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Crur della Sierra, und sind fast wilde; sie achte» keine ande-re nation als die Spanier , von welchen sie nach ihrem vor-geben abstammen. Die leuthe dieses volcks sind von naturraachgierig, und vergessen nicht leicht , wann man sie beleidiget.Ihre nachbarn die Tones leben von menschen-fleisch, und des-wegen werden die Itatiner auch für grausam gehalten, weilsie in den streitigkellen , so sie mit diesen haben, das gegen-recht gebrauchen. Sie sind sehr geschickt mit dem bogen um-zugehen ; die männer unter ihnen gehen gantz nackend, die wei-der aber bedecken sich mit blättern und rinden von gewissendarzu tauglichen bäumen. Sie tragen ihre haare nicht lang,aber doch schneiden sie sich dieselben nicht gar ab, wie die ein-wobner in dem lande Peru zu thun pflegen. Einige unter ihnenlassen sich. das vordertheil der Haupt-Haare mit scharfen fchne-ckcn-schaalen abscheeren, andere aber das hintertheil derselben:Andere schneiden sich dasselbe auf der reckten, andere auf derlincken seite halber weg, andere aber nur rings herum, undlassen in der mitte des Hauptes eine gatlung crone von haa-ren stehen. Sie nehmen so viel wciber, als sie erhalten kön-nen, und es ist einer groß-tochter erlaubt, ihren qroß-vatterzu heurathen. Wann eine tochter das erste jähr ihres altcrserlebet, so erwehlen sie ihr schon einen mann, und es ist ge,meiniglich einer ihrer nächsten unverwandten, doch mit aus-schluß des zweyten grades nach der Canonisthen rechnung.Die eitern kommen nach dieser Verlöbnis zu dem neu-erwchl-ten ehegatten, und bringen ihm einen bogen, pfeil und köcherzum zeichen der ehelichen Verbindung; wann er diese geschenckeannimmt, so wird er von nun an als evdam in dem Hause sei-ner braut, die ihn erwehlet hat, angesehen, und liegt ihm ob,auf dasiges Haus - wesen und dasjenige, so seiner zukünftigenfrau nützlich ist, acht zu haben, bis sie zu ihren mannbaren lah-ren gekommen. Wann aber ein junger mensch lust hat sich ir-gend eine braut zu erwehlen, so bewirbt er sich bey vatter undMutter darum, und bringt zum geschencke ein bund von grossemholtz ; wann dieses angenommen wird, so bedeutet es das >a-wort, und hat er hernach den freyen eingang in das Haus. Wenneine frau unter diesem schwanger wird , so enthält sie sichsofort aller speise, welche von fischen oder fleisch zubereitet ist,und hat auch bis nach dem kind-bethe keine gemeinschasst mehrmit dem mann; wann alsdann ein knäblein aus dieser schwan-gerschafft gebohren wird , und der groß-vatter noch bey lebenist, so hat dieser das recht ihm den nahmen, den er will, bey-zulegen , ist er aber nicht mehr vorhanden, so thut es dernächste anverwaodte. Dieses geschiehet aber also, daß demneugebohrnen kinde ein köcher, bogen und pfeil angeboten wird.Wann aber eine tochter gebohren wird, so verrichtet obiges diegroß-mutter, und anstatt waffe» zu geben, bindet sie derselbendie waden mit qewürckten banden; der vatter aber darf seinefrau nicht mehr bcschlafen, bis die tochter anfängt lauffen zukönnen. Davity , Americ. merid. Thom. Corneille , Dict.
Iterius , (Petrus ) ein Cardinal und Bistboff von Alba ,war von Perigord gebürtig , und einer der vornehmsten Rechks-gelehrten seiner zeit. Er wurde anfänglich Abt in Gascogne,aber von Innocenlio VI. den 17. sept. an. 1361. zum Cardinalgemacht. Urbanus V. machte ihn zum Bischoffzu Alba. Erstarb aber den 19. may an. 1367. zu Avignvn, woselbst er in derDominicaner-kirche begraben liegt , und auf seinem epitaphiowird er Doctor legurn egtegius benennet. Onuphrius & Bos-quetus , in Innocentio VI. Frizon. Gall. purp. Du Cbene &Aubery , hist. des Card. Sammartbanus , Gall. Christ.
