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theil des ihrige» abzunehmen, und ließ sie nebst etwas weni-gem zu ihrer Unterhaltung wieder von sich. Diese seine art zurauben, benebst seinen dabey verübten tapfern thaten, mach-ten ihn und seine söhne bey Darham, welcher damals in demSeaestanischen regierte, bekannt. Dieser Printz zog ihn, des-wegen an seinen Hof, und da er bey dieser gelegenheit täglichan ihm neue fähigkeiten und qualitaten entdeckte, so beförderteer ihn nach und nach zu den grösten ehren - stellen an seinemHofe. Es hatte auch Laith das gluck, daß er sich bis zu sei-nen» tobe in diese»»» Wohlseyn erhielte, und seine söhne nach sei-nem absterben in dem stände hinterließ , es noch höher zutreiben; »vie bann auch unter andern sein söhn Jacob der an-fänger und grundstein der Dynastie der Soffariden geworden.
&aiu$, Labdaci, des Königs zu Theben söhn, vermählte sichmit Jvcasta, von welcher Ocdipus gedohren wurde. Mansagt, daß, als er von seines weibes schwangerschafft gehöret, erdas Oraculum gefragt habe, was er von diesem killde zu hoffenhatte? als er nun vernommen, daß er selbst durch dessen Handumkommen »vürde, überlieferte er das neu-gebohrne kind wnem von seiner leib-wache, um es aus dem wege zu räumen.Weil'' nun dieser nicht gern dran wollte, eine so unnatürli-che that auszuüben, und doch auch anderseits, im fall er un-gehorsam wäre, sich vor des Königs zorn furchte, st> ergriffer dieses Mittel, daß er des kindes deine zusammen band, undes an einen bäum hieng. Allein Phorbas, Polydi des Kö-nigs von Corintho schäfer, fand es daselbst, und überbrachtees seiner Königin, »velche keine kinder hatte, und dahero dieses,als von dem Himmel geschickt, mit fteuden annahm. SieheOedipus .
* Eaknerus, (ChristophoruS) ein gelehrter Ungar, gebi'rrtigvon Oedenburg , war eines goldfch»nieds söhn, und brachte eSauch selbst in dieser kunst unter feines vatters anführung soweit, daß er es zu seiner zeit den meisten, welche dieselbigetrieben, zuvor gethan. Nachdem er in seinen studien einenfattsamen gründ gelegt, und bereits die würde eines LicentiatiJuris erlangt, führte er als Hofmeister einen jungen Kärndti.fchen Baron aus dem Stipendio illustri zu Tübingen nachItalien , und traf allda vhngefehr den Ertz-Hertzog und nach-maligen Kayser Ferdinandum II. an, in dessen gesellschaffk erauch die gantze Italiänische reife zurück gelegt. Weil aberdieser Printz alle Vorsicht gebrauchte, daß ihn niemand erken-nen sollte, und Lakner, ohngeachtet er ihn alsbald gekannt,sich dennoch die gantze zeit über im geringsten nichts merckenließ; setzte er sich dadurch bey demselben in so besondere Hoch-achtung, daß diese bekanntschafft endlich zu einer rechten Ver-traulichkeit wurde. Denn er durfte nicht allein nach der Hand,darr Hodor Juris und Bürgermeister in Oedenburg war,unangemeldet zu ihm, als Römifchen Kayser, gehen, sonderner erhielt auch gemeiniglich alles, was er gebären, rrnd sollso gar zum öftern einige Oedenburgische kuchen an diesenHerrn geschickt haben , die derselbe aufs gnädigste angenom-men. Weil er nun keine kinder hatte, so vermachte er auchFerdinando sein völliges silber-geschirr, so er insgesamt mit ei-gener Hand verfertiget, und zwar mit dem beding, daß derKayser seine übrigen über iooooo. fl. betragende legalen, welcheer zu stipendiis vor Evangelische Studiosos, ingleichen zu aus-stattung armer iungfraucn, und andern dergleichen dingen aus-gesetzt , mit feiner Königlichen authoritat bestätigen sollte. Diezeit seines todes ist nicht bekannt. Seine schrrften sind: Co-rona: Hungaria: Emblematica Descriptio; Quadtiones Justinia-neee; Galea Martis, s. bona Militia pro pubüca Salute; Em-blemalischer Tugend-spiegel. Cz-vcitnugen Hungar. litter.
