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widerstand alles böse zu beförchken hatte, flöhe er in die insulAeginam zu dem altar Neptuni , wurde aber daselbst von ei-nem, nahmens Archias, weggerissen, und nach Corinthus zuAntipatro geschleppet, welcher ihn sogleich an die feitet schla-gen ließ, ttm also sowol die geheimnisse der stadt Athen , alSdie seitherige schärfste feinde der Macedonier, so ihn, bewußtwaren, auszupressen; sein helden-muth war aber hiebey sogroß, daß er um nichts verrathen zn können, sich selbst diejunge abbiß, worauf sich auch Antipater mit seinem tobe be-gnügen muste, flut. in vita Dem. & de 10. Orat. *
HYPERION, der sonnen vatter, oder wie andere wollen,die sonne selbst, also genannt, weil sie über der erde gehet, vondem Griechischen über, und «« ich gehe. Diodorusmacht ihn zu Saturni bruder, und sagt, daß er zuerst den laufder sonne, des mondes und der andern sterne beobachtet, und diestunden unterschieden habe.
Hyperius, (Andreas Gerhardus) war zu Apern in Flan dern den 16. may an. i^n. gebohren. Sein vatter, ein Ad-vocat , ließ ihn an verschiedenen orten stndiren, und befahl, daer sterben sollte, ihn nach Paris zu schicken; er gieng auchan. izrg. nach geschlossenem frieden dahin, und blieb daselbstbis an. 15;;. da er neben den theologischen auch medicinischelectiones besuchte, und, weil er sonderliche lust zu reisen hatte,alle fahr die ersten mvnate, da keine lectiones gehalten wur-den, zu einem excurs anwendete. Er sahe nun also fast gantzFranckreich, und einen schönen strich, von Italien , bald daraufauch das niedere und obere Teulschland. Nachdem er end-lich wieder nach Hause gekommen, hatten seine freunde ohnesein wissen ein diploma von dem Papst erhalten , in welchemihm aus einer gewissen Abtey daselbst reiche emkünfte angewie-sen wurden; als ihm aber der Ertz-Bischoff Caronbeletus hie-bey einigen Verdruß erweckte, begab er sich auf die reise nachBritannien, da er Carolum Manticum, einen Grafen , ange-troffen, der ihm ein freyes stipendium vermacht, welches er4. jähr genossen. An 1540. besuchte er auf eben desselben Un-kosten die Academie zu Cambridge , »'gleichen Oxford , Londen und Antwerpen , kam darauf nach Straßburg , und blieb einejeitlang zu Marpurg , allwoer endlich aufGerhardi Nvvimna-gi recvmmendation an dessen stelle gcsetzct wurde. Bey seinemamte dachte er immer auf ein mitte! die kirche zu reformiren.Da er nun -e. iahr und etliche mvnate auf der AcademieMarpurg gelehret, verfiel er in eine kranckheit, daran er nachetlichen Wochen den 1. fcbr. an. 1564. starb. Seine schnftensind : de Ratione Studii ; Dialectica ; Rhetorica ; Arithmeti-ca ; «'gleichen Geometrica ; Cosmographica ; Optica ; Astro-nomica ; Physica ; ferner de Ratione Studii Theologici ; dcformandis Concionibus ; de Theologo; de quotidiana Le-ctione & Meditatione sacrarum Literarum ; de Catechesi ; depublica in Pauperes Beneficentia; de Scholis Ecclesiasticis;de Conjugio Ministrorum Eccle&e ; de Probatione fui ipsius ;de Providentia Dei ; Exegeses über alle Episteln Pauli, derenctliche von seinem söhn Laurentio ediret sind. A.um, in vitisTheologorum p.'i 87 ·
-Hypermneftra, eine von des Danai , Königs von Argos ,$0. löchtern, so an Lvnceuiii, einen von Aegypti söhnen ,vermahlet wurde. Diese wollte ihres vatters befehl nicht ge-horchen, wie ihre andere schwestern, daß sie nemlich ihre Män-ner gleich in der ersten nacht, da sie bey ihnen lägen, umbringensollten, sondern ließ Lynceuin leben, und zwar mit dieser bedin-gung, daß er ihre iungfrauschaffl ihr nicht nehmen sollte. AlsDanaus dieses erfahren, warf er sie ins gesangnis, jedoch wurdesie bald hernach ihrem ehemanue zugestellet. Apoäoäorm. Hygia.
