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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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der Ptokessione Theologica in Herborn , welche er aber nichtannahm. Bey seiner zurückkunft trat er die Prokessionem Bi-blicam mit einer gelehrten oration de Studii Biblici Fructibus& Difficultatibus an, und erhielt an. 170;. noch die Profef-stonem Eloquentie. Hernach bekam er wiederum eine vvca-tion zu der Professione Theologica in Heidelberg , welche eraber auch nicht angenommen. In diesen stationen ist er bisan. 1716. geblieben, da er jUM Professore Philosophie ordi-nario und Canonico einhellig erwehlt worden; zu welcher wür-de noch gekommen, daß an. 1728. ihm der Decanat der Ca-nonicorum aufgetragen worden. Er starb den 4. aug. an.17; >. an einem fchlagflusse, da er eben nach Baden reisen, unddie cur gebrauchen wollte. Seine übrigen schristen sind: Di-sputatio' Philos de Dependentia Creature ä Deo in esse, fieri &operari; Exercitat. Biblice de Spiritu ad invidiam non con-cupiscente, ad Jac. IV. ;. de Sacra Pauli Mathematica , adEfbes. III. 18. de Statutis non bonis, ad Ezecb. XX. 2?. Ty-pus Theologie Naturalis ; Isagoge ad Pneumatolog. cum Do-ctrine Pneumat. Continuationibus XVI. Compendium Orato-rium in usum Studiosorum conscriptum &c. Er hinterließeinen söhn, Leonhard Holtzhalb, welcher an. 1708. gedohren,und an. 1729. V. v.'M. ward, da er eine philosophische di-spUtativN, de Commercio Mentis cum Corpore , in druck ge-geben , und selbige unter dem Presidio seines vatters vertheidi-get. An. 17;;. bekam er die Prokessionem Historie profanein Zürich , welche er mit einer oration de Historie profanePrestantia, Utilitate & Jucunditate angetreten. Er hat auchfeines vatters leben heraus gegeben, welches in Temp. Helvet.tom. VI. fest. II. wieder ist gedruckt worden.

* Holtzhausen , eine Patricien-familie der stadt Franckfurtam Mayn, wie Spener opere Herald. P. I. p. 210. weiset. Ihrdamaliges wapen zeiget drey meiste rvsen mit gbldenen putzenim schwartzen schilde, auf dem Helme fünf schwartze strauß-federn mit zwey oder mehr rostn unten gezieret, oder zwischendenselben oben hervorgehende, die Helm - decken aber schwartzund weiß. wapenbüch, P. I. p. 210. worinn zugleich P. V.p. 181. 201. die von Holtzhauftn unter den Schweitzern vor-kommen , in deren schilde zwey oder ein schwanen-hals zu se-hen ist. Stumpfens Schweitzer-Historie , VI. z. p. 12;. 6.p. i; 4 . b. In besagtem wapenbüch p. I. p. 95. stehen auchdie Höltzel von Holtzhausen, in deren schilde adler und löwen,und in eben demselben P. I. IV. v. 96. die von Holtzhausen,in deren geviertem schilde im ersten und vierten quartier einweisses haus zu sehen ist. Daß es aber ein altes und ansehn-liches geschlechte sey, erhellet aus einem diplomate vom jähr1279. welches der Rath zu Franckfurt wegen eines kanf-con-tracts mit Gistberto von Holtzhausen ausgestellt. Senckenb.feiest. Jur. & Nist. tom. L pref. pag. 41. in nota. Heinrichvon Holtzhausen stehet in einem Franckfurtischen diplomatevom jähr r;;s. Senckenb. feiest:. Jur. & Histor. tom. I.pag. Aus diesem geschlechte sind Jürge und Letze vonHoltzhausen an. 1,96. Rathsherren zu Franckfurt gewesen.Statuta Francofurt. §· 2. ap. Senckenberg. feiest. Jur. &