Sala, (von Cyzicus) welche immer nnverheurathet und ei-ne jungfrau geblieben, war eine fürtrefliche mahlerin, sie lebtezu Rom zur zeit M. Varronis, wie er seldsten geschrieben, sieexcellirte i» mahlung der fraueu-dilder, grub auch künstlichin helfenbein. Von ihr zeuget Plinius » daß niemals einigermahler eine so geschwinde Hand rm mahlen gehabt habe, unddaß sie so vollkommen in der kunst gewesen sey, daß man ihrewercke für die gemählde der damals beyden berühmten Mei-ster , Sopilus und Diouysius, habe verkauffen können. Siehat sich selbsten abgemahlet. Pli*. üb. XXXV. c. n. San-drart» Academ. k. 11 . üb. I. p. 46. *
Lalatn, in der Niederländischen provintz Hennegau , nebsteinem ort gleiches nahmens, an dem fluß Scarpe, zwischenDouay und Marchiennes, gelegen, so von Kayser Carl V. zueiner Grafschafft an. r;aa. erhöhet worden. *
Ealam, «in vornehmes Gräfliches geschlecht in den Nie derlanden , welches von dem vorhersiehenden orte den nah-men und zugleich den beynahmen von Hochstraten und Ren-neberg führet. Von selbigen werden z»l erst gedacht Nicoldusum das jähr 11,9. und Simon um das jähr 119z. Ein an-derer, nah,nmsSimon, war an. i;86. Groß-Baillifin demHennegau , welche charge desselben enckel Otto und urenckelWilyelmus besessen haben. Der letztere war an. 1480. zu-gleich Gouverneur in Holland , und hatte einen druder Simo-nem Lalain, Herrn von Montigny und Ritter des gdldenenVliesses, weicher dem Hause Burgund ansehnliche kriegs-dien-ste geleistet, und an. »487. in einer schlacht geblieben. Iodo-cus, ein sohu dieses letztern, war Ritter des goldene» Vliesses,
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wie auch Statthalter in Holland , und hinterließ Carolum I.und Antonlum. Dieser brachte die Herrschafft Hochstratendurch heuralh an sich, welche zu seinem favor zu einer Graf-schafft gemacht worden. Hierauf ward er an. 1^9. Ritterdes goldenen Vliesses, Spanischer Oberster in Brabant undan. »,66. Commendanl in Mecheln . Als er sich aber zu derpartey der sogenannten Geusen schlug, ward er an. 1,67. sei-ner würden entsetzet, und des lasters der beleidigten Majestätbeschuldiget, worauf er als General der vereinigten Niederlän-der unterschiedlichen schlachten beygewohnet, und an. i,6g. ineinem treffen dergestalt verwundet worden, daß er den folgen,den tag seinen geist aufgeben müssen. Weil er keine erden nachsich ließ, so succedirte ihm in der Grafschafft Hochstraten seinesbruders jüngster söhn Philippus, Ritter des göldcnen VliesseSund Statthalter »n Geldern, welcher mit, seiner qemahlin dieGrafschafft Renneberg, und folgende a. söhne bekommen: 1.)Georg, Graf von Rennederg, von welchem der folgende arki.ckul handelt; 2.) Anton, Freyherr von Borselen, war ein groß-vatter (a) Philippi Hcrmanni, Barons von Nivelle; (b) Ca-roli, Grafen von Hochstraten, welcher Alberlum Francistui»und Petrum Iacobum Procopium nachgelassen, davon.der äl-teste Franciscum Paulum gezeuget. Carpevtier , hist. deCambray P. li. p. 71a. Spen. hist. inügn. Üb. II. c. 40. p. 48z.i'eq. Struda, deß. B. Meterun. Grat. üb. 111 . *