* -äyppicos, ein thurn zu Jerusalem , welche» Herodes dergrosse zu ehren seiner freunde hat aufbauen lassen. NachdemTitus diese stadt mit stürmender Hand eingenommen halte, gaber seinen tronppen die vrdre, denselben nebst zwey andern zu er-' halten; dann weil sie die andern alle wegen ihrer prächtigen ar-chiteclur und höhe übertrafen ( , so wollte er den Nachkömmlin-gen durch erhaltung dieser stücke weisen, was vor tapferkeitund kriegs-kunst es seiner und seiner Römer seils gebrauchet,einer so mächtigen stadt sich ju bemächtigen. Joßptus, de bel-lo Judaico lib. VII. c. 1.
Hypsicratea, des Königs Mithridatis gcinahlin. Sie istdaher bekannt, daß, weil sie ihren ehe-herrn hertzlich qeliebet,sie ihr haar abgeschnitten, manns-kleider angezogen, reuten ge-Icrnet, und sich gewöhnet waffen zu führen, um demselben aufseiner flucht vor Pompejo nachzufolgen. Flut. in vit. Pomp.Valerius Maximus , lib. IV. c. 6. ex. 8-
Hypsicreon, von Mileto in Jonien , vermählete sich mitNeara, welche den krieg zwischen den Milesiern und Na-ttern verursachte. Denn nachdem sie Promedon entführethatte, und solches an den tag gekommen war, brachte ersie auf die insul NaxoS in den daselbst befindlichen tempel dergöttin Vesiä. Darauf kain Hypsicreon , und forderte seinweib, welche ihm aber die Naxier nicht folgen lassen woll-ten, weil sie unter der göttin schütz war. Dieses veran-lassete zwischen obbemeldten beyden völckern einen krieg. Pau.
sanias.
Hvpsipyle, Königin von Lemnos , wurde von andern Wei-bern aus der insul Lemnos vertrieben. Denn nachdem stldi*
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ge alle ihre manns-personen, und so gar auch ihre eigene vät«ter und männer umgebracht, wollten sie Hypsivylen nichtunter sich leiden, weil sie ihres vatters Thoas verschonet.Darauf wurde sie auf dem meer von einigen see-räuberngefangen, und an Lycurgum, König von Nemea , verkauft,welcher sie zu seines sohns Archemori amme machte, dennkurtz zuvor hatte sie zwillinge gebohren, die Jason aufdcr rei-se nach Colchis mit ihr gezeuget. Nach diesem geschahe es,daß sie den Argivern zeigen wollte, wo die brunn-quelle Langiawäre , und dahero ihr pflege-kind inzwischen unter einenbäum setzte, welches unterdessen von einer schlänge gelobtetwurde. Hierauf wollte sie Lycurgus tödten lassen, Adras^saber und die andern Argiver erhielten sie noch bey dem le-ben. Ihre geschichte wird von andern gantz anders erzehlet.Die göttin Venus hätte alle weider in Lemno stinckend ge-macht, daß die männer nicht um sie bleiben konnten, es seynun, daß diese stauen die opftr dieser göttin unterlassen, oderdaß sie dieser insul gehäßig gewesen , weil man sie da mitdem Marke im ehebruch ertappet hatte. Die männer ent-hielten sich also ihrer weiber, und brauchten ihre sclavinnen ,welches die weiber in solche rafcrey setzte, daß sie eine allge-meine massacre des gantzen männlichen geschlechts vornah-men. Die einige Hypsipyle verschonte ihres vatters Thoas,gab aber vor, als wann sie ihn ebenfalls aus dem wegegeräumet hätte, und ward darüber Königin. Eine zeit dar-auf kamen die Argonauten in die insul, die bey diesen Witt-wen angenehme gaste waren. Die Hypsipyle hatte vor ihreportion den Jason , die zwey knaben mit ihr erzeugte, abersie doch zuletzt verließ. Scatius, üb. IV. & V. Thebaid. Bayle.
