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Dürsten Antoninm, gefallen, 2.) Theresia Maria, vermählte sichan. 1667. mit Michaele Johanne, Grafen von Althann , bestensöhn gleiches nahmens, Kaysers Caroli VI. favorik, erster Cam-merer und Oberst-Stallmeister, auch Grand von Spanien undRitter vom goldenen Vließ gewesen ist, aber seit an. 1722. ver-storben. 3.) Sidonia Agnes, nahm an. 1669. zu ihrem gemähtIohannem Carolum, Grafen von Palfy, Kayserlichen Gcne-ral-Feld-Marschall , so den 3. nov. an. 1694. starb. 4. ) AnnaMaria , vermählte sich an. 1667. mit Rudolpho Wilhelms,Grafen von Trankmannsdorff, des Königreichs Böhmen ober-sten Land-Marschall, und ward an. 1689. witlwe. 3.) Anlo-mus Florianus , Fürst und Regierer des Hauses Lichtenffeu,zu Niclasburg, Hertzog in Schlesien zu Troppau und Iä.zcrn-dorff, Graf zu Rietberg , Kayserlicher würcklicher geheimerRalh^ Oberst,Hofmeister , Ritter des goldenen Vliesses, Grandvon vpanien, rc. ist gebohren den 4. may an. 1636. AIs er vonseinen wohlvollbrachtcn studien und reisen zurück gekommen,übernahm er den so lang wahrenden Proceß seines Hauses we-gen der succeßion in der Grafschafft Rietberg selbst zu führen.Kayser LeopolduS ernennte ihn zu feinem Cammer-Herrn, undbrauchte ihn in verjchicdenen geschäfften und Versendungen , biser ihn endlich an. >687. als Botschaffter nach Rom schickte,allwo er die Prärogativen der Kayserlichen Botschaffter mitNachdruck behauptete, und wieder einführte, indem sie ziemli-cher Massen waren eingeschränckt worden , weil einige zeithermeist geistliche Personen die stelle eines Bolschaffters vertretenhatten. Diese so wichtige und kostbare Ambassade, hat er 6.und ein halbes lahr mehrcntheils auf eigenen kosten ausgehal-ten. Als er nach Wien zurück kommen, wurde er an. 1694.zum Oberst-Hofmeister bey dem Ertz-Hertzog, nachmaligenKayser Carolo VI. bestellet, welchen er mit grosser sorgfalt auf«rvzogen, und ihn /richt allein in Humanioribua und in derPhilosophie, sondern auch in höhern wlssenschafften selbst un-lerrichlet. An. 169?. wurde er geheimer Rath, und an. 1697.bekam er den Ritter-orden des goldenen Vliesses. Als der Ertz-Hertzog Carolus an. 170;. zum König von Spanten erkläretward, und von dar aus seine reise über Holl- und Engellandnach Portugall antrat, hat er ihn als Oberst - Hofmeister aufdieser reise begleitet, Ihro Majestät auch die gantze zeit über, alssie in Portugall und Svanien gewesen, in allen camvagnenund bey allen andern vorfallenhcilen unabläßlich bedienet;anbey nicht allein viele gefahrlichkeit ausgestanden , sondernauch ein sehr grosses von seinem eigenen vermögen dabey aufge-wendet, welches aber, da er mit dem Kayser Carolo Vl. ausSpanien zurück nach Teucschland gekommen, ihm durch zweyreiche erdschafften wiederum «feget wurde, indem er nichtallein dem den 4. apr. an. 1711. erblaßten jungen Printz Ma,ximilian Anton in dem Majorat der Gundackerischen linie zuMährisch-Crumau, sondern auch dem den lü. jun. an. 1712.verstorbenen reichen Fürsten Hans Adam von Lichtenstein indem Majorat der Carolinischen linie zu Felspurg succedirte.Nach seiner zurückkunft aus Spanien , hat er die Oberst-Hof-meister-stelle bey dem Kayser noch ferner bekleidet, und mit auf-führung einiger kostbaren gebäude sich diverliret. An. 1679.hat er sich mit Eleonora Barbara, Michaelis Oswaldi, Gra-fen von Thun tochter, vermählet, und mit ihr gezeuget (i.)Mariam Anloniamsso den i2.jan. an.rügz. gebohren,und zuerstmit Jacob» Adamo Grafen von Lamberg , als aber derselbe den16. jan. an. 1708. gestorben, mit Ehrgotl Maximilian, Grafenvon Kuffstetn , vermählet worden , und den 19. dec. an. 1715.verschieben. (2.) Iosephum Iohannem Adamuin, Fürstenvon Lichtenstein zu Niclasburg, Hertzog in Schlesien zu Trop pau und Iägerndorff, Grafen zu Rietberg , Herrn zu Stern berg , rc. so gebohren den 27. may an. 1690.