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pen. Allhier müssen sich alle schiffe vor ancker legen, und denvereinigten Provtntzen den zoll entrichten.
*Ally, (Wilhelmus) ein berühmter Englischer Astrologusdes XVIl. saec. ward den i. may an. 1602. zu Diseworth inLeicestershire gebohren, und an. 161;. nach Ashby delaZouchversandt, um allda unter Ioh. Brinsley sich in der Grammaticvest zu setzen. Da aber sein mit schulden bcladener vatter dieerforderlichen ausgaben ferner zu bestreiken unvermögend war,kam der junge Lilly an. 1620. nach Londen , allwo er seinenunterhalt dey Gilbert Wright, dem Vorsteher der saltzhandels-gesellschafft, fand, indem er seine rechnung führte, und sonstin dem Hauswesen vieles besorgte. Nachdem dieser sein Herrden 22. may an. 1627. mit lobe abgegangen, heurathete er indem folgenden sept. dessen nachgelassene wiltwe, und gelangtealso zu einem vermögen von ungefehr 1000. pf. sterltng. An.iü;2. fieng er an die Astrologie zu studiren, und in democt. des folgenden 16;;. jahrs starb sein weid. An. 16)4.den ig. nov. verheurathete er sich zum zweyte» mal, undvermehrte dadurch sein vermögen um ;°o. pf. sterling. An.iü;6. zog er von Londen nach Hersham, und hielt sich daaus bis in an. 1641. da er sich nach Londen begab, und in denzwey folgenden jähren mehr als jemals die Astrologie studirle.Er war auch wegen seinen astrologischen Wahrsagungen so be-rühmt,daß König Carolus I. ihn in seinen beklemmten umstän-den an. 1S47. und 1648. zu rath zöge, wie er in stcherheit kom.men könnte. In diesem letzter» iahre schenckte ihm der Slaats-Rath 50. pf. sterling, und verordnete ihm ein jährliches gehaltvon 100, psunden, wegen einigen wichtigen Nachrichten, so erdemselben aus Franckreich verschaffet halle. Den 16. fedr. an.16*4. starb sein zweytes weib; Ich vergösse, sagt er selbst inseiner lebens-beschreibung, keine thränen über ihren tod.Sie hatte 500. pf. sterling zu mir gebracht, sie aber undihre arme verwandtschäffl hat mich über 1000. pfundgekostet. Gloria Patri , & Filio , & Spiritui Sancto ; sicuterat in principio & nunc & femper & in faecula saeculo-rum. In dem oct. dieses jahrs nahm er ein drittes weib. An.iü;y. sandte ihm der König in Schweden eine güldene kette,ungefehr 50. pf. sterling werth , weil er dessen in seinen calen-dern von an. 1657. und i6;8. mit so grossem respecl Meldunggethan hatte. An. 1660. ward er auf beseht des Parlementsin Verwahrung gebracht, und betreffend die person dessen, soKönig Carolo I. den köpf abgeschlagen hatte, befragt. Erantwortete hierauf, daß es der Oberst - Lieutenant Joycegewesen wäre, und solches ihm von Robert Spavm,des Lromwels Sccretario . welcher in dem zimmer zuge-gen gewesen, in welchem Joyce sich verkleidet, und zudieser that gerüstet, wäre gesagt worden, da er unge-fehr 12. tage nach des Rönigs rode bey Lilly zu mittagfpiese. Er erhielte hierauf seinen pardon unter dem grossen in«sieget des Königreichs. Als die pcst an. 166;. zu Londen starckwütete, begab er sich den 27. jun. auf sein guth zu Hersham.An. 1666. ward er durch eine Comnnßion des llnter-Hausesüber den Ursprung der grossen fcuers-brunst, so sich im monatsept. zugetragen, befragt, weil man sich erinnerte, daß in sei-nem calender von an. i 6 ci. eine in vollen flammen stehende grossfe stadt, ohne einige erklärung darüber, vorgebildet stunde.Er antwortete aber, daß er durch seine kunst sowol eine pest alseine seuers-drunst vorgesehen hätte, doch so, daß ihm dre jähre,in welchen solches geschehen würde, verborgen gewesen, undaus dieser Ursache hatte er nur die holtzschnitte ohne auslegungdrucken lassen. Er sehe diese feuers-brunst als eine strafe deserzörnten GOttes an, die werckzeuge hiedey aber wären ihmunbekannt. Und so ward er des examens entlassen. Nachdemer sich gen Hersham begeben , legte er sich auch auf die Ärtzney-kunst, und erhielt von dem Ertz-Bischoffe Shcldon an. 1670.die erlaubnis, selbige öffentlich zu treiben. Kurtz vor seinem tobehat er einen gewissen schneider, Henry Coley genannt, mit dembeding an kindes-stalt angenommen, daß er sich künftighin Mer,lin junior nennen sollte; er übergab ihm zugleich seine calen-der, welche er aus; 6 . jähr hinaus drucken lassen. Endlichstarb er zu Hersham den y. jun. an. -681. und gab durchsein testament fein zu Hersham habendes land - guth einemsöhn des Ritters Bulstrode Whitelocke. Georg Smalridge,nachmaliger Bischoff von Bristol , und damaliger Studio-siis des Collegii von Westmünster, hat seinen tod in ememEnglischen und in einem Lateinischen gctichte besungen. Deransang des letztern lautet also:
Occidit, atque suis Annalibus addidit atramAstrologus , quä non trillior ulla , diem.