Ithaca , eine insul auf dem Ionischen meere nahe bey Ce-phalonien, heul zu tagellbladel Compare oder Val di Compa-re gencnnet. Die Türcken nennen sie Piacchi oder Theachi,Diönysius Afrieanns nennet sie Neritiam. Sie ist sonderlichwegen Ulnßis geburt berühmt. ( siehe Theaco. ) Homerus.Virgi.ius. Strato. Plinius . CeUarii not. orb. antiq. lib. II. c. 14.
Ithamar, des Hohenpriesters Aaronis söhn , in dessenlinie das Hohepriesterthum bis in das glied blieb. Ellaswar einer von seinen nachkommen. Exod. XXVIII. Lev.X. 6 .
Ithanchester, war vor Seiten eine stadt in Engelland, wo je-tzv St. Peters capelle stehet, bey dem ausflusse der Chelmer.Allhicr hatten die Römer bey abnehmender gemalt des Römi-schen Reichs ihre wachten wider die Sächsischen räuber, um die-se gcgenden in sichcrheit zu halten. Camdeni Britannia.
* Ithobal I. König von Tvrus, bemächtigte sich diesesReichs nach dem tobe des Königs Pheles im 936. ,ahre vor Chri-sti geburt, zu den zeitcn des Königs Achabs. Seine tochter wardie Iesabel. Er baucte die städle Bolhrys in Phömcien, undOsa in Africa. Er regierte 32. jähr, und halte zum Nachfol-ger Badezorum. i. Reg. XVII. Joseph, ant. Jud. VIII. 13.Du Pin, bibl. univ. des hist. prof.
* Ithobal II. König von Tyrus , zu den zeiten Nebucadne-zars, Königs von Babylon, welcher ihn überwand, und demTyrischen Reiche im 409. iahre vor Christi geburt ein endemachte,· nachdem er die stadt Tyrus eingenommen. Joßphut,contra Äppion. I. iZ. 21. Du Pin , bibl. univ.
ITHOM® A, ein fest, welches die Messenier dem IoviJthomatae zu ehren feyerten , und dabey ein certamen musicumanstellten. Meurßus , Grascia feriata.
ITHYPHALLI , von JS-uc, welches so viel als iuSue,erectus , & , membrum virile , waren gewisse Prie-
ster t es Bacchi, welche in weiblichen kleidern giengen, und inHtstor. Lexicon IV. Theil.
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der prvceßion der Bacehanaliorum männliche glieder herum tru-gen , welche jederman sehen konnte. CaßUanus , de feitiaGrxcorum in Dionysia. Pitifius , lib. DCCCCLXXV 1 .
Ikon, ist ein kleiner fluß in der Normandie , der die stadt <£*vreux benetzet,und hernach Lvuviers vorbey,in die Seine laufet.*
Itri, tat. Itrium, eine kleine stadt, welche auf einem fel«sichten gründe, in der Neapolitanischen provintz 'I'erra di Lavo-ro, zwischen Fondi und Mola gelegen ist. Zu der Römer zei-ten hat dieser ort Lamuranum geheißen. Dilic. de Vital. IV.
p. 13. Voyage de Mißon, lettre 22.
* Itta, eine tochter Friderici, Herrn von Bar, des erstenHertzogs von Bar um die Mosel herum, so auch Ober-Lo-thringen genennet wird. Ihre mutlcr Beatrix ist eine tochterHugonis des weissen, und eine schwester Hugonis Capeti,Königs in Franckreich, gewesen; sie vermählke'flch mit Rath-boto Grafen von Altenburg , und war eine mutier Werneri l.Grafen von Habsburg, des vatters Ottonis II. auch Grasen vonHabsburg . Sie hatte auch eine tochter, gleichfalls Itta ge-nannt , welche an Rudolvhum, Grafen von Thierstein in derSchweitz, vermählet worden , woraus das Haus Oesterreich entsprossen. Obige Itta, die gemahlin Rathboti, starb den23. tulii an. 1026. und ward zu Mury beygesetzet.
Itter, ist eine dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt gehö-rige , und in Ober-Hessen an einem flnsse gleiches nahmens, ge-legene Herrschafft, worein sich in dem XIV. seculo Ehur-Mayntzund Hessen theilten, als die beyden letzten besitzer, Heinemannund Adolph, so um das.jahr 1361. gelebet, aus Herrschsucht der-massen in einander geriethen, daß der eine den andern in dembethe erstach, und darauf im kloster Haine, als ein gefangener,sein leben beschliessen muste. Nachgehends hat Chur-Mayntzseine ihm zugefallene he.fte dem Hause Hessen käuflich überlassen,wiewol andere melden, daß es dieselbe den Grafen von Waldeck,diese aber den Herren Wölfen von Guttenberg, mit grossercontradittion des Landgrafen von Hessen , verpfändet hätten.Auf dem in dieser Herrschafft gelegenen schlösse Vehlen, hakLandgraf George der jüngere residiret, und dabey unterschied-liche qebäude angeleget. 'Tromsd. winckelmanns beschreib.Hessen , lib. II. e.7. p.236. Spen. hist. infign. lib. III. c. 2;. §. 17.
