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Opuscula in ritten band in fol. zusammen gelesen, und deneneine präfation vorher gesetzet; so hac er mich Luciam OperaQrxc. Lat. in 4. vol. in 8vo und andere alte heraus gegeben.
Esc libr. Acad. Bas- & c · *
* ^ovvius, (Joachimus) gebürtig von Putlitz aus derMarcc, war beyder Rechten Doctor , und wurde an. -68-.Prolellor luris Uttd IliÜoriartirn, an. 1688. 8vnäicus, und an.»697. Bürgermeister zuDantzig, allwo er an. 17-2. den 4.sebr in seinem 56. jähre mit tobe abgegangen. Man hat vonihm nebst verschiedenen disputationen, die er bereits stn Frank furt gehalten, Lommentationern ad Inflitutiones, Franckfurt1708. in 4. 1718. in 4. 1728. in 4. und Examen InstitutionumImperialium, welches letztere öfters gedruckt, als Franckfurt1696.11x12. 17 26. in 12. und in die Teutsche spräche übersetztwerden. Pratortus, Athen . Gedan.
Hoptain-Heath, in der Engelländischen provintzStaffords-hire, welcher ort sonderlich wegen der schlacht berühmt ist,so daselbst an. 164;. zwischen dem Könige Carolo I. und denParlements-trouppen gehalten wurde, da auf Konigl. feite dertapfere Spencer, Graf von Northampton , blieb. Batet hüt.mot. Angj.
■^optoji, (Rudolph, Freyherr zu) Königl. EngeüändischerGeneral. Sein vatter war Robert Hopton, ein Ritter vonWitham in der Grafschafft Sommerset, und wurde an. 1598.gcbohrcn. Er sollte anfänglich in Lmcolns-Gollegio zu Ox ford ftudiren, nahm auch darinnen ziemlich zu , jedoch begaber stch bald in kriegs-dienste. Anfänglich war er in den Nie-derlanden als Völontair , von dannen begab er sich in diePfaltz, und diente dem neu-erwehlten Könige Friderico vonBöhmen . Bey seiner zurückkunft in Engelland wurde er vondem Könige Carolo I. in Groß-Britannicn bey seiner crönungzu Londen zu einem Ritter von dem Bade geschlagen, war auchan. 1641. und 1642. ein glied des Engelländischen Parlementsim Unter - Hause. Als die meisten glicder wider diesen Königwaren, und es zu einem öffentlichen kriege ausschluq, trat er an.1642. auf die Königl. feite, und erwies seine erste dienste durchdie einnehmung des castells Sherbourg, erlegte bey Äodman20. compagnien Parlementischcr völckcr zu fuß und 5°°. zupferde, nahm auch Lanccsthon, Salta , Hvlsburg und Bradvckein. Er schlug nebst Heinrich Wilmoten den 3. jul. an. 164?.bey Kundwayhill den Parlementischen General, Wilhelm Wal-ler, siegte in der schlacht bey Stratkon in der provintz Corn,wall über den Grafen von Stamford , entsetzte die belagertestadt Plimouth, daß die feinde abziehen musten, belagerte diestadt Ereter, vor welcher der Pfaltzgraf Moritz sich auch ein-fand, dem er das commando cedirte, wurde auch den 4. sept.an. 164;. von seinem Könige zu Oxford zum Freyherr» vonHopton und Stratton zum andenckcn des an dem letztern orteerhaltenen sieges für sich und seine männliche leibes-erbcn ge-macht, auch wenn selbige alle würden verstorben seyn , wurdesolcher litul für seinen vetter den Ritter Athur Hopton unddessen männliche descendentcn bestimmet. Er versuchte hieraufdas belagerte schloß Arundel zu entsetzen, wurde aber von demgedachten Wilhelm Waller in selbigem jähre bey Winchester ge-schlagen ; doch erlangte-rr das General«: über die Königlichevölckcr in der provintz Wallis . Als er aber die von des Par-lements Generale, Thoma Fairfax, belagerte