HYPSISTARII, sind eine gewisse art leuthe, die manfindet in dem Catalogo der ketzer des IV. fieculi , mit dembeyfügen, daß sie den sadbath auf eine sehr strenge art ge-feyert, daß sie das feuer angebätet, und daß sie in ihrenmeisten lehr - sätzen und religions - Übungen das Jüdenthummit dem Heydenthum vermischt. Den nahmen selbst habensie bekommen , weil sie die nahmen, GOtt der Vatter, Sohnund H. Geist, nicht annehmen wollten, und , dir sie imübrigen an der lehre von einem einigen Göttlichen Wesen vesthielten, solches gemeiniglich mit der benennung T« 04<s·«,deS Allerhöchsten, andeuteten. Greg.üaz. orat. 19. Greg.Jsyjjm. orat. 2. contra Eunomium. *
Hyrcama, aruetzo Nozendran genannt, war vor zeiteneine provmtz von Hersien, wo ametzo Tabarestam, G'lanund Gorgian liegen. Sie gehörte den Parthern, und hat-te Parthen - land gegen mittag , Margianam gegen morgen,Medien gegen abend, und das Caspische meer gegen Mitter-nacht. Die Haupt - stadt darinnen war Hyrcaina , hernachAinaruse genannt. Diese provintz ist so fruchtbar, daß einwcmstock darinnen mehr als 44. maas wein, und ein fei*genbaum in die 60. scheffel feigen geben soll. Ihr getreydekommt aus einem saamen, welcher aus dem Halme fället ,und Honig fleußt aus ihren öl-bäumcn. Das Hyrcanischc mc. rerstrecket sich von dem Moscowitischen Königreiche Astracvnaus der nord-seike an bis gegen mittag an Fcrabath, i:o.Teutsche meilwcges. Die breite aber von der provintz Chua-resma an bis an die berge von Ctrcaßicn oder Schirwan tra-get 90. mcilen aus. In der mitten ist das wasser saltzigt, wiem andern meeren, jedoch hat es weder ebbe noch fluth ; des-gleichen ist auch kein guter Hafen daran. Es hat insgemeinnicht allzu tief wasser, und ist dahero bey sturm-wetter sehr ge-fährlich. Oleariuü gicbet eine wcikläustige bcschreibung vondieser see, als welcher gantz darüber gefahren ist, und unter an-dern berichtet, daß er inner ro. tagen zwischen Reschal undSchainakap über 80. flösse paßirel, die alle in diese see fallen.Strato. Plinius . Olearius. Cetiarius , not. orb. ant. lib. 111 . c. 20.
-Zprcanische meer, siehe das vorhergehende Hyrcania.
Hyrcanus, (Johannest dieses zunahmens der erste, warSimonis Maccabäi, des Jüdischen Fürsten und Hohenpriesterssöhn, welcher von seinem schwieger-.sohn Ptolemäo, dem svbnAbubi, der sich dadurch zum Herrn des gantzen landes zumachen gelrauele, hinterlistiger weise gelödtcr wurde, weswe-gen Hyrcanus, um seines vatters tod zu rächen, anfPtole-mäum los gieng , aber ihm nichts anhaben konnte, weil sei-ne Mutter und sein bruder dazumal Ptolcmäi gefangene wa-ren. Er stund eine grosse belagenmq in Jerusalem von An-tiocho Sidete aus, der von Ptolemäo zu hülste war gcruffcnworden, und wurden die belagerte nach einer sehr tapfern ge-genwehr zuletzt durch Hunger auf das äusserste gebracht, daßHyrcanus sichs für ein glück zu schätzen hatte, endlich mitdiesem beding den frieden zu schliessen, daß die Jüdcn ihrgewchr ausliefern , die vcstungs-wercke zu Jerusalem schleifen,und im übrigen dem Antiocho sowol gleich eine summe vonzoo. .talenten, als hernach auch einen jährlichen tribul erle.gen sollten. Hyrcanus stunde nach diesem in autcin verneh-men mit obigem Könige, begleitete denselben auf seinem grossenfcldzuge wider den Partbifchen König Phrahatein, trug zu de-nen anfangs erlangten siegen das seine mit bey, und hatteauch zuletzt das glück, allem einbrechenden übel zu entgehen.Nach dem riß er sich nicht allein von der Syrischen KönigeOber-Herrlichkeit los, sondern brachte auch verschiedene örrcr
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