und entse-tzung zu sich , und hielt ihn anfänglich wohl; aber ein iahrnach dessen vatters tode ließ er auch ihn hinrichten, wovon ei-nige des Constantini weid der Faustä, eben wie von dem todeCrispi, schuld geben. Er war 26. jähr alt, und hatte den nah-men eines Caesaris schon seit 10, jähren getragen. Idac. in fast. *p. Actnius Tegula , hat in dem 534sten iahr nach erbau-«ng der stadt Rom ein carmen geschrieben, welches von ;. cho-ren von jungfrauen, deren jeder aus neun bestünde, feyerlichdurch die stadt sollte abgesungen werden. Einige stehen in dengedancken, daß er einerley mit dem Licinius Imbrex , einemalten comödien-schreiber, sty , indem Imbrex einen holen ziegei,gleichwie Tegula überhaupt allerley ziegel bedeutet. Livius , üb.XXI. Gellius, lib .XIII. c. 21. &lib. XV. c. *4· Cicero , ad Atti-cum ; de finibus ; de divinatione. Feji. Pompejus , in lmbrex.VoJ/ius, de Poet. Latin. Giraldi dial. 'VIII. Poet. *
Acinius , das geschlecht der Liciniorum war unter allenRömischen sogenannten familiis plebejis das vornehmste, undhatte sich in unterschiedliche linien zertheilet. P. Licrntus Calvuswar der erste von den Plebejis oder gemeinem volck, ivelcher,
A. U. 334· da kein Bürgermeister in derselben war, zum Tri-buno Militum gemacht wurde. Seine söhne waren P. Lici-nius , dessen bald gedacht werden soll, und C. Licinius, ei-nes andern C. Licinii vatter, welcher nebst Sertio 6. jähr langZunftmeister war, und von P. Manlio , dem Dictatore , A. R.389. zum Magistro Equitum gemacht wurde. Licinius , welcher,wie gedacht, der erste von den Plebejis war, fo mit diesemcommando beehret wurde, bekam den zunahmen 8 toso , wel-ches so viel alS ein neben-schoß an einem bauine heißt, weil erzur zeit seines Tribunals ein gesetz heraus gab, wodurch er ver-ordnete, daß kein Römer über;«,, morgen landes besitzen sollte,weil diejenigen, welche mehr hatten, ihre bäume von derglei-chen neben-schößlingen ilnd unnützlichen zweigen nicht reinigenkonnten. Desgleichen hatte auch Sertiuö und Licinius durchein ander gesetz verordnet, daß ins künftige allezeit einer vonden Bürgermeistern aus den Plebejis erwehlel werden sollte.Diesem edict widersetzte sich anfänglich der Rath, allein ver-geblich. Solche grosse Veränderung in dem Rom. regimentwurde folgender Massen veranlasset: M. Fadlus Ainbustus hat,
1e x. lochte«, worunter eine S. Sulpitmm, und die anderediesen Licinium heurathete. Als die letztere einstenS den fictoreman ihrer schwester Haus-thür klopfcit hörete, erschrack sie einwenig, ihre schwester aber fieng an zu lachen. Gleich hieraufsahe sie Sulpitium mit unterschiedlichen bürgern begleitet hin-ein kommen , welche der schwester grosse ehrerdtetung erwiesen.Weil nun die andere eines hochmüthigen geistes war, und daßsie dergleichen sich nicht versprechen könnte, sich kränckte, trö-stete sie der vatter Ambustus , welcher eine grosse liebe gegendiese seine tochter trug, mit Versprechung, sich äusserst dahin zubearbeiten, daß ihr mann zu der würde, welche sie wünschte,gelangen möchte. Dieses that er auch, indem er ihrem mannSextii freundschafft, welcher A. R. 388. Bürgermeister war ,zuwege brachte, worauf Licinius A. R. 390. nebst Cajv Sulpi«tio Pätico gleicher würde theilhafftig wurde. P. LiciniusCalvus, ein anderer söhn des oberweh nten, war A. R. 338· Tri-bunus Militum. Sein söhn P. Licinius Varus, P. Liciniibraßt, welcher folget, und C. Licinii Vari vatter, war an.518. nebst Cornelio Lentulo Bürgermeister. Dieser hinterließ2. söhne