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ses restliche gesegnet, hinterließ aber nebst Alberto Henri»,Fürsten vo»i Ligne, so ohnekinder von Clara Maria, GrafJohannsen des lungern»» Nasiau-Siegen tochtcr, zu haben,gestorben, Claudium Lamoral, pursten von Ligne. Dieftrkamin arosses ansehen an dem Spanischen Hofe, wurde zum Grandselbiaen Reichs und zum Ritter des goldenen Vliesses, wie auchan. 1669. zum Dice-König in Sicilien, und an. 1674. zumGouverneur des Mayländischen Hertzogthums gemacht. Erstarb an. 1679. im 61. iabu seines alters, nachdem ihm vonseines brubers wiltwe gebohren worden, Henricus Ernestus;Clara Louisa, erstlich Reimundi von Lancaster, Hertzogs vonAverro, und nachmals Jnici Velez Ladron von Guevarra ge-mahlin ; Hyacinthus Josephus, Marquis von Mony, welcheMarggrafschafft ihm Henricus von Lothringen , sein oheim,vermacht, daher er sich auch zur Französischen partey geschla-gen. Er ist von seiner gemahlin ein vatter zweyer Printzen undverschiedener töchter worden ; Maria, so als braut des Gra-fen Caroli Borromäi zu Mayland an. 167z. den 29. jul. ge-storben ; und endlich Carolus Josephus Procopius von Ligne,Marquis d'Aronches, welcher mit seiner gemahlin Maria, Hen-rici de Sousa, Marquis von Aronches und Grafen von Mi-randa enckelin und erbin, Claram Mariam von Nassau undMargaretham von Ligne gezeuget. Er war an. 1696. Portu.giesischer Abgesandter in Wien , und warb ihm damals schuldgegeben, als wenn er den Grafen von Hallweil, KayserlichenCammer-Herrn, als an welchen er ;iooo. gülden verspielet ge-habt , in einem walde ermordet hätte; dahero er sich in einemMönchs-Habit retiriren müssen. Er ist an. 1710. aus Mangeldes beweises in Portugal !, adsolviret worden. Henricus Erne-stus der erstgebohrne, Fürst von Ligne, Amblise und deö H.R. Reichs Ritter des goldenen Vliesses, Grand von Spa nien , Gouverneur und General-Capitain in dem HertzogthumLimburg , starb an. 1702. von Johanna, Ludovicr Ferdinan-di Folch von Aragonien , Hertzogs von Cardona tochler, hin-terlassend Antonlum Josephum Guislanum, Fürsten von Ligne,Amblise, und des H. R. Reichs, Marquis von Roubais und deVille rc. Claudium von Ligne, so an. 1704. in das Franci-scaner-kloster z-u Bootenthal ohnweit Brüssel gegangen, weil sei-ne anverwandten ihm nicht die Heurath mit einer gewissen Da-me verstatten wollen, wobey er zugleich seine Obersten-stclle überein regiment Spanische infanterie und das Grandat niederge-legt ; er gieng in folgendem iahre wieder heraus, und starban. 1710. zu Bclloil; hinterlassend Ferdinandum von Ligne, Al-bertum von Ligne und Henricum von Ligne. Carpentier, hist.genealog. des Pai's-Bas P. III. p. 7,2. Guicciardm. descr. Bel-gii. Bucelin, German. stemmatogr. tom. IV. Imhof. N. P
Eigne, (Johannes) Fürst von Aremberg , war ein söhn Lu-dovic» von Ligne, Freyherrn von Barbanqvn. In der dama-ligen Niederländischen unruhe hat er beständig auf des Kö-nigs in Spanien feite gehalten, daher er Gouverneur in West-Frießland und Ober-Pssel, wie auch Ritter des göldencn Vliesftg worden. Dem Printzen von Oranien und seinen bunds-ge-nossen hat er zu etlichen malen grossen abbruch gethan. Als an.,567. m Franckreich eine innerliche unruhe wegen der religionentstünde, ward Johannes von Ligne mit 2000. mann zn fußund 1200. zu pferde von dem Könige in Spanien dahin gesandt,seidige dämpfen zu helffcn, welches er auch glücklich verrichtet,und darauf sich wieder in die Niederlande begeben, allwo er an.is6«. die stabt Dam in West-Frießland dem Grafen Ludwig vonNassau