* Itter, (Antoniusi ein Conreekor am Gymnasio zu Franck-furt am Mayn im XVII. steculo , hat eine Lthicam und Logi-cam heraus gehen lassen. Kanig. bibl.
* Itter, (Johann Christian) ein söhn des vorigen , ist zuFranckfurt am Mayn an. 1654. den 2;. april gebohren , hatanfangs zu Straßburg , und nachgehends zu Giessen studirt,auch an dem letzten orte promovirt, praxin getrieben, und einenStadlschreiber abgegeben, worauf er an. 1699. den 4. julti ge-storben , und einen Track, de Gradibus Academicis hinterlassen»
Ittig, (Thomas) ein Lutherischer Theologus , ward an»1643. den 31. oct. zu Leipzig gebohren. Nachdem er in seine,»vatterlande den gründ zu seinen studien geleget, gieng er nachRostock , und höreie daselbst in der Philosophie Christian Kort-hvlten, nachmaligen Profel". Theol. zu Kiel , in der Theologieaber Schumannen, Mauritium, Ottonem, Cnbabum undandere krokestores. An. 1662. kam er wieder nach Leipzig , all-wo er Schlutcrn, Rappelten, Franckensteinen und Lhoma-sium fleißig hvrete. Nach diesem reisele er nach Straßburg ,um in Humanioribus der informativ» des Böcklers , in deeTheologie aber Danhauers, Sebastian Schmidts und Bebelssich zu bedienen. Nachdem er sich allhier 2. jähr ausgehalten rkehrete er wieder nach Haufe, besuchte Schertzers Collegia Iheo.logica , und wurde alädann unter die Beysitzer der philosophi-schen Facultät aufgenommen. An. 1670. ward er zum Pasto-rat bey der Iohannis-kirche beruffen; au. 1674. aber erhielt erdie Mittags-und folgendes jähr die Vesper-Prediger-stelle zu St»Thoma. An. 1686. ward er Arehidraeonus zu St. Nicolai,und im 1698. jähre bekam er Broiestionem 1?her>logiL ordina·*riam. An. 1699. trug man ihm das Pastorat und Superintm-dur auf, wobey er zugleich die Assessur im Conlistorio erhielt»Er starb «»1710. den 7. april nachdem er ;. jähr vorher an-gefangen kräncklich zu werden. Seine vornehmsten schriftenfind : Dissertatio de Hseresiarchis aevi Apostolici , ejusque pro»ximi; Appendix de Haereliarchis ; Prolegomena ad JosephiOpera; Bibliotheca Patrum Apostolicorum Graeco - Latina ;Historia Synodorum Nationalium in Gallia a Reformatis habi»tarum; Tractatus de Bibliothecis & Catenis Patrum; HistorieEccleliasticas sseculi I. selecta capita. Der theologische» und phi-lologischen dissertalionen , auch vieler Teutschen, und sonder-lich derer in der mehr als zu bekannten controvers de TerminoGratis von ihm edirten schriften nicht zu gedencken. Programm»funebre. Vita curricul. Hällische tteUC Libliotheck, tom. I.
* Ittici, (Gottfr. Nicol.) ein Mus und bruder des ThomäIttigö, gebohren zu Leipzig an. 164;. den 4. auq. siudirte zuLeipzig und Rostock , ward hierauf in seiner geburts - stadtPhil. und J. U. D. erhielt an. 1684. die Profellionem publ. daVerb. Signif. & Reg. Jur. an. 1687. die Assessur In Facultat.Jurid. an. 1699. die Collegiatur im kleinen Fürsten -Collegio zan. 1702. die Profellionem Institutionum ; an. 1703. die Pro»fessionem Pandeekarum , nebst dem Canvnicate zu Naumburg ;an. 1708. die Profellionem Codieis, nebst dem Canvnicate zuMcrscburg, und hernachmals das Decemvirat, schrieb vielegelehrte Disputationes, Programmata und dergleichen, undstarb den a», april an. 1710, Unter ander» wohlthaten, die
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