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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Paraphrasis & Annotationes in omnes Psahnos Davidicos;Commentarii in Proverbia Salomonis ; Annotationes in Li-brum Sapienti® Salomonis; brevis Confeffio Fidei. Mi au ,de script. fec. XVI. Andrea bibl. Belg. Sanderm , de illustr.Gandis. (Umbrardus , chronic. Summurtbanus , Gallia Chrilt.tom. II.

JgMmus^-( Cornelius) Bischofs von Ipern , von welchemdervekannte nähme der Jansenisten herrühret. Er war den 28.oct. an. i;8;. zu Accoy, einem dorfe ohnfcrn Leerdam in Hol­ land gelegen, gebohrcn. Sein vatter hieß Jan Ottie , einschmidl, die mütter Lyntie GysberkS, er aber wurde CorneliusJanien genennet. Den gründ seiner studien legte er m Utrecht ,wurde aber von dar nach Löven geschickt, und daselbst von denJesuiten informirt, da er denn in der Philosophie dergestalt zu-nahm , daß er nach verlauf zweyer fahre in Magistrum promo-virte. Nachmals legte er sich mit ernst auf die Theologie, undnahm unter seines Vetters, Jacobi Iansenil, anführünq auchdarlnn wohl zu. Weil er sich aber durch allzufleißigcs studtrenfast die schwindsucht an den hals gezogen , wurde ihm von denMedicis gerathen, die luft zu verändern, da er sich denn gantzeir. jähr in Franckreich aufhielt, und daselbst ziemlich hervorthat, auch brachte ihm Johannes du Verger de Havranne, dersonsten unter dem nahmen des Abts von St. Cyran bekannt ist,mit welchem er zu Lyon genaue freundschaffr gemacht, zu Paris eine Praceptoratnr zuwege. Wenige zeit darauf gieng er nachBaionne, um mit dem berührten Bergen» fernere freundschafftzu pflegen, allwo er auch des Bischoffs gewogenheit erhielt,welcher ihn zum Principal in einem Collegio machte. Ais aberselbiger zu dem Ertz - Bißthum Tours erhaben wiirde, gieng duVerger nach Paris , und Jansenius wieder zurück nach Löven,allivo man ihn in dem Collegio St. Pulcheriä zum Principalmachte. Weil er aber zu der Philosophie keine tust hatte, wur-de er an. 1617. Doktor Theologie;, und bald bstrauf Professor,auch von der Academie an den König Philippum II. zweymalals Gesandter in Spanien geschickt. An. i6;o. wurde er vondem Könige zum Professor der heiligen Schrift ernennet, undjähr darauf eben an seinem geburts - tage zum Bischoff vonBvern gemacht, und an eben demselbigen tage das folgendejähr darzu eingeweyhet. Er soll aber dieses Bißthum durch dasbuch Mars Galliens verdienet haben, darin» er an. I 5 ;o. diebündnisse, welche der König in Franckreich Ludovicus XIII. mitden Protestirenden unterhielte, und alle hülffc, welche er selbigenin den damaligen kriegen leistete, überaus scharf durch die He-chel zöge, und dessen sich seither die Jesuiten meisterlich zu be-dienen gewußt haben, um den Franzölischen Hofwider den nah-men Ianscnii und aller Jansenisten zu verbittern. Doch erstarb bald darauf den 6. may an. i6;6. an der pest. Er warsonsten ein gelehrter mann, der sein Mißvergnügen an der ge-meinen Philosophie gar zeitig blicken lassen, auch auf anderererinnerung den Marcum Antonium de Oomims nicht widerle-