abgenommen, und dessen völcker in die flucht geschlagen,wiewol zu feinem Unglück; denn als er tages daraufden feindweiter verfolgende, bey Winschot und Heiligelee in eine gegendkam, wo viel sumpfichte heimliche ldcher waren, und also dieihm angebotene schlacht ausschlagen muste, so ward er von sei-nen soldaten , welche begierig waren zu streiten, beschuldiget,als wenn er mit dem feind in einem heimlichen Verständnis stün-de ; und da er hierauf, um diese beschuldigung von sich abzuleh-nen, in der eil gegen den feind anrückte, und eine schlacht lieferte,ward nicht nur seine armee gantz ruiniret, sondern er zugleichvon Adolphen von Nassau, des vorgedachten Ludwigs bruder,erlegt, nachdem er denselben zuvor so tödtlich verwundet, daß ermit ihm zugleich seinen geist aufgegeben. Es hatte Johannesvon Ligne mit seiner gemahlin, einer Gräfin von der Marck, dieGrafschaffc Aremberg erheurathet, auf welche er von dem Kay-ser Maximiliano II. zum Reichs-Fürsten gemacht worden. Erhinterließ 2. söhne, Carolum und Robertum, davon jener dieArembergische, dieser aber die Barbangonische linie fortgepflan-tzet. Imhof. not. Procer. Imp. lib. IV. c. 12. §. 10. Strada, debell. Belg. P. I.
Eigneroles, ein Französischer Edelmann, welcher bey de«Könige Henrico III. da derselbe noch Hertzog von Anjou waisich dermassen beliebt zu machen wußte, daß er dessen vornehnster favorit, und in ansehung solcher gewogenheit Ritter vodem Königlichen orden , Hauptmann über eine compagnre, jaus lauter Etcüeuthen bestund, die man hommes d’armes netnete, und Gouverneur von der landschafft Bourbonnvis würd.Gleichwie er bey diesem glück nicht ohne feinde seyn konnte, aso hatte er insonderheit wegen einer alten streitrgkeit, einen setgefährlichen feind an dem Vicomle de la Güerche, Georg!de Villequier. Dieser, in begleitung Henrici von Angoulemwelcher des Königs natürlicher bruder war, ingleichen Caroli
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Grafen von Mannsfeld, des Herrn von St. Jean und etlichanderer, attaquirte an. 1571. als eben der Hof zuBourgumstin Touraine sich befand, den Ligneroles am hellen tage und auföffentlicher straffe, und tödtete ihn. Weder die thränen seinerhinterlassenen Wittwe, noch die liebe, so der Hertzog von Anjouehemals zu ihm getragen, konnten so viel ausrichten, daß dieserHerr seinen tod zu rächen gesucht hätte; dannenhero es denmeisten sehr wahrscheinlich vorkam, baß auf seinen befehl, oderdoch mit feiner einwilligung, der Äicomte de la Guerche diesethat unternommen. Was die Ursachen anlangt, so haben eini-ge gemeynt, daß Ligneroles dem König eine gewisse conspiration,so sein Herr mit Spanien vorgehabt, entdecket; andere, daß derKönig dessen Hinrichtung befohlen, entweder weil er denselbenals einen friedens - störer zwischen sich und seinem bruder ange-sehen, ober weil derselbe sich unverständiger weise mercken laßsen, daß ihm sein Herr den wider die Reforrnirlen gemachten,und erst das folgende jähr an dem tage Bartholomäi würckiichausgeführten anschlag offenbacel; wiederum andere, (undzwar diese mit dem grösten schein der Wahrheit) daß Lignero ,les, gleichsam in schertz, gegen seinen Herrn sich berühmt, es seydessen liebste maitresse ihm selbst sehr gewogen, und daß er nochzum Überfluß unterschiedene von ihr empfangene affecNo»s-Wchen ausgewiesen, worüber der Hertzog von Anjou, ohne sichsolches mercken zu lassen, heftig entrüstet, und seinen tob zu be-schleunigen bewogen worden. Tbuan . hist. lib. L. LI. Äse«.ray, hist. de Fr. tom. III. p. 242.
