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nur die Königliche einkünfte zerstreut, sondern sich auch von,al-tcm Haus-rath entblößt sahe, den er gantz von neuen anzchastenmuste. Sonst war an ihm zu loben, daß er sich im essen undtrincken überaus mäßig bezeugte, und in der arbeit unermudetwar, wie er denn sonderlich in den zügen wider die räuberoft tag und nacht hintereinander im harten Winter ohne speiseUNd tranck zubringen konnte. Bucbanunus , rer. Scot. lib. XIII.XIV. Drummondus , hist. Scot. Larrey , Kilt. d’Anglet. liv. I.Meteray , hist. de France &c.
Iacobus VI. und VII. siehe Röntge von EngeUand.Geistliche Churfürsten:
Iacobus I. Churfürst und Ertz - Bischoff zu Trier , warein gebohrner Freyherr von Sirck oder Sarch. Er wurde an.14*0. erwehlet, gelangtte aber erst an. 1436. zu dem ruhigenbesitze , nachdem er Rabano von Helmstadt, der von dem Papstihm entgegen gesetzet worden, 60000. fl. vor seine prätenfivnausgezahlet hatte. An. 1456. ertheilte ihm der Papst die pri-vilegia > eine Universität in Trier anzulegen, worauf er an.1456. das zeitliche gesegnete. Bucel. Germ. sacra, P. I. Brovo.annal. Trev.
Iacobus II. Churfürst und Ertz-Bischoff zu Trier , war derälteste söhn Christophori I. Marggrafen zu Baden, gebohrenan. 1471. Er ward an. 1503. von seinem Vorfahr, Johanne II.zum Loadjutor des Ertz-Stifts angenommen, und gelangte nochin selbigem jähre zu der succeßion, obgleich das Dom-CapitulPfaltzgraf Georgen darzu erwehlet hatte. Er stund bey demKayser Maximiliano I. in sehr grossem ansehen, und setzte sichdurch seine gelehrsamkeit in sonderbare Hochachtung , wie erdenn an. 1505. aufdem damaligen Reichs-tage, den auswärti-gen Abgesandten in Italiänischer, Lateinischer, Französischer und andern sprachen in des Reichs nahmen geantwortet. Al-lein diesen rühm verdunckelte er sehr durch sein unkeuschcs leben,welches auch zuletzt eine ursach seines todes war, den er voneinem schuster an. i;ii. zu Coblentz erleiden muste. imhof.N. P. lib. IV. c. 8. $· 9· Bucel. Germ. sacra, P. I. Bro-vp. ann.Trevir.
Iacobus III. Churfürst und Ertz - Bischoff zu Trier , waraus dem adelichen qeschlechte von Eltz entsprossen, und an.1567. erwehlet worden, nachdem er vorher» Decanus gewe-sen. Bald zu ansang seiner regierung verfiel er mit der stadtTrier , welche ihre Reichs - freyheit wiederum hervor suchenwollte, in einen krieg, und hatte das glück, daß ihm diesel-be an. i$s°. vermöge eines Kayserlichen Urtheils , schlechter,dings unterworffen ward. Er hat auch die Ober-Herrschafftüber die Abtey St. Maximi, ingleichen die Abtey Prüm andas Stift gebracht, und ist an. 1581. verstorben. Bucetin.Germ. sacra, P. I. Brtnv. annal. Trev.
Allerhand andere prinyen:
Iacobus von Savoyen , Fürst von Achaja und Morea,Graf von Piemont, Herr von Jvrea. Er war Philippi vonSavoyen , Grafen von Piemont, söhn, von Jsabella vonVille-Hardovin, einer Printzeßin von Ächaja und Morea,seiner ersten gemahlin. Er hielt an. 1334. seinen einzug inTurin , war nachgehends mit in den kriegen der Grafen vonMayland und Savoyen verwickelt, und hatte gut glück, son-derlich wider den Marggrafen von Saluzzo . Dieses machteihn dermassen aufgeblasen , daß er meynte, es könnte ihm nun-mehro niemand widerstehen , unternahm sich dahcro a». 1339.in Piemont eine laxe auf die waaren, so von dar in Savoyen verführt wurden, zu legen. Dieses verdroß den Grafen vonSavoyen , Amabeum VI. welcher der grüne zugenannt wur-de , nicht wenig , daß er auch deswegen Commissarios in Pie-mont schickte, von welchen Iacobus einen hinrichten ließ. Die-ses machte den Grafen vollends erbittert, daß er wider Jaco-bum zu felde zog, ihn gefangen bekam, und seine besten plätzeeroberte, so, daß dieser unglückliche Herr, um seine freyheitwieder zu erlangen , des überwinders begehren thun muste,worauf er den 17. may an. i;66. dieses zeitliche gesegnete. Gut.
cbetion , hist. de Savoye.