stadt Herford ent-setzen wollte, zog Fairfax von der belagerung ab, und ließ Wil-helm Wallern mit wenig völckern davor stehen, ihm aber rück-te er entgegen, und fand ihn in der stadt Terrington, die er an-griff, und seine völcker heraus schlug, welche zwar mehrentheils,auch er selbst entronnen. Gedachter Fairfax verfolgte ihn auchin Cornwall , und eroberte darinnen die Haupt-stadt Lancefton.Bodman muste Hopton auch verlassen, und weil ihn Fairfardie Waffen niederzulegen ermähnte, sendete er einige Personenzu rractircn ab. Indem sich aber seine völcker sehr verliefen,muste er un mertz an. 1646. einen nachtheiligen vergleich einge,he», vermöge dessen er stücke, bagage, pferde und Waffen hintersich, und feine armce, die sich hierauf verlohren, von einanderlassen müssen. Er selbst begab sich in Franckreich, wurde auchvon der amnestie, so das Parlement in Engelland an. 1646. pu-blicirte, ausgeschlossen. Er kam hierauf in Holland , und be-fand sich an. 1649. bey dem Könige Carolo II. in dem Haag,welcher ihn zu einer conferentz mit den General - Staaten dervereinigten Niederlande gebrauchte. Als sich aber selbige mitdem Engelländischen Protector, dem Olivier Eromwel, in einealliantz einließen, und er dergestalt in Holland seine sicherheitnicht fand, begab er sich in Flandern , da er denn im sept. an.1632. zu Brügge mit tobe abgieng; sein leichnam aber wurd^in die vestung Sluys geführet, allwo er so lange über der er-den gestanden, bis er nach deS Königs Caroli II. restitution inEngelland gebracht, und daselbst bey seinen vor-eltern zu Wi-tham begraben worden. Seine gemahlin war Elisabeth, Ar-thuri Capcll zu Hadham tochter, und des Ritters InstinianiLevcn witlwe, mtt welcher er aber keine kinder gezeuget, daßalso seine 4. schwcstern lind deren kinder seine güther erbten.
Batet bist. mot. Angl.
HORACUTNA, siehe Ruttenberg.
HOR/E, waren bey den Heyden gewisse göttinnen, die denvier jahrs-zeiten, vorgesetzt waren. Man hielt sie für der son-nen cammcr-fraulcin, welche ihre kleider verwahrten, sie an-
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legten, auch aufsicht über die blumen hatten; zu einer mutierward ihnen die Themis gegeben. Bartbius, adverf. Pitifius.
HORjE CANONIC/E, hiessen in der alten kirche, undsind noch heutiges tages bey Catholischen gewisse stunden , inwelchen die Geistlichen nach den regeln der heiligen Väktcr ih-ren gottesdienst verrichten müssen. Es sind deren an der zahlsieben, matutima, die Metten , prima, tertia, scxta, nona, vetpe-ra und completorium. Durandut , ration. Du t'rejne.
HORiEA, waren,fest-tage, so man den Horisoder jahrs-zeiten zu ehren hielt, und sie bat, daß sie das getrey-de beschützen, die grosse Hitze abwenden, und zu rechter zeit re-gen bescheren möchten. Man hat sie im frühling, sommer,herbst und Winter, und also des jahrs viermal gehalten , undbey dem vpfer das fleisch nicht gebraten, sondern gekocht.
Meurfitts , in Gruecia feriata. FaJalUus , de festis Grsec.
Horasowitz, Horadiowitz, eine stadt in Böhmen , in.demPrachenser-kreiie, unweit Plseck, an dem flußI^ttau oder Wel-le/gelegen, und heut zu tage den Grafen von Slernberg gehörig.Das nahe hlerbey befindliche und den Maltheser-Rittern zu-ständige Nonnenkloster Bor, ist an. 1421. von den Hußitcnverbrannt worden. Balb. miscell. Boh. Tromsd.
