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bräutiqam nur 12. jähr alt warm , noch nicht vollzogen^ In-dessen ward Jsabella noch in eben demselbigen jähre zu St. De-nys gecrönt. Der Cardinal und Ertz-Bttchoff von Rheims,Wilhelmus von Champagne, ein Vetter Philippi Augusti, warmit dieser Heurath um so viel weniger zufrieden, weil nachLudovici VII. tode die vormundschafft nicht ihm, son.dcmverjüngen Königin vetter, Philippo, Grafen von Flan dern , anvertrauet ward. Indem nun zwischen diesem letz-ter« , und dem gedachten Wilhelm» grosse streiligkeiteu ent-standen , und Jsabella sich ihres vettern, hingegen die König-liche Frau mutter sich des von Champagne annahm, so kam esendlich dahin, daß jene von ihrem gemahl sehr hart und ver-ächtlich tractirt, auch endlich gar genöthigt ward, an. i«8?.sich von Hofe hinweg und nach Senlis zu begeben. In wah-rendem diesem exilio ließ sie, ungeachtet ihrer jugend, eine garungemeine kluqheit und dabey eine so grosse frömmigkeit spü-ren, daß auch einige sie deswegen unter die Heilige gezehkt haben., Dannenhero, obschvn ihre feinde es so weit zu bringen such-ten , daß der König sich gäntzlich von ihr schiede, so richtete den-noch ihres vatters und anderer vorbitte, wie auch ihre eigenefubmißion, so viel aus, daß sie an. n84-.oder 118?. völligwieder zu gnaden angenommen ward. Sie änderte hierauf ih-re vorige maximen, ließ das interesse des Grafen von Flandern fahren , half die von C oucy und von Montmvrency verfolgen,und vereinigte sich hingegen mit denen von Champagne, wo-durch sie ihres gemahls vollkommene liebe und Hochachtungsich erwarb. An. 1187. gebahr sie demselben Ludovicum VIII.und an. nyo. brachte sie zwillinge auf die weit, muste aberdarüber ihr leben lassen, nachdem sie ungefehr 22. jähr alt wor-den. Mezeray , hist. de France tom. II. p. 205. 206.
j sabella , Königin von Portugall, war eine tochter des Kö-nigs von Castilien und Aragonien , Ferdinandi Lalhvlici, undward von dessen gemahlm Jsabella , den 21. oet. an. 147°- zuDuennas, nicht weit von Valladolid, gebohren. Den -8. apr.an. 1490. ward sie an Alphonsum , des Königs von Portugall,Johannis II. Cron-Printzen versprochen, und den 26. nov. dej-stlben jahrs zu Estremoz mit ihm vermählt. Ungefehr ein halbjähr hernach , da dieser ihr gemahl in der gegend von Santarenmit einem gewissen Cavalier, nahmens Juan de Meneses, umdie wette reuten wollte, stürtzte er von dem pferde, und mustebald darauf daran sterben. Jsabella ließ sich hierauf wieder zuihren eitern in Castilien bringen. Nachdem aber Johannes II. ohne erben an. 149?. gestorben, und seines vatters bruder söhn,Emanuel, ihm in dem Königreiche Portugall succediret, ver-mählte dieser sich mit ihr den letzten sept. an. 1497. zu Valenciade Alcantara. Wenig tage nach dem beylager starb ihr einzigerbruder Johannes, wodurch sie, weil dessen hinterlassene schwan-gere gemahlin eine unglückliche Niederkunft hatte, die nächsteanwarkung zu den vielen Königreichen ihrer eltern bekam. Aufdieser letztern verlangen reisele sie auch an. 1498. mit ihrem ge-mahl in Castilleu und in Aragonien . In dem ersten von diesenbeyden Königreichen ward sie den 29. apr. mit grossen solennitä-ten, als künftige Erb-Königin, gehuldigt. Von den Ständendes andern Reichs verlangte ihr vatter, Ferdinandus Catholi-cus, den 14. jun. zu Saragossa , eine gleichmäßige erklärung.Allein sie machten grosse schwierigkeiten dargegen, und unterdes-sen gebahr daselbst Jsabella den 2z. aug. einen Printzen, welcherMichael genennet ward. Eine stunde nach solcher entbindungstarb sie, und ward zu Toledo , in dem Nonnen-klostcr von St.Jsabella begraben. Ihrem hinterlassenen jungen Printzen lei-steten hierauf den 22. sept. die Aragonier den eventual - huldi-gungs-eyd, dergleichen bald hernach auch von den Castilianernzu Ocanna geschahe. Doch nachdem dieser Michael nur 2.jähr alt worden, gieng er gleichfalls mit tobe ab. WelcherPrintz sonst, wo er länger gelebt hätte, das Spanische undPortugiesische Reich zuerst in einer person wurde vereiniget ha-ben. Jsabeüä wittwer, Emanuel, vermählte sich nachgehendsan. 1500. mit ihrer schwester Maria, und, da auch diese nach vie-len jähren gestorben, mit der dritten schwester, Johannä undPhilippi I von Oesterreich tochter, Eleonora. Ma.tia.na. , hist.de Eipanna. Turquet , hist. gen. d’Espagne. Manuel de Fariay Souia , epit. de las hist. Portuguesas .
