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erst an. 1719. heraus gekommen. Von seiner gemahlin Louistde Beon, hat er die Graffchafft Brienne bekommen, und aus.ser obgedachlen Ludovicum Henricum, noch mehr söhne undtöchter gezeugt.
Somenie , (Henricus Ludovicus von) Graf von Brienne,etaatöiSecretarius, war ein söhn Henrici Augnsti, so gleichecharge bedienet, und solche seinem söhn abgetreten. An. 169 1.den er. sept. wurde er in dem 16. jähre seines alters Staats,Rath , und weil er also mit ausländischen fachen das meiste zuthun hatte, nahm er sich vor, durch reisen genauere Nachrichtvon allein einzunehmen. Solchem nach gieng er an. 1692.nach Mayntz, continuirte daselbst seine studien, und erlerntedie Teutsche spräche. Zwey jähr hernach gieng er über Holland nach Dänemarck und Schweden , allwo er im nahmen seinesKönigs zu der Vermählung des Königs Caroli Gustavi gratu-lirte. Von Stockholm begab er sich nach Lappland , und vondar nach Finnland und Polen . Hierauf durchreisete er Oester reich , Bayer» und Italien , worauf er eine kurtze Historie vonseinen reisen in Lateinischer spräche heraus gab. Nach seinerzurückkunft in Franckreich trat er die charge eines Slaats-Se-cretariisln, ohngeachtct er nur 2z. jähr alt war, mustc aber,nachdem er bey dem Könige in ungnabe verfallen war, solcheniederlegen, und seinem vatlcr wieder überlassen. Nach demtode seiner gemahlin, Henriette Bouthiüier, welche eine tvch-ter gewesen Leons von Bouthiüier, Grafens von Chavigny, ei-nes berühmten Französischen Staats - 8ecrer»ni, und ihmnebst zwey töchtern Henricum Ludovicum gebohren, undan. 1664. dieses zeitliche gesegnet, verließ er den Hof gleichim folgenden jähre aus bekümmernis, und begab sich indie gescllschaffk der Latrum Oracorii. Fauvelet du T»c, hist.des Secretaires d’Etat. Anjitme, hist. des Grands Officiers dela Couronne. *
* Somer, (Gottfried) Senior des Evangelischen Ministernzu Augspurg, war an. 1666. den 8. noo. zu Älfdorf in demHertzogthum Würtcmberg gebohren, allwo sein vatlcr damalsPfarrer war. Er studtrte anfangs zu Augspurg, bis er an.1686. im frühjahr nach Jena sich begab. Er übte sich daselbstsonderlich in den rcliaions-streitigkeilcn. An. 1691. gieng ernach Leipzig , darnach reiscte er durch Ober-und-Nieder-Sach-sen , Brandenburg und andere benachbarte länder. In demfolgenden jähre gelangeie er wiederum in Auqsvurq an , undward in das Predig-amt gezogen. Er gab sich viele mühe diefugend deutlich und gründlich in der religion zu unterweisen.An. 1717. bekam er eine Pfarr-stclle zu den Barfüssern, undan. 1719. ward er Senior ; und starb im dcc. «11.1728. Man hatangemercket, daß er in seinem Predig-amte )94y. predigten abge-leget. Er hat viele streit-schriften heraus gegeben < als: Abfer-tigung zweyer Jesuiten ; Rettung des Frieden - gemähldes;Evangelisches Panier; Beweis, daß die Ehre des Gebäls GOttallein zustehe; Schicksal der streitenden Kirche in Augspurg;Evangelisches Kleinod von Versicherung unserer Seligkeit, u.a.m. Theologische Bidliotheck, wm. IV. p.699.