Histor. tom. I. p. Der letzte nebst Johann von Holtzhau-

sen als bürget ist von dem Rath zu Franckfurt an. i;68. denJüden nebst andern zum bürgen gesetzt worden , als derselbe«ine summe gelds von den Jüden aufnahm , wie aus einemdarüber ausgefertigten bckännlnisse ap. Senckenb. feiest. Jur.& Histor. tom. I. p. 6z;. erhellet. Besagter Johann vonHoltzhausen kommt wieder vor in Stat. Francof. 100. ap. Sen-ckenb. feiest. Jur. & Histor. tom. I. p. 84· Hannemann vonHoltzhausen hat ums jähr i;6o. gelebt. Statuta Francof. ap.Senckenb. feiest:. Jur. & Histor. tom. I. p. 74. Bernhard warein reicher kauf- und Handelsmann in grolfo zu Franckfurtam Mayn, und hatte Rosinen, gebohrne Scheffln daselbst zurehe. Er zeugte Johann Josten von Holtzhausen, hat dem Ertz-Hause Oesterreich io. jähr in feld-schlachten und belagerungenals Feldweibel unter dem Kingischen regiment gedienel, son,derlich aber der belagerung von Philippsburg beygewohnet,an. 1679. aber nach geschlossenem Nimägischen frieden diekriegs-dienste quittiret, und in feinem vatterlande zu Franckfurtam Mayn unter der stadt-garnison die Fähndrich-Lieutenants-und Hauptmanns - stelle nach und nach überkommen , in wel-cher letztern qnalitat er unter dem Franckfurtischen Reichs-cvn-tingent dem entsatz der stadt Wien , der belagerung von Mayntzund der schlacht von Speyer beygewohnet, und noch an. 17)s.über 90. jähr alt, und überjähr als ältester Hanptmanngedachter Franckfurtischer garnison lebte. Weswegen den»Jhro Kayserliche Majestät denselben an. 1722. in den Adel-stand des Königreichs Böhmen erhoben, und folgendes wa-pen ertheilet, nemlich einen in etwas ablänglicht unten rund-forminen Himmel-blauen schild , worinnen auf einem grünengründe, zwischen zwey grünen bäumen, ein mit rothen aufmeisten schwellen stehenden, und mit meisten viereckigten golde-nen kugeln, aufhabenden faulen zusammen gefügten höltzernengelander umgebenes, denn zwey stockwerck und zweyerley übereinander gesetzte mit rothen schindeln bedeckte, und mit zweylincks gewendeten zwischen einem güldenen knöpfe unter sich,und einem auch goldenen stern oberhalb aufgesteckten goldenenwetter-fahne gezierten dachungen habendes holtzernes haus zusehen ist. Ob deut schilde stehet ein zur rechten feite gewende-ter freyer offener Ritterlicher gekrönter turniers-helm, mit seinem

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k?"">de, zur rechten mit weiß oder silber und blauWwsssttb, Hirt) zur lincken mit gelb oder gold und roth< 1 Herabhangenden Helm-decke bekleidet. Ob die.erscheinet ein zur rechten gekehrtes schwerdt, mit ei«5/"? Ae^-oder gold-farbenen gefässe oder griffe in der faust hal.

schlagen eingebogenen geharnischten arme.w e !l ni) *· ^ Johann Bernhard, Erb-und Lchns-HerrSchlesien im Fürstenlhum Janer. Sei«^"'Ä^n war Maria Helena, gebohrne Baumgartin,6 · robnt und 8. lochtet gebohren, von denen noch einBernhard, und 4. kochtet, als Anna Barbara, an Jo-von Rodel im Brcßlauischen verhenrathet;mi^?c^'? b0"ora , Johann Friedrichs von Schweinigen aufMertschutz gemahltn ; Johanna Dorothea , Abraham Gott-es von Schwenntz auf Schmochwitz gemahlin , und MariaHelena, so noch ledig, an. 17,;. am leben waren. Die an-dere gemahnn, Kunigunden Elisabeth von Schweinichin undSchweinshans aus dem hause Colmnitz , Jägerndorff und Nie-der-Siegendorff, hat er nach der ersten absterben an. 1727. qe.heurathet, und mit ihr zwey söhne und eine lochtet qezeuaet,von denen nur noch ein söhn, nahmens Hans Jost, an. 17;;'lebte. 2.) Johann von Holtzhausen , der sich in kriegs - dien.lten von der Pique an bey verschiedenen erpeditionen signalisirte,bis er letztlich unter dem Löffelholtzischen regimente als Gra-nadter-Hauptmann seine dienste angetreten, ferner dem stürmvor Meßina beywohnte, allwo er einen schliß durch den kinn.backen bekommen, und sich tapfer gehalten, endlich aber nachgeschlossenem friede vor Palermo resignirte. Er vermählte sichan. 17;;. mit Rosinen Äagdalenen < gebohrner Beyerin vonHirschberg, hat aber noch keine erben. ;.) Cornelius, dernoch unverheurathet. Smapu Schief, cur. P. II. p. 694.