S i wollen. Welches ihn hernach desto mehr graviret, als erden Jesuiten überall widersetzte. Sonderlich hat er langezeit in lefung der Kirchen - vatter zugebracht, und darunter ammeisten den Augustinum hoch gehalten, dessen schriften er sehenmal gantz , und die bücher de Gratia mehr als dreißig mal durch-seiest». Er hat einige schriften hinterlassen , als da sind : Ora-tio de interioris Hominis Reformatione ; Alexipharmacum proCivibus Sylneducensibu;; Spongiam Notarum , quibus Alexi-pharmacum afpersit Voetius ; Tetrateuchus seu Commenta-rius in IV. Evangelia ; Comment, in V. Libros Mobs; Mars Gal­ liens seu de Juititia Armorum & Foederum Regis Galli*, wel-ches buch er unter dem nahmen Alcrandri Patricii Armacanischrieb. Er hinterließ auch das berühmte buch, worüber nach-mals so grosser lerm worden, unter dem titul Augustinus ,weil er aber solches nicht zum druck befördern konnte, übergaber solches seinem vertrauten freunde Liberty Fromoudo zur Pu-blication. Dieser edirte es an. 1640. worüber nachmals der be-kannte Jansenistische streit entstund. Denn weil die sogenannteMolinistische lehre von dem freyen willen des menschen, derendamals der grüste theil des Iesuitcr - ordens beypflichtete, i» stl-bigem buche überall angegriffen war, so fiengen sie an den Jan-senium in öffentlichen schriften zu widerlegen, wiewol dessen leh-re grossen anhang bekam. Jedoch brachten es die Jesuiten da-hin , daß er samt seinem anhange zu ketzern gemacht, und ausdem bemeldten buche 5. Haupt - sätze gezogen wurden, welche derPapstUrbanus VIII. ««.1641. hernach Innvcentius X. an. >6;;.auch zuletzt Alexander VIII . an. 16^7. verdammt. Sein lebenhat Libcrtus Fromondus beschrieben, und dem berührten bu-che vorgesetzt, Andrea bibl. Belg. Heideggers bist. Papatus.Leydetkeri bist. Janscnismi. Otsii or. de caufa Jansenitica. Sa-gittarii introduct. hist. eccles. Arnolds ketzer - Historie , P. II.üb. XVII. c. 14. Bayie. *

* Jansenius , (Nicol.) mit dem zunahmen Boy, ein brn-der Corneln Ianstnii, Bischoffs von Zvern, war von seinendrüdern , die den Dominicaner - orden angenommen, der an-dere, und gieng an. 162z. als Missionarius nach Danemarck.Er hat Defenlionem Fidei Catholic« & Apostoiicse Romans,Antwerpen 1651. in 8. Instruktionem Sacerdorum, ib. 16x8.1626. und 1644. in 8. Panegyricum Thom* Aquinati dictum ,Löven 1621. in 8. und Viram Dominici , Antwerpen 1622.lN 8- Bencficia FF. Pradicatoribus a ü. Virgine collata, Ant­ werpen 16;2. in 12, geschrieben. Einige legen ihm auch dieHistor. Lexicm IV. Theil.

Übersetzung aus dem Spanischen ins Lateinische von des Petr.de Ledesma Summa Casuum bey, selbige aber hat Raymundusde Ladesn gemacht. Johann Jacob Müller, 8 enior in Aug,spurg, aber hat Ant! - janscniurn wider ihn heraus gegeben.Andrea bibl Belg. Sveertius , Athen . Belg. Ecbard , bibLPreed. tom. II. p. 479.

, vjmwmi) ltoktor theologi« und Dechantvon St. Peter zu Löven, war an. 1147. zu Amsterdam von Ca«tholijchen eitern gebühren. Als ihm aber der vatter frühzeitigadgieng, wurde er von der Mutter an. , ,64. nach Löven geschickt,woselbst er die Philosophie in dem Porcensischen Gymnasto dieTheologie aber in des Papsts Adriani VI. Collegio erlernte' Erwurde hieraufLicentiat in der Theologie, an. x?7< der erst«Präses in dem neu - ausgerichteten Augustiner - Collegio , undan. x?89. Prastes IN dem Päpstlichen Collegio. Dann wurde eran. 15 So. Professor Theologi« , den 29. aug. an. r;84. Doktorlint) Magister , und kam an. 1,95. an des Thoma Slavlctonistelle. An. 1614. wurde er Dechant bey der Coüegiat - kircbe zuSt. Peter. Weil er aber schon sehr alt, und darzu mit dem cyi-ragra heftig befallen war, mustc er seine Profession indessen durchandere verwalten fassen. Er starb endiich den 30. jul. an. 162/Seine schriften sind : Institutio Catholsci Ecclesiaiie; in Salerum Missae Canonem; Licurgica ; Commentarius in CanticaCanticorum ; Commentarius & Expositio in Psalmos Dttvidicos ·Expolitio in Prophetam Job ; Expolitio in Evang. S. Johannis ·Vita Coccinea s. Enarratio Pastionis. Sein leben hat JohannesMastns beschrieben. Mir aus , de script. fec. XVII. Andreabibl. Belg.