gleiches nahmens, der erste war an. 586. Bürger-meister nebst Aemilio Paulo, und der andere an. 38;. nebstCaßio Longino, und hatte das Unglück, daß er von Perseo ineinem treffen der reuterey geschlagen wurde. P. Licinius Cras,sus war Hoherpriester und Magister Equitum unter dem Licta-tore Q. Fulvio , an. 544- Censor, und hernach an. 349. nebstP. Cornelio Scipione Bürgermeister. Dieser wurde Agelastuszugenannt, weil er niemals lachte, und hinterließ 2. söhne,vier. neue äste aufrichteten. P. Licinius, mit dem zunahmenMucianus , war Hoherpriester, und kam um in dem kriege wi-der Aristonicum. Sein söhn war ein vortrcflicher Redner, wel-cher au einem seiten-stechen starb, so ihn unter währender ora-tivn , die er wider den Bürgermeister Philippum den 13. sepr.an. 663. hielt, ankam. P. Licinius , P. L. Craßi vatter, waran. 337. nebst Cn. Cornelio Bürgermeister. Dieser schlug imfolgenden jähre die Lusitaner, oder Portugiesen, und kriuin«phirte über sie. A. R. 363. war er Censor, und entleibte sichselbst zur zeit des von Mario erregten innerlichen krieges, da-mit er nicht in desselben Hände gerathen möchte. Er hatte2. söhne, unter welchen der jüngste in dem bemeldten inner-lichen kriege umkam, der älteste aber von den Parthern erschla-gen wurde, wie unter dem nahmen Crassus zu sehen. Die-ser Crassus hatte 2. söhne, Publium Licinium , welcherHiftar. Lenteo» iv. Theil.
folget, und noch einen andern, mit dem vornahmen Marcus,welcher aber von einigen vor ein unehlich kind ausgegebenwurde, weil er emem gewissen Ralhsherrn, mit nahmenDignus, sehr ähnlich war. M. LiciniuS C. hatte unter Ju«lio Cäsare seine tapferfeit wider die Gallier sehen lassen , undwurde A. R. 701. nebst seinem vatter von den Parthern getödlet.Er hatte einen söhn gleiches nahmens , welcher an. 724. nebstAugusto Bürgermeister, und eines sohns, welcher gleichen nah»men mit ihm führte, vatter war,welcher an. 740. diese ehren-stel-le nebst C. Lentulo bekleidete. Über dieses halte das Licinischegeschlecht noch 2. andere zweige, nemlich die Eucuilos und
Murrenas. Dionys. Hai. Tit. L.ivius. Flin. Eutrop . CaJ/iodor .Streinius, de fam. Rom. &c. *
* HiciniM Macer , Caji Licinii Calvi vatter, war einer derbesten Poeten seiner zeit. Er bat unterschiedliches geschrieben,besonders etliche bücher Annalsom , aufdie sich Livius , bist. IV.
7. 20. 23. Plinius, bist. nat. XXXII. 1.2. und in den zu ausar-veitung des »IX. XXI. XXVII XXIX. und XXX. buchs seineswercks zu rathe gezogenen schriften , Solinus , Dionbsius Ha-licarnassensis, Macrodius, 8at. Nonius und Anrelius Victor,orig. gent. Rom . 19. n. 3.23. n. 3. beruffen. Vojjius, dePoet. Lat. III. de Hist. Lat . I. 10. Fabricius, bibl. Gracc. V. 4.n. 36. p. 136.
Lick, ein städtlein in dem Brandenburgischen Preussen,mitten in einem see, im Natangcr-krcise gelegen. Der see unddas daraus lauffende wasser führt gleichest nahmen, und läuftbey Wizna in den fluß Narew . *
* J£icoIä, ( Lago di ) oder Lacus Lucrinus, öder auch Baja-nus Lacus. Dieser see war ehedessen wegen der grossen mengevon köstlichen sischen, welche allda gefangen wurden, sehr be-rühmt. An. 1338. aber entstünde daselbst von einem siarckenerdbeben, ein sogenannter aschen-berg , und verwandelte den seein einen morast, wo nun nichts als röhr und bintzen wachsen.Sonst giebt man diesen nahmen Licola noch den ruderibus ei-nes canals, welchen Nero von dem Golfo Pozzuolo an bis gegender stadt Ostia zu graben angefangen, und unternommen hat.Maty , List. Geogr.
