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Cäsar seine färbe und gestalt gantz änderte, und so gar eine rolleschrjsten, so er in der Hand gehalten, fallen ließ, auch gleichdarauf nicht verweigern mochte, den Ligarium zu Maden an-zunehmen, worauf dieser in kurtzem wieder nach Rom kam.Gleichwol konnte ihn solches nicht bewegen, daß er stch nicht zuden tod - feinden des Cäsaris, Bruto und Caßro, mit verschwo-ren hätte, wiewol solches auch ihn nachmals das leben schei-net gekostet zu haben, Massen er allem ansehen nach einer vonden zweyen Ligariis gewesen, so durch die proscription derTriumvirorum Antonii, Octavii und Lepidi umkommen sind.Plut. in Cic. Appian, de bell. civ. Üb. 11 . & XLVU. Cicero ,in orat. pro Q. Ligario & epist. fam. lib. VI. & ad Attic. XIII.Hirtius , de bello Africano. Bayle. *
Eigea, der nähme eines von den ;. meer-wundern, welchedie Poeten unter der benennung der Sirenen errichtet. ( Sie-he Sirenen. ) Pomey, panth. myth. p. 190.
Emhtfoot, (Johannes) einer der erfahrensten Männer inden Orientalischen sprachen, war zu Stocke an dem flusse Tren«kein der Grafschafft Stafford an. 1602. gebohren. An.1617.wurde er nach Cambridge in das Kollegium Christi geschickt, daer dann in kurtzem unvergleichliche progressen in der Griechi-schen und Lateinischen spräche gemachet. Hingegen unterließer das Hebräische zu tractiren, gleichwie er auch mit der Ver-nunft-lehre gethan, welche damals in blossen sophistischen zän-ckereyen bestund. Hierauf wurde er Baccalaureus , und inder Grafschafft Darby trug man ihm zu Rapton die unter-richtung der jugend auf. Nach diesem begab er sich in dengeistlichen stand, da er dann gelegenheit hatte, mit einem vor-nehmen Ritter, Rowlando, bekannt zu werden, bey welchem erden ersten gründ zur Rabbinischen erudition gelegct, in welcherer nachmals ohne die nöthigsten bücher und einen geschicktenlehrmeister zu haben, zu einer ziemlichen Vollkommenheit ge-langet. Mit diesem seinem patron kam er nach Lvnden, vondar aber gteng er wieder aufs land, um abschied von seinen ei-tern zu nehmen, weil er des vesten Vorsatzes war, eine reise infremde länder zu thun. Allein ein erfolgter beruf zu einemPfarr-amt zu Stone, in der Grafschafft Stafford, hielt ihn da-von ab, in welcher Grafschafft er auch anderweitige kirchen-be-dienungen überkam, dabey er aber gleichwol mit nnermüde-tem eifer den Orientalischen sprachen oblag. Endlich wurde ermit in die Versammlung der Geistlichen zu Westmünster beruf-fen, nachdem er vorhero Prediger zu St. Bartholomäi worden.Bey selbiger Versammlung setzte er sich in solches ansehen, daßzum öfter« nach seiner mcynuiig die vorgenommenen streitigenfragen entschieden wurden. Zum exempel, ob man an Weih-nachten predigen solle? ob die wittwen mit unter die kirchen-bedienten zu rechnen? ob die ktrchen-diener von dem gemeinenvolcke zu erwehlen ? absonderlich erwies er sich sehr eifrig in be-hauptung der kinder-taufe, meynte auch, daß man alle menschen,auch die gottlosen nicht ausgenommen, zu dem gebrauch desAbendmahls lassen sollte. Zu ausgang dcs jahrs 164;. wur-de er in die Grafschafft Hertford in eine kirche zu Mundon be-ruffen, welcher er auch bis an seinen tod, so an. 167;. zu Ely,allwo er Ganonsous war, erfolget, mit aller treue vorgestanden,so viel er nur immer wegen seiner andern dedienung , da er imCollegio zu St. Catharina Prafectus zu Cambridge war, zuthun vermochte. An. 1692. wurde er zum Doktor Theolo-gie ernennet, da er eine Lateinische predigt über die Worte:wer nicht JEsum Christum lieb hat, sey anathema mara-natha gehalten. Er predigte zum öfter« bey der Universität,da er denn sonderlich dem