Iacobus von Savoyen, Hertzog von Nemours und Gene,vois, Marquis von St. Sorlin rc. Gouverneur von Dauphi-ne, Lionnois, Forez , Beaujolois und Auvergne. Er wardes Hertzvgs Philippi von Savoyen Nemours söhn, von Char ,lotte von Orleans gebohren den 12. oct. an. 1331. in der AbteyVauluisant in Champagne. Er verlohr seinen vatter, da erein kind von 2. jähren war. Seine muttcr erzog ihn mit grossser sorgfalt, und führte ihn an. 1336. mit sich nach Annecy inSavoyen , zu der zeit, als König Franciscus I. dem HertzogeCarolo von Savoyen den krieg angekündigt hatte, erhielt al-so durch ihre klugheit und Vorsichtigkeit dessen guther. Er giengim 13. jähre seines alters an den Französischen Hof, ließ seinetapferkeit.bey verschiedenen belagerungen und schlachten sehen,folgte Konig Henrico II. in Lothringen , und kam nach.mals in Piemont. An. r 331. warf er «ich in Metz , befand sichdas jähr darauf m der schlacht bey Dourlans, und nachmalsan. 1554. in der bey Renti. An. 1555. gieng er in Piemont,um der belagerung Ulpian beyzuwohnen, und stritte in einembesondern gefechte selb vierte gegen den Marggrafen vonPescara
und seine geführten. Er selbst kam gegen den Marggrafen zurennen, jedoch also , daß sie beyderseits ihre lantzen, ohne ein-ander schaden zu thun, zerbrachen. Er diente hierauf unterdem Hertzoge von Guise in Italien , wurde nachgehends Gene-ral über die cavalerie, wohnte an. 1562. der eroberung vonBourges bey, wurde in Dauphine geschickt, allwo er Vienne einnahm, und den Baron von Adrets schlug, welchen er nach-dem wieder auf des Königs feite zog. Er befand sich an. 1366.bey der Versammlung der Stände zu Moulins , und trug an.1567. bey der gefährlichen flucht des Königs von Meaux nachParis , auf welcher er den vorzug commandirte, viel zu erhal-tung der Königlichen person bey. Noch in eben diesem jährebefand er sich in der schlacht bey St. Denys, diente hernach ei-nige zeit unter des Hertzogs von Amou armee, und cvmman-dirte an. 1569. ein eigen corpo, den succurs zu verwehre»,welcher den Hugenotten aus Teutschland zugeführt ward, dener aber nicht hindern konnte, worauf er sich wegen der gicht,die ihn grausam plagte, von Hofe weg begab, und, ausser,daß er an. 1574. auf eine kurtze zeit wieder am Hofe gewesen,sein leben vsllend zu Annecy zubrachte, allwo er sich, weil seingantzer leib durch die kranckheit verderbt war, die zeit mit aller,Hand curiöscn wissenschafften, sonderlich der natur-kündigung,Mahlerey, bildhauer - und bau-kunst vertrieb, und an. 1383.den 13. jun. verstarb. Er hatte vormals an Franciscam vonRohan die ehe versprochen, begehrte aber solche nicht zu halten,und, wiewol das Navarrische Haus sehr darauf drang, wardes doch, weil sie Reformirt war, unter Caroli IX. regierungdahin vermittelt, daß er den Proceß gegen sie gewann, und vonseinem versprechen los ward, darauf er sich mit Annen von Este,Francisci des Hertzogs von Guise Wittwe, vermählte, von wel-cher er 2. söhne, Carolum und Henricum, hinterließ. Er war eintapferer, kluger, großmüthiger, höflicher und gelehrter Herr, in-massen er verschiedene sprachen redete, und sowol in gebundenerals ungebundener rede mit grosser fertigkeit zu schreiben wußte.In seinen jungen und gesunden jähren war er einer der schön,sten Herren seiner zeit , und in Ritterlichen Übungen unge-mein geschickt gewesen, hatte aber auch ziemlich unordentlichgelebt, und sich sonderlich in der liebe dergestalt übernom-men , daß er gantze 20. jähr durch die gicht davor büssen müssen.