^ Er wurde an.1712. Kayserlicher Cämmerer, und vermählte sich selbigen jahrsden i. dec. mit Gabrielis, Iohannis Adamt, Fürsten von Lich-tenstein tochter, welche ihm die Herrschafflen Sternberg undAusse zubrachte, auch den 6. oct. an. 171z. Carolum IosephumAdamum Brunonem zur welt gebahr, dabey aber ihr leben be-schloß , welches gleichfalls dieser ihr söhn den 25. matt. an. 1715.endigte. Worauf er sich den 3. seor. an. 17,6. nuk Maria An-na, Gräfin von TKun, vermählte, selbige aber nach 20. ca,gen an kinbeS-blatern verlohr ; da er denn zu seiner drittenVermählung mit einer Kayserlichen Hof-Dame Maria Anna,Gräfin vonOeklkngen, den 3, aug. an. 1716. geschritten. (3.)Jnnocentium Antonium, so den 2. oct. an. 169;. zu Rom die-se welt erblicket, dieselbe aber in seiner jugend wieder verlassen.(4.) Mariam Carolinam, so gleichfalls in Rom den 21. oct.an. 1694. gebohren, und als der regierenden Kanserin erstereCammer - Fräulein den 9. stpr. an. 1716. Iohanni Ernesto,Grafen von Thun, beygeleget; allein den 20. mertz an. 1717.in wittwen-stand verfetzt worden. Und (3.) Carolum IosephumCaielanum , fo den 13. jan. an. 1697. gebohren, und den 16.jan. an. 1704. gestorben. 6.) Maria Maximiliana, ward an.rsgc». Maximillani, Grafen von Thun, gemahlin,und starb den23. sept. an. 1686. 7.) Philippus Erasmus, Fürst von Lich-tenstein zu Niclasburg, Kayserlicher Cämmerer und General ,Lieutenant, rc. war gebohren den 14. sept. an. 1664. blieb den13. ian.mi.1704. bey Castel-Nuovo in Italien . An. 169z. hater sich mit Christina Theresia, Ferdinandi Caroli, Grafen zu Lö wenstein-Wertheim , tochter, Alberli, Hertzogs zu Sachsen- WeissenfelS wiltib, vermählet, und mit ihr 3. Prinyen gezeu-get, Iosephum Wenceslaum Laurentium, gebohren den ro.aug.an. 1696 .; Emanuclem und Iohannem Antonium, welche die
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Philippinische linie angefangen, und von ihrem Vetter JohanneAdamo, Fürsten von Lichtenstein , eine reiche erbschafft über-kommen haben. 8.) Hartmann , Fürst von Lichtenstein zuNiclasburg , gebohren den 6. nov. an. 1666. Kayserlicher Cäm-""rev und Oberst - Jägermeister, überkam dieses amr an. 1712.und lebt im ledigen stände. Wilhelmus Com. a- Wurmbrandcoll. geneal. hilt. c. 3. ; unb in addendis ad c. 3. p. 183. bis»1. ( -'· Tilius , in isagog. Lichtensteiniae genes. Sti einius 8. dein der land-handveste, MSct. Reinhardt brevia-nmn hist. Liehtcnst. 1 - MSct. Iacobus, Probst zu Cio-
iter-Neuburg, von der Löbl. Fürsten und des landes Oesterreich allen herkommen und regierung , gedruckt zu Basel an. 1491.
Megijer. arbor. geneal. Buceltni Germ. P. II. & III. Ritten ,hu), tab. geneal. Imhos. N. P. üb. V. c. 13.
Lichtenstein, ein Gräfliches geschlecht, welches aus Grau-bundlen in Tyrol gekommen seyn, und in dem Land-GerichtBotzen das nunmehro ruinirte schloß Lichtenstein erbauet habensoll. Sie fuhren auch daselbst den Freyherrlichcn t,tul von Ca-stelcornv,, und besitzen heul zu rage zugleich unterschiedene gü-ther in Bohmen. Carolus, ein Ritter, flonrte an. 1127. dessennachkommen die ichlösser Schönen und Carnett au sich gebracht.Um das jähr 1300. war Heinrich bekannt. Bactholomäus istdes Kaysers Marimiliam I. Ober-Hof-Marschall und nebstPaulo von Lichtenstein mit dem orden veS goldene» Vliesses be-schenckel worden. Der letztere erhielt auch an. 1300. zuerstden Gräflichen character , und wurde von seinem bruder Ul-rich, der an. 1-303. als Bsschoff m Trient verstorben , mit demschlösse Castelcorno beliehen. Wilhelm ftourte an. 1340. alsLandes-Hauptmann in Tyrol. Johann Christoph hat von an.1624. bis 1643. dcm Bssthum Chiemsee vorgestanden. Carlstarb an. 1693. als Bischoff zu Olmütz in Mähren , und FransCarl war Kaysers Leopyldi geheimer Rath. Brandts Tyrol.ehren-kräntzl. Wurmpr. collect. p. 131.