Holtzhausen, (Joh. Christoph) gebohren zu Herford den19. dec. an. 1640. frequentirte in seiner jugend die Herfordi-sche und Osnabruckische schulen, gieng an. i6;9.ach Jena ,weil er aber wenige mittet hatte, begab er sich nach Hamburg .Daselbst zerfiel er mit dem dasigen Ministerio , gieng deswe-gen an. 1664. nach Rostock , bald darauf nach Güstrow , undkam an. 1667. wieder in sein vatterland. An. 1670. ward erPrediger zu Schildesche , promovirte das folgende jähr zuGiessen in Magistrum , und ward an. 1674. nach Berlin vo.ciret, erlebte aber daselbst einige fatalitäten, daß er innerhalbdrey tagen das Brandenburgische land räumen muste. Er be.gab sich hierauf nach Wittenderq , bekam daselbst an. 1676.die vocation nach Lemgow, und in eben demselben jähre nachHildesheim . Solche nahm er auch an, lehrte daselbst 4. jähr,zerfiel aber mit dem dasigen Ministerio , welches ihn dimittir-te, weil er es nach einiger meynung bey erklärung des fpruchsi. Tim. VI. 2v. sehr angegriffen. An. 1681. reisete er nachHamburg , ward Haus-Prediger auf Jppenburg im Stift Os­ nabrück , kan, aber an. 1682. an die Barfusser - kirche zuFranckfurt am Mayn, und starb daselbst an. 169;. Er hatmehrentheils strcit-schriften hinterlassen, darunter bekannt sind:eine Predigt, Matth . II. 27. in 4. die Nöthige Lehre vonGOttes Wesen, aus Tit. 1 .16. in 8. Oeffentliche Predigt überdie frage : Ob die Auserwehlten verpflichtet seyen sich nothwen-dig zu einer grossen gemeinde zu bekennen 1 Franckf. 1684.in 12. Capistratus Pfeudotheophiius , i6gr. in 4. TeutscherAnti-Barclaius , ^rancff. 1691. in 8- Capistratus Bohmicula-rum Rabula, ib. 1692. in 8- die Evangelische Lehre der Lu-therischen Kirche von der Prädestination; Oeffentliche Anredean den authorem eines hervorgekommenen discurses ; Ableh,nung des Offensiv - Carlells wegen des büchleins von der Gna-denwahl. Unschuldige Nachrichten, 2726. dritter beytr.p. J79· seq.

Holtzininden, eine stadt nebst einem Amt und ruinirtenschlösse, in dem Hertzogthum Braunschweig , zwischen Hörterund Bodenwerder , an dem flnsse Holtzminden , welcher indem Sollinger - Walde entspringet, gelegen. Sie wurde an.1640. von den Kayserlichen gäntzlich in die asche gelegt.

Tromsd. Zeil.

Holy-Lros, ist eine stadt in der Jrrländifchen GraffchafftTipperari, so vor zeiten von vielen pilgramen besucht wurde,wegen eines stücks von dem creutz Christi, welches man alldahaben wollte, daher auch die stadt ihren nahmen bekommen.

Camdeni Britann.

Holv-Head, ist eine see - stadt von Talibollian-Hundred,der westlichen gegend der insul Anglesey, so die gewöhnli-- station des Jrrländifchen paquet-boots ist, um die Engellan-che post hinüber in Jrrland, und die Jrrländische nach Eu,land zu bringen.

^»olv-Island, liegt nahe bey der küste der Engelländifchensvlntz Northumberland , einige meilen von Berwick. Es istr eine insul zur zeit der fluth , denn in wahrendem abflusse; meers liegt das ufer gantz wüste, und macht es bis zu derchsten fluth gleichsam zu einem stücke des vesten landes. Die-: ist die insul, so vor zeiten Lindesfarne genennet wurde, da sie1 Bischöfflicher sitz war. Der erste Biftboff war Aidan , einchottländer, der Apostel dieser gegend, welcher sich an der lägefit insul sehr belustigte, und sie daher zu seiner residentz erwehle-, als einen von der weit gleichsam abgesonderten und zur an,cht sehr bequemen ort. Also blieb diese insul von an. 6,7.