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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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r 'i Cuno i der Lertzoqe zu Francken. 3.) Thaßilo / der Gra-fen zu Hohenzollern . 4.) Eho, der Grafen von Her igenderg.5 ) 3Sermr7 der Grafen u Toggenburg . 6.) Gebelhard,der HZtzoge in AIemannien. 7 -) Eberhard , der Grafen von Eberstein . 8.) Arnold, der Grafen von Ortungen.):«er*thold , der Grafen zu Wölpe. m.) Adelbert, der Grafen juKalw. n.) Heinrich, der Grafen zu Catzenelnbogen. 12.)Rudolph, ein Bisthoffzu Würtzburg. Doch dlese erzehlung die-net mehr zum divertiffement, als daß »emand Dieselbe vorWahrheit halten sollte. Nicht gewisser ist die andere, da manspricht, Jfenbarb hätte bey einem feldzuge urlaub von Caroloaebäte», weil seine gemahlin niedergekommen wäre, daraufder Kayfer gesagt: es verlohnete sich wohl der muhe, um einesjungen wölp oder Hundes willen , so nach Haufe zu eilen.Jsenbard habe geantwortet, das kind sollte zum andencken du-ft» nahmen behalten, und der Kayfer tauf-zeuge seyn. Damitaller guten dinge drey seyn mögen, fehlet es auch nicht an derdritten fabel, da einige die gemahlin Jsenbards aus dem ge-schlcchte der Römischen Gawlormn oder Larilinarnm herleitenwollen. Diese erzehlungen sind bey P. Bucelino in hift. Agilo-fingica und andern dergleichen neuern scribenlen , nicht aberbey den Alten zu finden, aus denen wol zu viel bekannt, daß andem Carolingischen Hofe ein oder mehr Jsenbardi gewesen, da-von auch einer Carolum AI. auf der jagd von einem auer-och-sen errettet, deren zeugnisse Feller in der genealogischen Hi-storie des Braunschweig - Lüneburgischen Hauses c. 1. p. 5.anführet.

Isenburg, siehe Isenburg.

Isenburg, siehe Ruffach.

Isendick, lat. Isendieum, eine kleine aber veste stadt indem Holländischen Flandern an der see - küste gegen Biervlietüber. Die Holländer eroberten sie von den Spaniern , undhaben sie schon viele jähre besessen. Sie ist drey Meilen ostwärtsvon Sluys , eben so weit gegen abend zu von Sas van Gent ,und viere südwärts von Mittelburg entfernet. Guicciardini

Belgium.

Isenguien, lat. Ilegenlum , einschloß in Flandern , zweymerlen nordwärts von Courtray , so der familie von Vilnvaden Grafen-titul giebet, welchen Konig Philipp II. an. i;8r.dem ort erstmals gegeben hat. Gwcciardinus.

Isenhagen, ein Jungfrauen-kloster im.HertzvgthumLüne-burg im Zeller-district gelegen. Die Pfaltzgrafin Agnes ist dessenstifterrn. Den platz hat sie an. 124;. dem Hertzog Otto , gegenund für ihr leibgedlnge am Goslarischen bergwercks - zehendenabgetauschet. Sie hat darauf an. 1246. erstlich ein kloster fürCistertzer-Mönche zu Allen-Jsenhagen an der Jse gebauet, un-ter angebung Abt Arnolds des klosters Rivdagshausen , weicherzwölf Mönche aus seinem kloster dahin geschicket, und ihnenDethmar zum ersten Abt fürgesetzet hat. Weil aber die gelegen«heil des orts wegen dem Morast ungesund war, so wurde daskloster nach Hannigsbüttel und endlich wieder von dar weg anden heutigen ort zwischen der Jse und dem Hagen versetzet, da-her es auch den nahmen bekommen. Als nun an. 12;-. dieseskloster durch eine feuers - drunst eingeäschert worden, und Bi-schoff Johann I. zu Hildesheim den armen Mönchen, das klo-ster Beckhenrode (nunmehro Marienrode) ohnfern der stadtHildesheim eingeräumet, ,st Jscnhagen nach dessen wiederer-bauung ein Jungfrauen-kloster worden. Die erste Aebtißin hatGest geheissen, und der erste Probst Helmcke, Massen es unter deraufsieht einer Aebtißin und eines Probsts gestanden ist bis an.14,0. Es ist aber an. 1388. da die schlacht bey Binsen an derAller geschehen , auch in gründ verheeret worden. Es ist indiesem kloster annoch ein Marienbild den vom creutze genomme-nen JEsum in der schoos haltend , vorhanden, so inwendig holist , und vor diesem in der capelle zu Steinbecke gestanden, wel-chem viel wunderwercke in den alten zerten zugeschrieben worden,also daß die dahin wallende Pilgrim in die geöfnete feiten desJEsns-bildes gelb und gold geworffen, auch sonsten allerhandgeopfert, welches dann dem kloster wohl zu statten kommen ist.j. E. B. Staats-beschreibung I. theil p. 561. & $8°. *