H.ORATII, war ein altes berühmtes geschlecht bey denRömern, woselbst sie sich unter dem Romulo vcste setzten. Eslhelite sich selbiges in 3. familien, der Pulvillcr, Barbaterund Cocltter. Insonderheit haben selbiges geschlechte die j.brüder berühmt gemacht, welche sich mit dergleichen 3. brüdernunter den Albanern, so den nahmen Guriatii führten, A. U. 86.Olymp. XXVIII. 1. A. M. 3316. A. C. 668. in euren kämpf ein»liessen, mit dem bedinge, daß, welche partey die oberhand be-hielt, dessen volck die ober-herrschafft über das andere habensollte. Als nun bereits 2. von den Horatiern umgebracht wa-ren, und der dritte zwar noch unverletzt es mit den drey nochübrigen Curiatrern, deren gleichwol ein jeder schon einige wun-den empfangen, allein zu wagen hatte, ergriff er listiglich dieflucht. Als aber die andern, so viel es ihre krassle zuliessen, ihmnachietzlen, und also sich von einander entferntem kehrte er wie-der um, und weil er noch frisch war, tödlete er einen nach demander». Da er wieder zurück nach Rom kam, begegnete ihmseine fchivester, welche an einen von den Curiatiern verlobt war,und als sie ihres bräutigamö waffcn sahe, welche Horatiustriumphirend mit sich führte, wollte sie sich nicht trösten lassen,welches ihren bruder dergestalt verdroß, daß sie ihren privat-af.fect der liebe ihres vatterlandes vorzöge, daß er sie aufder stelleermordete. Es wurde zwar hierauf ein peinliches gericht,nur aus 2. Personen bestehend, angestellt, jedoch dem beklagtendabey erlaubt, an das volck zu appelliren; da ihn dann dieerstere nach dem scharfenRecht zum tode verdammten, das volckaber, in ansehung ferner so grossen und noch gantz frischen Ver-dienste , wie auch daß seine schwester zuerst beydes wider ihrenbruder und das valterland sehr gröblich gefehlet, vollkommlichabsolvirte. Horatius PulWllus, welcher unter Tarquinio Pri 5sco lebte, halle 2. söhne, worvon der eine des Horatii Coclitisvatter war; Verändere, auch Horatius Pulvillus genannt, warA. U. 24s· A.M. 347?· A.C. 909. Bürgermeister, und weyhetedas Capitolium ein. · Er hinterließ einen söhn gleiches nah-mens, welcher A. U. 277. A. M. 3307. A. C. 477. nebst dem T.Menenio Lanato Bürgermeister war. Dieser hinterließ 2. söh-ne, Horalium Pulvillurn, welcher A. U. 297. A. M. 3327. A. C.4?7- nebst dein Q. Minutio Augurino Bürgermeister war, undHoratium Bathatnm , welcher A. II. 30;. A. IW. 3333. A.C.449. nebst dem L. Valerio Bürgermeister zu Rom wurde, undwegen den Sabmern triumphirte. Sein söhn gleiches nah.mens war Tribunus Confulari potestate zu einer zeit, da es warbeliebt worden, dieses amt an statt des Burgermeisterlichen, undmit gleicher gewalt, einzuführen. Auch finden sich noch anderedieses geschlechcs, die ebenfalls viele wichtige stellen zu Rom be-dienet haben. Dionyßus Halicarn. lib. V. IX. & XII. Liviui.CnJJiodorus. Glandorfii onomalt. Rom . *
Horatius , mit dem zunahmen Gocles, welches wort eineneinäugigen bedeutet, war ein Römischer befehlshabcr in demkriege, welchen Porftnna wider diese stadt geführet. Als sichdieser durch unversehenen Überfall des berges Janiculum be-mächtiget, und von dar über die dort befindliche höltzcrne Ti ber -drucke, einen offenen weg in die stadt hatte, hielte Goele,,so eben die nracht auf der brücke commandirte, erstlich zwarneben Sp. Lartio und T. Hcrminio, bald hernach aber gantzallein die feinde auf, bis das theil davon, so hinter ihm war,auf seine eigene ordre, niedergcworffen worden,um ihren marschaufzuhalten; daraufsprang er also gewafnet, wie er war, inden fluß, und gelangte auf diese weise in die stadt, woselbst manihm zu ehren eine statue aufrichtete, und so viel acker gab, alSer in einem tage umpflügen konnte. Polybius sagt zwar, diesetapfere that hätte ihn das leben gekostet, und er wäre im flußertruncken. Allein bey so grosser anzahl deren , die das gegen-theil schreiben, und noch zum Überfluß von dem geschencke mel-den, womit er von den Römern begäbet worden, lässet es sichschwerlich glauben. P/utarcbus. Livtus, lib. II. Flor. üb. V.C. 10. Po/yb. lib. VI. *
<Q>. Horatius, (Flaccus) ein berühmter Lateinischer Poet,war zu Vcnufio, einer Römischen colonie an den grcntzen vonApulien , A. U. 6S9· A.M. 3919· A. C. 63. gebvhren, und zwar
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