Jsabella, o der Elisabeth von Franckreich, Königin vonSpaMem Sie war Königö Henrlci II. tochter, von Catha-rina von Medices , gebohren den 2. apr. an. 154;. zu Fontai-nebleau. Sie war anfänglich dem Könige Eduards VI. vonEngelland versprochen. Nach dessen tode ließ des Königs Phi-lippi II. von Spanien Printz, Carolus» um sie werben. Weilaber sein vatter eben wittwer wurde, nahm er sie vor sich selbst.Dieses war eine der vornehmsten Ursachen mit, daß Carolusmit seinem vatter zerfiel. Sie wurde also durch den Cambre-sischen frieden an den König Philippum versprochen, und mitselbigem den 22. jun. an. 1559. vermählet. Es wollen aber ei,nige vorgeben, daß sie den söhn mehr geliebet als den vatter,und sey das heinrliche Verständnis durch einen aufgefangenenbrief entdeckt, auch Carolus deshalben hingerichtet worden.
sln die Französischen grentzen, und besprachsich daselbst mrt ihrer mutter und mit ihrem bruder, dem Köni-ge Carolo IX. Sie starb endlich den z. oet. an. 1568. zu Ma-drid im kind-bethe, nicht ohnevermuthung empfangenen gifts,und wurde von den Unterthanen sehr beklagt. Sie hinter-ließ r. tochter, Jsabellam Claram Eugeniam, Ertz-Hertzog
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Albrechts gemahlin, von welcher hernach; und Catharinam,Hertzog Carl Emanuelis von Savoyen gemahlin. ThuamBrantöme , vies des Haines illuftr. Sammartbanus , hist. ge-nealog.
Isabella , Königin von Castilien , war Johannis II. Kö-nigs von Castilien und Leon tochter, von Elisabeth, Printzeßinaus Portugall, gebohren den 2;. apr. an. 1451. Sie wurdevon den Spanischen Ständen den 19. oct. an. 1469. an Fer-dinandum V. König von Aragonien , vermahlet, mit dembedinge, daß nach ihres bruders tode die Castilianische Cronean sie fallen sollte. Ob nun gleich Henricus IV. solches ger.ne verhindert hätte, weil er seine eingeschobene tochter Jo-hannam auf dem thron baden wollte, so muste er es dochgeschehen lassen. Nach dessen an. 1474. erfolgten tode mach-te zwar der König Alphonfus V. in Portugall, der sich mitobbemeldter Printzeßin Johanna verlobet hatte, prätensionauf die Crone, allein nachdem selbiger an. 1476. bey Torogeschlagen war, wurde er genöthiqet, an. 1480. friede zumachen, und Castilien an Jsabellam zu überlassen. Sie re-gierte demnach mit ihrem gemahl gemeinschafftlich, wollteauch in allen acten mit benennet seyn. Sie war eine sehrheroische Dame, saß öfters zu pferde, hatte einen grosseneifer vor die Catholifche religion, und beförderte dannenherodie Inquisition. Sie trug nicht wenig bey, daß Granada von den Mauren erobert, und America durch Columbumentdeckt wurde, zu welchem ende sie, weil die Cammer durchden Granadischen krieg gantz erschöpfet war, von dem Secre-tario St. Angela 17000. ducaten gegen eine schnür perlen ent-lehnet ; aus welcher Ursache die neu-erfundene ländcr svwolvon ihr, als ihrem eibam Philippo, gegen ihren gemahlFerdinandum, als eigen, behauptet wurden. Sie starb den26. nov. an. 1504, und hinterließ ihrer tochter, Johanna,so mit dem Ertz-Hertzogc Philipps von Oesterreich vermähletwar, ein reiches erbe. Dann von andern kindern, welchesie gebohren hatte, war Johannes der einige Printz schon an.1497. zu