einreissenden Enthusiasmo vorzubeu-gen suchte. An. 1655. wurde er zum Vice-Cantzler der Univer sität Cambridge erwehlet, und sein rühm von tage zu tage ver-mehret. Wie er dann mit den berühmtesten Männern seinerzeit, Buxtorfio, Briano Waltono, Castello, Pocockio, SamuelePetilo, Polo und andern in gutem vernehmen gestanden. JaBrtanus Waltonus überließ seine an den Bibliis polygsottis ver-fertigte arbeit des Lightfovti urtheil: gleichwie auch Castellus inseinem Lexico, Poius in der Synopsi Criticorum , Petttus undMeine in Verbesserung des Jüdischen gesthicht-schreibers Jose-phi ihn mit grossem nutzen gebraucht haben. In lesung desTalmuds, der Rabbinen und anderer ftribenten gebrauchte ersich dieser Methode: erstlich bemerckte er alles dasjenige, waszu erläuterung der redens-arteir und Historie imNenenTestamen-tc etwas beytragen konnte; zum andern zeichnete er aus, waszu gründlicher unterrichtung von den städten des gelobten lan-des ; und dann drittens, was zu erlernung der Jüdischen Hi-storie dienlich zu seyn schiene. Wie er dann absonderlich die erd-bcschreibung des landes Canaan, und die zeit-rechnung des Al-ten und Neuen Testaments zu verbessern, und deutlich vorzustel-len sich angelegen seyn ließ. Desgleichen wendete er grossenfieiß an in conferirung des grund-textes mit den 72. Dollmct«schern, deren fehler er häufig bemerckte, und gesonnen war, sol-che der gelehrten weit vor äugen zu stellen. Allein der tod hatihn an einer völligen ausarbeitung verhindert, wiewol er auchwegen Mangel des Verlags, darzu niemand die kosten herschies-sen wollte, viel wercke, die er bereits verfertiget harte, müsseliegen lassen. Anfangs schoß er selbst viel von seinen Mit-teln vor, der welt dadurch zu nutzen; allein er gerieth fast da-durch m armuth, so, daß er sich auch die weitere tust darzuvergehen ließ. Dic,em ungeachtet, hat man viele schriftenvon chm, als da sind ; Harmonia, Chronica & Ordo Yeteris
Testamenti ; paucae ac novelle Observationes super LibrumGenefeos ; Manipulus Spicilegiorum e Libro Exodi; Erub-him live Miscellanea Christiana & Judaica, aliaque; Har-monia quatuor Evangelistarum, in J. theilen ; DescriptioTempli Hierosolymitani ; Ministerium Templi tempore no-stri Servatoris; Dissertatio in quartum Articulum SymboliApostolici : dejcendit in infernum : Concio ad Clerum Can-tabrigiae habita pro Gradu Doctoratus; Harmonia,Chronica &Ordo Novi Testamenti; quibus subjungitur Dissertatio deHierosolymorum Excidio & sequente Judaeorum Statu ; Ho-ras Hebraicae & Talmudicae impensae in IV. Evangelistas, ActaApostolorum; in quaedam Capita Epistolae S. Fauii ad Koma-nos ; in Epistolam primam ad Corinthios, quibus adj uncia funequaedam Capita de Usu Bibliorum in Conventibus Judaeorumlacris, deque Bibliorum Verlionibus, potissimum septuagintaInterpretum. Alle diese schriften sind in 2. voluminibus infol. zu Rotterdam durch Regnerum Leers an. rüg?, herausgegeben worden. Hierzu sind noch an. 1699. feine Opera post-huma gekommen , welche Guil. Brödelet zu Utrecht an dastages-licht gestellet. Selbige begreiffen in sich de Re-
bus ad Veriionem septuaginta viralem Graecam spectantibus;Yersiones Prophetarunt minorum Graecam & vulgarent necnon Targum eunt Hebraeo fonte collatas ; Vestibulum Tal-mudis Hierosolymitani; Indicem Talmudis Hierosolymitani ;Fragmenta Terrae sanctae historico-chorographica & topogra-phica; Tractat , de Spiritu Prophetia»; Memorabilia qua>dam sub Esra & Synagoga ejus magna ; Historiam AcademiaeJabneniis; Annotationes Talmudicas in quaedam Loca Gene-feos, Exodi, Numerorum & Josuae; Pauca interserenda in quae-dam Horarum Hebraicarum & Talmudicarum Loca; &c.