* Ealain, (Georg) Graf von Rennederg, Baron von Ni-velle, hielt sich in seiner lugend meist bey seinem vatter, demGouverneur von Hennegau , Grasen von Lalam, auf, wardOberster über die Infanterie der General-Staaten, auch balddarauf Gouverneur von Frießland , Groningen , Oder-Assel,Drent, Twcnl und Leuwarden, an. 1,78. aber Ober-Auffeherüber das finanz-wesen. Er eroberte Campen,Deventer und Gro ningen , bevestigke Cövorden, und that seiner partey gute dien-ste. Im jähr »;8o. aber verließ er dieselbe auf Veranlassungseiner schwester, Cvrneliä, Baroneßin von Monceaur, die ihmdre witlwe Lancelvtti von Barlaimont, Mariam von Brimcus,Gräfin von Meggen, zur gemahlm zu verschaffen, »viewvl ver,gebens, versprach. Er suchte hierauf alle d»e platze, so ihmvon den vereinigten Staaten anvertrauet worden, den Sva-niern zu überliefern, welches ,hm insonderheit mit Groningen gluckte, wie er dann auch Delfzyl, Cövorden und Oldenzeeleroberte, vor Steenwick aber abziehen muste. Imjahrizgi.ward er in Groningen belagert, aber durch die völcker, dieihm der Hertzog von Parma zu hülffe geschickt, wieder bc-freyet, doch itarb er bald darauf den zi. iul. desselben jahrs,und rm ;o. »ayre seines altcrs, aus Verdruß über deri mißlun-genen anschlag auf Steenwick, und weil es ihm auch sonstnicht nach seinem wünsche gehen wollte, nachdem er von derStaaten partey abgetreten war , welches er vor seinem endesehr bedauerte, anch daher seine schwester, die ihn dazu bc.wogen , nicht vor sich kommen lassen wollte. Er blieb, wieman sagt, in absehen auf seine verwandten, und sonderlicheinen gewissen Herinannun», der geistlich war, und ihn zumerben einsetzte, beständig bey der Catholisthen religion, soll esaber, weil er viel Protestantische bücher gelesen, nicht in al-len stücken mit derselben gehalten haben. Sonst war er einin verschiedenen sprachen »ind wissenschafften wohl erfahrnermann , von angenehmen Umgänge, aber sehr geheim. Weiler gar nicht gewinniuchtig, sondern sehr freygebig war, unddie Spanier ihm ihr versprechen nicht hielten, hinterließ er cii»geringes vermögen. Grottus. Meteran. Strada, Von £ooi(.
Laland, tat. Lalandia, eine zu Dänemarck gehörige inststauf der Ost-see, ist 8. Teutsche Meilen lang und 5. breit, liegtauf der südlichen seile von Seeland, und auf der westlichen vonFalster , und wird davon durch eine enge passage, gleichwie vonder inful Seeland durch den engen meer - schlund Groncsundabgesondert. Die Haupt-stadt ist Nascow, ein ziemlich bevc-stigicr ort. An. i6z8. wurde diese insul von den Schweden erobert. Pontanui, chorogr, Dan. p. 72a. Zeiierui, descript·Dania:.
* Lalande, (Iacobus de) Herr von Lumeau, Mazeres,Lavau rc. war zu Orleans den 2. dec. an. i6aa. aus einem ai.ten und anfthnlichen grschlechte gebohren. Er machte sich beyzelten um sein vatlerland verdient, und wurde in demselbenan. »6za. zu einem Rath bey dem Präsidial, an. i6zz.Dodore und Profesl'ore Juris, an. 1684. jum Receveur, unoendlich an. 1691. zum Marre bestellet. Er starb als vecsnu,der Universität den febr. an. 170;. und hinterließ verschie-dene schifften, als da sind : Exercitationes utriusque Juris adTitulum , de iEtace, Qualitate & Ordine pneficiendorum ap.Gregor. IX. cum Tradatu , de Nuptiis Clericorum vetiti*ant permistis ; Prastediones in Titulum , de Decimis, Prinn-tiis & Obligationibus Üb. 111 . Decretaüum ; Commentaire lurla Coütume d’Orleans ; de Ingressu in Secretaria Judicum,& cum his confidendi Societate; Tr. du Ban & de l’Arricro-
. Ban; u. a. m. Munufirtpt.
* Ealane , (Petrus ) von Paris gebürtig, der söhn einesbramien in dem geheimen Rakhr, und aus einem sehr gu.ten geschlechle , welches ursprünglich von Bourdeaux,her-kommt. Petrus hatte kerne bedienung, und keine gefchäjfte,als sich auf die freyen künste zu legen. Er war so eigentlich«und gefielen ihm seldsten seine eigene fachen, die er geschrieben,so schwerlich, daß er »ur drey stücke davon ausgeben wollte,
welche