Acosa, siehe Leucosir.
LICTORES, waren die bedienten des Römischen Raths,welche ichon zu Romuli zeiten im gebrauch , und von den be-nachbarten Hetrusois abgesehen waren. Sie waren ebenfallsRömtsche bürger, doch aber ex ima plebe. Ihre Verrichtungwar, daß sie bey dem Magistrat aufwarten, und die verbre»cher abstrafen musten. Was das erste anbetrift, so hatte je,der Magistrat seine gewisse anzahl von Listoribus, die ihm zu-kamen ; z. e. der 0istator24. ein Consol 12. ein Pra:tor undMagister Equitum 6. So oft nun ihre Herrschafft ausging,giengen sie vor ihnen her, und zwar einer hinter dem andern tund hatten die fasoes auf der schultet. Der vorderste mustezugleich das volck aus dem weae gehen heissen, und das hießman summovere. Der hinderste hieß Lictor proximus , weiler gleich vor dem Herrn hergieng. Was die strafe per Verbre-cher anbetrift, so waren sie wol keine carnifices, sondern siestraften nur die Römischen bürget ab, und solches geschaheentweder, daß sie dieselben mit ruthen strichen, oder mit demheil den köpf herunter hieben. Upßus, elect. I. 23. Rasinw, ant.Rom. VII. 48. Pitißuf, H, 88.
AcunftZ / mästete sich des Kayserthums Ehina an, nach-dem er an 7 1642. mit einigen rebelten, zu deren rädelsführer ersich aufgeworffen, die provintzen Tensi und Honan unter sichgebracht hatte, worauf er den Königlichen titul annahm, undsich Tunvang, das ist, den glückseligen Fürsten, nennen ließ.Hierauf ließ er sich gar einen Kayser tituliren, und gab dem ge-schlechte, welches er zu stiften willens war, den nahmenTbienxum, welcher so viel als: dem Himmel gehorsam, heißt,damit er andeuten wollte, daß er und seine nachkommen vondem Himmel zum Sinischen Kayserthum beruffen wären. End-lich kam er in seinen conqueten bis an Peking , die Haupt-stadtin China , in welcher er an. 1644. seinen einzug hielt, und desZunchins thron bestieg, welcher gleich dazumal in seinem pal-last war, und aus Verzweiflung sich selbst erhenckte. Nicht langedarnach, als er gehöret, daß Usangue sich mit den Tartarnvereiniget, und nach Peking anmarschirt käme, verließ erdie stadt, und nahm einen ungläublichen schätz, welchen 16.Kayser aus dem hause Thainm innerhalb 280. jähren, da siein China regiert, gesammelt hatten, mit sich. Allein die Tar-tarn verfolgten ihn , und treiben ihn aus der provintz Tmfl,worauf er m der schlacht bey Usangue umkam. Martin, hiitoir.de la guerre des Tartares eontre la Chine. NcuhOffS beschreib,von China , p. 4 10 · scq.
ssida 1 die Haupt-stadt eines gewissen districts in der Litlhaui-schen Woywodschaffk TrocL Es ist ein castcll daselbst, nebst ei-nem Land-Gericht für den Adel; so werden auch die kleine land-läge allda gehalten. Conmr, state of Pol. R I. lett. 6 . P.II.lett.j.
* Eida, (David) ein Rabbine und söhn Arie Lev, Löw, oderLeonis, erhielt den nahmen von der Polnischen stadt Lida, undwar einer der vornehmsten Rabbinen auf den synagoge» zuMayntz, Ostrau, Lida, u. s. w. auch endlich der TeutschenJuden - synagvgen zu Amsterdam , wiewol er hernach auSden Niederlanden weggegangen, und in Polen verschieden.Seine schriften find r prp oder Puteus Contentioms ex
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