Sommatzsch , eine stadt in dem Marggrafthum und AmteMeisten an dem Wasser Iahne, so in die Elbe fällt, zwischenden städlen Meissen und Oschatz gelegen. Es ist eine der älte-sten Wendischen städle im lande, allwo auch etwa die altenWenden einen sitz gehabt, und hat seine denennung, wie diegantze umliegende qeqend, so bey den Teutschen mittler zeite»Dalemincia geheissen , von dem berüchtigten brunnen und seeGlomazi, wovor die alten Heyden viel veneration gehabt. Eserzehlet Ditmarus, daß gedachter brunn, wenn es friede wer-den wollen , mit wcitzen, Haber und eicheln angefüllt gewesen;wenn aber ein ungewitter eines kriegs vorhanden, habe er dessenunglücklichen auSgang mit blut und aschen vorher angedeutet.Solches wasser wird heut zu tage der Poltzschncr-see genannt.Doch wird dieser ort von Zeilero auch Lomack, Lummitsch,Lommiz, Lommitsch und Lomnitsch geheissen. Im )o. jähri-gen kriege haben es an. 1632. die Kayserlichen und an. 1639. dieSchwcdrsch-Bannerische ausgebrannt. Zeit. topogr. Sax. sup.p. i) i. Graunii diss. de Dalemincia Slavornm. Knautb. prodr.Misn. p. 19. & 214. Or/»rarr Merseburgische chronick, lib. I.
Somund, insgemein Logh Lomund genannt, ein see inSchottland , in der Graffchafft Lennox. Er breitet sich unterden bergen aus , und hat in der länge 20000. und in der breite8000. schritte, ist auch sehr fischreich und voller insuln, davoneinige herum schwimmen, und gewisse arten der fische in härings-grösse ohne sioß-ftdern seyn sollen. Cumdeni descr. magn. Bri-tan. Buchanan. hist. Scot.
Sonden, Jas. Londinum »Nd Augusta Trinobantum , istnicht nur der vornehmste ort in der Graffchafft Middlestr , son-dern auch die Haupt-stadt in gantz Engelland, welche längst derTemsc hm auf einem etwas sich erhebenden gründe liegt. Ihrelänge von osien gegen westen von Lime-huse an, bis zu demäussersten ende des mühlen-damms in Westmünster, erstrecktsich auf 7900. geometrische schritte, das ist, bey die 8. Englischeweilen , 1000. schritte auf eine meile gerechnet, die breite abervon dein äussersten ende der Whitechappel-strasse an , bis zu denSt. Georgefeldern in Soulhwarck fast auf drey weilen. In derHistorie findet man, daß sie »hngefchr 6c>. jähr vor Christi ge-burl von dem Britannischen Könige Lud repariret und erweitertworden. Tacicus sagt, daß Londen zu Neroniö zelten, daS
»st, um das jähr Christi 66. ein berühmter handels-ort gewesensey, und Ammianus Marcellinus , welcher in dem IV. fecidolebte, nennet Londen e«ne alle stadt. Das gantze umher gele-gene land ist sehr fruchtbar und mit allem Überflüsse versehen.
dazu führen, sind so schön , und der fiußzur schiff-fahrt so bequem, daß diese stadt von keinem mangeletwas weiß. Londen hat mehr als 600. strassen, gassen undplatze, und nach einer unlängst deswegen angestellten rcchnung100000. Häuser. Nachdem Boudicea, oder wie sie von Dionegenennet worden, Bundvica, die wittwe Prasutagi, Königsder Icener , durch die überwachte grausamkeit der RömischenBefehlshaber endlich ausgebracht worden, versammelte'siedie Britannier, fiel erstlich Camalodunum ober Maldon inEssex an - eroberte solchen ort unversehens, und schlug alleRömer mit der scharfe des schwerdls. Petilius CerealiS, wel.cher mit der neunten legion dazu kam, wurde gleichfalls ge-schlagen , so daß sein gantzes fuß-volck auf dem platze blieb,die reuterey aber kaum noch davon kam. Mittler weile kamSuekonius der Römische Propraitor oder Gouverneur, wel,cher gleich damals die insul Mona, Heut zu tage Anglesey, ero,berte, nach Londen , und war erstlich willens, diesen ort zumsitze des kriegs zu machen. Als er aber wichtige Ursachen fand,diesen seinen vorsah zu andern, marschirte er von dar hinwegnach St. Albaus. Also kam Boudicea , welche nicht weil vonbannen war, nach Londen , machte alles nieder, was sie in derstadt fand, und tractirte hierauf St. Aldans ausgleiche weise.Allein die stadt erholte sich bald wiederum, und war'nachqehendSeben so berühmt, als sie zuvor jemals gewesen. An.292. stund