Salamanca verstorben, als ihm nur ein jähr zuvorKaysers Maximiliani tochter Margaretha beygelegt worden.Die älteste tochter Jsabella, eben wie auch -die dritte, nah.mens Maria, welche beyde nach einander an Emanuel, denKönig von Portugall verheurathet gewesen, war auch schontodt, sowol als der von der ersten gebohrne PortugiesifchePrintz Michael. Johanna war die andere tochter, und al-so rechtmäßige erbin. Die letzte endlich hieß Catharina, sozuerst an den Englischen Printzen Arthurum, und nach des.fen tode an seinen bruder Henricum VIII. aber unglücklichgenug, vermählet worden. Mariana , hist. Hispan. lib.XXIV. Ant. NebriJJexfii hist. rer. ä Ferdinando & Isabel-Ja gest. *
Jsabella Clara Eugenia, Jnfantin aus Spanien undGuvernanlin der Niederlande . Sie war Königs Philippi II.aus Spanien tochter, gebohren den 12. aug. an. 1566. Siewurde an. i?97. an Ertz-Hertzog Albertum von Oesterreichvermählet, und bekam die gesamten Niederlande nebsi Bur-gundien zum heuraths - guthe, bedunge sich aber, daß nachabsterben ihrer posterität die landschafften wieder an Spa nien fallen sollten. Jedoch wird vorgegeben, daß sie durchgewisse medicamenten zuvor unfruchtbar gemacht worden.Nachdem ihr gemahl an. 1622. verstorben, nahm sie die re-gierung an, ließ unter Don Jnnigo de Borgia Sliuis inFlandern belagern, muste aber mit grossem Verluste wiederabziehen, und hatte ein gleiches Unglück vor Bergen op Zoom .Als sie nach diesem den Niederlanden etliche jähr mit grossem ellfer vorgestanden , fiel sie in ein hitziges sieber, woran sie deni. dec. an. 16;;. im 68. jähre ihres alters verstarb. Gntdannal. Meteranus , vvm Niederländischen kriege. Reidaniannales. Bizot. hist. metall . EudolphS schaubühlie.
Jsabella, Königin von Hungarn, siehe Johannes Si-gismundus, Fürst in Siebenbürgen .
Jsabella, von einigen auch Melisante genannt, die jung.ste tochter Balduini IV. Königs von Jerusalem , heuratheteerstlich Anfredum, Herrn der vestung Thoren; nach demtode aber ihrer ältesten schwester Eibylla, einer gemahlinGuidonis von Lnsignan , der durch dieselbe König zu Jcru«rusalem worden, ließ sie sich an. 1191. den Marggrafen vonMonlferrat, Conradum bereden, daß sie sich von ihrem ge-mahl scheidete, und diesen Conradum heurathete, der hier-auf an das Königreich Jerusalem einen_ ansprach machte,aber einen vergleich mit Guidone von Lusignan cmgehen wü-ste , daß er erst nach demselben fucccdiren jollte. Als er abernoch vor Guidone an. 1192. starb, heurathete Jsabella Hen,ricum, Grafen von Champagne , welcher den anspruch wi-der Guldonem erneuerte, auch endlich erhielt, daß Guidomit Cvpern sich begnügen muste, dahingegen er König zuJerusalem wurde. Er starb aber an. 1197. und hieraus ver-mählte sich Jsabella zum vierten mal mit Emerico von Lu-signan, König in Cypern, des oftgedachten Guidonis bru-der und Nachfolger, wodurch beyde Königreiche Cvpernund Jerusalem vereiniget wurden. (siehe von allen die-sem mehrere umstände in den artickuln : Guido von Lu.signan; Conradus von Montferrat; Henricus von Cham-pagne ; Emericus von Lusignan.) Sie hinterließ ausder andern ehe eine tochter, nahmens Maria, welche
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