Pone triumphales , lugubris Luna , quadrigas ,
Sol, mcestum piceä nutze reconde caput &c.
Der Ritter Elias Ashmole aber hat ,hm folgende grabschriftaufrichten lasten:
Ne Oblivione contereretur UrnaGULIELMI LILLiIAstrologi peritislimiQui fatis ceflit
Quinto Idus Junii Anno Christi JulianoMDCLXXXI.
Hoc illi pofuit amoris Monumentum
Armiger.
Die von Lilly zu verschiedenen zeilen verfertigte schriften sindfolgende : Merlinus Anglicus Junior ; Supematural Light;
Histor. Ltxicon iv. Theil.
( i 1 11 m 747
Kin S’ s Prophecy; England's Prophetical Merlin;Christian Astrology ; World’s Catastrophe ; Prophecies ofAmbrofe: Merlin; Treatise of the three Suns, seen the pre-ceding Winter 164g. ; Monarchy or no Monarchy ; Annus tenebrosus. Englischer Bayie.
x ein gelehrter Englischer Grammati.
Pe ? 4 V1 · *® c · ward ums jähr 1468. zu Odiam in Hamps»hlre gebohren, und an. 1486. in das Collegium Magdalenaeaufgenommen. Nachdem er sich eine zelklang alldaaufgehalten hatte, zog er aus andacht in das gelobte land,
x r s^uer ruckkunft eine geraume zeit in der insulRhodus auf, gieng von dar nach Rom , und führele seineMidien unter Ioh. Sulpitro und Pomponio Sabino allda fort.Er hat sich auf seinen reistn die Lateinische und Griechischefprache gantz gemein gemacht, so daß man dafür hält, erjey der erste Engellander gewesen, welcher die Griechische sprächean. 1500. aus Italien nach Engelland gebracht habe. Nachseiner zuruckkunfl in dem vatterlande ließ er sich zu Londen haushäblich nieder, und lehrte die Grammaticam , Poeticam
Rhetoricam mit gutem fortgang. An. l;i2. setzte ihnvr. Ioh. Colet , Decanus von St. Pauli kirche, der von IHMgestifteten schule vor, und hat Lily in den zehen iahten , inwelchen er bey diesem amte gestanden, eine grosse menge,un-ser leuthe ,0 wohl unterrichtet, daß es die meisten davon indem geistlichen oder weltlichen stande sehr hoch gebracht ha-ben. Er hat nebst einer grammatic, welche bis auf den heu-t.gen tag seinen nahmen tragt, verschiedene wercke geschrieben,als da sind : Monita Pxdagogica, seu Carmen de Moribus ;in JEnigmata Bofli Antiboflicon ; Poemata varia ; de Laudi-bus Deiparae Virginis; Apologia ad Joh. Skeltonum ; Apolo-gia ad Robertum Whittingtonum. Er starb an der pest den24. febr. an. 1522. seines alters 54. jähr , nachdem er in sei-nem leben mit dem berühmten Eantzler Thomas Morus ingenauer freundschafft gestanden hatte. Englischer Bayie.