Eigne , das geschlecht der Baronen , Grafen und Fürsten von Ligne führet diefen nahmen von einem dorfe gleiches nah-mens in Hennegau , und ist eines der älteste» Häuser in denNiederlanden. Theodoricus, Herr und Baron von Ligne, lebtean. nzo. und 11 ;o. und zeuqete mit Margaretha, einer toch-ter Waltheri von Fonkames, nebst Fastrado von Ligne, Herrnin Monstreuil, Waltherum, Herrn und Baron von Ligne,welcher an. 1229. gestorben, nachdem er ein vattcr Waltheri II.worden, dessen söhn Waltherus III. Johannem gezeuget. Die-ses seine gemahlin war aus der famtlie der Herren von Se-venberg, und gebühr ihm unter andern Matthaum, so an.i;o2. in dem treffen vor Cortruck das leben eingebüffet, undFastradum, so zu Venedig an. i;n, gestorben. Dieser letzte-re psiantzte das geschlechte fort, indem ihm seine erste gemah-lin , Johanna von Moriamez, genannt Baiüeul, gebohrenMichaelem und Wilhelmmn. Michael war Marschall inHennegau,und brachtemit seiner gemahlin Anna,aus dem hauseAntoin, die ihm einen söhn gleiches nahmens gebohren, Bri-sen! an sich. WilhelmuS zeugte mit seiner gemahlin, Ber-tha von Kleiden, unter andern Johannem, dessen erste ge-mahlin Eustachia ihm Barbanqvn im Hennegau zugebracht,und ihn zum vatter Johannts und Michaelis gemacht. Die-ser letzere zeugte nebst Wilhelms, dessen enckel Johannes Lenäst der Hertzoge und Fürsten von Aremberg und Barbanqvn,von welchen an fernem orte mit mehrern gehandelt worden ,aufgerichtet» Johannem, welcher seines vatters bruders Jo.hannis güther ererbet, und von dem Kayser Maximiliano,Ertz - Hertzoge von Oesterreich und Hertzoge von Burgund ,an. 1481. zum Ritter des goldenen Vliesses geschlagen worden.Seine gemahlin , Jacobina von Croy, Graf Antons von Gui-nes lochter, gebahr ihm Antonium , Baron von Ligne, wel-cher die Grafschafft Falckenberg oder Fauquemont an.erkauffet, und von seiner gemahlin, Pyilivpina von Luxem burg , ein vatter Graf Jacobs von Liane und Falckenberg wor-den. Dieser war Kaysers Caroli V. Botschaffter an den PapstClementem Vll. und wurde von ihm an. is49· zum Grafenund Ritter des göldcncn Vliesses gemacht. Er starb an.und hinterließ von seiner gemahlin,,Maria, Johannsen vonWassenaar , Burggrafen von Leiden, ältesten tochter nnd erbin,welche ihm schöne gürher in Holland zugebracht, nebst Geor-gio, so ohne kinder an. 1579. verstorben, Philippum, Grafenvon Ligne »iid Falckenberg, Banner - Herrn voll Wassenaar ,Burggrafen von Leiden, Herrn Baiüeul, Königlich Spani-schen Rath und Cammer-Herrn, auch Ritter des goldenenVliesses, so an. i;8). gestorben. Von seiner gemahlin, Marga,relha von Lalain, Graf Philipps von Hochstraaten tochtcr,hinterließ er Lamoral, welcher nicht allein von dem KönigePhilippo II. in Svanien an. r;yy. zum Ritter des goldenen'Vliesses und zum Grand von Spanien ernennet, sondern auchan. 1602. in den Fürsten -stand erhoben wurde. Hiernächst warer bey dem Ertz-Hertzoge Albrecht und der Jnssshtin JsabellaStaals-Aath, wie auch Gouverneur und General - Capitainder Grafschafft ArtoiS. Er starb an. 1624. Seine gemahlin,Maria von Melun, Hugonis , Fürsten von Evinoy tochtcr ,brachte ihm die Herrschafft Rvudais zu, und gebühr ihm nebstFloro 4. töchter, Jolantam, die Caroli Alcrandri von Croy ;Annam, die Francissi von Cardona, Marquis von Guabale-ste; Ernestinam, die Graf Johannis des jünger» zu Nassau-Siegen ; und Lambertinam, die zwever brüder de la Baumeund Christophori, Grafen von Ost-Frießlanb, gemahlu »mworden. Florus oder Florentinus von Ligne, Marauis vrnRoubais, starb an. 1619. noch vor dem vatter, so au. 16 41. viet