siein gefahr, von den Francken geplündert zu werden, wurdeaber durch eine unverhoffte ankunft einiger Römischen troup,pen davon noch befreyet. Bald nach diesem soll ste Constanti-nus öl. mit mauren umgeben haben. An.war Restitu-tus, Bischoff zu Londen , auf dem Goncilio zu Arles in Franck-reich , und unterschrieb sich daselbst nach Eborio, dem Bi-schoffe von Jorck. Beda bejahet ausdrücklich, daß Londen zuselbiger zeit ein Ertz-Bischöfflicher sitz gewesen. Camdenus ste-het in der meynung , daß diese stadt um das jähr 46;. vvn Vor-tigern den Sachsen unter ihrem ersten Könige Hengisto überge.den worden. Ob nun wol dieser das regiment veränberte, unddie Christliche religion über den Haussen warf, so blieb dochLonden nach der zeit noch immerfort eine ansehnliche Handel-stadt und ein guter see-hafen. An. 610. wurde die St. Pauls-ktrche erbauet, oder vielmehr repariret, und von Adelberto,dem Könige von Kent, den Christen eingeräumet. Nach derSachsen bekehrung an. 604. wurde Maletus zum ersten Bischoffvon Londen erwehlet, nachdem der Ertz-Bischöffliche sitz durchden Mönch Augustinum von Londen nach Canterdury versetztworden war. Um das jähr 707. erweiterte Offa, der König derOst-Angeln, die kirche in Westmünster, und begabte sie mit ein-künften , woraus nach der zeit eine neue stadt erwachsen , diean Londen angefüget ist. An. 894. gerieth sie in der DänenHände, welche sie nebst Canterdury an. 1012. plünderten, undden Bischoff von Londen todt schlugen, weil er ihnen keinen tri-but geben wollte. Im folgenden jähre nahm Sweno, der Dä-nen König, diese stadt ein , und vertrieb Ethelredum aus En-gelland. An. 1016. nahm sie Canutus wiederum ei», unb wur,de an. 1018. daselbst gecronet. An. 1042. gieng der Dänischestamm aus, und Eduardus der Vekenner wurde zum Königin Engelland aecrönet. An. 1064. starb dieser Herr, und Ha-roldus maßte sich des Reichs an, welches Edwards Alhelingdem rechten erben zustund. Hierauf kam Wilhelm , der Her-tzog von Normandie , in Engelland , und beraubte jenen deslebens und der Crone, welche ihm an. 1066. in Londen aufge,setzt wurde. Wie es nach der zeit dem gantzen Königreiche En-gelland, fast eben also ist es der stadt Londen ergangen. Nachdemgedachter Printz an. 1078. den sogenannten Tower in Londen erbauet, haben chic lange zeit die Könige daselbst refidirt. Wil-helmus II. umgabodn Towcran. 1099. mit mauren. Der Kö-nig Johannes ordnete an. 1210. das stadt-regiment in Londen an, und satzte den sogenannten Mayor oder Bürgermeister ein.An. i2ir. erdauete er die Londner-brücke. An. 1217. wurdeLudovicus von Franckreich von Henrico III. in Londen belagert,und das land z» verlassen gezwungen. An. 1178. rüstete JohannPhilpot , ein bürgcr in Londen , auf seine eigene Unkosten eineflotte aus , und reinigte die see von den capern. Als an. i;8r.die bauren sich wider den Adel empörten, und insonderheit einer,mit nahmen Iackstraw, sich gegen den König in Smithficld tro-tzig erwies, stieß selbigen Williain Walwörth, der damaligeLord-Mayor, über den Haussen, und machte also der rebellionein ende, für welchen dienst der rothe dolch dem Londischenstadt-wapen gegeben seyn soll. In folgenden zelten nahm diestadt dermaffcn zu, daß sie innerhalb der mauren und in den Vor-städten 1;;. kirch-spiele hatte. An. 1669. rieb die pest 100000.einwohner auf. An. 1666. entstund eine feucrs-brunst, welchei)ooo. Häuser in die asche legte. Allein in ). jähren waren schon10000. wieder davon aufgebauet, die viel schöner und grösserwaren, als die vorigen, und mit noch mehr Häusern sind nach-gehends die Vorstädte vermehret worden. Vor bcmeldter feuers,brunst waren die Häuser mehrentheils von blossem holtze gedauet,und einander sehr ungleich, die aber nachgehcnds anfgefi'ihretworden, sind alle bis auf etliche wenige von ziegelsieinen gebauet,durchgehcnds sehr schön und viel netter und bequemer als dievorigen ; wiewol jedoch die alte gewohnheik in dem stücke
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