Iseo , eine kleine stadt in dem gebiethe der Venetianischenlandschafft Brescia . Von derselben wird ein gewisser see Lagock'Jseo genennet, welcher ungefehr 12000. schritte lang, undnach dem unterschied der örter 2000. 3000. oder4000. breit ist.Die eine heisre davon liegt in dem lerrlwrio von Bergamo , dieandere aber in dem Brescianischen. Der fluß Oglio gehet mittenhindurch. Bey den Alten hat er Facus Sabinus geheissen.Schauplatz des kriegs in Italien , p.546. 552.

Iser, lat. Isara, ein fluß in Bayern , welcher an den Tvro-lischen grentzen entspringet, von dar nach München , woselbsteine brücke darüber ist, ferner nach Freysingen, Landshut , rc.zuläuft, die Amber und andere flüsse mehr zu sich nimmt, end-lich aber in die Donau fället. Zeikri ieiner. Germ.

Isere , lat. Isara, ist ein fluß in Franckrcich, welcher aufdemgedürge von Tarantaise in dem kirch-spiele Tignes entspringet,und bey Mvntmeillan in Savoyen vorbey läuft, allwo sie dieAire empfängt, nachgehends nach Grenoble zu in Dauphinsfließt, bey St. Marcellin und Romans die Drac , bey der Prio-rey St. Robert die Vence und nachgehendö die Gie zu sichnimmt, und ohngefehr eine meile über Valence in die Rhone sich ergeußt. Von Mvntmeillan an trägt sie kleine und zu Gre-

ise ist

noble grosse schisse. Man hält davor, daß dieser fluß des Ptole-mäi Tisera und Polybii Scoras sey., Die Gallier nenneten ihnJsar, von dem Griechischen Worte «, welches trafst oder stärckeheisset, weil sein lauf sehr starck und schnell ist. Lucanus , üb. I.Ptinius, lib. III. c. 4. Majjon. descr. fium. GalL Pig. de laForce , tom. IV. ch. 1. *

Isereck, ein schönes auf einer höhe gelegenes Chur-Bayeri-sches schloß im Bißthum Freysingen und dem Pfleg - GerichteMospurg zwischen Landshul und Freysingen , wo die Ammerin die Iser fällt, gelegen, ist, nachdem die Schweden das allean. 1648. eingeäschert, aufgebauet worden. Chur - Bauern,pag. 560.

Iserlon, eine stadt in der Westphälischen Grafschafft Marck,bey dem fluß Lenne, nicht weit von Unna , gelegen. Sie treibtstarcken Handel mit eisen-dral, und hat öfters durch feuersbrün-ste grossen schaden erlitten; wie denn von neuen an. 1712. über;oo. Häuser daselbst im rauch aufgegangen.

Isernia , eine stadt und ein Bischöfflicher sitz in der Graf.schafft Mense gelegen, gehört zu dem Königreich Napoli , liegtsieben und zwanzig meilen nordwärts von Capua und zwey undvierzig von Napoli. Leander AlbertL Maginus, descript. Ita-lic. Megiseri debil. Neap.

* Isernia , (Andr. de ) von seiner geburts - stadt also ge-nannt , ward Königlicher Rath zu Neapolis, allwo er sich durchseine schriften de.Jure-Proromifeos seu Jure congrui , wie auchdurch sein 0pU8 Commentationum in Usus Feudorum in solcheHochachtung setzte , daß man ihn JCtorum Evangelistam , wieauch Feudillamni Patriarcham nennte. Er ward endlich an.i;;z. denn. octobr. von einem Baron, wider welchen er einurtheil gesprochen, in seinem drey und siebenzigsicn iahre entlei-bet. Man hat auch Gommenrarios Gonititutionum Siciüaevon ihm. Pancirotlus , de cl. leg. interpr. Toppi, bibl. Neap.Ktenig, bibl. Beugbem. incun. typogr.