Lichtenstein in Murau , eine Freyherrliche familie,welche von der stadt Murau in der Slcyermarck den nahmenangenommen, und nicht allein das Erb-Marschallen-amt inKärndten, sondern auch das Erb-Cämmerer-amt in der Steyer-marck besessen. Sie hat von an. 942. bis m das XVII. fec.floriret, ist aber nunmehro abgestorben. Bucel. imhos.
Lichtenstein» eine adelichc familie in Fransten und inson-derheit im Coburgischen, allwo sie heut zu tage Lahm im Itze-grunde und andere güther besitzet, hat schon an. 1080. demReichs-turnier beygewohnet. Apel von Lichtenstein wird be-schuldiget, daß er an. 1304. mit Gosse von Stein eine zwlstig«keil zwischen dem Statthalter zu Codurg und dem Bischoff zuWürtzbnrg angesponnen. An. 1466. hatten etliche Bambcrgi-sche adeliche vasalle» Heinrichen von Lichtenstein, sein schloßHohenstein abgebrannt, sie wurden aber genöthrget, ihm al-len schaden zu ersetzen. Apel, Heinrich, Matthias, Hermann,Peter und Dietz , haben um die mitte des XV. feenli, alSHof-Gerichts-Üllestores zu Cvburg floriret, Hans ist an. 1330.Hof-Richter daselbst worden. Ulrich , Hof-Juncker zu Coburg ,muste an. 1393. in ein ewiges gefängnis gehen, darinn erauch zu Codurg verstorben, weil er mit der gemahlin HertzogJohann Cafimirs, die auch deswegen verstossen worden , allzuvertraut soll umgegangen seyn. Veit «st an. 1603. Hof-Rath,und Johann George, Oberst-Lieutenant, an. 1613. Commen-dant zu Codurg worden. Höns Cob. thron .
* Ltchtnerus , ^Christoph.) von Nimesen aus Böhmen , warPhilosopbiae Magiiter, des kleinen Fürsten -Goilegii Collegiat,und der philosophischen Facultäl Senior zu Leipzig , und starbden 9. jun. an. 1Ü87. >m 6i. jähre, nachdem er rtnnales Lipfien-fes vom jähre 1632. bis 1673. Oilpuc. de Namra Lucis, undeine de Lumine ; Hiitoriam ’ATro^eas-t«? Gentilitiie , u. st. M»heraus gegeben. Witte , diar.
Lrcinia, eine Vestalische jungfrau , welche wegen ihrer un-keuschheil zu Rom um das lahr 640. nach erbauung dieser stadtneben ihrer mitgefeüin der Aemilia und Marcia durch ei» ge-eicht , welchem der wegen seiner schärfe m dem urtheilen be-rühmte L. Caßius vorstünde, ihren verdienten lohn empfangen,ohngeachtct sie vorhero sowvl alS die Marciam der oberstePriester Lucius Metellus absolvirct hatte, i.m c js. in exc.
Vales. Äfcon. lediaxus , in orat. pro Milone. h<y *
Lictnianus, ein Poet von Bilbilis , einer stadt in Sva-nien, gebürtig, gleichwie auch Martialis daselbst gebohrenworden , mit welchem Licinianus in guter freundschäffk gele-hrt. Martial. lib. I. epigr. 49. <L 32.
Licimus, (Caius Valerius Licinianus) eines dauern jn Da-cia sohn, war anfänglich ein gemeiner svldat, und stieg end-lich bis auf den höchsten ehrcn-gipfel unter der Römischen ar,mee, ja er wurde endlich an. 307. von Galerio Maximiano zum GasPare, und des folgenden lahres in Pannonien ,um Kay-fer erkläret. Als nach dem tobe Galerii das Römische Reich unter vier Herren getheilct ward , hatte Licinius für sich die ge-gen morgen liegende länder von Europa , Pannonien, Mo-sten, Dacien, Thracicn, Illyricnm und Griechenland . Erhielt scharfe kriegs-disciplin , machte sich aber durch seine»geitz und liederliches leben verhaßt. Desgleichen war er nichtallein ungelehrt, sondern auch dabey ein so heftiger fcind dergelehrsamkcit, daß er viel Philoibphoa, welche er eine pestdes gemeinen lebens nennete, blos um deswillen todten ließ.An. ziz. vermählete er sich mit Constantia, Constantini
schwe-