* Jansenius , (Gabr.I ein Scholarcha zu Alost in Flandern ,aus dem gebiethe von Brügge gebürtig, schriebtragicomödien,als Monornacbiam vavidis eum Goliath; Judicium Regis Salo-monis ; Cfficum a Nativitate; Nabotum und S. Martinum ; in-gleiche» z. fabeln, nahmentlich Btusgueturn , Pbilippnrn satuumsub Alatre stolida und Nobilem ruralem ; ferner Epigrammatavatia , Gent 160g. in 8> Sroertius , Athen . Belg.

Jansenius , (Abraham) ein mahler , gebürtig von Antwer­ pen . Er war in dem XVll. s*LuIo berühmt, und zwar eben zuderstlbrgen zeit, als Paul Rubens aus eben selbiger stadt sichdurch seine schöne wercke berühmt machte. Insonderheit wußteer schöne Historien zu mahlen, und waren seine färben vortref-

lich. Memoires bißoriques.

Janssn, ( Arsenius ) aus dem orden de la Trape, war an.1665. zu Paris gebohren, und nennte sich, che er den geistlichenstand ergriffen, den Grafen von Rosenberg. Weil er der welt-lichen Verrichtungen, die er bisher, in kriegs - Übungen mit gu,tem rühm getrieben, überdrüsiig war, begab er sich in den be-nieldke» orden de la Trape. An. 1704. muste er nebst andernseinen ordens - drüdern in die Groß - Hertzoglich-Florentinischenländer gehen, um die Verbesserung des ordens daselbst zu besor-gen. Er starb darauf an. 1710. in der Abtey Buon - Salozzo,die ihnen der Groß - Hertzog eingeräumt. Sein leben ist in Ita-liänischer spräche in 12. heraus gekommen.

Janson 1 sonst Jenson, (Nicolans) ein Franzose und be-rühmter duchdrucker. Er gieng an. 1486. nach Venedig und an-derwärts , daselbst seine kunst in bessern stand zu dringen. Sei-ne schöne buchstaden behielten vor allen andern den preis, wie-wol er auch verschiedenes mit cursiv- buchstaden, die nicht son-derlich schön sind , gedruckt bar; und die Venetianer haben ihmden rühm, so sie nach der zeit durch die Manutios erhalten, gros-sen theils zu dancken. Einige haben ihn gar unter die ersten er-finder der drucket - kunst gesttzet; vermuthlich weil sie die ältereund eigentliche «rheber derselben nicht kannten; Massen sonstenklar genug , daß nicht nur schon mehrere jähre vor Janfon bü-cher gedruckt worden , sondern auch er nicht einmal der erste ge-wesen , welcher die erfindung in Italien gebracht. SabeUicus ,bist. Venet. MaL'mckrot, de orig. artis typogr. Struvii intro-duct. ad not. rei litterari*, c. 11. §. 12. *

Janthe, ist der nähme, welchen die Poeten einer Nymphedes Oceani gegeben, ingleichen einem andern frauenzimmer ausder zu dem Königreiche Crela gehörigen stadt Phestos. Von die-ser letzter» hat mnn gerichtet, daß , da sie an Aphin, welche ic-derman vor den söhn deö Lygdi und der Theietusa gehalten, dasie doch gleichfalls ein weibsbild gewesen, versprochen worden,und man die Hochzeit allbereit angesetzt, die göttin Isis den tagvorher die Avhis in eine manns - person verwandelt; woraufdie zwey göltmnen Venus und Juno, nebst dem gott Hymenäo,sich m eigenen Personen bey den vermählungs - ceremonien die-ser zwey liebhaber eingefunden. Ovid. üb. IV. metam.

JANU ARTUS, der »ahme desjenigen Monats, mit welchemfast durchgehends das jähr angefangen wird. Das Wort wirdvon dem Heydnischen gott Jano hergeleitet (weil derselbe zuerstden seid - bau erfunden , und mit seinem gedoppelten gestchle,sowol vergangene als zukünftige dinge gesehen haben soll) odervon Janua , weil er gleichsam eine thüre des mhrs sey. Longi-NUs hat ihn allf Griechisch aiteva^or oder «VarrJ a iw®. -----tiia ., d. i. einen jährlichen vatter der zelten, vecdollmetschet.Numa Pompilius hat diesen monat zugleich mit dem Februa-rio , den übrigen monaten, welche Romuius eingesetzt gehabt,beygefügt, und ihm 29. tage gegeben , zu welchen hernach Ju­ lius Cäsar noch r. hinzu gethan. Die Athenienser nenneten die-

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