Tbuanus. Meteray, Brantome , Franc. tom. III. Guicbeno »,hist. de Savoye.
Iacobus von Savoyen, Graf von Romont, , Baron vonNaup, war des Hertzogs von Savoyen Ludovici jüngster söhn,von Anna von Cypern. Sein vatter gab ihm sein leib-gedingezu Quiers , den r6. febr. an. 1460. Er war behertzt und ta-pfer, aber barbey zornig, und ein feind des ftiedens. CarolumAudacem , den letzten Hertzog von Burgund, liebte er über-aus heftig, und diente ihm wider Ludovicum IX. König inFranckreich. Er wurde an. 147;. in dem frieden eingeschlossen,genoß aber selbigen nicht lange, und zwar wegen folgender de-gebenheit: Ein Schwerer führte durch das land Baue einenmit schaasfellen beladenen wagen, und wurde daselbst übel tta«ctirt, welches er der Eydgenossenschafft klagte. Darauf be-gehrten die Schweitzer satisfaction, welche ihnen aber der Grafvon Romont nicht geben wollte, und dahero ergriffen sie beyder-seits die Waffen. Der Hertzog von Burgund schlug sich zu seinerpartey, wurde aber in den 2. berühmten treffen bey Gransonund Moral an. 1476. geschlagen, und in dem dritten vor Nan-cy verlohr er gar das leben. Nach dieses Hertzogs tobe hielt sichIacobus von Savoyen an den Hertzog Maximilianum von Oe-sterreich und nachmaligen Kayser, welcher ihn zum Ritter teSgöldcnen Vlieffes, und hernach zu einem der vornehmste» Rä-the bey seinem söhne Philippo machte. Diesem leistete Iaco«bns bey der belagerung von Teronane, und an. 1479. in derschlacht bey Guinegast gute dienste. An. 1482. wurde er mitin den frieden eingeschlossen , und starb den ;o. jan. an. 1486.in der Picardie in dem castelle Ham. Pbil. Cominaus , mein. II.Paradin. lib. III. Guichenon , hist. de Savoye.
Iacobus von Lourbon I. Graf von Marche und Ponthieu,
t err von Montaigu, Conde, Carenci und Connetable vonranckreich. Er war Hertzog Ludwigs von Bourbon drittersöhn, von Maria von Hennegau. Er begleitete den Hertzog Io«hannem von Normandie , so nachmals König wurde, in Breta gne , und befand sich an. 1146. in der schlacht bey Creci, wo erauch verwundet wurde, und nahm hieraufKönig Carolum II.von Navarra in arrest. Er erhielt an. 1354. nach des Caroli vonSpanien tode die stelle eines Connetable von Franckreich, über-ließ aber selbige Gualtero VI. Grafen von Brienne und Hertzo-ae von Athen wieder. Er wurde in der schlacht bey Poitiers ge-fangen , befand sich nach den Bretignischen friedenS - ttactatenin der schlacht bey Brignais, ohnfer» Lyon , allwo er einigewunden empfieng, woran er den 6. apr. an. i;6i. verstarb,und wurde sein leichnam in der Jacobiner-kirche daselbst begra-ben. Er vennählte sich an. 13 3 9. mit Johannen von e^t. Paul,Hugonis von Chastillon, genannt von St. Paul, Herrn vonLeuse, Conde und Carency, rc. ältesten tochter und «bin, vonwelcher er Petrum gezcuget, der nebst seinem vatter in derschlacht bey Brignais umkam; Johannem, Grafen de Ia Mat-che ; Iacobum, von welchem die Herren von Preaux hcrstam-men, von dem hernach ; und Johannam, Ludwigs, Vicom-te von Beaumont in Maine gemahlin. l’roiß'ardui, lib. V.c. 80. Sammartbcmu! , hist. geneal.
Iaco-