* , (Georg) des vorhergehenden söhn, ward zu Londen
gebohren , und machte seine studien IN dem Collegio Alagdalena:jw Oxford . Er gieng hernach nach Rom , allwo er sich die gunstdes Eardinals Poli erwarb, und wegen seiner grossen geleyrttzeitsehr hoch geachtet ward. Bey seiner zurückkunfc i» das vaner-land ward er Canonicus bey St. Pauli, und nachwartS Pramen-darius von Eanterdury. Er gesegnete dieses zeitliche IN dem an-sang des jahrs r; S 9 . Seine schriften sind folgende: AnglorumRegum Chronices Epitome, Venedig 1548. Franckfurl r;6;.in 4.Basel i;77.Lancastriae & Eboracensis de Regno Contentio-nes ; Regum Anglias Genealogia ; Elogia Virorum illustrium ;Catalogus sive Series Pontificum & Caesarum Romanorum; TheLife of Dr. John Fisher , Bishop of Rochester ; so ist er auch dererste gewesen, der eine richtige charte von Engelland verferti-get , und an das licht gebracht hat. Englischer Bayie.
LILYBiEUM , (Promontorium) war eines von den;. vor,gedürgen, von welchen das Königreich Sicllien vor allcrs dennahmenTrinacria führte. Heutiges tages wird dieses Promonto-rium CapoBoco genannt,und befindet sich in dein westlichen theilder gedachten insul, wo die stadt Marsala stehet. In eben diesergegend war zu der Römer zeiten eine stadt, nahmens Lilybaum.
Am, ein kleiner fluß in Bosnien , der im gebürge zwischenScrvien und Bosnien entspringet, Fochia und Wiwar vorbeyund oberhalb Drinawar in den Drin fliesset.
Ama, ein fluß in Portugall, wird bey den Römischen au.thoribus Flumen Oblivionis genannt, weil die Turduli undCeltici sich daselbst niedergelassen, und ihr vatterland vergessenhaben; woraus hernach die fabel entstanden, daß derjenige,so aus dem fluß trincke, alles was er gewußt, vergesse. Erfällt bey Pont de Lima in das meer. Florus, bist. Rom. üb. II.c. 17. Resexdius , antiq. Lusit. p. 917. Coltnenar, delices d’Es-pagne & de Portugal, tom. IV. p. 714.
Lima , oder Ciudad de los Reyes , oder wie die einwohneres nennen, Rimac , ist die Haupt-stadt in dem Süd-Americani,schen Königreiche Peru , ein schöner, grosser und nahrhafftcr ortundBischöfflicher sitz, so an. r;;;. vonFranciico Pizzarro, et.nem Spanier, erbauet worden. Im thal Lima liegt Ciudad de los Reyes , oder die stadt der Könige genennet, als in welcherdie Vice-Könige ihre residcntz haben, oder vielmehr darum, weilman sie am heil.Könige tage zu bauen anfieng. Der Vice,König in Peru residiret allhier, welches nebst andern Vortheilenmehr zum aufnehmen und grösse der stadt viel beygetragen hat,ungeachtet sie von lauter holtz qebauet, und em offener orc ist.Sie liegt an einem flusse gleiches nahmens, eine melle vomSüd-meer und einer von ihre» Häfen, Callao de Lima genannt,auf einem sehr fruchtbaren und lustigen Hügel, hat eine sehr ge,mäßigte luft, und ebene. An. 1678. den 17. jum und jondcr.lrch an. 1682. den ;o. oct. entstund allhier ein erschrocklichcserdbeben, welches die meisten Häuser über» Haussen schmiß, undmehr als iooo. einwohner töbtete. Zu eben derseldigen zeitwurden auch die meisten see-städte durch austretung der ,ee ruini.ret, welche die schiffe übermeilen weit ins land hinein brachte.Im übrigen wird die stadt Lima in ;6. quartiere abgetheilet, de.ren jegliches ischritt ins qevierte austrägt. Die straffen sindvon einer weite,unter den Häusern ist eines so groß als das andere,und stehen alle in einer geraden linie. Die Vorstadt St. Lazarusgegen norden wird gleichfalls in gewisse quartiere abgetheilet, diealle in einer geraden linie stehen ; gegen morgen liegt emc an-bere Vorstadt, so von ungefehr 8°». Indianischen fammm