* Eigneville, ein geschlecht in Lothringen , aus welchemMelchior, Marquis von Ligneville, Lothringischer geheimerRath und Marschall gewesen, und eine tochter, so an den Für.sten Marcum von Beauvau-Craon vermählet worden, inglei,chen einen söhn, von dem eine besondere abhandlung folget,erzeuget hat. Ranft, geneal. Atehivat. xii. p. 59*·
* Eigneville, (N. Graf von) ein söhn des ehemaligen Lo-thringischen geheimen Raths und Marschalls, diente langezeit unter dem Kayserlichen Carl - Lothringischen regimenle znfuß, bewies sonderlich in Ungarn und Sicilien viele Hertzhaff.tigkeit, und ward den 1. oct. an. 172z. zum Oberste» er-nennet. Hierauf erhielt er ein eigen regiment zu ftß, undwohnte im 1712. jähre dem feldzuge auf der insul Conicabey, ward auch im 17;;. jähre den 27. oct. zum Gcneral«Feld-Wachtmeister zu fuß ernennet, in welcher bcdienung erim letzten kriege in der Lombardey tapfere dicnste leistete. Alser aber den r. tun. an. 17)4. mit einet; mannschafft von elli.chen 1000. zu pfer-de und zu fuß die von den Franzosen starckbesetzte stadt Colorno wegzunehmen abgeschicket ward, auch ei.nen glücklichen und tapfern anfall that, in die stadt drang,und das schloß erobern half, ward er durch einen unglückli-chen schuß aus einem fenster des fchlossts auf der stelle gelob,tet, und den z. junü mit gehörigen militärischen ehren-bezel.gungen zu Colorno begraben. Ranft , geneal. Archiv. XII.p. ;yi.
* Eigner, oder Ligny en Barrois , lat. Lignium , Lin-cium, eine Lothringische stadt und schloß im Hertzogthum Bar,zwischen Bar-Ie-Duc, Voyd undVaucouleur, von jedem 4- wei-len, am Wasser Ornain gelegen. Zei/er. topogr. Palat. Rhen.zug. p. 16. topogr. Gall. III. p. 16. Nach Cliiverio Germ, an-tiq. II. 14. p. Z9I. soll es des Antoniui, hin. p. 965. Jungo,davor er Longo liefet, seyn; es ist aber solches eigentlich ba»jetzige Vonzi. Im i6;v. jähre ward es von den Franzosen nmstürm eingenommen. Zei/er. topogr. Palat. Rhen. 1 . c. &soll eine Grafschafft dazu gehören, deren haupt-ort dieser ist-Zeder, topogr. Gall. I. c. Sie hat bis ins 1719. jähr, da ßewieder an Lothringen erkauft worden, dem Hause Montni».rency zugehöret.
* Eigny, (Cäsar de) war 8ecretarius des Cardinals chiPerron, und gab dessen Xegociations zu Paris 16;;. heraus,hat aber mit solcher arbeit, wie Sorbiere in den Soibenmturtheilet, schlechte ehre eingeleget, indem die ftyreib-art nie-derträchtig, und die fachen selber mit keinem sonderlichen jud*·c io abgehandelt. Le Long. bibl. hist.
Etgor, lat. hi'goria, eine stadt in Indien , dem König vonSiam gehörig. Sie liegt an dem Siamischen meendulen, un»hat einen sehr guten Hafen. Baudrand.
Eigorio, (Pyrro > ein mahker von Neapolis gebürtig,legte sich hauptsächlich' auf die bau-kunst, tind that imonderheitin antiquitäten etwas ungemeines. Man findet in des Hertzog»von Savoyen bibliotheck zu Turin auf die 40. bände feinet: u-lectaneorum ; auch waren deren noch viele andere in der Koni-gin Christinä, wie auch in den Farnestschen und BarbmnllEcnvibliothecken, worinn sehr viele dinge zum alten Hcodnilchc"gotteödicnst, den geschichten oder fabeln allerhand alter goi-ter, halb - göttern, berühmter leuthe, vornehmer Rom. ge«schlechter, ferner von der Alten kleidung , gewicht, muntze»,schiffen, leiche», hausgeräthe und andern dergleichen gehörig mbefinden ; wobey eine sehr grosse menge alter müntzen, gegran-ne steine, bild-fäulen, stücken von gebäuden, und to jerncr,aufs netteste abgerissen. Auch sind dabey viel solcher muntze»oder antiquitäten durch Ligorium mit fleiß erkläret , ivero^auch viel beschrcibungcn der alten ländcr und vblaer iow«als deren sitten und gewohnheiten vorgebracht. Welcheswie es zu erläutcrunq des alterthums um so mehr dienen »»-als viele solcher stücken, welche da von Ligorio so lchv"