Isidas, ein Lacedämonier, kam mit hundert Personen, diesich auf seine anordnung mit öl salben und kräntze von olivenblät.lern aussetzen musten, nach Gythium, woselbst die Thebanereine besatzung liegen hatten; weil nun diese sich keines feindli-chen volcks in dergleichen Habit versahen, wurden sie unvermu-thet überfallen und niedergemacht, indem die Lacedämonierunter ihren kleidern schwerdker mitgebracht hatten. Polyanus,dc stratagem.

Isidorus, des ketzers Basilidis söhn, welcher seines vattersirrihümmcr mit neuen znsätzen vermehrte. Man hat aus sei-nem buch de Anima adnata , aus seinen Ethicis und andernschriften bey den kirchen-scribenten einige Überbleibsel. Theo.dor. haer. fab. lib. I. c. 4. C/etn. Alex. ström. lib. II. III. & VI.Epiphan. haer. 32.

Isidorus, Cardinal von Thcssalonich , oder wie anderswollen, von Constantinopcl gebürtig. Er war ein Mönch desordens St. Basilii, und hernach Bisthoff in Reuffen, woh,nete dem Goncilio zu Florentz mit bey, und wurde daraufan. 1439. von dem Papste Eugenio IV. zum Cardinal gemacht.Als er nach einiger zeit wieder zurück in sein vatterland kam,und den gottesdienst der Lateinischen kirche einführen wollte,machte das volck einen aufstand , und warf ihn in ein gefäng-nis. Er kam aber wieder los, und that eine reise nach Rom ,von wannen der Papst Nicolaus V. ihn nach Constantinvpelschickte, woselbst er gleich damals war, als die stadt an. 14;;.von den Türcken erobert wurde, bey welcher geiegcnheit er ei-nen brief schrieb, welcher sich unter den epistolis Turcicis be-findet , die Reusnerus heraus gegeben. Hierauf verkleidete ersich in einen sclaven, und kam nach unterschiedlichen ihm zu-gestoffenen bcgegnissen nach Rom , allwo er zum Patriarchenvon Constantinopel ernennet wurde, in welcher stadt er auchan. 1463. dieses zeitliche gesegnete, wbanon, in append. adGuil. Cave.

Isidorus, Bischofs von Cordova, war ein Spanier vongeburr, und lebte um das jähr 420. zu der Kayser Honorii undTheodosit des jüngern reite». Er hat Fibrös IV. Allegoriarumin Fibrös Regum geschrieben. Sigebertus Gemblac. Lriibe-tttiu 1 . Cave.

Isidorus, Mercator , oder wie andere wollen, Peccatorzugenannt, soll zu ende des VIII. soouli gelebet haben. Essind in seinem nahmen einige zusammen getragene Ganones vor-handen , von denen in Gnechenland, Africa, Franckrcich undSpanien , bis an. 683. gehaltenen Uondins, wobey man auchdie sogenannte Epistolas Decretales der Päpste an der zahl überachtzig von Elemente Romano an bis auf den Papst Deusdedit, findet. Wiewol Blondelliis sattfiiNi dargethan, daßselbige nur supponirei sind ; welchem auch heut zu tage alle ge-lehrte Cakholrsche glauben beymessen. Aus Hincmarr Rhemen-sts schriften ist zu schlieffen, daß diese collectiv» zu seiner zeitdem Jsidoro Uispalensi zugeschrieben worden. Der Ertz - Bi-schoff von Mayny, Riculfüs, brachte dieses buch mit aus Spa­ nien , und ließ es unterschiedliche mal abschreiben , so er her-nach um das jähr 790. oder 800. in Franckreich hin und wie-der verthcilete. Nach der zeit aber ist des amhoris nähme mitden Worten Isidorus Pecoaror ausgedrucket worden, welcherbenennung sich damals viel Bischöffc bey untcrschreibung ihrernahmen bedienten; wiewol andere copcyen ihm den nahmenAlercator beylegen. Einige haben obigen Riculfum seldsten,

andere